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Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: Elthy 06.09.21 - 13:54
Es wird ein gewaltiger Aufwand betrieben die Probleme zu lösen die durch die fehlende Schwerkraft entstehen. Es betrifft alles bei dem Wasser eine Rolle spielt (Waschen, Duschen, Reinigen, Toilette usw.), aber auch die Lüftung, das Kochen/Essen, die Raumfahrer selbst und ihre Zeitgestaltung, da sie sehr viel Sport machen müssen.
So langsam dürfte der Punkt erreicht sein wo es sich lohnt einen Teil der Station rotierend auszuführen, in dem man die Crew unterbringt, um sich damit nicht mehr rumschlagen zu müssen. Klar wird das erstmal aufwändig, aber bei den immer weiter fallenden Kosten um Zeug ins All zu schießen dürfte das schnell die bessere Lösung sein, spätestens wenn Starship fliegt. Da wird das Kilo ins all so günstig das man einfach nen normale Waschmaschine hochschießt... -
Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: dbettac 06.09.21 - 14:03
Eine rotierende Station bringt andere Probleme mit sich. Versuche auf der Erde haben gezeigt, dass Menschen in rotierenden Habitaten Probleme mit dem Gleichgewicht bekommen, sowie allgemein Koordinationsprobleme. Beispielsweise ist es für den Griff nach dem Wasserglas neben Dir ein deutlicher Unterschied, ob das Glas von Dir aus in oder gegen die Rotationsrichtung steht.
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Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: Bjoernm@gmx.de 06.09.21 - 14:23
Du vergisst, dass ein großer Teil der Forschung auf der ISS gerade Mikrogravitation betrifft. Labore _mit_ Gravitation haben wir bereits auf der Erde...
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Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: Flasher 06.09.21 - 14:29
Bjoernm@gmx.de schrieb:
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> Du vergisst, dass ein großer Teil der Forschung auf der ISS gerade
> Mikrogravitation betrifft. Labore _mit_ Gravitation haben wir bereits auf
> der Erde...
Deswegen sprach er ja auch davon, dass ein Teil der Station rotieren sollte - nicht die gesamte Station. -
Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: Bjoernm@gmx.de 06.09.21 - 14:40
Ups, Du hast recht. Dennoch bleibt mein Einwand weitestgehend gültig: Eine teilweise rotierende Station verschlechtert die "Qualität" der Mikrogravitation aufgrund von Schwingungen beträchtlich. Es gibt bereits heute Experimente auf der ISS die so empfindlich sind, dass gewisse Trainingsgeräte nicht benutzt werden dürfen während die Experimente laufen
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Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: AllDayPiano 06.09.21 - 16:05
Dazu gibt es ein Gravitationslabor auf der Erde, das sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Interessanterweise kann der Mensch all das lernen. Nur die Übergangsphase ist ziemlich unangenehm. Da gibt's ein Video dazu von Veratasium oder Tom Scott?!
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Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: AllDayPiano 06.09.21 - 16:09
Naja die Masse eines Bewohners beträgt 0,02% derjenigen, der ISS selbst. Jedes mal also, wenn sich ein Crewmitglied bewegt, hat das Einfluss auf empfindliche Messgeräte.
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Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: Allandor 06.09.21 - 17:04
Bjoernm@gmx.de schrieb:
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> Du vergisst, dass ein großer Teil der Forschung auf der ISS gerade
> Mikrogravitation betrifft. Labore _mit_ Gravitation haben wir bereits auf
> der Erde...
Nun, das lässt sich ja durch Zentrale Labore tatsächlich noch lösen, denn dort ist die Anziehungskraft ausgeglichen.
Das Problem bei der Rotation ist aber eher, die benötigte Größe, das entsprechende Material dafür und der starke unterschied der rotation und Gravitation auf Kopf und Füße.
Letzteres lässt sich halt nur durch eine wirklich große Station ausgleichen, aber mit dem bissel was wir ins all schaffen können, bringt uns das alles nichts, weil wir nie genug material dort oben hin bekommen.
Zudem wird durch eine größere Station es auch wahrscheinlicher das etwas mit der Station (bei all dem Müll da oben) zusammen kracht. -
Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: Karsten Paulsen 06.09.21 - 19:47
Eine rotierende Station hätte zudem den Vorteil, dass Fäkalien mittels Fliehkraft einfach weggeschleudert werden.
2 mal bearbeitet, zuletzt am 06.09.21 19:49 durch Karsten Paulsen. -
Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: schoenix 06.09.21 - 21:57
Könnte man das Größenproblem nicht durch Module an Seilen oder ähnliches lösen?
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Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: Anonymer Nutzer 07.09.21 - 02:48
Sehr unqualifizierte Diskussion hier. Der Threatstarter hält sich wohl für Neunmalklug.
Wenn eine (teilweise) rotierende Station, finanzierbar, machbar, einfacher und sinnvoll wäre gäbe es sie. Punkt.
Sie ist aber nicht mal sinnvoll, also warum Geld und Gedanken in ein Sinnloses Unterfangen stecken.
Übrigens sind die Starts für Ware in den Orbit nicht wirklich gesunken, auch wenn der Lügner Musk das gerne vortäuscht. Mittlerweile gibt es Leute bei der Nasa die mit SpaceX nix mehr zu tun haben wollen, vor allem weil wegen denen alles teurer geworden ist. Grund ist das SpaceX Nasa und US Militär Mondpreise für ihre Flüge andreht. Darüber werden dann medienwirksam die anderen privaten Starts querfinanziert damit man glaubhaft vorlügen kann man wäre ja billiger. Alles Kalkühl damit Musk sich weiter Milliarden in die eigene Tasche wirtschaften kann. -
Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: AllDayPiano 07.09.21 - 12:58
Nachdem die USA für nichts Budget haben, außer für's Militär, wäre Musk in Idiot, die nicht zu melken.
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Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: dbettac 07.09.21 - 13:28
Eine komplett rotierende Station bräuchte schon ständige mini-Korrekturen, um Schwankungen auszugleichen. Beispielsweise wenn sich einer der Astronauten bewegt. Sprich: Immenser Treibstoffverbrauch.
Wenn die Station teilweise rotiert, wird das ganze noch komplizierter. Sowohl der rotierende als auch der stillstehende Teil bräuchten ständig laufende Triebwerke, um die Übertragung durch Reibung an der Verbindung auszugleichen. Klar, auf sehr niedriger Stufe, aber trotzdem wäre der Aufwand immens.
Kombiniere das mit den Kosten für den Transport des Treibstoffs in den Orbit, und Du weißt, warum statt dessen an Spezialunterwäsche geforscht wird. -
Re: Eine rotierende Station wäre einfacher
Autor: schoenix 07.09.21 - 13:48
dbettac schrieb:
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> Eine komplett rotierende Station bräuchte schon ständige mini-Korrekturen,
> um Schwankungen auszugleichen. Beispielsweise wenn sich einer der
> Astronauten bewegt. Sprich: Immenser Treibstoffverbrauch.
>
> Wenn die Station teilweise rotiert, wird das ganze noch komplizierter.
> Sowohl der rotierende als auch der stillstehende Teil bräuchten ständig
> laufende Triebwerke, um die Übertragung durch Reibung an der Verbindung
> auszugleichen. Klar, auf sehr niedriger Stufe, aber trotzdem wäre der
> Aufwand immens.
Für so etwas wären Ionentriebwerke vermutlich nicht ganz schlecht, gerade um den Treibstoffverbrauch deutlich zu reduzieren.
>
> Kombiniere das mit den Kosten für den Transport des Treibstoffs in den
> Orbit, und Du weißt, warum statt dessen an Spezialunterwäsche geforscht
> wird.
Da es für die bestehende ISS ja sowieso keine Option ist lohnt es sich auch schon dafür.
Abgesehen davon könnte die Firma da später bestimmt irgendeine Funktionskleidung für Bergsteiger oder andere Leute entwickeln, die eben möglicherweise auch eine längere Zeit nicht zum Duschen kommen.



