Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Razzia: Onlinehändler werfen Media…

Diese Preisabsprachen sind nicht neu, die gibt es schon seit Jahrzehnten

Anzeige
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Diese Preisabsprachen sind nicht neu, die gibt es schon seit Jahrzehnten

    Autor: MichaelNehm 26.01.13 - 10:37

    Das ist doch nichts neues. Diese Preisabsprachen gibt es seit eh und je im Einzelhandel und wird es auch in Zukunft weiter geben.
    Ich habe bis Ende der 1990er selbst im Bereich Braune Ware gearbeitet. Egal welcher Hersteller es war: Siemens, Blaupunkt, Grundig, Philips, Sony, Thomson (Saba, Nordmende, Telefunken), Yamaha, Onkyo, Denon, Loewe, Metz, B&O und wie sie sonst noch heissen machen das. Von den Herstellern gibt es bei einigen Artikeln einen Festpreis. Unter dem Preis darf kein Händler verkaufen. Macht er das steht da der Vertreter und veranlasst eine Preiskorrektur nach oben und normalerweise bekommt der Händler dann auch erstmal keine weitere mehr.
    Und gerad im Moment steht natürlich auch für den Media Markt vieles mit auf dem Spiel. Sie werben ja damit den Artikel per Internet im Preis zu vergleichen, Media Markt will ja der günstigste sein. Da passt es nicht wenn andere Händler ihnen in die Suppe spucken.

    Wobei man dazu sagen muß, im Endeffekt hätte wenn man es genau nehmen würde kein Händler die Chance einen Artikel günstiger als Media/Saturn anzubieten.
    Kein normaler Händler wird jemals in die Richtung er Einkaufskonditionen der großen kommen.

    So verlief zum Beispiel früher bei uns so ein Deal mit Philips:
    Treffen mit dem Vetreter um ein Geschäft zu machen. Auftrag xxxhundert TV Geräte.
    Dabei waren die Konditionen dann in der Regel:
    Listeneinkaufspreis (das was ein Händler dafür bezahlt)
    - 10 bis -15% Rabatt durch Einkaufsverbände (da kommen die normalen schon gar nicht hin)
    - 2 bis -3% Servicepauschale
    - xx% Jahresbonus (wurde zum Anfang des Jahres verhandelt)
    - 3% Skonto

    Setzen wir mal einen Einkaufspreis von 1000 Euro an den ein normaler Händler zahlt kann man sich nun ausrechnen was die großen zahlen. Im Beispiel oben sind das mindestens 855 (eher weniger).
    Dazu kommt der normale Händler muß innerhalb weniger Tage die Rechnung zahlen.
    Die großen haben sogenannte Zahlungsziele. Diese bewegen sich meist zwischen 60-120 Tage. Heisst die Firmen bestellen heute die Ware, verkaufen die Ware und müssen erst in 2- 4 (oder mehr) Monaten die Ware bezahlen. Dadurch macht man natürlich noch Zinsgewinne.
    Zusätzlich gibt es natürlich dann noch einen Werbekostenzuschlag womit sich die Hersteller an den Kosten der Werbung beteiligen.
    Ein TV Gerät das damals zb 2500 DM im Verkauf kostete wurde im durchschnitt für 1100-1300 so eigekauft.

    Und um die Ware dann gut loszubekommen hat man natürlich dann auch den Vertreter unter Druck gesetzt dafür zu sorgen das niemand das Gerät billiger verkauft bzw dann noch eine Art 'Verdienstausfall' für jedes Gerät nachgefordert.

    Und das gibt es nicht nur bei TV Geräten. Es ist egal welche Branche man nimmt. Das gibt es überall.
    Elektroartikel, Möbel, Küchen, Besteck, Kleidung, Parfümerieprodukte sie machen es alle. Offizielle gibt es weder eine Preisbindung noch eine Absprache in den Bereichen und sie spielen doch alle da mit.

  2. Re: Diese Preisabsprachen sind nicht neu, die gibt es schon seit Jahrzehnten

    Autor: 486dx4-160 26.01.13 - 14:14

    Nur auspacken darf keiner, das wird sonst teuer.
    Wie bei der Mafia. "Wäre doch schade wenn Ihre schönen Fernseher versehentlich auf der falschen Palette landen." Kölner Klüngel ist nichts dagegen.

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Anzeige
Stellenmarkt
  1. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau
  2. SICK AG, Hamburg
  3. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München
  4. Sky Deutschland Fernsehen GmbH & Co. KG, Unterföhring bei München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 79,98€ + 5€ Rabatt (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 9,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Science-Fiction wird real: Kampf der Robotergiganten
Science-Fiction wird real
Kampf der Robotergiganten
  1. Roboter Megabots kündigt Video vom Roboterkampf an
  2. IFR Zahl der verkauften Haushaltsroboter steigt stark an
  3. Automatisierung Südkorea erwägt eine Robotersteuer

Arktika 1 im Test: Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
Arktika 1 im Test
Monster-verseuchte Eiszeitschönheit
  1. TPCast Oculus Rift erhält Funkmodul
  2. Oculus Go Alleine lauffähiges VR-Headset für 200 US-Dollar vorgestellt
  3. Virtual Reality Update bindet Steam-Rift in Oculus Home ein

ZFS ausprobiert: Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
ZFS ausprobiert
Ein Dateisystem fürs Rechenzentrum im privaten Einsatz
  1. Librem 5 Purism zeigt Funktionsprototyp für freies Linux-Smartphone
  2. Pipewire Fedora bekommt neues Multimedia-Framework
  3. Linux-Desktops Gnome 3.26 räumt die Systemeinstellungen auf

  1. Datenbank: Microsofts privater Bugtracker ist 2013 gehackt worden
    Datenbank
    Microsofts privater Bugtracker ist 2013 gehackt worden

    Es ist erst der zweite bekannte Angriff dieser Art: Microsofts interner Bugtracker ist im Jahr 2013 gehackt worden. Unklar ist, ob und welche Informationen über Sicherheitslücken die Angreifer dabei erbeuten konnten.

  2. Windows 10: Fall Creators Update wird von Microsoft offiziell verteilt
    Windows 10
    Fall Creators Update wird von Microsoft offiziell verteilt

    Ab dem 17. Oktober um 19:00 Uhr wird mit dem Fall Creators Update eine neue große Version von Windows 10 freigegeben. Verbesserungen wird es vor allem beim Design, Cortana und dem Datenschutz geben. Das Update ist Voraussetzung für Windows Mixed Reality.

  3. Robert Bigelow: Aufblasbare Raumstation um den Mond soll 2022 starten
    Robert Bigelow
    Aufblasbare Raumstation um den Mond soll 2022 starten

    Der Hotel-Milliardär Robert Bigelow will schon 2022 eine Raumstation zum Mond starten. Um den Zeitplan halten zu können, fehlt aber noch die passende Rakete.


  1. 21:08

  2. 19:00

  3. 18:32

  4. 17:48

  5. 17:30

  6. 17:15

  7. 17:00

  8. 16:37