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Sexismus in der Schule und Uni

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  1. Sexismus in der Schule und Uni

    Autor: sinner89 27.09.16 - 10:05

    Dieser Artikel zeigt mir eindeutig was ich längst vermutet habe. Ich erkläre langsam was ich meine und würde mich über eure Meinung freuen.

    Aktuelle Situation in Schule und Uni: Mädchen sind im Schnitt besser in der Schule und im Studium als Jungs. Selbst in technischen Berufen schließen sie viel besser ab und bekommen selbst in Fächern wie Informatik und Mathematik bessere Noten.

    Aktuelle Situation im Beruf: Es gibt viel mehr Männer und auch erfolgreiche Männer in den technischen Berufen als Frauen. Dafür muss man nur jede Statistik zu Gender-Pay-Gap anschauen.

    Meine Meinung: Die Schule und das Studium ist an Mädchen und die feminine Art des Lernen angepasst. Jeden Abend sich Abends noch mal hinsetzen, Hausaufgaben machen, alte Vorlesung noch mal durchgehen und sich auf die nächste Vorbereitung vorbereiten. Die maskuline Art des Lernen ist um einiges weniger erfolgreich im Studium aber dafür im Beruf. Abends noch mal den PC anmachen, noch mal an der Mod für das Lieblings Game schreiben oder mit dem Raspberry Pi und paar YouTube Videos eigenen Gameboy zusammen löten.

    Mein Fazit: Die Business Welt hat festgestellt, dass Jungs vom Schul- und Uni-System benachteiligt sind und nun suchen sie nach neuen Kriterien um die wirklich talentierten und für die Arbeitswelt gerüsteten Menschen zu finden.

  2. Re: Sexismus in der Schule und Uni

    Autor: a user 28.09.16 - 11:23

    Hallo, ich würde dazu gerne meine Mainung sagen. Dazu im Vorfeld: ich habe Informatik und Mathematik an einer Uni studiert und war danach 6 Jahre in der Forschung und zusätzlich im Prüfungsausschuss (zuständig für Zulassung zum Master und aderes).

    sinner89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieser Artikel zeigt mir eindeutig was ich längst vermutet habe. Ich
    > erkläre langsam was ich meine und würde mich über eure Meinung freuen.
    >
    > Aktuelle Situation in Schule und Uni: Mädchen sind im Schnitt besser in der
    > Schule und im Studium als Jungs. Selbst in technischen Berufen schließen
    > sie viel besser ab und bekommen selbst in Fächern wie Informatik und
    > Mathematik bessere Noten.
    Das kann ich nur eingeschränkt bestätigen. Ja der Durschschnitt bei den Frauen war leicht besser als der Durchschnitt bei den Männern. Das hatte aber einen ganz anderen Grund. 50% der Männer haben Informatik aus völlig falschen Gründen angefangen zu studieren, mit falschen Vorstellungen (sie wollten coden und nicht Mathe). Aber fast jede der Frauen haben ihr Studium richtig ernst genommen. Es waren sehr wenige Frauen, die ein solches Studium begonnen haben und wenn sich mal eine Frau bei uns eingefunden hat, dann hat sie das meist auch ernster genommen.

    Ziehe ich aber die große Masse an Männern ab, die sich eigentlich nur in das Studium verirrt haben, dann schnitten bei uns die Frauen deutlich schlechter ab.

    Nur um das klar zustellen: ich unterstelle Frauen keinen biologischen Nachteil. Ich glaube aber, dass sie bei so einem Fach einen kulturellen Nachteil haben (der aber bereits am abnehmen ist). Jungs wachsen technikaffin auf, Mädchen weniger.

    Meine Freunding hat auch Informatik studiert, sogar sehr gut abgeschlossen, dennoch hat sie es oft deutlich schwerer als so manch anderer Mann, der die hälfte des Tages sich mit irgendwelchen IT Themen beschäftigt.
    >
    > Aktuelle Situation im Beruf: Es gibt viel mehr Männer und auch erfolgreiche
    > Männer in den technischen Berufen als Frauen. Dafür muss man nur jede
    > Statistik zu Gender-Pay-Gap anschauen.
    >
    > Meine Meinung: Die Schule und das Studium ist an Mädchen und die feminine
    > Art des Lernen angepasst. Jeden Abend sich Abends noch mal hinsetzen,
    > Hausaufgaben machen, alte Vorlesung noch mal durchgehen und sich auf die
    > nächste Vorbereitung vorbereiten. Die maskuline Art des Lernen ist um
    > einiges weniger erfolgreich im Studium aber dafür im Beruf. Abends noch mal
    > den PC anmachen, noch mal an der Mod für das Lieblings Game schreiben oder
    > mit dem Raspberry Pi und paar YouTube Videos eigenen Gameboy zusammen
    > löten.
    Ich glaube nicht, dass es eine solche starke Unterscheidung des Lernenverhaltens zwischen Männern ud Frauen gibt. Und wenn doch, dann sieht diese nicht so aus. Was cih oft bei Studenten beobachten konnte ist, dass Männer eher zur selbstüberschätzung neigen und fauler sind als Frauen. Das motiviert sie unterschiedlich stark zu büffeln. Aber Lernen tun sie am Ende doch sehr ähnlich.
    >
    > Mein Fazit: Die Business Welt hat festgestellt, dass Jungs vom Schul- und
    > Uni-System benachteiligt sind und nun suchen sie nach neuen Kriterien um
    > die wirklich talentierten und für die Arbeitswelt gerüsteten Menschen zu
    > finden.
    Dem muss ich ganz widersprächen: Die Business-Welt hat gar nichts neues festgestellt. Der Artikel ist eher verwirrdend als informativ. Es hat sich eigentlich seit 30 Jahren nichts verändert: bei Neueinsteigern sind Noten und Abschlüsse nachwie vor Informationsquelle Nr1. Ist ja auch das einzige was verfügbar ist.

    Hat jemand Berufserfahrung, dann sind die beruflichen Referenzen wichtiger.

    ABER, all dies ist relevant bei der Frage ob man ein ERSTER Vorstellungsgespräch bekommt oder nicht. Im Vorstellungsgespräch (EGAL was darin geredet und gefragt wird) geht es niemals um Noten oder Referenzen. Es geht da immer nur um eines: dein Person und Charakter.

    Ich sag dir mal was einer meiner früheren Chefs zu mir sagte. "Im Vorstellungsgespräch interessieren mich seine Fähigkeiten und Kompetenzen nicht mehr. Dass das passt habe ich schon vorher entschieden, sonst gäbe es das Gespräch nicht. Im Vorstellungsgespräch will ich sehen ob er zum Team passt und ob ich ihm seine Angaben glauben kann, ob er autentisch und glaubwürdig ist. Seine angegebenen Fähigkeiten kann ich nicht prüfen, aber ich kann seine Glaubwürdigkeit einschätzen."

    Die besten Chefs haben mich in meinen Vorstellungsgesprächen z.b. nach meinen Hobbies gefragt und wo ich denn da Schwimmen gehe etc. Die wollten wissen ob ich meinen Lebenslauf zur besseren Selbstdarstellung getuned habe.

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