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Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

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  1. Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Geistesgegenwart 23.09.16 - 12:14

    ... keine Entwickler. Die Abschlussnote eines Uniabschluss gibt also die Eignung zum wissenschaftlichen Arbeiten wieder. Da in Firmen die überwiegend Software entwickeln aber ganz andere fertigkeiten gefragt sind (beherrschen des Firmeninternen Technologiestacks/Programmiersprachen, Erfahrung in Softwarewartung / Qualitätssicherung etc), trifft die Abschlussnote über die Unifremden Skills ja auch keine Aussage.

  2. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: körner 23.09.16 - 12:19

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... keine Entwickler. Die Abschlussnote eines Uniabschluss gibt also die
    > Eignung zum wissenschaftlichen Arbeiten wieder. Da in Firmen die
    > überwiegend Software entwickeln aber ganz andere fertigkeiten gefragt sind
    > (beherrschen des Firmeninternen Technologiestacks/Programmiersprachen,
    > Erfahrung in Softwarewartung / Qualitätssicherung etc), trifft die
    > Abschlussnote über die Unifremden Skills ja auch keine Aussage.

    Man sollte meinen es tut heute ne Duale Ausbildung als Fachinformatiker. Aber das war einmal.

  3. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Vollstrecker 23.09.16 - 12:22

    Ich kenne jemanden mit einem Super Uniabschluss, der auch mit Kußhand einen Job bekommen hat. Problem: Er hat überhaupt keine Führungskraft und gibt es auch selbst zu das er damit Probleme hat. Mittlerweile hat er sich und seine Mitarbeiter damit arrangiert, doch so direkt aus der Uni in die Wirtschaft ohne "echte" Arbeitserfahrung kann für manchen echt schwierig werden.

  4. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Fenix.de 23.09.16 - 12:23

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... keine Entwickler. Die Abschlussnote eines Uniabschluss gibt also die
    > Eignung zum wissenschaftlichen Arbeiten wieder. Da in Firmen die
    > überwiegend Software entwickeln aber ganz andere fertigkeiten gefragt sind
    > (beherrschen des Firmeninternen Technologiestacks/Programmiersprachen,
    > Erfahrung in Softwarewartung / Qualitätssicherung etc), trifft die
    > Abschlussnote über die Unifremden Skills ja auch keine Aussage.

    Was für ein Schwachsinn, eine Uni bildet überhaupt keine Wissenschaftler aus.
    Es ist die eigene Entscheidung, ob man in die Wissensschaft oder Industrie geht, das einzige, was dir die Uni beibringt, ist wie man wissenschaftlich auf seinem Fachgebiet arbeitet.
    Oder sind die Maschinenbau- und Informatikabsolventen einer Uni alles Wissenschaftler?

  5. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Geistesgegenwart 23.09.16 - 12:28

    Fenix.de schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder sind die Maschinenbau- und Informatikabsolventen einer Uni alles
    > Wissenschaftler?

    Zumindest beim Diplom war es so. Die Diplomarbeit dient nachzuweisen das man in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten - man hat also das Handwerkszeug bekommen um im Anschluss in die Wissenschaft gehen zu können währrend einem Quasi gar nix beigebracht wird das notwendig ist um in die Industrie zu gehen.

  6. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: tunnelblick 23.09.16 - 12:40

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... keine Entwickler. Die Abschlussnote eines Uniabschluss gibt also die
    > Eignung zum wissenschaftlichen Arbeiten wieder. Da in Firmen die
    > überwiegend Software entwickeln aber ganz andere fertigkeiten gefragt sind
    > (beherrschen des Firmeninternen Technologiestacks/Programmiersprachen,
    > Erfahrung in Softwarewartung / Qualitätssicherung etc), trifft die
    > Abschlussnote über die Unifremden Skills ja auch keine Aussage.

    nein, das macht die uni nicht.
    sie legt eher einen wert auf die theorie, das ist wohl richtig, aber vollkommen praxisfremd ist das zumindest im bereich informatik schon lange nicht mehr.
    aber ja, es gibt halt wenige, die sich für netzwerkflüsse oder compilerbau interessieren, dafür umso mehr, die sich für datenbanken interessieren.
    die persönlichen fertigkeiten sind so individuell, wie es nur individuell sein kann. da ist es vollkommen egal, ob man brötchenverkäufer, manager oder engineer ist.

  7. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: tunnelblick 23.09.16 - 12:42

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fenix.de schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oder sind die Maschinenbau- und Informatikabsolventen einer Uni alles
    > > Wissenschaftler?
    >
    > Zumindest beim Diplom war es so. Die Diplomarbeit dient nachzuweisen das
    > man in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten - man hat also das
    > Handwerkszeug bekommen um im Anschluss in die Wissenschaft gehen zu können
    > währrend einem Quasi gar nix beigebracht wird das notwendig ist um in die
    > Industrie zu gehen.

    quatsch, also fast.
    man hat damit einen nachweis erbracht (über die gesamte studienzeit), dass man in der lage ist zu abstrahieren, komplexe probleme strukturiert anzugehen und zu lösen und im idealfall ist sogar von dem ganzen stoff, der einen interessiert hat (man kann ja immerhin auch kurse wählen) hängen geblieben, so dass man das hinterher einsetzen kann.

  8. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Serenity 23.09.16 - 12:49

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fenix.de schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Oder sind die Maschinenbau- und Informatikabsolventen einer Uni alles
    > > Wissenschaftler?
    >
    > Zumindest beim Diplom war es so. Die Diplomarbeit dient nachzuweisen das
    > man in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten - man hat also das
    > Handwerkszeug bekommen um im Anschluss in die Wissenschaft gehen zu können
    > währrend einem Quasi gar nix beigebracht wird das notwendig ist um in die
    > Industrie zu gehen.

    Das ist aber auch ein Zeichen dafür, dass man sich mit hoch-komplexen Themen auseinandersetzen kann und was neues erschaffen kann. Ein Hobbyprogrammierer, der es nicht auf die Uni schafft und diese nicht absolvieren kann, hat in einem irgendeinen Bereich Defizite, die zum Programmieren notwendig sind. Sonst würde er die Uni schaffen.
    (Ich rede hier von technischen/naturwissenschaftlichen Studiengängen, keine Geisteswissenschaften oder so).

  9. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: muhzilla 23.09.16 - 12:59

    Nein, das stimmt so nicht. Es ist wahr, dass man bei vielen Abschlussarbeiten beim Diplom/Master unter intensiver Betreuung teilweise auch wissenschaftlich arbeitet, das ganze ist aber noch weit davon entfernt tatsächlich Wissenschaft zu betreiben. In der Folge werden also auch im reinen Studium keine Wissenschaftler ausgebildet, sondern einfach nur Fachkräfte. Die wissenschaftliche Ausbildung erfolgt erst beim Promotionsstudium und auch dann nimmt dich die Industrie noch mit Kusshand.

    Mit Blick auf den Teilbereich Softwareentwicklung stimmt es aber, dass Uniabsolventen nicht explizit gute Programmierer sein müssen. Man studiert aber auch nicht Informatik (auch nicht mit expliziter Ausrichtung auf Softwareentwicklung), um dann als Programmierer zu arbeiten.

  10. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: chewbacca0815 23.09.16 - 13:15

    tunnelblick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > man hat damit einen nachweis erbracht (über die gesamte studienzeit), dass man in der lage ist zu abstrahieren, komplexe probleme strukturiert anzugehen und zu lösen ...

    Brech es doch einfach runter: Am Ende hast Du gezeigt, dass Du die Theorie der reinen Lehre beherrscht.

    Das sagt allerdings NULL aus über die Fähigkeiten, die im Alltagsbetrieb in einem Job benötigt werden. Komischerweise zeigen immer wieder die Theoretiker mit dem Finger aus andere.

    Ein Informatiker von der Uni kan perfekt geeigent sein, ein neues Szenario zu erdenken. Ob er allerdings in einem Kundenprojekt oder als Presales weit kommt, wage ich schwer zu bezweifeln.

  11. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Frotty 23.09.16 - 13:28

    tunnelblick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nein, das macht die uni nicht.
    > sie legt eher einen wert auf die theorie, das ist wohl richtig, aber
    > vollkommen praxisfremd ist das zumindest im bereich informatik schon lange
    > nicht mehr.
    > aber ja, es gibt halt wenige, die sich für netzwerkflüsse oder compilerbau
    > interessieren, dafür umso mehr, die sich für datenbanken interessieren.
    > die persönlichen fertigkeiten sind so individuell, wie es nur individuell
    > sein kann. da ist es vollkommen egal, ob man brötchenverkäufer, manager
    > oder engineer ist.

    Erstmal kommt es stark auf die Uni an. Bei mir ist locker über 90% theoretisch und die kleinen Sachen, die praxisnah sind, benutzen technologie die längst outdated ist (alte sprach-versionen, grafik frameworks, bücher, etc.) und das programmieren wird immer noch beigebracht mit vielen Aspekten die man dann als Entwickler fallen lässt (hungarische notation, 100% javadoc, oft in deutsch). Oder haben keinen wirklichen Bezug zur Industrie (Lego-roboter programmierung) bzw.

    Sachen wie Unit-tests, CI, VCS, DM, DI werden komplett außen vor gelassen aber in so ziemlich jeder Firma benutzt.

    Am Anfang meines 6monatigen Praktikums als Softwareentwickler wurde mir direkt gesagt, dass ich alles aus der Uni vergessen solle.

  12. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: tunnelblick 23.09.16 - 13:36

    chewbacca0815 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tunnelblick schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > man hat damit einen nachweis erbracht (über die gesamte studienzeit),
    > dass man in der lage ist zu abstrahieren, komplexe probleme strukturiert
    > anzugehen und zu lösen ...
    >
    > Brech es doch einfach runter: Am Ende hast Du gezeigt, dass Du die Theorie
    > der reinen Lehre beherrscht.

    auch, ja.

    > Das sagt allerdings NULL aus über die Fähigkeiten, die im Alltagsbetrieb in
    > einem Job benötigt werden. Komischerweise zeigen immer wieder die
    > Theoretiker mit dem Finger aus andere.

    genau, immer diese theoretiker! oder so. pauschalisieren hilft hier nicht weiter...

    > Ein Informatiker von der Uni kan perfekt geeigent sein, ein neues Szenario
    > zu erdenken. Ob er allerdings in einem Kundenprojekt oder als Presales weit
    > kommt, wage ich schwer zu bezweifeln.

    direkt nach dem abschluss? evtl. nach einer einarbeitung und erfahrung im beruf? mit sicherheit.

  13. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: moeppel 23.09.16 - 13:46

    Serenity schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Fenix.de schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Oder sind die Maschinenbau- und Informatikabsolventen einer Uni alles
    > > > Wissenschaftler?
    > >
    > > Zumindest beim Diplom war es so. Die Diplomarbeit dient nachzuweisen das
    > > man in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten - man hat also das
    > > Handwerkszeug bekommen um im Anschluss in die Wissenschaft gehen zu
    > können
    > > währrend einem Quasi gar nix beigebracht wird das notwendig ist um in
    > die
    > > Industrie zu gehen.
    >
    > Das ist aber auch ein Zeichen dafür, dass man sich mit hoch-komplexen
    > Themen auseinandersetzen kann und was neues erschaffen kann. Ein
    > Hobbyprogrammierer, der es nicht auf die Uni schafft und diese nicht
    > absolvieren kann, hat in einem irgendeinen Bereich Defizite, die zum
    > Programmieren notwendig sind. Sonst würde er die Uni schaffen.
    > (Ich rede hier von technischen/naturwissenschaftlichen Studiengängen, keine
    > Geisteswissenschaften oder so).

    Das lässt den Fakt außer Acht das eine Vielzahl von Menschen sich mit 'hochkomplexen Themen' in ihrer Freizeit beschäftigen können und sich dabei speziell auf die Dinge fokussieren, die sie auch tatsächlich interessieren.

    Nach dem 1. Semester Informatik war mir sofort klar, dass ich mir das Zeug sparen kann, wenn ich Software Enwickler werden will. Der Unistoff hat wenig bis gar nichts gemein mit der Realität (der heutigen, mit der von vor ca. 15(+) Jahren wohl eher). Es war allenfalls Wiederholung dessen, was man ohnehin bereits in einem (Fach)Abi mit schulischer Ausbildung (ITA) gelernt hat.

    Nun muss man sich die Frage stellen, wozu man sich den anderen Driß (Mathe I + II, Physik, Wirtschaft o.ä) antun sollte, wenn man weiß was man will und wo seine Affinitäten liegen.

    In meiner betrieblichen Ausbildung waren viele MATSE (dualer Studiengang) und bisweilen, über die Jahre hinweg, verdienen nahezu alle so viel wie ich. Einige etwas mehr, aber es sei Ihnen auch gegönnt. Der Großteil, trotz Bachelor/Master sind lediglich auf meinem Niveau und manche sogar darunter. Dazwischen liegen mindestens 2 Jahre akademischer Mehraufwand, wenn nicht mehr. Witziger Weise verdient gerade der, der die Uni nebenbei runterrotzt (und meine Ansicht(en) teilt) nur um einen Wisch am Ende der Unizeit zu erhalten, am meisten.

    Jeder tatsächlicher Entwickler, unabhängig des Abschlusses, ist allenfalls daran interessiert welche Techniken, Frameworks und Technologien du kennst und beherschst - natürlich in Relation zur Branche der jeweiligen Firma. Sofern man kein sozialer Totalausfall ist, kommt man in der Regel immer irgendwo zu komfortablen Konditionen unter. Entgegen der Meinung womöglich einiger sind Software Entwickler keine Code-Affen die Zeug auf Weisung runterhacken, denn der Entwurf der Software obliegt der Entwicklung.

    Falls das die Realität einiger Entwickler wiederspiegelt haben diese entweder ihren Beruf misverstanden, oder die HR/Management-Abteilung der jeweiligen Firma.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.09.16 13:52 durch moeppel.

  14. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Moe479 23.09.16 - 13:46

    ein studium, gerade ein 'universales', attestiert einem auch keine berufserfahrung oder führungskraft es attestiert einem das lernen gerlenrt zu haben, unabhängig vom fachbereich, und die studierten fächer geben einem grundlagenkenntnisse in diesen bereichen ... was die wirtschaft immer beschreit, das sie gene fertige spezialisten für ihre heutigen probleme hätte, dem würde ich als verantwortlicher eines solchen fachbereiches oder bildungsinstitutes auch nicht folgen, denn dann hätte die ausbildung von heute morgen keinen wert mehr ... jemanden auf java, c# oder sonstwas zu spezialisieren, das können die firmen gern selber machen, solche moden sind jedoch kein bestanteil einer allgemeinen grundlagenausbildung schon gar keiner universalen!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.09.16 13:50 durch Moe479.

  15. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: emuuu 23.09.16 - 14:19

    Also eigentlich attestiert einem ein Studium relativ wenig. Ich habe Maschinenbau studiert und meinen Abschluss mit leuten gemacht die echte Flaschen waren/sind und mit Leuten die wirklich wirklich was draufhaben. Die Notenspanne zwischen denen war marginal.

    Studium ist im Bezug auf der Bewertungssystem mittlerweile nur noch ein Umgang mit dem System. Beste Beispiel das mich heute noch aufregt (nach 5 Jahren):
    Klausur Entwicklung mechatronischer System.
    Nennen Sie sechs Schwierigkeiten/Probleme im Entwicklungsprozess mechatronischer Systeme (6pt.)
    Habe 0/6 Punkten bekommen mit der Begründung (vom Dozenten in der Einsicht!): "Ihre Antworten sind zwar richtig aber das sind nicht die aus dem Skript"

    Klausur Vernetzte Produktionssysteme:
    Erklären Sie den Bullwhip-Forrester-Effekt (4pt.)
    1/4 Punkten bekommen, mit der Begründung das sei ja der gleiche Satz wie aus dem Skript.

    WTF..?

    Im gesamten Studium gab es ca 4 Module bei denen man wirklich verstanden haben musste worum es geht (Mechanik B, Thermodynamik, Elektrotechnik, Konstruktionstechnik - das waren auch die mit den Durchfallquoten jenseits der 70%). Alles andere war eigentlich nur Schmalspur die man mit reinem Bulimie-Lernen gut bestehen konnte.

    Insofern finde ich den ganzen Studienabschluss (außer vllt die Noten für Bachleor- & Masterarbeiten) relativ wenig aussagekräftig. Es ist nur folgerichtig Abschlussnoten nicht als k.o.-Kriterium zu werten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.09.16 14:28 durch emuuu.

  16. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: tunnelblick 23.09.16 - 14:28

    moeppel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Serenity schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Geistesgegenwart schrieb:
    > >
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    >
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    > > > Fenix.de schrieb:
    > > >
    > >
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    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Oder sind die Maschinenbau- und Informatikabsolventen einer Uni
    > alles
    > > > > Wissenschaftler?
    > > >
    > > > Zumindest beim Diplom war es so. Die Diplomarbeit dient nachzuweisen
    > das
    > > > man in der Lage ist wissenschaftlich zu arbeiten - man hat also das
    > > > Handwerkszeug bekommen um im Anschluss in die Wissenschaft gehen zu
    > > können
    > > > währrend einem Quasi gar nix beigebracht wird das notwendig ist um in
    > > die
    > > > Industrie zu gehen.
    > >
    > > Das ist aber auch ein Zeichen dafür, dass man sich mit hoch-komplexen
    > > Themen auseinandersetzen kann und was neues erschaffen kann. Ein
    > > Hobbyprogrammierer, der es nicht auf die Uni schafft und diese nicht
    > > absolvieren kann, hat in einem irgendeinen Bereich Defizite, die zum
    > > Programmieren notwendig sind. Sonst würde er die Uni schaffen.
    > > (Ich rede hier von technischen/naturwissenschaftlichen Studiengängen,
    > keine
    > > Geisteswissenschaften oder so).
    >
    > Das lässt den Fakt außer Acht das eine Vielzahl von Menschen sich mit
    > 'hochkomplexen Themen' in ihrer Freizeit beschäftigen können und sich dabei
    > speziell auf die Dinge fokussieren, die sie auch tatsächlich
    > interessieren.
    >
    > Nach dem 1. Semester Informatik war mir sofort klar, dass ich mir das Zeug
    > sparen kann, wenn ich Software Enwickler werden will. Der Unistoff hat
    > wenig bis gar nichts gemein mit der Realität (der heutigen, mit der von vor
    > ca. 15(+) Jahren wohl eher). Es war allenfalls Wiederholung dessen, was man
    > ohnehin bereits in einem (Fach)Abi mit schulischer Ausbildung (ITA) gelernt
    > hat.
    >
    > Nun muss man sich die Frage stellen, wozu man sich den anderen Driß (Mathe
    > I + II, Physik, Wirtschaft o.ä) antun sollte, wenn man weiß was man will
    > und wo seine Affinitäten liegen.
    >
    > In meiner betrieblichen Ausbildung waren viele MATSE (dualer Studiengang)
    > und bisweilen, über die Jahre hinweg, verdienen nahezu alle so viel wie
    > ich. Einige etwas mehr, aber es sei Ihnen auch gegönnt. Der Großteil, trotz
    > Bachelor/Master sind lediglich auf meinem Niveau und manche sogar darunter.
    > Dazwischen liegen mindestens 2 Jahre akademischer Mehraufwand, wenn nicht
    > mehr. Witziger Weise verdient gerade der, der die Uni nebenbei runterrotzt
    > (und meine Ansicht(en) teilt) nur um einen Wisch am Ende der Unizeit zu
    > erhalten, am meisten.
    >
    > Jeder tatsächlicher Entwickler, unabhängig des Abschlusses, ist allenfalls
    > daran interessiert welche Techniken, Frameworks und Technologien du kennst
    > und beherschst - natürlich in Relation zur Branche der jeweiligen Firma.
    > Sofern man kein sozialer Totalausfall ist, kommt man in der Regel immer
    > irgendwo zu komfortablen Konditionen unter. Entgegen der Meinung womöglich
    > einiger sind Software Entwickler keine Code-Affen die Zeug auf Weisung
    > runterhacken, denn der Entwurf der Software obliegt der Entwicklung.
    >
    > Falls das die Realität einiger Entwickler wiederspiegelt haben diese
    > entweder ihren Beruf misverstanden, oder die HR/Management-Abteilung der
    > jeweiligen Firma.

    spannend wird es, wenn man interdisziplinär entwickeln muss - dann bringt dir all die spezialisierung nichts, wenn du bspw. keine ahnung hast, wie die anwendung und die theorie dieser funktioniert.

  17. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: Mephir 23.09.16 - 14:29

    tunnelblick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > quatsch, also fast.
    > man hat damit einen nachweis erbracht (über die gesamte studienzeit), dass
    > man in der lage ist zu abstrahieren, komplexe probleme strukturiert
    > anzugehen und zu lösen und im idealfall ist sogar von dem ganzen stoff, der
    > einen interessiert hat (man kann ja immerhin auch kurse wählen) hängen
    > geblieben, so dass man das hinterher einsetzen kann.

    Achwas, in erster Linie hat man ertsmal nur einen Nachweis erbracht, dass man vor den Klausuren und Prüfungen die richtigen Themen auswendig gelernt hat.
    Letztlich zählt immer noch die Affinität des Einzelnen.

  18. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: tunnelblick 23.09.16 - 14:39

    Mephir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tunnelblick schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > quatsch, also fast.
    > > man hat damit einen nachweis erbracht (über die gesamte studienzeit),
    > dass
    > > man in der lage ist zu abstrahieren, komplexe probleme strukturiert
    > > anzugehen und zu lösen und im idealfall ist sogar von dem ganzen stoff,
    > der
    > > einen interessiert hat (man kann ja immerhin auch kurse wählen) hängen
    > > geblieben, so dass man das hinterher einsetzen kann.
    >
    > Achwas, in erster Linie hat man ertsmal nur einen Nachweis erbracht, dass
    > man vor den Klausuren und Prüfungen die richtigen Themen auswendig gelernt
    > hat.
    > Letztlich zählt immer noch die Affinität des Einzelnen.

    nein. zumindest bei mir waren prüfungen auf verständnis ausgelegt, nicht auf reproduktion. das mag bei den bachelors heute natürlich anders sein.

  19. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: pk_erchner 23.09.16 - 14:44

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... keine Entwickler.

    ganz genau

    und was wird gebraucht ?


    >Die Abschlussnote eines Uniabschluss gibt also die
    > Eignung zum wissenschaftlichen Arbeiten wieder. Da in Firmen die
    > überwiegend Software entwickeln aber ganz andere fertigkeiten gefragt sind
    > (beherrschen des Firmeninternen Technologiestacks/Programmiersprachen,
    > Erfahrung in Softwarewartung / Qualitätssicherung etc), trifft die
    > Abschlussnote über die Unifremden Skills ja auch keine Aussage.

    und nu ?

    gibt es eine gute, kurze Ausbildung für Software Entwickler ? auf akademischen Niveau ?

    nicht wirklich - behaupte ich mal

    zumindest kenne ich keine

    aber dann wären die ganzen "Analysis" Profs praktisch nicht mehr so gefragt ;-)

    während es in USA wenig gute öffentliche, "kostenfreie" Ausbildung gibt

    sind die deutschen Strukturen sehr träge ...

    liegt eben an den Systemen

  20. Re: Uni bildet ja auch Wissenschaftler aus

    Autor: mnementh 23.09.16 - 14:54

    pk_erchner schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und nu ?
    >
    > gibt es eine gute, kurze Ausbildung für Software Entwickler ? auf
    > akademischen Niveau ?
    >
    Für andere Berufszweige gibt es Berufsausbildungen. Aber die Tech-Unternehmen sehen es eher als komplette Staatsaufgabe die Ausbildung zu machen. Universitäten waren aber nie dafür vorgesehen.

    Davon abgesehen gibt es IHK-Ausbildungsberufe zum Softwareentwickler. Die Unternehmen wollen aber Uni-Absolventen.

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