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Mehr Aufwand für den Verbraucher

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  1. Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: Dedado 16.09.21 - 16:05

    Der Lieferando-Fahrer nimmt die Schüssel jetzt generell nicht zurück? Warum nicht? Sollte doch kein Problem sein.

    Na wenn die Akzeptanzstellen bei / neben den Pfandflaschenautomaten sind, sehe ich kein Problem. Wenn nicht, wird's logistisch echt haarig.

  2. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: ClausWARE 16.09.21 - 16:12

    Ich vermute mal, das Probleme mit verdreckten, gammelnden Schüsseln erwartet würden. Und einfach nicht annehmen ist schlecht, wenn schon online gezahlt wurde, dadurch aber das verrechnete Pfand bar nachgezahlt werden müsste.
    Ich befürchte aber auch, das unter den Bedingungen, kein allzu großer Zuspruch zu erwarten ist.

  3. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: tomr 16.09.21 - 16:21

    Das liegt vermutlich daran, dass die Fahrer keine echte "base" haben wo was abgegeben werden kann. Die Fahrer fahren in Berlin oft zu zentralen Punkten mit vielen Restaurants (e.g. Boxhagener Platz) und warten auf eine Bestellung. Wenn eine kommt fahren sie zu einem Restaurant, dann zum Kunden und dann zum nächsten "Warteplatz". Es gibt da ohne (aktuelle unbezahlen) Umweg keine Möglichkeit das zu machen.

    Grüße!

  4. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: Oktavian 16.09.21 - 16:52

    > Das liegt vermutlich daran, dass die Fahrer keine echte "base" haben wo was
    > abgegeben werden kann. Die Fahrer fahren in Berlin oft zu zentralen Punkten
    > mit vielen Restaurants (e.g. Boxhagener Platz) und warten auf eine
    > Bestellung. Wenn eine kommt fahren sie zu einem Restaurant, dann zum Kunden
    > und dann zum nächsten "Warteplatz". Es gibt da ohne (aktuelle unbezahlen)
    > Umweg keine Möglichkeit das zu machen.

    Und das ist warum genau nochmal jetzt das Problem des Verbrauchers?

    Wenn der Fahrer doch eh in der Nähe von etlichen Restaurants ist, von denen einige da bestimmt mitmachen, dann könnte er die Schüsseln doch einfach da abgeben. Und ja, die müssen dann auch gespült werden. Ich spüle als Verbraucher meine Mehrwegflaschen doch auch nicht, das übernimmt natürlich der Abfüller.

    Hier kann man wunderschön sehen, wie man sein eigenes Projekt torpedieren kann. Der Verbraucher soll erst mal 2 Apps installieren. Dann soll er in einer ein Token generieren, und das dann manuell in die andere App ins Kommentarfeld einfügen. Danach soll er selber wieder gucken, wie er die Schüssel wieder los wird, sonst wirds teuer. Ach ja, und Pfand soll er auch noch zahlen.

    Was soll mich jetzt daran motivieren?

  5. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: tomr 16.09.21 - 16:58

    Ich sag nicht, dass das gut oder richtig ist. Aber so lange wir auf shareholder value optimieren gibt es für Lieferando keinen Grund die Fahrer zu motivieren (e.g. bezahlen) die dinger anzunehmen und woandershin bringen zu lassen... Thats it. Aus business sicht ist das leider nicht relevant und wird deshalb nicht gemacht.

    Wie gesagt: ich sage nicht, dass ich das gut finden. Glaube nur, dass es so ist.

    Ich finde das gut mit der "tupperware" - die Lösung ist noch nicht ideal, aber vielleicht kommen wir dem iterativ näher?

  6. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: Oktavian 16.09.21 - 17:02

    > Ich sag nicht, dass das gut oder richtig ist. Aber so lange wir auf
    > shareholder value optimieren gibt es für Lieferando keinen Grund die Fahrer
    > zu motivieren (e.g. bezahlen) die dinger anzunehmen und woandershin bringen
    > zu lassen...

    Natürlich müssen sie die Fahrer dafür bezahlen, und natürlich zahlt das am Ende wieder der Kunde.

    Es zeigt sich aber, der Kunde ist durchaus bereit, für ein gutes Produkt mit gutem Service auch zu zahlen. Für ein schlechtes Produkt mit schlechtem Service ist ein Kunde aber meist nicht bereit, weniger zu zahlen, er zahlt gar nicht.

    > Ich finde das gut mit der "tupperware" - die Lösung ist noch nicht ideal,
    > aber vielleicht kommen wir dem iterativ näher?

    So nicht, denn das Ergebnis wird in ein paar Monaten sein: Wir haben es versucht, Kunde will es nicht, Versuch wird eingestellt. Dabei liegt es nicht daran, dass die Idee schlecht ist oder der Kunde es nicht will oder nicht bereit dazu ist. Die Idee war einfach schlecht umgesetzt.

  7. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: peterbruells 16.09.21 - 17:04

    Alles was nicht in Pappe verpackt werden kann kommt in genormte Behälter, die jeder Bringdienst zurücknehmen muss.

    Problem gelöst.

  8. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: tomr 16.09.21 - 17:04

    Das ist gut möglich - ich hoffe, dass du Unrecht hast (nichts gegen dich - ich mag die Idee :)

  9. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: lestard 16.09.21 - 17:08

    Aber aber der Markt!
    Das würde doch regulatorische Eingriffe erfordern und die behindern doch jeglichen Fortschritt!!!

  10. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: Oktavian 16.09.21 - 17:09

    > Das ist gut möglich - ich hoffe, dass du Unrecht hast (nichts gegen dich -
    > ich mag die Idee :)

    Ich finde die Idee auch gut, und eine Rücknahme ließe sich auch leicht umsetzen in einer Gegend, in der Lieferando faktisch ein Monopol hat, und in der die Dichte der Restaurants hoch ist.

    Aber es heißt doch, das Gegenteil von "gut gemacht" ist "gut gemeint". Und die Umsetzung hier ist allenfalls gut gemeint.

  11. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: lestard 16.09.21 - 17:12

    tomr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber so lange wir auf
    > shareholder value optimieren gibt es für Lieferando keinen Grund die Fahrer
    > zu motivieren (e.g. bezahlen) die dinger anzunehmen und woandershin bringen
    > zu lassen... Thats it. Aus business sicht ist das leider nicht relevant und
    > wird deshalb nicht gemacht.

    Das ließe sich ändern, wenn genügend Leute aus diesem Grund auf Lieferando verzichten.
    Für mich persönlich ist das in der Tat ein Grund, so einen Dienst nicht zu nutzen, wenn am Ende ein Haufen Plastik ankommt. Vor allem wegen dem Müll aber auch, weil ich Essen aus Plastikbehältern irgendwie eklig finde.

  12. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: berritorre 16.09.21 - 20:00

    Naja, es ist schon ein Unterschied zwischen den Resten in einer Getränke-Flasche und den Resten in einer Essensverpackung, würde ich sagen.

  13. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: lunarix 16.09.21 - 20:03

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, es ist schon ein Unterschied zwischen den Resten in einer
    > Getränke-Flasche und den Resten in einer Essensverpackung, würde ich sagen.

    mmm ja ... aber wo ist der Unterschied ob ich die verdreckte Schüssel beim Fahrer abgebe oder and er Sammelstelle? Man könnte sicherlich auch eine Regel treffen, dass nur "saubere" Schüsseln entgegengenommen werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.21 20:04 durch lunarix.

  14. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: berritorre 16.09.21 - 20:06

    Ausserdem müsste der Fahrer sich dann ja auch noch darum kümmern, dass die Rückgabe der Schüsseln an ihn im System registriert wird. Dann ist er ab der übernahme bis zur Rückgabestelle dafür verantwortlich (wenn sie verloren oder kaputt geht). Solange es dafür kein zusätzliches Geld gibt, hat der Fahrer sicher wenig interese, das zu übernehmen.

    Insgesamt finde ich es aber eine gute Idee. Schon heute schaue ich auf Instagram, Facebook oder der Website des Restaurants, ob es Informationen zu den Verpackungen gibt. Beim Japaner um die Ecke bringe ich die eigene Verpackung mit, wenn ich was abhole.

    Bei anderen schaue ich darauf, wie verpackt wird.

    Einige Restaurants haben hier sogar auch eigene Mehrweg-Verpackungen, aber das ist dann meist nur bei 1-2 Restaurants, da ist es dann kompliziert. Und man muss die Verpackung dort auch kaufen, soweit ich weiss. In der Pandemie dürfte sich der von Essenslieferungen generierte Müll stark erhöht haben. Ich bestelle bei manchen Restaurants die ich eigentlich mag, schon gar nichts mehr, weil die Verpackungen einfach Mist sind, und kaum ökologisch abbaubar.

    Mehrweg wäre eine gute Sache.

  15. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: lunarix 16.09.21 - 20:11

    berritorre schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ausserdem müsste der Fahrer sich dann ja auch noch darum kümmern, dass die
    > Rückgabe der Schüsseln an ihn im System registriert wird. Dann ist er ab
    > der übernahme bis zur Rückgabestelle dafür verantwortlich (wenn sie
    > verloren oder kaputt geht). Solange es dafür kein zusätzliches Geld gibt,
    > hat der Fahrer sicher wenig interese, das zu übernehmen.

    der "muss" das übernehmen. Bei Flaschenpost, Amazon Fresh etc. funktioniert das ja auch mit der Rücknahme von Flaschen und Getränkekisten einschliesslich Rückgabe / Verrechnung des Pfandes. Gut... die kommen selten mit dem Rad, aber ich seh das jetzt nicht das Problem: die Schüsseln könnten ja auch auf der Fahrt zum Kunden kaputt gehen. Also mir leuchtet es auch nicht so ganz ein, warum der Fahrer das nicht zurücknehmen kann, ausser, dass es für Lieferando so eben stressfreier ist, weil die Arbeit auf den Kunden abgewälzt wird - finde ich allerdings dann auch nicht wirklich "ehrlich" von Lieferando.

    Die Idee finde ich aber prinzipiell auch gut - ich denke halt da würden vermutlich mehr Leute teilnehmen, wenn es für den Kunden stressfreier wäre. Aber mal schauen - vielleicht kommt das ja noch, ist ja erst die Probephase.

  16. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: katze_sonne 16.09.21 - 20:56

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und das ist warum genau nochmal jetzt das Problem des Verbrauchers?

    Genau mein Gedanke! Bisher sind all diese Mehrwegsysteme immer an dem zusätzlichen Aufwand für den Verbraucher (und natürlich auch die Gegenseite) gescheitert. Warum sollte das jetzt anders sein?

    Klar, aus ner Mehrwegschüssel futtern ist geiler als aus ner Styroporpackung (bzw. man spart sich das Umfüllen auf den Teller). Aber ganz ehrlich? In Kombination mit den 14 Tagen (30 Tage wäre doch auch gegangen!) ist spätestens der Punkt gekommen, wo sich das System nicht großflächig durchsetzen wird.

  17. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: jacki 16.09.21 - 21:07

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was soll mich jetzt daran motivieren?

    Najaaa. Das Ding ist dass quasi alles was gut für Umwelt oder Klima ist, unpraktischer, teurer, weniger stabil oder sonst was ist. Deshalb machen wir es ja so wie wir es machen.
    Die andere Seite sagt sich halt, warum sollten wir uns 4free drum kümmern, die Dinger abholen, reinigen, etc. vor allem wenn der Umsatz trotzdem gut ist.
    Ich seh es durchaus wie du, ich hab generell auch echt keine Lust auf Verschlechterungen. Aber daran fest halten wird wohl nicht gehen, is nur noch die Frage wie radikal und schmerzhaft es für wen wird.

  18. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: berritorre 16.09.21 - 21:47

    Der Fahrer, vor allem mit dem Fahrrad, hat halt nur wenig Platz. Verdreckte Schüsseln, die vielleicht auch noch aussen schmutzig sind oder nicht richtig verschlossen, die willst du sicher nicht direkt neben deinem Essen haben. Also ich kann mir schon vorstellen, dass das logistisch gar nicht so einfach ist. Vermutlich dürfte er die leeren Schüsseln so gar nicht zusammen mit den vollen Schüsseln zusammen im gleichen Rucksack transportieren, etc.

    Bin kein Experte, aber ein paar Flaschen, die man vielleicht sogar ordentlich zuschrauben kann sind für mich was anderes als Schüsseln mit Essensresten von denen man gar nicht weiss, von wann die überhaupt sind. Das ist glaube ich rein aus hygienischen Gründen eine ganz andere Liga.

  19. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: Oktavian 16.09.21 - 21:51

    > Der Fahrer, vor allem mit dem Fahrrad, hat halt nur wenig Platz.

    Er hat gerade ziemlich viel Platz, denn er hat ja gerade Essen ausgeliefert, die Tasche ist leer.

    > Verdreckte
    > Schüsseln, die vielleicht auch noch aussen schmutzig sind oder nicht
    > richtig verschlossen, die willst du sicher nicht direkt neben deinem Essen
    > haben.

    Dafür hat man was erfunden, das nennt man Tüte. Kann man das Dreckszeug reinpacken, und mit Ziplock ist es auch dicht.

    > Also ich kann mir schon vorstellen, dass das logistisch gar nicht so
    > einfach ist.

    Einfach nicht, aber eine Grundvoraussetzung, damit es funktioniert.

    > Vermutlich dürfte er die leeren Schüsseln so gar nicht
    > zusammen mit den vollen Schüsseln zusammen im gleichen Rucksack
    > transportieren, etc.

    Transporttasche hinten dran? Separate Kammern im Rucksack? Tasche vorne am Lenker?

    > Bin kein Experte, aber ein paar Flaschen, die man vielleicht sogar
    > ordentlich zuschrauben kann sind für mich was anderes als Schüsseln mit
    > Essensresten von denen man gar nicht weiss, von wann die überhaupt sind.
    > Das ist glaube ich rein aus hygienischen Gründen eine ganz andere Liga.

    Ja, aber eine Grundvoraussetzung, damit es funktioniert.

  20. Re: Mehr Aufwand für den Verbraucher

    Autor: peterbruells 17.09.21 - 10:05

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Für mich persönlich ist das in der Tat ein Grund, so einen Dienst nicht zu
    > nutzen, wenn am Ende ein Haufen Plastik ankommt. Vor allem wegen dem Müll
    > aber auch, weil ich Essen aus Plastikbehältern irgendwie eklig finde.

    Man muss ja nicht direkt daraus essen.

    Ich bestelle sehr, sehr selten – zu Hause praktisch gar nicht – aber wenn, dann richte es auf richtigen Geschirr an.

    Ich gehe ja schon wieder rückwärts aus dem Pausenraum, wenn ich sehe wie jemand seine mitgebrachtes Essen aus der Mikrowelle nimmt und direkt aus dem Behälter ißt.

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