1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Reddit: IT-Arbeiter…

Produktivität

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. Produktivität

    Autor: maxule 18.01.22 - 09:02

    Die Frage stellt sich, ob der Mitarbeiter im Rahmen seiner "Treuepflicht" veranwortlich ist, Effizienzverbesserungen weiterzugeben (auch wenn außerhalb der Arbeitszeit erstellt). Ein vertragstreuer Zulieferer, der eine Lieferleistung schuldet, macht dies in der Regel nicht.

    Mir kommt da eindringlich in den Sinn, wie FFP2-Masken im medizinischen Großhandel (VOR nCov2, Katalog per 1.1.20) für ¤3,70 netto gehandelt wurden, obwohl die Produktion schon längst nach China ausgelagert war.

    Ein Arbeitnehmer oder freiberuflicher Dienstleister wird nach seiner Zeit bezahlt, allerdings mag er Ermessensspielraum haben, sich die Arbeitsaufgaben besser zu organisieren und die "Qualitätssicherung" durch Überwachung und Rufbereitschaft zu ersetzen.

    Wenn det Arbeitgeber keine anderen Vorgaben macht und keine neuen Aufgaben verteilt, ist das vermutlich nicht zu beanstanden, insbesondere wenn er damit rechnen muss, dass dadurch sein Arbeitsplatz entfällt.

    Dass er allerdings seine Arbeitsumstände in die Welt hinausposaunt, wäre in Deutschland ein Grund zur Abmahnung, in schwerwiegenden Fällen zur fristlosteb Kündigung.

  2. Re: Produktivität

    Autor: Oktavian 18.01.22 - 09:11

    > Die Frage stellt sich, ob der Mitarbeiter im Rahmen seiner "Treuepflicht"
    > veranwortlich ist, Effizienzverbesserungen weiterzugeben (auch wenn
    > außerhalb der Arbeitszeit erstellt).

    Natürlich ist er das. Der Arbeitnehmer schuldet dem Arbeitgeber für die vereinbarte Arbeitszeit seine Arbeitsleistung. Er schuldet nicht den Arbeitserfolg.

    Dabei ist vollkommen egal, ob er die Effizienzverbesserung selbst verursacht hat oder wer anders, ob das in der Freizeit oder außerhalb war. Wenn er für bestimmte Aufgaben weniger Zeit braucht, muss er andere Aufgaben übernehmen. Zumindest muss er dem AG diese Arbeitsleistung anbieten.

    > Ein vertragstreuer Zulieferer, der
    > eine Lieferleistung schuldet, macht dies in der Regel nicht.

    Kommt drauf an. Wenn ein Lieferant ein Gewerk oder ein Produkt schuldet, dann liegen die Chancen der Effizienzsteigerung (aber auch die Risiken des Mehraufwandes) beim Lieferanten. Wenn ein Lieferant hingegen eine Dienstleistung erbringt, dann rechnet er Stunden ab, und dann natürlich auch genau die geleisteten Stunden.

    > Mir kommt da eindringlich in den Sinn, wie FFP2-Masken im medizinischen
    > Großhandel (VOR nCov2, Katalog per 1.1.20) für ¤3,70 netto gehandelt
    > wurden, obwohl die Produktion schon längst nach China ausgelagert war.

    Gewerk bzw. Produkt. Chancen und Risiken liegen beim Lieferanten.

    > Wenn det Arbeitgeber keine anderen Vorgaben macht und keine neuen Aufgaben
    > verteilt, ist das vermutlich nicht zu beanstanden

    Das Recht der Arbeitsorganisation liegt beim AG. Wenn er keine Aufgaben verteilt, muss der AN lediglich darauf hinweisen, dass er Leerlauf hab. Er ist Arbeitnehmer, nicht Arbeitsucher.

  3. Re: Produktivität

    Autor: mfgchen 18.01.22 - 13:38

    Würde ich so nicht unterschreiben.
    Wenn der Vertrag auf der sogenannten "Vertrauensarbeitszeit" basiert, steht zwar eine Stundenzahl drin, aber sie interessiert keinen - hauptsache du schaffst deine Arbeit.
    So ein spezieller Fall wie dieser ist arbeitsrechtlich sicherlich nicht gerichtlich geklärt. Wäre interessant :)

  4. Re: Produktivität

    Autor: Oktavian 18.01.22 - 13:59

    > Wenn der Vertrag auf der sogenannten "Vertrauensarbeitszeit" basiert, steht
    > zwar eine Stundenzahl drin,

    Wenn ein Vertrag auf Vertrauensarbeitszeit basiert, sind genau die Stunden zu leisten, die im Vertrag stehen. Es wird dir lediglich vertraut, dass Du es auch tust, es findet keine Zeiterfassung per Stechuhr statt. Du schuldest immer noch nur die Arbeitszeit, nicht den Erfolg.

    > aber sie interessiert keinen - hauptsache du
    > schaffst deine Arbeit.

    Das leben manche Arbeitnehmer so, so ist es aber nicht gedacht, und das kann auch zu Konsequenzen führen. Dreh die Situation einfach um, es liegt ein ganzer Berg von Arbeit da, viel mehr, als Du in vereinbarter Zeit schaffen kannst. Musst du jetzt deutlich unbezahlte Überstunden machen, ist ja Vertrauensarbeitszeit?

    Wenn dein Arbeitsvorrat nicht ausreicht, weil du zu schnell bist, er zu klein ist oder ähnliches, bist Du immer verpflichtet, den AG darauf hinzuweisen (so wie Du darauf hinweisen musst, wenn die Arbeitslast zu groß ist). Wenn der AG Dir dann immer noch nicht mehr Arbeit gibt, ja, dann ist das so, darf er, dann sitzt du bezahlt rum und drehst Däumchen.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Online Data Analyst (m/w/d)
    TELUS International AI, deutschlandweit (Home-Office)
  2. IT-Projektleiter (m/w/d)
    STEMMER IMAGING AG, Puchheim
  3. Spezialist*in Supportmanagement (m/w/d)
    Stadtwerke München GmbH, München
  4. IT-Service-Management - interne Prozesse & IT-Ausstattung (w/m/d)
    Dataport, verschiedene Standorte

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 499,99€
  2. 1.771,60€ statt 4.699€ (mit 277,40€-Rabattgutschein)
  3. (u. a. Top Gun, Passengers, Spider-Man: Far From Home, Sonic the Hedgehog, Blader Runner 2049, Tanz...
  4. 84€ statt 99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de