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Vernunft dazwischen - Homeoffice ist Heimarbeit

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  1. Vernunft dazwischen - Homeoffice ist Heimarbeit

    Autor: nohoschi 09.09.20 - 12:29

    Es geht mir wie Hastings, etwa zwei Tage Homeoffice in zwei Wochen ist angenehm und unterm Strich für alle Vorteilhaft. Das geht aber nur mit gutem Equipment, Disziplin und einem eigenen Arbeitsbereich oder Büro zu Hause in dem man konzentriert arbeiten kann. Übrigens zahlt dabei der Arbeitnehmer ähnlich wie beim Pendeln einen guten Teil der Aufwendungen.

    Bei Videokonferenzen geht so viel verloren, vor allem die Wahrnehmung bzw. Aufmerksamkeit leidet. Habe jetzt seit 15 Monaten keinen physischen Kontakt zu den Kollegen im Ausland. Ich kenne Teile der neuen Kollegen nicht. Heiße Projektphasen und Einarbeitung sind kaum durchführbar. Ein anderes Problem ist die fehlenden Trennung zwischen Beruf und Privatem. "Ich will das nur noch kurz hinkriegen" ist stark bei mir, Beruf kommt von Berufung. Mir ist schon klar, viele haben einen "Job" und keinen "Beruf", aber dass ist dann auch ein Problem.

    Der Begriff Heimarbeit ist insofern sinnvoller, weil etabliert und gleichzeitg die Vor- und Nachteile damit verbunden werden.

    Und 90% der Leute hier sollte sich in Erinnerungen rufen, dass Heimarbeit nur für einige Angestellte und ganz wenige Arbeiter ausführbar ist. Nicht nur irgendwer sondern die große Mehrheit gießt Metall, baut Beatmungsgerät, plfanzt die Ernte, fräßt Holz oder repariert Autos.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 09.09.20 12:31 durch nohoschi.

  2. Re: Vernunft dazwischen - Homeoffice ist Heimarbeit

    Autor: berritorre 09.09.20 - 19:00

    > Und 90% der Leute hier sollte sich in Erinnerungen rufen, dass Heimarbeit nur für
    > einige Angestellte und ganz wenige Arbeiter ausführbar ist. Nicht nur irgendwer sondern
    > die große Mehrheit gießt Metall, baut Beatmungsgerät, plfanzt die Ernte, fräßt Holz
    > oder repariert Autos.

    Das tut doch nichts zur Sache?! Klar, ein Bandarbeiter wird schlecht seinen Teil der Arbeit zu Hause machen können. Es geht ja auch nicht um eine Pflicht zum Homeoffice oder Heimarbeit, wie du willst.

    Es geht darum, denen die Option anzubieten, bei denen es möglich ist. Manche Sachen eines Berufs gehen schlecht von zu Hause. Das heisst aber nicht, dass nicht vieles von zu Hause erledigt werden könnte.

    Als ich meine Firma gegründet habe, war mein Büro zuerst zu Hause. Da hatte ich Schwierigkeiten Beruf und Freizeit zu trennen. Das lag aber auch an der Phase in der die Firma und ich waren. Danach war ich froh endlich ein Büro zu haben, weil ich dann besser trennen konnte.

    Heute, nach 12 Jahren habe ich das Problem nicht mehr. Ich arbeite seit März von zu Hause und ich habe das jetzt unter Kontrolle.

    Was viel schwerer wiegt: für manche ist Homeoffice einfach nicht das Richtige. Das muss zum einen zum Job passen und auch zur Person. Manche Leute kriegen zu Hause nix gebacken. Entweder weil sie sich zu leicht ablenken oder weil einfach die Arbeitsumgebung nicht stimmt. Wenn du entweder zu Hause kein richtiges Arbeitszimmer hast und einfach in der 1-Zimmer-Wohnung alles machen musst, dann wird es relativ schwer, klar. Oder wenn die Kinder dann zu Hause sind und Rabatz machen. Dann wird es manchmal schwer sich zu konzentrieren.

    Für andere ist es die pure Erholung und Effektivitätsboost wenn sie von zu Hause arbeiten, weil im Büro zuviel abgelenkt wird. Ich denke es sollte einfach ein Recht auf X Tage im Homeoffice sein und natürlich keine Pflicht. Und beim Recht sagen wir lieber Privileg. Denn sonst pocht der Mitarbeiter drauf, obwohl die aktuelle Situation in einem Projekt vielleicht die Präsenz erfordert.

  3. Re: Vernunft dazwischen - Homeoffice ist Heimarbeit

    Autor: nohoschi 10.09.20 - 14:02

    Privileg ist in der Tat ein guter Begriff, weder suggeriert man damit ein Recht noch eine Pflicht, sondern eine - hoffentlich - vorteilhafte Option.

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