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Absoluter Irrsinn

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
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  1. Absoluter Irrsinn

    Autor: mepal 05.02.21 - 03:27

    Ja, mal wieder Amazon, wenn es um Kontensperrung geht. Der größte Online-Händler. Das freiwillige 30-tägige Widerrufsrecht gilt auch nur für Amazon-Produkte und nicht die von Drittanbietern also Marketplacekunden, denn die haben ihre eigenen Richtlinien und dürfen auch nur die 14-tägige Rückgabefrist anbieten, weswegen schon ein Durcheinander entsteht. Angeblich nutzen Drittanbieter auch nur die Plattform von Amazon mit ihren eigenen Richtlinien. Sehr interessant.

    Dann lässt der Gesetzgeber wieder einmal offen was unter "zu häufig" zu verstehen ist - ebenso wie angemessen. Diese Begrifflichkeiten sind nicht definiert und daher bedarf es auch immer einer Einzelfallentscheidung - sehr exklusiv.

    Reiner Kapitalismus

    Ich lasse mich durch Amazon nicht einschüchtern, denn auch dort herrscht Willkür. Mir wurde auch eine Kontoschließung angedroht aber kein konkreter gesetzlicher Verstoß genannt, sondern nur floskelhaft auf das AGB verwiesen. Das BGB etc. steht aber über den AGB. Der Kunde ist immer noch König und wennd er Gesetzgeber diese Freiheiten einer Retoure festschreibt, dann ist es letzlich auch Händlerrisiko. Unwirtschaftlichkeit ist nicht Sorge oder Nachteil des Kunden. Im Zweifel streite ich das auch aus.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.21 03:29 durch mepal.

  2. Re: Absoluter Irrsinn

    Autor: flyingjoker 05.02.21 - 11:14

    mepal schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, mal wieder Amazon, wenn es um Kontensperrung geht. Der größte
    > Online-Händler. Das freiwillige 30-tägige Widerrufsrecht gilt auch nur für
    > Amazon-Produkte und nicht die von Drittanbietern also Marketplacekunden,
    > denn die haben ihre eigenen Richtlinien und dürfen auch nur die 14-tägige
    > Rückgabefrist anbieten, weswegen schon ein Durcheinander entsteht.
    > Angeblich nutzen Drittanbieter auch nur die Plattform von Amazon mit ihren
    > eigenen Richtlinien. Sehr interessant.
    >
    > Dann lässt der Gesetzgeber wieder einmal offen was unter "zu häufig" zu
    > verstehen ist - ebenso wie angemessen. Diese Begrifflichkeiten sind nicht
    > definiert und daher bedarf es auch immer einer Einzelfallentscheidung -
    > sehr exklusiv.
    >
    > Reiner Kapitalismus
    >
    > Ich lasse mich durch Amazon nicht einschüchtern, denn auch dort herrscht
    > Willkür. Mir wurde auch eine Kontoschließung angedroht aber kein konkreter
    > gesetzlicher Verstoß genannt, sondern nur floskelhaft auf das AGB
    > verwiesen. Das BGB etc. steht aber über den AGB. Der Kunde ist immer noch
    > König und wennd er Gesetzgeber diese Freiheiten einer Retoure festschreibt,
    > dann ist es letzlich auch Händlerrisiko. Unwirtschaftlichkeit ist nicht
    > Sorge oder Nachteil des Kunden. Im Zweifel streite ich das auch aus.

    Wie viel Rücksendungen hast du denn?
    Ich habe in den letzten 10 Jahren gerade mal 3

  3. Re: Absoluter Irrsinn

    Autor: W-Mann 05.02.21 - 14:36

    Also mir ist ehrlich gesagt auch nur 1 Fall in meinem Bekanntenkreis bekannt wo Amazon jemandem eine Kontosperrung angedroht hat und dabei handelt es sich um einen durchaus nachvollziehbaren Fall. Also dort gingen geschätzt mindestens 25% (eher mehr) wieder zurück. Das würde ich als Händler auch unverschämt finden und genau so reagieren. Es sind ja nicht nur wirtschaftliche Schäden die solche Menschen verursachen, der Transport und Verpackung belasten ja auch die Umwelt. Ich selbst habe über die letzten 5 Jahre ca. 300 Dinge bestellt, zurückgeschickt habe ich vielleicht 5. Wenn man nachdenkt vor dem Kauf und die Produktbeschreibung liest kommt es wirklich selten vor das man etwas zurückschicken muss. Daher wäre eine Gebühr für den Käufer wirklich keine schlechte Idee in meinen Augen.

  4. Re: Absoluter Irrsinn

    Autor: mepal 05.02.21 - 22:47

    flyingjoker schrieb:
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    > mepal schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, mal wieder Amazon, wenn es um Kontensperrung geht. Der größte
    > > Online-Händler. Das freiwillige 30-tägige Widerrufsrecht gilt auch nur
    > für
    > > Amazon-Produkte und nicht die von Drittanbietern also Marketplacekunden,
    > > denn die haben ihre eigenen Richtlinien und dürfen auch nur die
    > 14-tägige
    > > Rückgabefrist anbieten, weswegen schon ein Durcheinander entsteht.
    > > Angeblich nutzen Drittanbieter auch nur die Plattform von Amazon mit
    > ihren
    > > eigenen Richtlinien. Sehr interessant.
    > >
    > > Dann lässt der Gesetzgeber wieder einmal offen was unter "zu häufig" zu
    > > verstehen ist - ebenso wie angemessen. Diese Begrifflichkeiten sind
    > nicht
    > > definiert und daher bedarf es auch immer einer Einzelfallentscheidung -
    > > sehr exklusiv.
    > >
    > > Reiner Kapitalismus
    > >
    > > Ich lasse mich durch Amazon nicht einschüchtern, denn auch dort herrscht
    > > Willkür. Mir wurde auch eine Kontoschließung angedroht aber kein
    > konkreter
    > > gesetzlicher Verstoß genannt, sondern nur floskelhaft auf das AGB
    > > verwiesen. Das BGB etc. steht aber über den AGB. Der Kunde ist immer
    > noch
    > > König und wennd er Gesetzgeber diese Freiheiten einer Retoure
    > festschreibt,
    > > dann ist es letzlich auch Händlerrisiko. Unwirtschaftlichkeit ist nicht
    > > Sorge oder Nachteil des Kunden. Im Zweifel streite ich das auch aus.
    >
    > Wie viel Rücksendungen hast du denn?
    > Ich habe in den letzten 10 Jahren gerade mal 3

    Bei sind es standardmäßig alle 3 Monate 6-8 Retouren und das aus gutem Grund. Zum einem steht es mir frei zu entscheiden ob ich mit diesem Produkt zufrieden bin und zum anderen ist die Qualität meist minderwertig. Wenn ich als Kunde mit dem Produkt nicht zufrieden bin, geht es eben zurück.

  5. Re: Absoluter Irrsinn

    Autor: mepal 05.02.21 - 23:06

    W-Mann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also mir ist ehrlich gesagt auch nur 1 Fall in meinem Bekanntenkreis
    > bekannt wo Amazon jemandem eine Kontosperrung angedroht hat und dabei
    > handelt es sich um einen durchaus nachvollziehbaren Fall. Also dort gingen
    > geschätzt mindestens 25% (eher mehr) wieder zurück. Das würde ich als
    > Händler auch unverschämt finden und genau so reagieren. Es sind ja nicht
    > nur wirtschaftliche Schäden die solche Menschen verursachen, der Transport
    > und Verpackung belasten ja auch die Umwelt. Ich selbst habe über die
    > letzten 5 Jahre ca. 300 Dinge bestellt, zurückgeschickt habe ich vielleicht
    > 5. Wenn man nachdenkt vor dem Kauf und die Produktbeschreibung liest kommt
    > es wirklich selten vor das man etwas zurückschicken muss. Daher wäre eine
    > Gebühr für den Käufer wirklich keine schlechte Idee in meinen Augen.

    Amazon propagiert damit das kundenfreundlichste Unternehmen sein zu wollen, daher erwarte ich bereits eine gewisse Toleranz und Großzügigkeit. Amazon hat aber mit den Verkäufen von Drittanbietern nicht direkt zu tun. Diese nutzen lediglich deren Plattform. Es bleibt immer noch Händlerrisiko , wenn man auf dem freien Markt versucht seine Produkte loszuwerden. Meine Erfahrungswerte sind selbst bei renommierten Marken eher schlecht. So etwas nennt sich minderwertige Qualität. Heute wird im großen Stil in den asiatischen Ländern produziert und das zu Dumpingpreisen und inkl. Kinderarbeit. Daher braucht man sich als Kunde gar nicht wundern, wenn das Meiste Schrott ist und nicht einmal 30 Tage überlebt. Ich kann die Mängel im einzelnen auflisten. Man sagt auch bekanntlich: Wer billig kauft, der kauft zweimal. Allerdings möchte ich hier den Begriff "billig" gar nicht bewerten, wo da die Ober - oder Untergrenze liegt.
    Prudukte im INternet kann ich nicht anfassen, anprobieren oder testen. Das ist nochmal etwas ganz anderes als sich so ein Fließtext durchzulesen, der immer schön beschrieben steht (so funktioniert Marketing). Damit alleine kann ich nichts anfangen. Ich sehe erst was ich tatsächlich gekauft habe, wenn ich das Produkt auch verwende. Ich darf auch erwähnen, dass die Bewertung eines Produkts im großen Stil "FAKE" ist, denn Bewertungen werden außerhalb von Amazon gekauft. Dann bekommt man nach der Retoure und Gutschrift eine E-Mail (GMX, Gmail etc.) ausserhalb von Amazon und der Verkäufer bietet z.B. 50 -100 Euro, wenn die negative Bewertung zum Produkt später in eine postive umgewandelt wird bzw. diese gelöscht. Ich weiß wovon ich hier spreche! Läuft!

    Ich habe innerhalb der letzten 3 Monate von 26 Artikel 6-8 retourniert und das ist für mich absolut legitim. Die Belastung von Umwelt ist nunmal die Nebenwirkung eines wirtschaftlichen Handelns - nicht umsonst hatte Trump sich aus den Klimaabkommen verabschiedet. Irgend etwas wird immer zum Nachteil. Die Händler sollten sich bei Produktverkäufen einer Vielzahl an Retouren bewusst sein, das bleibt keine Neuerscheinung und daher sich evtl. eher Gedanken machen, wie man die gebrauchte Ware dann wiederverwertet, anstatt alles in Tonnen in den Müll zu entsorgen.
    Das interessante ist aber, das obwohl der Kunde "eigentlich" für die Kosten einer Retoure selbst aufkommen muss (gesetzlich gereglt) sich die Kosten ohne weiteres durch Amazon zurück erstatten lassen kann (auch bei Marketplace Verkäufer) bzw. vorfrankiert bekommt, welches für eine Retoure sogar noch mehr Anreiz schafft.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.02.21 23:25 durch mepal.

  6. Re: Absoluter Irrsinn

    Autor: Bondra81 06.02.21 - 04:04

    Wenn ein Produkt minderwertig, fehlerhaft oder von schlechter Qualität ist, dann sollte aber der Hersteller der Ansprechpartner sein und nicht der Verkäufer, auf den das ganze dann leider aufgrund von Fernabsatzgesetz abgewälzt wird. So ändert sich dann nie etwas, weil der Hersteller seinen Mist verkauft bekommt und Amazon verschrottet.

    Mal abgesehen von unerwarteten Problemen aufgrund von schlechter Qualität oder fehlerhaften Produkten und bei Kleidung, gibt es für mich sonst keinen Grund Waren zurückzusenden. Wenn man sich vor dem Kauf ausführlich informiert und dafür gibt es in Internet nun wirklich genug Möglichkeiten, dann kann man das wirklich auf ein Minimum reduzieren. Aber viele Menschen sind zu faul oder dumm sich vorher zu informieren und kaufen dann oft das falsche und bemerken es erst zu Hause. Leider werden die faulen und dummen zu oft in unserer Gesellschaft beschützt.

  7. Re: Absoluter Irrsinn

    Autor: W-Mann 06.02.21 - 17:42

    Bondra81 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sich vor dem Kauf ausführlich
    > informiert und dafür gibt es in Internet nun wirklich genug Möglichkeiten,
    > dann kann man das wirklich auf ein Minimum reduzieren. Aber viele Menschen
    > sind zu faul oder dumm sich vorher zu informieren und kaufen dann oft das
    > falsche und bemerken es erst zu Hause. Leider werden die faulen und dummen
    > zu oft in unserer Gesellschaft beschützt.

    Genau das denke ich auch. Ich glaube nicht das zufällig ein paar Leute einfach ständig "Pech" haben und schlechte Produkte zugeschickt bekommen. Es gibt abseits von Bewertungen auch noch genug andere Quellen um sich zu informieren. Blogs oder Foren zum Beispiel. Wenn sich da Fragen ergeben die sich nicht beantworten lassen, hakt man einfach beim Händler nach. Daher ist es in meinen Augen vollkommen OK in diesen Fällen eine Kontosperrung zu veranlassen, schließlich werden die Kosten für die Retoure ja auch auf die Kunden abgewälzt die entsprechend bedacht auf den Kaufen-Button klicken und nicht nur auf Verdacht. Es ist zwar eigentlich eine gute Sache mit dem Widerrufsrecht, aber wie so oft in unserer Gesellschaft werden die Freiheiten die man hat immer weiter beschnitten weil ein paar diese ausnutzen. Das wird hier vermutlich auch irgendwann der Fall sein :-/.

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