1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Richterin: Homeoffice birgt Gefahr…

Das halte ich für zwiespältig

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Das halte ich für zwiespältig

    Autor: M.P. 14.06.20 - 09:57

    Wenn man die Anforderungen an Homeoffice zu hoch schraubt, kann es sein, dass mancher gar kein Homeoffice mehr machen kann, weil z. B. in seiner Wohnung gar nicht genug Platz für eine der EU-Arbeitsstättenverordnung entsprechende Aufstellung eines Schreibtisches und Schreibtischstuhls vorhanden ist...

    Ich kann auf mich selber aufpassen, und will nicht, dass mir (oder meinem Arbeitgeber) da hineingeredet wird ...

    Nachher verlangt man vom Arbeitsschutzbeauftragten der Firma, dass er sich regelmäßig vom ordnungsgemäßen Zustand der Heimarbeitsplätze überzeugt. Und ich will ihm weder Kaffee kochen, noch ihm regelmäßig ein Foto meines Heimarbeitsplatzes zukommen lassen ...

    Anders wird es natürlich, wenn die Arbeitgeber "auf den Geschmack" kommen, und Mitarbeiter zukünftig teilweise zwingen, zu Hause zu arbeiten, weil sie die Büro-Infrastruktur-Kosten externalisieren wollen ...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.20 10:03 durch M.P..

  2. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Astorek 14.06.20 - 10:48

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann auf mich selber aufpassen, und will nicht, dass mir (oder meinem Arbeitgeber) da hineingeredet wird ...
    Vielleicht sollen diese Regelungen eben nicht die Leute betreffen, die ohnehin auf sich aufpassen können, sondern z.B. junge, unerfahrene Arbeitnehmer? Die Arbeitnehmer, die viel zu schnell "ja und Amen" sagen und sich generell zu schnell ausnutzen lassen?

    Eigenverantwortung hin oder her, Arbeitgeber sitzen idR. am längeren Hebel, da kann man möglichen Missbrauch der Regelungen nicht auf die Eigenverantwortung alleine abschieben...

    Ist das nicht offensichtlich?

  3. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: dummzeuch 14.06.20 - 10:59

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann auf mich selber aufpassen, und will nicht, dass mir (oder meinem
    > Arbeitgeber) da hineingeredet wird ...

    Arbeitsschutzgesetze dienen vor allem dazu, Leute zu schützen, die nicht "auf sich selbst aufpassen können", wobei "können" hier nicht nur Unvermögen bedeutet sondern auch Sorglosigkeit oder auch z.B. fehlende Möglichkeit, dem Druck des Argeitgebers zu widerstehen. Und wer sagt denn dem Gesetzgeber (oder der Prüfinstanz), ob Ihre Behauptung, Sie könnten auf sich selbst aufpassen, nicht daher stammt, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen mit Konsequenzen gedroht hat, wenn Sie das nicht sagen?

    > Nachher verlangt man vom Arbeitsschutzbeauftragten der Firma, dass er sich
    > regelmäßig vom ordnungsgemäßen Zustand der Heimarbeitsplätze überzeugt. Und
    > ich will ihm weder Kaffee kochen, noch ihm regelmäßig ein Foto meines
    > Heimarbeitsplatzes zukommen lassen ...

    Tja, wer seinen Arbeitsplatz in seine Wohnung holt, muss auch mit den Konsequenzen leben. Ich halte das durchaus für eine denkbare Lösung (natürlich nicht das Kaffee kochen).

    > Anders wird es natürlich, wenn die Arbeitgeber "auf den Geschmack" kommen,
    > und Mitarbeiter zukünftig teilweise zwingen, zu Hause zu arbeiten, weil sie
    > die Büro-Infrastruktur-Kosten externalisieren wollen ...

    Ach, dann könnten Sie plötzlich nicht mehr auf sich selbst aufpassen? Wieso denn nicht?

  4. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Pantsu 14.06.20 - 11:19

    Für mich komplett unvorstellbar, dass jemand mehr arbeitet, als er müsste.
    Sowas sollte bestraft werden.

  5. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Hotohori 14.06.20 - 11:27

    Wie es der Artikel ja schon selbst sagt ist das ein durchaus kritischeres Thema als das es den Anschein hat.

    Grundsätzlich bin ich aber klar dafür, erst recht wenn von Seiten der Arbeitgeber kritischen stimmen kommen neige ich zum "jetzt erst recht" denken, denn sonst würden diese sich ewig gegen Home Office stellen. Home Office bedeutet eben auch einen gewissen Aufwand für den Arbeitgeber selbst, also Extrakosten, logisch warum da also Gegenwind kommt.

    Aber ich kann die Kritik wegen der Arbeitssicherheit durchaus verstehen. Wenn Jemand länger Krank wird, weil er sich den Rücken durch Home Office versaut hat oder er kippt mit dem dreibeinigen Holzstuhl um, dann ist das ein Problem. Einfach zu sagen "Wer im Home Office arbeitet ist für sich selbst verantwortlich" ist da viel zu einfach gedacht.

    Ein paar Dinge müssen da eben geklärt werden, damit der Arbeitnehmer gewisse Sicherheiten auch einfordern kann. Home Office ist für viele eine gute Sache und darum ist es richtig und wichtig das gesetzlich zu regeln.

  6. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Hotohori 14.06.20 - 11:27

    Pantsu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich komplett unvorstellbar, dass jemand mehr arbeitet, als er müsste.
    > Sowas sollte bestraft werden.

    Tja, es gibt tatsächlich Leute, die ihren Job lieben und daher dazu neigen...

  7. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: hyperlord 14.06.20 - 11:32

    Die Lösung ist doch einfach:
    wenn der Arbeitgeber einen entsprechenden Arbeitsplatz im Büro anbietet, sollte für den Arbeitgeber keine Verpflichtung zur Stellung passender Büroausstattung im Homeoffice gelten.
    Das ist erstmal unabhängig von der Frage, ob der Arbeitnehmer einen Anspruch auf Homeoffice hat.

    Wenn ein Arbeitnehmer Zuhause arbeiten möchte, aber der Arbeitgeber nicht bereit ist, etwaige Kosten zu übernehmen, muss sich der Arbeitnehmer selbst kümmern - ich weiß, ein verrückter Gedanke in diesem Nanny-Staat, dass man tatsächlich Eigeninitiative zeigen muss...
    So teuer sind Schreibtisch und Stuhl nun auch nicht und man kann die Kosten in der Steuererklärung absetzen. Man könnte natürlich auch einfach an der Stelle die Pauschbeträge erhöhen oder entsprechende Werbungskosten generell steuerlich stärker begünstigen, aber das würde ja nur die Einnahmen des Staates mindern und es ist natürlich verlockender, das auf die Wirtschaft abzuwälzen.

    Ansonsten ist es für Bereiche, wo die Nachfrage nach Personal größer als das Angebot ist, dann einfach Verhandlungsmasse beim Bewerbungsgespräch oder die Unternehmen bieten freiwillig mehr an, um attraktiver zu sein. So ist es ja bereits heute schon - das regelt dann der Markt.

  8. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: HoffiKnoffu 14.06.20 - 11:41

    Und? Dafür braucht man neue Gesetze? Die bisherigen reichen nicht aus?

    Daimler, VW und Co. machen es doch heute schon vor: Ab 18Uhr werden die Nummern der Firmenhandies automatisch geblockt und der Zugang zum Firmennetzwerk (hier speziell zum Mail-Account) wird gekappt.

    Die Arbeitgeber können also mit den vorhandenen Gesetzen entsprechen angeleitet werden. Und davon ab:

    Warum muss/soll der Gesetzgeber den Bürger vor allem Ungemach überall und allumfassend schützen? Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Wer sich nicht zurücknehmen kann/will hat, ist selber schuld, wenn es ihn dahinrafft.

    Denn: Gesetze bringen da nicht viel. Viele Kollegen, die mir auf meinem fast 30 jährigen Arbeitsleben begegneten und psychisch und physisch vom Job kaputt waren, waren allesamt selber schuld! Wie...nur 8h Arbeitszeit....scheiß drauf...ich bin doch DER Typ schlechthin.....ich verkrafte täglich auch 11h! Wie.... außerhalb der Arbeitszeit und im Urlaub beruflich nicht erreichbar...... ich bin doch DER Typ schlechthin.....ich bin IMMER erreichbar! Wie....nach Arbeitsende 11h Freizeit....ich bin doch DER Typ schlechthin.....mir reichen 3h!

    Es gibt Gesetze, die das verhindern sollen. Es müssen sich nur die AN auch dran halten. Nicht nur die AG!

    Wie eingangs schon erwähnt: Wer als AN da keine Selbstdisziplin im Homeoffice hat, hat diese Selbstdisziplin auch im Büro nicht. Und nur wegen solcher Deppen noch mehr Bürokratie? Nein Danke!

    Es gibt Gesetze, die den AN genau vor

  9. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: HoffiKnoffu 14.06.20 - 11:51

    Jaein....
    Es geht auch um die Gesundheit der Mitarbeiter. Ich muss lediglich 30km ins Büro fahren....bei dem Verkehr und den Schnarchnasen auf den Straßen geht mir jedoch regelmäßig der Puls hoch. Hinzu kommt: Ich bin Sachbearbeiter. Mit Besprechungen habe ich nix am Hut. Die Ergebnisse von Besprechungen werden eh nur schriftlich per E-Mail mitgeteilt und Rücksprechen habe ich in meinem Tätigkeitsfeld nur mit Dienstleistern, Fillialen in Deutschland und Österreich und mit den Kollegen im Außendienst....und das, wen wundert es, nur telefonisch und/oder per E-Mail.

    Warum also soll ich täglich ins Büro pendeln und mir meine Gesundheit und di3 Umwelt ruinieren?

    Ich verlange ja gar kein Homeoffice vom AG. Mir würde die Freigabe für dauerhaftes mobiles Arbeiten vollkommen reichen. Für mich wäre dass eine Win-Win-Situation. So hätte ich nach einer kleinen OP arbeiten können. Von zu Hause, Wiesn der Woche vor der OP auch....durfte es jedoch nicht.....also bin ich, da ich kein Auto fahren konnte (die kleine Narbe lag unter dem Gurt), eine Woche mit einer im Grunde unnötigen AU ausgefallen. Ich hätte gerne gearbeitet. Zum anderen bin ich zum Feierabend innerhalb von Sekunden „zu Hause“. Für mich eine riesige Steigerung meiner Lebensqualität.

  10. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Anonymer Nutzer 14.06.20 - 12:02

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man die Anforderungen an Homeoffice zu hoch schraubt, kann es sein,
    > dass mancher gar kein Homeoffice mehr machen kann, weil z. B. in seiner
    > Wohnung gar nicht genug Platz für eine der EU-Arbeitsstättenverordnung
    > entsprechende Aufstellung eines Schreibtisches und Schreibtischstuhls
    > vorhanden ist...
    >
    > Ich kann auf mich selber aufpassen

    Wenn dein Arbeitsplatz Zuhause nicht der EU-Arbeitsstättenverordnung entspricht, heisst das am Ende, das sich das langfristig negativ auf deine physische und psychische Gesundheit auswirken wird. Wenn "selbst aufpassen" bei dir heisst, Verstöße gegen die Verordnung zu ignorieren, funktioniert es mit dem "selbst aufpassen" wohl doch nicht so gut. Das wäre dann das beste Beispiel dafür, warum diese Regelung auch im Homeoffice gelten muss, damit sich die Leute dann eben dort nicht gesundheitlich kaputt machen.

  11. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Anonymer Nutzer 14.06.20 - 12:04

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pantsu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Für mich komplett unvorstellbar, dass jemand mehr arbeitet, als er
    > müsste.
    > > Sowas sollte bestraft werden.
    >
    > Tja, es gibt tatsächlich Leute, die ihren Job lieben und daher dazu
    > neigen...

    Da der Arbeitgeber mir nie mehr bezahlt, als er müsste, arbeite ich auch nicht mehr, als ich müsste.

    Ich hab das früher auch gemacht. Bringt aber nix. Seit ich auf einer gut dotierten IGM Stelle sitze, hab ich mir wieder schöne Hobbys gesucht und freue mich auf Feierabend.

  12. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Hotohori 14.06.20 - 12:59

    Solerbit schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Pantsu schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Für mich komplett unvorstellbar, dass jemand mehr arbeitet, als er
    > > müsste.
    > > > Sowas sollte bestraft werden.
    > >
    > > Tja, es gibt tatsächlich Leute, die ihren Job lieben und daher dazu
    > > neigen...
    >
    > Da der Arbeitgeber mir nie mehr bezahlt, als er müsste, arbeite ich auch
    > nicht mehr, als ich müsste.
    >
    > Ich hab das früher auch gemacht. Bringt aber nix. Seit ich auf einer gut
    > dotierten IGM Stelle sitze, hab ich mir wieder schöne Hobbys gesucht und
    > freue mich auf Feierabend.

    Und trotzdem gibt es Leute, die ihren Beruf lieben, mehr als das Geld was sie dafür bekommen. Nicht jeder Mensch ist derart Geld getrieben.

    Hätte ich einen solchen Job, dann könnte ich dazu neigen mehr zu arbeiten ohne mehr Geld dafür zu bekommen, denn für mich ist Geld zwar wichtig, aber vieles ist mir deutlich wichtiger und so lange mir da Geld nicht all zu sehr im Wege steht, ist mir Geld nicht so wichtig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.20 13:02 durch Hotohori.

  13. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: aLpenbog 14.06.20 - 13:28

    Pantsu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich komplett unvorstellbar, dass jemand mehr arbeitet, als er müsste.
    > Sowas sollte bestraft werden.

    Steckt teilweise ein wenig Dynamik drin. Bei uns gibt es z.B. nicht zu knapp Überstunden, diese auch unbezahlt. Gründe sind vielfältig.

    Zum einen hast du Inbetriebnahmen beim Kunden Vorort, gerne auch mal mit mehreren Stunden Reisezeit. Da sagst du den Kunden natürlich nicht nach 2-3 Stunden Arbeit, tschüss bis morgen.

    Zum anderen versauen es Leute über dir. Sei es andere Gewerke, mit einen höheren Auftragsvolumen, welche dir i.d.R. Aufträge zuschanzen oder Planer. Dann heißt es meist, macht das nun in der Hälfte der Zeit möglich oder wir arbeiten das Letzte mal zusammen. Das kannst du paar mal machen, dann kannst du den Laden zu machen.

    Ist eine ganz normale Geschichte, wenn in der Kette einer stärker ist, erleben wir auch bei unseren Kunden, die meist Mittelstand sind aber letztlich anbieten über Amazon, Aldi, Lidl, Edeka etc. pp. Die Regeln machen dort Letztere.

    Natürlich hängen am Umsatz auch andere Sachen wie ein Jahresboni. Sprich wenn sich da einer querstellen würde, was wir noch nie hatten, dann verbrennt er damit eben auch sein Geld, ggf. für mehrere Jahre, als auch das der Kollegen.

    Dann natürlich ggf. noch Sachen die dazu kommen wir Rufbereitschaft usw. Wo das Aufkommen von Supportfällen durchaus stark schwankt. Mal hat man ne Woche Ruhe, mal schläft man quasi 2-3 Tage nicht wirklich oder hat mal Fälle die mehrere Stunden dauern und die Stunden in die Höhe treiben. Lässt sich auch nicht wirklich planen.

    In KMUs hast du dann noch Ausfälle durch Krankheit und co. wo du nur mit Stunden reagieren kannst, weil du keine Leute hast, die du groß hin- und herschieben kannst.

    Darüber hinaus hast du natürlich auch Leute, die auf ihre Arbeit stolz sein wollen und sich damit identifizieren. Die ggf. zu harte Deadlines haben, Baustellen die seit Ewigkeiten offen sind usw. Die investieren da ggf. etwas mehr Zeit, auch wenn es nicht vergütet wird.

    Geht so weit, dass ein Kollege vorgeschlagen hat, dass wir ohne Vergütung weiterarbeiten, nun wo es Kurzarbeit gibt, da wir nun endlich mal Zeit haben für die offenen Baustellen.

    Was das Ganze im Homeoffice angeht. In Summe arbeite ich im Homeoffice wohl auch mehr. Es fühlt sich auch weniger nach Arbeit an und entschleunigt den Alltag enorm. Man kann eben nebenbei Pakete annehmen, mal 15-20 Mins was schnibbeln und auf den Herd/in den Ofen schieben, die Waschmaschiene anmachen und die Wäsche aufhängen.

    All diese Sachen, wo man etwas hat, dass durchaus lange läuft aber nur 5-10 Minuten Aufmerksamkeit brauch. Sonst fällt das alles immer auf den Feierabend, auf vor der Arbeit oder aufs Wochenende.

    Im Büro schaue ich um 18:00 Uhr auf die Uhr, wenn noch was anliegt und denke mir, scheiße musst gleich noch einkaufen, musst noch was zu essen kochen, futtern, dann ist quasi schlafen und wieder los, im Homeoffice fällt der Arbeitsweg zweimal weg und das Futter hat während der Arbeit vor sich hingeköchelt.

    Also ja, nach der Definition der Zeit, beute ich mich im Homeoffice auch selbst aus, weil ich mehr arbeite. Realistisch gewinne ich aber sehr, sehr, sehr viel mehr freie Zeit durch die angesprochenen Sachen.

    Bei uns ist das Homeoffice leider erstmal eine Corona Ausnahme. Vermutlich wird es danach wieder zurück zur Normalität gehen. Ich würde mich über ein Recht auf Homeoffice freuen, wobei das vermutlich auch wieder mit so vielen Ausnahmen verbunden ist, dass es nicht greift.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.20 13:32 durch aLpenbog.

  14. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: aLpenbog 14.06.20 - 13:39

    hyperlord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So teuer sind Schreibtisch und Stuhl nun auch nicht und man kann die Kosten
    > in der Steuererklärung absetzen.

    Man "könnte", wenn es entsprechende Änderungen geben würde. So gibt es dafür durchaus entsprechende Ausnahmen. Du brauchst quasi ein dedizierten Raum als Arbeitsraum, da dürfen z.B. auch bestimmte Möbel wie eine Couch, ein Bett usw. nicht drin sein etc. pp.

    Und den Aufpreis für eine größere Bude + Umzug und co. holt man damit eher weniger rein. Ist also hauptsächlich interessant für Leute mit Häuschen, die eh noch Räume über haben.

    Als Lediger in einer Zweizimmer Bude z.B. habe ich meinen festen PC Platz im Wohnzimmer, wo auch die Küche drin ist. Da krieg ich kein Euro für.

    Unschön ist aktuell auch die Frage der Versicherung. Quasi so Geschichten ala auf dem Weg zur Toilette greift die Arbeitsversicherung nicht usw. Irgendwie alles halbwegs absurde Regelungen.

  15. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Anonymer Nutzer 14.06.20 - 14:27

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solerbit schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Hotohori schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Pantsu schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > -----
    > > > > Für mich komplett unvorstellbar, dass jemand mehr arbeitet, als er
    > > > müsste.
    > > > > Sowas sollte bestraft werden.
    > > >
    > > > Tja, es gibt tatsächlich Leute, die ihren Job lieben und daher dazu
    > > > neigen...
    > >
    > > Da der Arbeitgeber mir nie mehr bezahlt, als er müsste, arbeite ich auch
    > > nicht mehr, als ich müsste.
    > >
    > > Ich hab das früher auch gemacht. Bringt aber nix. Seit ich auf einer gut
    > > dotierten IGM Stelle sitze, hab ich mir wieder schöne Hobbys gesucht und
    > > freue mich auf Feierabend.
    >
    > Und trotzdem gibt es Leute, die ihren Beruf lieben, mehr als das Geld was
    > sie dafür bekommen. Nicht jeder Mensch ist derart Geld getrieben.
    >
    > Hätte ich einen solchen Job, dann könnte ich dazu neigen mehr zu arbeiten
    > ohne mehr Geld dafür zu bekommen, denn für mich ist Geld zwar wichtig, aber
    > vieles ist mir deutlich wichtiger und so lange mir da Geld nicht all zu
    > sehr im Wege steht, ist mir Geld nicht so wichtig.

    Es gibt keinen logischen Grund, seinem Arbeitgeber Lebenszeit zu schenken, wenn er das nicht erwidert. Wenn du den Beruf so sehr liebst, dann engagiere dich doch nebenbei in einem Opensource- oder einem eigenen Projekt.

    Geld getrieben bin ich auch nicht, sonst hätte ich BWL oder Jura studiert, und ganz sicher kein Informatik. Mir läuft es aber zu wider, dass sich jemand an meiner Lebenszeit bereichert - ich hab sowas wie Selbstachtung. Zumal die reine Stundenzahl sowieso sehr wenig aussagekräftig ist. Die meisten, die auf der Arbeit "abhängen", arbeiten oft nicht wirklich effizient. Die sind dann zwar jeden Tag 10 Stunden anwesend, arbeiten aber effektiv nur eine handvoll Stunde am Tag.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.20 14:28 durch Solerbit.

  16. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Test_The_Rest 14.06.20 - 15:28

    Ja, ich finde es auch unvorstellbar, daß einem seine Arbeit soviel Spaß macht, daß man nicht immer auf die Uhr glotzt und jede Minute abrechnet!

    So Etwas sollte bestraft werden!

  17. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: mixedfrog 14.06.20 - 16:00

    > Da der Arbeitgeber mir nie mehr bezahlt, als er müsste, arbeite ich auch
    > nicht mehr, als ich müsste.

    Ich habe von Arbeitgebern gehört die machen sowas. Nach erfolgreichem Projekt mit reichlich Crime Time gab es ein paar Scheine in die Hand. Und wenn an nem Tag mal weniger los war konnte man auch früher nach Hause.

    War aber in der Türkei. In Deutschland undenkbar.

  18. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: stan__lemur 14.06.20 - 16:52

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > hyperlord schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So teuer sind Schreibtisch und Stuhl nun auch nicht und man kann die
    > Kosten
    > > in der Steuererklärung absetzen.
    >
    > Man "könnte", wenn es entsprechende Änderungen geben würde. So gibt es
    > dafür durchaus entsprechende Ausnahmen.
    Nein, man "kann" unabhängig von einem Arbeitszimmer Schreibtisch, Bürostuhl, Rollcontainer, Technikausstattung usw. absetzen, wenn das zum Job passt.
    > Du brauchst quasi ein dedizierten Raum als Arbeitsraum, da dürfen z.B. auch bestimmte Möbel wie eine Couch, ein Bett usw. nicht drin sein etc. pp.
    Urban Legend? Couch im Arbeitszimmer ist kein Problem, Bett schon. Die Idee bei der Absetzbarkeit des Arbeitszimmers ist, dass ein Teil der Wohnung praktisch für die private Nutzung ausfällt, bestimmte Kosten dafür wie Miete, Heizung etc. trotzdem anfallen. Und nur die werden steuerfrei gestellt. Die Ausstattung ist unabhängig vom Arbeitszimmer, allerdings sollte das eben auch klar nur minimale private Nutzung aufzeigen.

  19. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: Anonymer Nutzer 14.06.20 - 17:43

    Test_The_Rest schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, ich finde es auch unvorstellbar, daß einem seine Arbeit soviel Spaß
    > macht, daß man nicht immer auf die Uhr glotzt und jede Minute abrechnet!

    Warum soll man denn nicht jede Minute abrechnen? Der Arbeitgeber rundet dein Gehalt ja auch nicht auf, weil die in der Buchhaltung mal einen guten Tag haben. Du erbringst ja in jeder Minute auch eine Leistung für den Arbeitgeber. Lösung: Einfach stempeln mit Chip/Karte am Eingang - fertig, ist fair für beide Seiten, ich weiß gar nicht warum man sich da wie ein Aal drum herum winden will.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.20 17:45 durch Solerbit.

  20. Re: Das halte ich für zwiespältig

    Autor: M.P. 14.06.20 - 18:42

    Pantsu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Für mich komplett unvorstellbar, dass jemand mehr arbeitet, als er müsste.
    > Sowas sollte bestraft werden.

    Das ist die Frage, wie man "mehr arbeiten, als man muss" definiert...

    Der eine legt sofort seinen Kopf auf den Schreibtisch, wenn der Chef das Büro verlässt ....
    Wenn der Chef das Faulenzen nicht sieht, muss man ja nicht arbeiten.

    Der andere schraubt Steckdoseneinsätze in die Wanddosen, ohne sie mit den dahinterliegenden Kabeln zu verdrahten "Das hat man mir nicht gesagt" ...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Haufe Group, Bielefeld
  2. WBS GRUPPE, deutschlandweit (Home-Office)
  3. WITRON Gruppe, Parkstein (Raum Weiden / Oberpfalz)
  4. BSH Hausgeräte GmbH, Dillingen a.d.Donau

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 154,99€ (Vergleichspreis 185€)
  2. (u. a. Horizon: Zero Dawn - Complete Edition (PC) für 38,99€, Wreckfest für 12,99€, Sekiro...
  3. (u. a. Sandisk Extreme PRO NVMe 3D SSD 1TB M.2 PCIe 3.0 für 145,90€ (mit Rabattcode...
  4. (u. a. Edifier R1280DB PC-Lautsprecher für 99,90€, Acer X1626H DLP-Beamer für 449, Grundig VCH...


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Galaxy Note 20 im Hands-on: Samsung entwickelt sein Stift-Smartphone kaum weiter
Galaxy Note 20 im Hands-on
Samsung entwickelt sein Stift-Smartphone kaum weiter

Samsungs Galaxy Note 20 kommt in zwei Versionen auf den Markt, die beide fast gleich groß, aber unterschiedlich ausgestattet sind.
Ein Hands-on von Tobias Költzsch

  1. Samsung Galaxy Watch 3 kostet ab 418 Euro
  2. Galaxy Tab S7 Samsung bringt Top-Tablets ab 681 Euro
  3. Galaxy Buds Live Samsung stellt bohnenförmige drahtlose Kopfhörer vor

Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
Golem on Edge
Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
Eine Kolumne von Sebastian Grüner

  1. Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt
  2. Kultusministerien Schulen rufen kaum Geld aus Digitalpakt ab
  3. Change-Management Wie man Mitarbeiter mitnimmt

Pixel 4a im Test: Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger
Pixel 4a im Test
Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger

Google macht mit dem Pixel 4a einiges anders als beim 3a - und eine Menge richtig, unter anderem beim Preis. Im Herbst sollen eine 5G-Version und das Pixel 5 folgen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Google stellt das Pixel 4 ein
  2. Android Googles Dateimanager erlaubt PIN-geschützten Ordner
  3. Google Internes Dokument weist auf faltbares Pixel hin

  1. Bioshock, Vivaldi, Slack: Sonst noch was?
    Bioshock, Vivaldi, Slack
    Sonst noch was?

    Was am 12. August 2020 neben den großen Meldungen sonst noch passiert ist, in aller Kürze.

  2. Corona-Warn-App: Abstürze und falsche Hinweise nach Update
    Corona-Warn-App
    Abstürze und falsche Hinweise nach Update

    Eigentlich sollten Updates Fehler in Programmen beheben. Doch bei der Corona-Warn-App sind mit der Version 1.2.0 neue Bugs hinzugekommen.

  3. Kabelnetz: Berlin-Marzahn bekommt 1 GBit/s von der Telekom
    Kabelnetz
    Berlin-Marzahn bekommt 1 GBit/s von der Telekom

    Die Telekom wird für rund 4.400 Wohnungen in Berlin-Marzahn ein neues Netz bauen. Was aus dem Tochterunternehmen der Wohnungsgenossenschaft wird, das das Netz bisher betreibt, ist unklar.


  1. 17:00

  2. 16:31

  3. 15:35

  4. 15:08

  5. 14:21

  6. 13:57

  7. 13:30

  8. 12:55