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Mag ja sein,...

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  1. Mag ja sein,...

    Autor: heikom36 27.12.19 - 21:30

    ...dass man heute reich ist, wenn man damals günstig genügend Aktien gekauft hat.

    Aber ich kann das ganze gezocke echt nicht mehr nachvollziehen. Netflix ist mit einigen Millarden gewaltig verschuldet. Hier werden wohl, in guter Manier, wie gewohnt Gewinne privatisiert, die Schulden, manchmal auch erst nach dem Knall, solidarisiert.
    Das hat alles mit ehrlichen Geschäften nichts mehr zu tun. Ich glaube sogar das Spiel mit gezinkten Karten ist ehrlicher als die Börse...

    Edit: War gerade noch ein wenig am recherchieren.
    netflix schulden
    Nette zwei Suchbegriffe. Eigentlich kann ich gar nicht verstehen, dass nicht schon der Gerichtsvollzieher da war... die machen ja als mehr Schulden und verfehlen die Erwartungen - so der knappe Abriss aus den letzten 3 Jahren Medien.

    Und 2017 berichtete auch golem

    https://www.golem.de/news/streaming-netflix-hat-20-5-milliarden-us-dollar-schulden-1707-129225.html

    20.5 MILLIARDEN(!) Schulden - dazu nochmal mindestens 2 Milliarden aus 2018 und nochmals aus 2019

    https://www.dwdl.de/nachrichten/69382/netflix_nimmt_weitere_zwei_milliarden_dollar_schulden_auf/?utm_source=&utm_medium=&utm_campaign=&utm_term=

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Netflix-will-2-Milliarden-neue-Schulden-aufnehmen-4198886.html

    Die Chip ist ja nicht so meine Quelle. Aber hier mal wegen dem treffendem Titel
    "Netflix, die Geldverbrennungsanlage: Milliarden-Schuldenberg wird immer größer"
    https://www.chip.de/news/Netflix-die-Geldverbrennungsanlage-Schuldenberg-wird-immer-groesser_175444073.html

    Und ihre Ziele verfehlen sie wohl regelmäßig deutlich
    https://www.dwdl.de/nachrichten/73204/netflix_verfehlt_selbstgesteckte_ziele_sehr_deutlich/?utm_source=&utm_medium=&utm_campaign=&utm_term=

    Die Aktien dürften eigentlich nur noch Ramschwert haben wenn man sich das alles mal so betrachtet... Nuja... wann war die Tuplenblase geplatzt? Im 17. Jhd... wie die Menschen so aus der Geschichte lernen ^^



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 27.12.19 21:37 durch heikom36.

  2. Re: Mag ja sein,...

    Autor: sustain 28.12.19 - 15:43

    Sorry, aber wenn man keine Bilanz lesen kann sollte man dieses Manko nicht mit Hilfe von reißerischen Zeitungsartikeln zu umschiffen versuchen.

    Also wenn Du an jemals an der Börse investieren möchtest dann hör‘ lieber auf die richtigen Anderen ;)

    Welche das sind? Keine Ahnung. Das kann ich Dir in 10 Jahren sagen...

  3. Re: Mag ja sein,...

    Autor: Trockenobst 28.12.19 - 16:51

    heikom36 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber ich kann das ganze gezocke echt nicht mehr nachvollziehen. Netflix ist
    > mit einigen Millarden gewaltig verschuldet. Hier werden wohl, in guter
    > Manier, wie gewohnt Gewinne privatisiert, die Schulden, manchmal auch erst
    > nach dem Knall, solidarisiert.

    Die Aktien an der Börse sind bereits im Umlauf. D.h. wenn jetzt jemand Netflix Aktien kauft, hat er diese von der ersten Generation der Investoren, die längst ausgestiegen sind.

    Sollte Netflix "pleite" gehen, haben die meisten vielleicht 1 Monatsbeitrag verloren.
    Die großen Investoren sind Banken und die Verluste wären damit fast komplett Privatisiert.

    > Die Aktien dürften eigentlich nur noch Ramschwert haben wenn man sich das
    > alles mal so betrachtet...

    Netflix musste viel Inhalte selbst produzieren, daher die Verluste. Sie werden aber durch das stark steigende Wachstum wieder wett gemacht.
    https://www.macrotrends.net/stocks/charts/NFLX/netflix/revenue

    Es ist eine relevante, disruptive Firma. Das jetzt mit Disney/Warner mehr Firmen in den Markt kommen, ist eine Krönung für Netflix. Nur dort wo es Konkurrenz gibt, wird auch Geld verdient.

    Die meisten Investoren wollen beide Seiten der Story hören. Du hast aber nur risiko-averse Artikel rausgesucht, die anderen die ein anderes, besseres Bild zeichnen, nicht verlinkt.

    Der Index-Fond in den ich investiere hat Netflix, Warner, Sky etc. drin. Der hat dieses Jahr schon schöne Gewinne gemacht, während du noch am Zweifeln bist ob Netflix, Amazon oder Youtube "bald schon Pleite sind, weil keiner mehr diese Dienste nutzen wird".

  4. Re: Mag ja sein,...

    Autor: Emulex 28.12.19 - 18:22

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es ist eine relevante, disruptive Firma. Das jetzt mit Disney/Warner mehr
    > Firmen in den Markt kommen, ist eine Krönung für Netflix. Nur dort wo es
    > Konkurrenz gibt, wird auch Geld verdient.
    >

    Das kann ich nicht ganz nachvollziehen.
    Netflix ist insofern nicht disruptiv, dass sie zu einem großen Teil immernoch abhängig sind von den Lizenzen der großen Studios.
    Die Eigenproduktionen sind okay, dürften am Gesamtmarkt aber nur wenig Gewicht haben.
    Mehr Konkurrenz bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur eine weitere Aufteilung des Kuchens (der endlich ist, allein schon weil der Tag nur 24 Stunden hat :D), sondern auch weniger oder teurere Lizenzen durch die direkte Konkurrenz.

    Also zumindest würde ich den Einstieg von Disney etc. nicht grad als Vorteil für Netflix sehen.

  5. Re: Mag ja sein,...

    Autor: heikom36 29.12.19 - 12:58

    Was ein Käse.
    Mal Zahlenverständnis.
    Teile mal die Anzahl der Streams durch die Schulden und staune, was jeder Stream für einen Gewinn bringen müsste nur um Schulden und Zinsen zu zahlen.
    Und die Börse ist eigentlich immer noch das, wo der Wert eines Unternehmens bemessen werden sollte und nicht wie im Casino mit "es könnte ja mal kommen". GENAU DAS kritisiere ich ja.
    Ein weiterer, der nichts aus der Geschichte gelernt hat - dabei war die meisten beim letzten Crash 2008 dabei.
    Doe Börsenwerte der Unternehmen sind reine Fantasiewerte, die nur auf NAchfrage an Aktien beruht.
    Wehe einer verlangt mal sein Geld zurück.... dann knallt es. Die ganze Scheiße funktioniert auf Vertrauen, das sehr schnell weg sein kann.

  6. Re: Mag ja sein,...

    Autor: Trockenobst 31.12.19 - 01:39

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also zumindest würde ich den Einstieg von Disney etc. nicht grad als
    > Vorteil für Netflix sehen.

    Es gibt einen Aufmerksamkeitskuchen. Den haben früher Magazine/Zeitungen gekriegt.
    Diese Aufmerksamkeit ist weg. Früher was das Gaming auf dem PC/Konsole, nun ist es auf die mobilen Geräte gewandert. Früher schauten 15 Millionen Buffy oder Lost, diese Zahlen gibt es nur noch selten. Die Kunden sind woanders hingewandert. Unter anderem zu Netflix, die als Erste nicht-Porno ;) Firma erfolgreich war, Abbos für Filmchen zu verkaufen. Das was disruptive, in den USA waren Kabelgebühren von 100$ nichts ungewöhnliches, es gab aber Cable Cutters die haben sich nur noch Minimalkabel mit Internet für 30$ geholt. Und dann Netflix.

    Disney, Warner und Co. sehen nun auch das Fernsehen im Sterben. Dort haben sie mit Werbegeldern Geld verdient, aber jetzt glauben(!) sie auch an das Abbogeschäft. Damit haben sie Wallstreet und den Geldgebern gesagt: das was Netflix macht, ist richtig. Wir gehen in das selbe Geschäftsmodell mit Milliarden rein. Alles andere wird auf Dauer nicht funktionieren.

    Der Kuchen der Streamer ist limitiert, aber eben noch nicht jetzt. Fakt ist aber, dass jetzt schon Leute ihren Disney+ Account abmelden, weil außer Mandalorian nichts wichtiges für sie zu sehen ist. Es wird mehr "Springer" geben, aber die Leute die Netflix/Amazon bisher nichts abgewinnen konnten, aber Disney+ gut fanden, sind jetzt angefixt. Die hat man in den Pool der "Ich zahle fürs Streaming" rein geholt. Wahrscheinlich auf Kosten vom Kabel und RealTV.

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