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[gelöscht]
Autor: [gelöscht] 07.03.22 - 15:24
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Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: Quantium40 07.03.22 - 17:42
Boandlgramer schrieb:
> aber dafür fehlt in Russland genauso die
> Infrastruktur und Reife der Märkte wie bei uns auch. Man kann mit Ether
> kein Auto bezahlen und mit Ravencoin kein Brot.
Das stört Russland wenig. Autos und Brot (und das Getreide dazu) stellen die alles im Inland in ausreichender Menge her.
Gerade im Lebensmittelsektor war Russland in der Vergangenheit einer der großen Exporteure. -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: Tr1umph 07.03.22 - 19:40
Quantium40 schrieb:
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> Boandlgramer schrieb:
> > aber dafür fehlt in Russland genauso die
> > Infrastruktur und Reife der Märkte wie bei uns auch. Man kann mit Ether
> > kein Auto bezahlen und mit Ravencoin kein Brot.
>
> Das stört Russland wenig. Autos und Brot (und das Getreide dazu) stellen
> die alles im Inland in ausreichender Menge her.
> Gerade im Lebensmittelsektor war Russland in der Vergangenheit einer der
> großen Exporteure.
Die Gerätschaften um den Lebensmittelsektor in Russland am Laufen zu halten kommen aber aus dem Ausland. Klar läuft das ne Zeit weiter. Da geht aber immer was kaputt. Und ohne Ersatzteile wird es dann schwer. -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: jonasz 07.03.22 - 20:06
Tr1umph schrieb:
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> Quantium40 schrieb:
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> > Boandlgramer schrieb:
> > > aber dafür fehlt in Russland genauso die
> > > Infrastruktur und Reife der Märkte wie bei uns auch. Man kann mit
> Ether
> > > kein Auto bezahlen und mit Ravencoin kein Brot.
> >
> > Das stört Russland wenig. Autos und Brot (und das Getreide dazu) stellen
> > die alles im Inland in ausreichender Menge her.
> > Gerade im Lebensmittelsektor war Russland in der Vergangenheit einer der
> > großen Exporteure.
>
> Die Gerätschaften um den Lebensmittelsektor in Russland am Laufen zu halten
> kommen aber aus dem Ausland. Klar läuft das ne Zeit weiter. Da geht aber
> immer was kaputt. Und ohne Ersatzteile wird es dann schwer.
Alle die Geräte die du wahrscheinlich anspricht, kann man aus China importieren oder wie viel Maschinerie wird wirklich noch in der EU gefertigt? Freund von mir hat für ein internationales Unternehmen im Zahnbereich gearbeitet mit Sitz in Liechtenstein die CNC Fressen an den europäischen Produktionsanlagen kommen aus Malaysia und China. Viele der Luftdruck-betriebenen Werkzeuge, die damals von Bosch gebaut wurden, kommen nun aus den Philippinen. Fast jedes Werkzeug, welches heute im Maschinenbau, Ingenieurwesen verwendet wird und nicht für Werftbau oder Großanlagen kommt, wird sowieso in China gefertigt. Ich glaube nicht, dass man nur ansatzweise Russland damit schadet. Man verlagert einfach die Beschaffungskette und schneidet sich selbst in Fleisch. Alleine die Sanktionen, damit man den Krieg nicht finanzieren könnte ist lächerlich, da der Kriegs sich mit den territorialen Gewinne selbst rationalisiert. -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: miauwww 07.03.22 - 20:43
> Alle die Geräte die du wahrscheinlich anspricht, kann man aus China
> importieren oder wie viel Maschinerie wird wirklich noch in der EU
> gefertigt? Freund von mir hat für ein internationales Unternehmen im
> Zahnbereich gearbeitet mit Sitz in Liechtenstein die CNC Fressen an den
> europäischen Produktionsanlagen kommen aus Malaysia und China. Viele der
> Luftdruck-betriebenen Werkzeuge, die damals von Bosch gebaut wurden, kommen
> nun aus den Philippinen. Fast jedes Werkzeug, welches heute im
> Maschinenbau, Ingenieurwesen verwendet wird und nicht für Werftbau oder
> Großanlagen kommt, wird sowieso in China gefertigt. Ich glaube nicht, dass
> man nur ansatzweise Russland damit schadet. Man verlagert einfach die
> Beschaffungskette und schneidet sich selbst in Fleisch. Alleine die
> Sanktionen, damit man den Krieg nicht finanzieren könnte ist lächerlich, da
> der Kriegs sich mit den territorialen Gewinne selbst rationalisiert.
Kann, aber mit welchem Geld? Auslandsgeld ist gesperrt, und der Rubel geht jetzt extrem runter. So blöd sind die Chinesen nicht, dass sie RU was schenken. China sitzt da schön am langen Hebel. RU wird schon bei Gas- und Ölverkauf usw. fett Preisdumping betreiben müssen. Und die territorialen Gewinne bringen auch so gut wie nichts. -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: dierochade 07.03.22 - 23:33
@jonas
Ich denke das greift viel zu kurz.
- Klar wird viel anderswo gemacht. Und Standardtechnologie gibts überall. Aber sobald etwas spezifisches gebraucht wird gibts definierte Vertriebskanäle, die nicht einfach abgekürzt werden (dürfen!)
- wir haben ja mit corona selbst gesehen, wie störanfällig viele Prozesse sind. Oft genügt schon eine Lücke damit erstmal nichts mehr geht.
- man kann nicht so mir nichts dir nichts einen Haufen Lieferanten ersetzen. Das macht Arbeit…
- und Kunden erst recht nicht…
- russische Firmen haben kein Geld, Rubel ist total unten. Kredit gibt garantiert keiner. Und wenn sie Geld haben, können sie es dir nicht mehr geben…
- wie sich hier Gebietsgewinne wirtschaftlich auswirken sollen versteh ich nicht? Alles kaputt?Erstmal kostet so eine militärische Aktion jedenfalls ordentlich Geld u Ressourcen… -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: Oldy 08.03.22 - 05:15
jonasz schrieb:
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> Tr1umph schrieb:
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> > Quantium40 schrieb:
> >
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> > > Boandlgramer schrieb:
> > > > aber dafür fehlt in Russland genauso die
> > > > Infrastruktur und Reife der Märkte wie bei uns auch. Man kann mit
> > Ether
> > > > kein Auto bezahlen und mit Ravencoin kein Brot.
> > >
> > > Das stört Russland wenig. Autos und Brot (und das Getreide dazu)
> stellen
> > > die alles im Inland in ausreichender Menge her.
> > > Gerade im Lebensmittelsektor war Russland in der Vergangenheit einer
> der
> > > großen Exporteure.
> >
> > Die Gerätschaften um den Lebensmittelsektor in Russland am Laufen zu
> halten
> > kommen aber aus dem Ausland. Klar läuft das ne Zeit weiter. Da geht aber
> > immer was kaputt. Und ohne Ersatzteile wird es dann schwer.
>
> Alle die Geräte die du wahrscheinlich anspricht, kann man aus China
> importieren oder wie viel Maschinerie wird wirklich noch in der EU
> gefertigt? Freund von mir hat für ein internationales Unternehmen im
> Zahnbereich gearbeitet mit Sitz in Liechtenstein die CNC Fressen an den
> europäischen Produktionsanlagen kommen aus Malaysia und China. Viele der
> Luftdruck-betriebenen Werkzeuge, die damals von Bosch gebaut wurden, kommen
> nun aus den Philippinen. Fast jedes Werkzeug, welches heute im
> Maschinenbau, Ingenieurwesen verwendet wird und nicht für Werftbau oder
> Großanlagen kommt, wird sowieso in China gefertigt. Ich glaube nicht, dass
> man nur ansatzweise Russland damit schadet. Man verlagert einfach die
> Beschaffungskette und schneidet sich selbst in Fleisch. Alleine die
> Sanktionen, damit man den Krieg nicht finanzieren könnte ist lächerlich, da
> der Kriegs sich mit den territorialen Gewinne selbst rationalisiert.
Deine Gedanken sind nicht nachzuvollziehen. Gehe mal ins Jahr 2014, als Russland die Krim übernahm. Allein 300 Mrd. hatte Russland aufwenden müssen um den Rubel zu stutzen, was nur mäßig gelang. Zig Tausende russische Firmen sind Pleite gegangen, weil man die Dollar-Kredite nicht bedienen konnte. Man musste alles viel teurer einkaufen. Die nicht wenig Goldreserven/Dollarreserven halbierten sich. Das einzige was die damaligen Sanktionen gutes für Russland gebracht hatten, war das Umdenken. Weg vom "nur" Rohstoffhandel, hin zur erweiterten eigenen Binnenmarktfertigung.
Jetzt sind die Sanktionen um ein Vielfaches schärfer. Der westliche Markt kauft weniger und die Russen müssen erst einmal neue Märkte erschließen, was sehr schwer sein dürfte. Man kauft schließlich nicht zusätzlich den Russen aus liebe zusätzliche Produkte, die man eigentlich gar nicht braucht, ab.
Ich sage voraus, darüber wird Putin stürzen. -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: ThorstenMUC 08.03.22 - 10:01
Quantium40 schrieb:
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> Das stört Russland wenig. Autos und ...
Also bei Autos wage ich mal zu Widersprechen. In Moskau fahren neben der Deutschen Luxusklasse primär Asiatische Modelle (Korea, Japan)... dazwischen noch ein paar Lada - aber das war zumindest in Moskau schon eine Minderheit. -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: Trollversteher 08.03.22 - 10:07
>Fast jedes Werkzeug, welches heute im Maschinenbau, Ingenieurwesen verwendet wird und nicht für Werftbau oder Großanlagen kommt, wird sowieso in China gefertigt.
Nur gefertigt, oder auch von Chinesischen Unternehmen entwickelt und vertrieben?
Das ist ein deutlicher Unterschied in dieser Frage! -
Re: Auf die Gefahr, mich zu wiederholen...
Autor: Maximilian154 08.03.22 - 11:14
Oldy schrieb:
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> Ich sage voraus, darüber wird Putin stürzen.
Der Reiskanzler Kim wurde auch nicht gestürzt und lebt sicherlich auch kein schlechtes Leben.
Wer jetzt noch in Russland bleibt, kann sich mit einem Blick nach Nordkoera informieren wie das Leben in den nächsten Jahren/Jahrzehnten aussehen wird.
Ich bezweifle sehr stark, dass die russische Bevölkerung viel von den Bodenschätzen abbekommen wird. Ist jetzt schon wenig und wird mit dem totalitären Konstrukt sicher nicht besser.



