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Schienenverkehr ist unrentabel

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 13.08.19 - 21:44

    knabba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Einfach alle Subventionen streichen, dann wird sich das Problem von
    > selbst
    > > lösen... Warum sollte ein Autofahrer anderen ihre Mobilität bezahlen nur
    > > weil er die wirtschaftlich sinnvollere Entscheidung getroffen hat? Das
    > ist
    > > Absurd!
    >
    > Falsch in Japan ist die Bahn nicht nur höchst zuverlässig, sauber,
    > pünktlich und großartig. Nein sie ist eine Goldgrube.
    > Die Staatliche Bahn JR weiß gar nicht wohin mit dem Geld und deshalb bauen
    > sie eine Magnetschwebebahn.
    > Aber hey wen interessieren schon Fakten?

    Ich kenne mich nicht wirklich mit dem japanischen Schienenverkehr aus. Aber wenn das System überlegen ist darf es sich auch hier gerne durchsetzten. Aber bitte ohne subventionen und Zwang. Möge die bessere Technologie gewinnen.

  2. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 13.08.19 - 21:49

    eidolon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was ist wenn du statt ner langen Krebsbehandlung nen Autounfall und 20
    > Knochenbrüche und keine Zähne mehr hast? Und dann? Wer hilft dir, wenn
    > deine paar Euro Ersparnisse nicht reichen? Lebst du dann lieber humpelnd
    > und dich von Saft ernährend oder nimmst du wieder die Brücke?

    Überleg dir mal wie viele Euros du alleine in einem Jahr und in deinem ganzen Leben sparst wenn du alle Krankenversicherungsbeiträge auf einem Konto sammeln würdest... Knochenbrüche und mechanische Verletzungen sind jetzt auch nicht so besonders teuer zu behandeln. Notfalls nimmst du einen Kredit auf und bezahlst ihn mit den Krankenkassenbeiträgen die du ja nicht mehr zahlen musst. Wem das alles zu gefährlich ist der darf sich gerne gegen alles versichern was es gibt. Was wäre wenn morgen ein Meteoroid auf dein Haus fällt. Bist du dagegen auch versichert? Das Leben ist ein Risiko und sicher ist sowieso nur der Tod. Ich denke jeder sollte das Recht haben Risiken für sich selbst einzugehen

  3. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: Josia 13.08.19 - 22:51

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > devanagari schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Der Staat ist die Gesellschaft.
    >
    > Falsch!
    >
    > Wikipedia zitat: Im weitesten Sinn bezeichnet er eine politische Ordnung,
    > in der einer bestimmten Gruppe, Organisation oder Institution eine
    > privilegierte Stellung zukommt
    >
    > Was du meinst ist die Bevölkerung und die darf alle 4 Jahre mal einen Hauch
    > von Einfluss ausüben.
    >
    > > Die gab es schon immer. Es sein denn der
    > > Mensch lebte noch in keiner Gruppe. Du siehst dich abseits der
    > > Gesellschaft, bzw. den Staat getrennt von der Gesellschaft. Das ist
    > > traurig. Spricht auch nicht wirklich für Selbige. Lassen wir das mit dem
    > > off-topic, das artet nur aus.
    >
    > Ich habe nichts gegen Regeln aber diese Regeln haben Grenzen. In einer
    > Republik darf (eigentlich) nicht mit Mehrheit einfach so alles gegen den
    > Willen einer Minderheit beschlossen werden. Scheinbar haben das aber viele
    > Leute die so denken wie du vergessen.
    >
    > > Gerne nochmals zur Erläuterung. Eine Steuer die nicht zur Deckung der
    > > Ausgaben genutzt wird, deren Berechnungsgrundlage auch nicht die
    > Ausgaben
    > > sind, kannst du nicht als Faktor zur Kostendeckung einbauen. Die Steuer
    > ist
    > > vollkommen abgekoppelt von den Kosten die du als Autofahrer verursachst.
    >
    > Ok und wer zahlt dann für die Autobahnen und wo kommt das Geld her?
    >
    > > Das ist in etwa so, als würde ich ohne Berechnungsgrundlage den Preis für
    > 1
    > > KG Wurst festlegen und je höher der Überschuss am Ende ist, je höher ist
    > > für dich die Kosten/Nutzen Rechnung.
    >
    > Ja wenn der Preis doppelt so hoch festgelegt wird ist für den Verkäufer die
    > Kosten Nutzen Bilanz besser weil er die doppelten Einnahmen hat. Wo ist das
    > Problem?
    >
    > > Wenn ich die KFZ Steuer morgen um 200% erhöhe, bleibt natürlich mehr
    > übrig,
    > > es deutet aber kaum auf einen besseren Kosten/Nutzen Faktor des
    > Straßenbaus
    > > hin, da sie willkürlich ist. Genauso könnte ich die Mehrwertsteuer der
    > > Bahntickets mit einrechnen, was auch Blödsinn wäre.
    >
    > Nein solange die Leute weiter bereit sind die Straßen mit dem absurden
    > Steuersatz zu nutzen wirft die Straße mehr gewinn ab. Aber nur so lange bis
    > immer weniger die Straße nutzen. Dann wirft sie weniger gewinn ab. Es gibt
    > also einen Steuersatz der Gennwinntechnisch ideal ist. Mehr ist schlechter
    > weil weniger die straße nutzen, weniger ist schlechter, weil weniger pro
    > person gezahlt wird. am ende wird so oder so ein Gewinn erwirtschaftet.
    > Egal ob aus steuern, maut oder sonst was für gebühren. Der name ändert
    > nichts an der Sache
    >

    Unglaublich mit welcher Selbstsicherheit du deine Inkompetenz darstellst. Da du selbst deinen so deutlichen und leicht zu erklärenden Fehler, nämlich die Einnahmen durch Steuergelder als Vergleichspunkt, nicht verstehst, ist es unsinnig komplexere Themen mit Dir zu diskutieren.

    > > Du hast nicht ein von Experten berechnetes Argument für eine Bescheidene
    > > Kosten/Nutzen Bilanz der Bahn geliefert. DESHALB spreche ich von kruden
    > > Argumenten. Liefere und untermauere deine Argumente. Ich wäre sogar sehr
    > > interessiert, weil google mir nichts liefern konnte. Die Ausgaben für
    > Bahn
    > > und Autoverkehr halten sich in etwa die Waage, zum volkswirtschaftlichen
    > > Nutzen ist mir aber keine Berechnung untergekommen. Dir denn?
    >
    > Ok hier mal eine Rechnung:
    >
    > in Quelle [1] seite 18 Tabelle sind alle Staatlichen Ausgaben für alle
    > Straßen und Schienenverkehr aufgelistet (leider nur 2013 aber egal)
    >
    > Also Ausgaben:
    > 19mrd für ALLE Straßen Bund und Länder
    > ca 16mrd für die Öffis (leider auch mit bussen)
    >
    > in Quelle [1] seite 20 Tabelle:
    >
    > Staatliche Einnahmen:
    > 48mrd für Straßen
    > 5mrd für öffis
    >
    > Also schonmal absolut gerechnet ein Verlusstgeschäft bei den öffis und ein
    > Gewinn bei der Straße aber du willst das ja nicht so rechnen selbst wenn
    > das in der Quelle auch so gerechnet wird...
    >
    > Dann noch mal die Beförderungsmengen vergleichen [2] bei der die Straße bei
    > nahezu gleichen kosten ein vielfaches leistet (auch bei personenanzahl
    > sieht es nicht besser aus) und schon sieht man wie absurd teuer und
    > ineffizient die Bahn und der Schienenverkehr ist. 401 122 tonnen für die
    > schiene vs 3 682 500 tonnen für die Straße ist schon ordentlich und von A
    > nach B vs vom Bahnhof zum Bahnhof will ich erst garnicht anfangen...
    >
    > q.e.d
    >
    > [1]www.bmu.de
    > [2]www.destatis.de

  4. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: EdRoxter 14.08.19 - 01:45

    "nicht so besonders teuer" - schon mal eine Krankenhausrechnung in den USA gesehen, wo es eben keine flächendeckende Krankenversicherung gibt? Da wird von den Lebenden genommen, und da Krankenhäuser ja hier (leider!) auch eher als wirtschaftliche Unternehmen geführt werden (Stichwort Asklepios bspw.), würden die mal sofort die Preise verzehnfachen, wenn sie nicht gezwungen wären, auch Kassenpatienten zu Kassenpreisen zu behandeln. Auf einmal reicht das, was du jetzt an GKV zusammengerechnet ansparen würdest, dann halt nur noch für ein Bärchenpflaster. Aber dann bleibt dir ja zum Glück immer noch die Brücke.

    Ziemlich kurzsichtig gedacht, das alles...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.19 01:48 durch EdRoxter.

  5. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: TerryP 14.08.19 - 07:56

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > TerryP schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das ist die Philosophie der amerikanischen Republikaner. Wo diese
    > > Mentalität hinführt, sieht man jeden Tag in den Nachrichten.
    >
    > Ja die Partei der Freiheit, die gegründet wurde um die Sklaverei
    > abzuschaffen

    Die heutigen Republikaner sind die ursprünglichen Sklavenhalter. In den 1960ern haben Republikaner und Demokraten de facto die Namen getauscht. So was vergessen die Anhänger der Reps nur gerne, möglicherweise weil deren Vergangenheit einfach nur abstoßend ist. Passt allerdings zur Gegenwart.

    > und die sich auch jetzt gegen den kollektiven Wahnsinn stellt.

    Personenkult, systematische Realitätsverweigerung und 11.000 öffentliche Lügen in 3 Jahren sind "gegen den kollektiven Wahnsinn"?

    > Man kann ja von Trum und seiner, sagen wir mal etwas schwierigen
    > Persönlichkeit, halten was man will, aber es sollte einem doch etwas zu
    > denken geben, wenn ca 50% ihn wählen

    Trump hatte mehrere Prozentpunkte weniger Stimmen als Clinton. Punkt. Er wurde nur gewählt, weil das amerikanische Wahlsystem zutiefst undemokratisch und veraltet ist.

    > aber hier NUR negativ über ihn und seine Partei berichtet wird. Irgendwas kann da doch nicht
    > stimmen...

    Mit ihm und seiner Partei, stimmt. Und mit den Idioten, die ihm nach 11.000 Lügen auch nur noch ein Wort glauben.

    > Bis jetzt hat er noch keinen neuen Krieg angefangen und Unternehmenssteuern
    > gesenkt. Also unterm strich doch keine ganz so üble Bilanz. Ich hätte aber
    > eher die Libertarian Party gewählt...

    Ja, aber die Steuern für Privatpersonen, die nicht zu den Top 5% oder so gehören hat er erhöht, das haste schon mitbekommen, ne? 91 Milliarden Dollar Steuern bei den Unternehmen gekürzt und 93 Milliarden Dollar kommen grad durch die Steuererhöhungen bei den Privaten wieder rein. Seltsam, man könnte meinen, der verkauft die Leute für dumm ...

    > Deutschland und seine Bevölkerung scheinen Freiheit mehr und mehr
    > abzulehnen. Mal gucken in welcher Katastrophe es dieses mal endet...

    Also definitiv mit der Klimakatastrophe in ein paar Jahrzehnten, dann ist der Rest eh egal. Aber vielleicht fängt Trump ja vorher nen Krieg mit dem Iran an, die Russen und Chinesen mischen sich ein und wir werden alle zu radioaktivem Staub.

    > Ja ist klar, alles ein einziges Drama da drüben... Schon mal selbst da
    > gewesen?

    Ja, dreimal für ein halbes Jahr und einmal für ein ganzes Jahr. Verwandte hab ich auch an beiden Küsten und im mittleren Westen.


    > Was du da beschreibst hat mit der Realität nämlich nicht besonders
    > viel zu tun. Es gibt auch dort hilfen für bedürftige, allerdings wird das
    > dort über spenden oder (religiöse) Hilfsorganisationen geregelt und nicht
    > wie hier mit der Gießkanne.

    Stimmt ja, das Land, in dem GoFundMe.com Versicherungen ersetzt oder man reichere um Hilfe anbettelt. Funktioniert ja astrein. Lupenreines Beispiel einer funktionierenden Gesellschaft.


    > Im übrigen sind die Zufriedenheit, das

    Lt. World Happiness Index 2017 ein Unterschied von 0,04 Punkten auf einer 10-Punkte-Skala. Das ist lächerlich.

    > Durchschnittsvermögen und das Medianvermögen dort höher als in Deutschland.

    Und die Verteilung der Vermögen ist viel extremer, heißt reichere Reiche, ärmere Arme, als bei uns.

  6. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 14.08.19 - 08:44

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nunja die Schienen müssen ja auch gereinigt und von Pflanzen befreit
    > werden. Die Reinigung der Straßen hat ja auch eher ästhetische Gründe. Die
    > wären auch mit deutlich mehr Dreck noch ohne weiteres nutzbar.

    Die Schienen selbst werden nicht gereinigt. In den Schotterbetten wächst auch nicht wirklich viel. Klar, Bäume und Sträucher werden hin und wieder zurückgeschnitten, wenn sie in die Fahrspur ragen. Dass muss bei fast 1 Mio km Straße aber auch getan werden. Dazu kommen noch regelmäßige Mäharbeiten am Straßenrand!

    Die Reinigung der Straßen hat eben nicht nur ästhetische Gründe.
    Ohne Reinigung wären die Straßenabflüsse regelmäßig verstopft, was bei Starkregen schnell mal vollgelaufene Keller bedeuten kann!


    > Ja also werden sie hauptsächlich für die sicherheit der Fußgänger
    > beleuchtet. Auch radfahrer würden fußgänger nachts sonst schnell übersehen.
    > Man könnte ohne weiteres durch eine unbeleuchtete stadt mit dem auto
    > fahren.

    Noch mal langsam, zum Mitschreiben:
    Nur für Fußgänger und Radfahrer wäre deutlich weniger Beleuchtung nötig.
    Die jetzige, intensive Ausleuchtung der Straßen wird nur wegen dem Vorhandensein der Autos gemacht!


    > Ja das ist nicht essentiell aber trotzem sinnvoll wegen kosten, effizienz,
    > etc.

    Nein, es ist eben nicht sinnvoll. Jeder m² mehr Straße kostet nun mal, und zieht einen Rattenschwanz an Folgkosten nach sich.

    > Aber ja.PArkplätze sollten auf privatgrundstücken stehen. sehe ich
    > auch so.

    Damit würden Sie sich aber keine Freunde machen.
    Denn damit würde man praktisch einem Großteil der Stadtbewohner das Auto wegnehmen.
    Denn dort ist es eigentlich nicht möglich, für alle PKW Stellplätze auf dem Privatgrundstück zu schaffen.


    > Naja bei den Kanälen mag das stimmen, bei den Kläranlagen nicht wirklich.

    Natürlich! Je mehr Wasser gereinigt werden muss, desto größer muss die Anlage sein, desto mehr kostet der Betrieb.

    > Das sind aber wirklich minimale Mehrkosten man muss ja eigentlich nur etwas
    > größere Rohre verlegen, wo man sowiso was verlegt. Das bisschen merh beton
    > ist nicht das problem

    Ich glaube Sie haben keine Ahnung von Baukosten!?

    > Nein denn das ist teuer und ineffizient. Und die versiegelung ist jetzt
    > wirklich nicht das problem

    Wie bitte?
    Natürlich ist Versiegelung ein Problem, und wird in den nächsten Jahrzehnten noch ein viel größeres Problem werden!
    Starkregenereignisse werden immer weiter zunehmen. Und je mehr versiegelte Fläche vorhanden ist, desto größer müssten die Kanäle werden, um die Wassermassen abzuleiten. Man wird also immer häufiger überschwemmte Straßen und vollgelaufene Keller haben. Dadurch entstehen Milliardenschäden!

    Außerdem sind versiegelte Flächen negativ für das Mikroklima in der Stadt.
    Je mehr Asphalt/Beton, desto mehr heizt sich die Stadt auf.
    Jede Grünfläche, selbst wenn sie im Sommer mal braun sein sollte, ist hingegen ein kühlender Faktor.
    Da zu erwarten ist, dass wir häufiger so heiße Sommer haben werden, wird das Thema Versiegelung noch ein sehr wichtiges werden.

  7. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: ImBackAlive 14.08.19 - 09:50

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Welche Folgekosten meist du denn genau? Die 2 Grad Apokalypse? Lächerlich!

    Wenn man zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht daran glaubt, ist einem auch eher nicht mehr zu helfen.

  8. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: ImBackAlive 14.08.19 - 09:54

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man kann es auch als "Leben und Leben lassen" oder "Freiheit" bezeichnen.
    >
    > "Widerlich" sowas!

    Niemand hält dich davon ab, in die USA zu gehen, wenn es da so toll ist. Frage mich ernsthaft, was Leute wie du in dieser Republik machen.

  9. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: ImBackAlive 14.08.19 - 10:10

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Knochenbrüche und mechanische Verletzungen sind
    > jetzt auch nicht so besonders teuer zu behandeln.

    Ernsthaft? Erstmal davon abgesehen, dass ein Knochenbruch nicht gleich Knochenbruch ist - die gehen von simpel bis sehr kompliziert, aber ein simpler Knochenbruch kostet in den USA (also ohne chirurgischen Eingriff (bedeutet: Du bekommst lediglich einen Gips)) am Arm immerhin schon einmal $2500. Ist dein Bruch nur leicht komplizierter, landest du bei min. $16000. Jetzt musst du das natürlich nicht nur für dich rechnen, sondern eben auch für deine Kinder, da passiert sowas schonmal schneller. Du bist schneller pleite als dass du dich umgucken kannst. Man vergisst eben, dass ein Vorteil eines einheitlichen Kassensystems auch die Kostenverhandlungen sind - hier liegen die Preise deutlich niedriger, weil du eine große Einheit hast, die die Preise verhandelt.

    > Notfalls nimmst du einen
    > Kredit auf

    Gute Idee. Leider hast du gerade kein Geld mehr, weil du nicht arbeiten gehen kannst, weil du ja krank bist. Das zahlt hierzulande auch eine Versicherung - zumindest teilweise. Glaub mal nicht, dass AG das ausgleichen würden, wenn sie nicht müssen (siehe USA). Dann rutscht deine Kreditwürdigkeit stark ab und zu zahlst entweder horrende Zinsen oder bekommst überhaupt keinen Kredit. Die horrenden Zinsen würden natürlich dazu führen, dass du dann ziemlich lange wieder arbeiten musst, um den Kredit abzuzahlen. Voraussetzung ist natürlich, dass du nicht arbeitsunfähig geworden bist.

    > Wem das alles zu gefährlich ist der darf sich gerne
    > gegen alles versichern was es gibt.

    Zum Glück läuft unser System anders - aber nochmal: Niemand hält dich davon ab, in die USA zu gehen, wenn es doch für dich ein Paradies ist.

    > Was wäre wenn morgen ein Meteoroid auf
    > dein Haus fällt. Bist du dagegen auch versichert?

    Mal abgesehen davon, dass der Vergleich ziemlich hirnrissig ist (wie vielen Leuten fällt ein Meteoroid aufs Haus vs. wie viele Menschen werden krank/verletzen sich): Gegen die gesundheitlich Folgen? Natürlich.

    > Das Leben ist ein Risiko
    > und sicher ist sowieso nur der Tod. Ich denke jeder sollte das Recht haben
    > Risiken für sich selbst einzugehen

    Hast du, du musst nur dieses Land verlassen - zack, Wunsch erfüllt.

  10. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: DieSchlange 14.08.19 - 11:22

    @mvg

    Ich hätte ein Land für dich zum Ausreisen.
    U.S.A. du könntest es dort als Vorbildspatriot sicherlich bis in den Kongress oder Senat schaffen.
    Deine Wünsche nach kompletter Eigenfinazierung sind dort erfüllt, genauso wie viele Straßen und Autos.
    Zug fahren ist dort dermaßen teuer, dass es kaum jemand macht.

  11. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 14.08.19 - 11:42

    Was passiert wenn es keinen ÖPNV gäbe, sieht man doch regelmäßig wenn er ausfällt!
    Als die Busfahrer streikten, herrschte bei uns das reinste Chaos, weil alle auf den PKW ausgewichen sind.

    Wieviel Platz Autos im Vergleich zum ÖPNV einnehmen, sieht man hier zum Beispiel sehr anschaulich: https://blog.padam-mobility.com/wp-content/uploads/2019/07/optimisation-transport.gif

    Und der Platz in den Städten ist nun mal Begrenzt durch die Häuser. Breitere Straßen sind meist schlicht nicht möglich. Wir würden also im Chaos versinken, wenn wir das Zuschussgeschäft ÖPNV abschaffen.

    Im übrigen haben Sie scheinbar nicht so wirklich verstanden, wie unser Steuersystem funktioniert. Es ist völlig absurd zu fordern, dass alles wirtschaftlich zu sein hat, und dass man mit seinen Steuern Sache X ja bezahlt. So funktioniert unser Steuersystem nicht, da sie nicht Zweckgebunden sind!

    Steuern dienen in erster Linie der Erzielung von Einnahmen im Interesse des Allgemeinwohls (Finanzierungsfunktion). Außerdem werden Steuern mit dem Ziel eingesetzt, unerwünschte Verhaltensweisen zu verringern (Lenkungsfunktion) oder die Einkommens- und Vermögensverteilung zu verändern (Umverteilungsfunktion). Man hat mit dem Zahlen von Steuern keinen Anspruch auf eine spezielle Gegenleistung.

    Finden Sie sich einfach damit ab!

    Sie würden ja auch nicht verlangen, dass mit den Einnahmen aus der Schaumweinsteuer neue öffentliche Kneipen finanziert werden, oder?
    In einem Staat hat nicht alles wirtschaftlich zu sein, insbesondere wenn es um Dinge des Allgemeinwohls geht. Der Staat baut von den Steuereinnahmen ja auch Sportplätze in Dörfern, Dorfgemeinschaftshäuser, Schwimmbäder etc.
    Das alles rechnet sich auch nie im Leben, und trotzdem ist so was essenziell für das Allgemeinwohl.

    Genau so ist es auch eben mit dem ÖPNV.
    Durch die Bezuschussung ermöglicht man es auch sozial schwachen mobil zu sein, Kindern, älteren Menschen die nicht mehr Auto fahren können. Man erreicht damit auch eine Art Lenkungsfunktion, um z.B. mehr Menschen weg vom Auto zu bekommen (wegen Lärm, Emissionen, Platzbedarf etc.).

  12. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: KGJD 14.08.19 - 12:15

    Ich bin total froh, dass mvg mir endlich die Augen geöffnet und die Wahrheit über den Klimawandel zugänglich gemacht hat. Man lässt sich ja von diesen ganzen Wissenschaftlern und Daten so leicht in die Irre führen.

  13. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 12:16

    EdRoxter schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "nicht so besonders teuer" - schon mal eine Krankenhausrechnung in den USA
    > gesehen, wo es eben keine flächendeckende Krankenversicherung gibt? Da wird
    > von den Lebenden genommen, und da Krankenhäuser ja hier (leider!) auch eher
    > als wirtschaftliche Unternehmen geführt werden (Stichwort Asklepios bspw.),
    > würden die mal sofort die Preise verzehnfachen, wenn sie nicht gezwungen
    > wären, auch Kassenpatienten zu Kassenpreisen zu behandeln. Auf einmal
    > reicht das, was du jetzt an GKV zusammengerechnet ansparen würdest, dann
    > halt nur noch für ein Bärchenpflaster. Aber dann bleibt dir ja zum Glück
    > immer noch die Brücke.
    >
    > Ziemlich kurzsichtig gedacht, das alles...

    Klar weil ja alle wirtschaftlichen Unternehmen beliebig die Preise erhöhen können. Sieht man ja auch bei Supermärkten, Elektroprodukten und anderen Gütern/Dienstleistungen. Spätestens wenn die Klinik um die Ecke die selbe Behandlung für 10% weniger anbietet wird das die Preise drücken. Das Problem, warum es heute so teuer ist sind die festgelegten Pauschalpreise für Behandlungen. So hat natürlich keine Klinik/Praxis den anreiz effizienter/billiger oder innvativer zu werden. Dazu kommt noch, dass die Ärztekammer die Praxendichte in Städten künstlich beschränkt. Kein Wunder, dass Gesundheit teuer ist. Planwirtschaft halt.

    Was die USA betrifft verweise ich mal auf dieses Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=OVr4uioWO6Y

    Aber das Gesundheitsthema ist vllt etwas off topic wenn es hier eigentlich um Schienenverkehr geht...

  14. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 12:27

    TerryP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Die heutigen Republikaner sind die ursprünglichen Sklavenhalter. In den
    > 1960ern haben Republikaner und Demokraten de facto die Namen getauscht. So
    > was vergessen die Anhänger der Reps nur gerne, möglicherweise weil deren
    > Vergangenheit einfach nur abstoßend ist. Passt allerdings zur Gegenwart.

    Habs schon verstanden, was du sagen willst:
    Republikaner = böse
    Demokraten = gut

    Die Realität spielt da keine Rolle. "Die heutigen Republikaner sind die ursprünglichen Sklavenhalter" Was für ein blödsinn... Sie setzen sich halt fürfreiheit ein und führen keine Sonderrechte für Schwarze, Frauen oder irgendwelche Minderheiten ein. Das macht sie noch lange nicht zu "Skalvenhaltern". Oh man...

    > > Man kann ja von Trum und seiner, sagen wir mal etwas schwierigen
    > > Persönlichkeit, halten was man will, aber es sollte einem doch etwas zu
    > > denken geben, wenn ca 50% ihn wählen

    > Trump hatte mehrere Prozentpunkte weniger Stimmen als Clinton. Punkt. Er
    > wurde nur gewählt, weil das amerikanische Wahlsystem zutiefst
    > undemokratisch und veraltet ist.

    Darum geht es überhaup nicht. Selbst wenn er nur von 30% gewält worden wäre kann doch irgendwas daran nicht stimmen, dass hier 100% negativ über ihn berichtet wird. Irgendwas werden sich die 30% doch gedacht haben oder sind das alle wütender white trash? So einfach kann man es sich doch nicht machen...

    > Ja, aber die Steuern für Privatpersonen, die nicht zu den Top 5% oder so
    > gehören hat er erhöht, das haste schon mitbekommen, ne? 91 Milliarden
    > Dollar Steuern bei den Unternehmen gekürzt und 93 Milliarden Dollar kommen
    > grad durch die Steuererhöhungen bei den Privaten wieder rein. Seltsam, man
    > könnte meinen, der verkauft die Leute für dumm ...

    Falls du die Zölle meinst: Solange die anderen Länder amerikanische Produkte mehr besteuern als anders rum muss man ja irgendwas dagegen tun. Ich finde zölle auch falsch aber ich kann schon verstehen, dass das so nicht ewig weiter gehen kann. Unternehmenssteuern zahlen auch letztendlich immer die Bürger. Von daher ist die umschichtung von Unternehmenssteuern auf zölle schon irgendwie gerechtfertigt.

    > > Deutschland und seine Bevölkerung scheinen Freiheit mehr und mehr
    > > abzulehnen. Mal gucken in welcher Katastrophe es dieses mal endet...
    >
    > Also definitiv mit der Klimakatastrophe in ein paar Jahrzehnten, dann ist
    > der Rest eh egal. Aber vielleicht fängt Trump ja vorher nen Krieg mit dem
    > Iran an, die Russen und Chinesen mischen sich ein und wir werden alle zu
    > radioaktivem Staub.

    Das schöne ist ja, dass wir das noch selbst miterleben dürfen. In ein par jahrzehnten kann ich dann ein mal Laut lachen, wenn die Apokalypse doch wieder nicht eingetreten ist, während du dein Leben überdenken musst ;) aber wir werden sehen.
    Aber stimmt ein nuklearer Winter könnte die Klimaapokalypse natürlich stoppen. Verrats aber bitte nicht den Grünen :D

    > > Im übrigen sind die Zufriedenheit, das
    >
    > Lt. World Happiness Index 2017 ein Unterschied von 0,04 Punkten auf einer
    > 10-Punkte-Skala. Das ist lächerlich.
    >
    > > Durchschnittsvermögen und das Medianvermögen dort höher als in
    > Deutschland.
    >
    > Und die Verteilung der Vermögen ist viel extremer, heißt reichere Reiche,
    > ärmere Arme, als bei uns.

    Scheinbar sind die Leute ja trotz deiner Horrorszenarien zufriedener oder wegen mir auch ähnlich zufrieden wie hier. Gibt dir das nicht zu denken?

  15. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 12:33

    ImBackAlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mvg schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Man kann es auch als "Leben und Leben lassen" oder "Freiheit"
    > bezeichnen.
    > >
    > > "Widerlich" sowas!
    >
    > Niemand hält dich davon ab, in die USA zu gehen, wenn es da so toll ist.
    > Frage mich ernsthaft, was Leute wie du in dieser Republik machen.

    Hab mich schon gefragt, wann das "Dann verpiss dich doch"-Argument kommt. Ich würde halt lieber hier in Frieden leben und in Ruhe gelassen werden, ohne, dass ich alle par Jahre für das nächste ideologisch verblendete Projekt abgezockt oder eingeschränkt werde.

    Ist das wirklich zu viel verlangt?
    Soll doch jeder machen was er will. Niemand hält dich davon ab das Klima zu retten oder all dein Geld umzuverteilen. Einfach mal mit gutem Beispiel voran gehen ;)

  16. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 12:40

    ImBackAlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mvg schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Knochenbrüche und mechanische Verletzungen sind
    > > jetzt auch nicht so besonders teuer zu behandeln.
    >
    > Ernsthaft? Erstmal davon abgesehen, dass ein Knochenbruch nicht gleich
    > Knochenbruch ist - die gehen von simpel bis sehr kompliziert, aber ein
    > simpler Knochenbruch kostet in den USA (also ohne chirurgischen Eingriff
    > (bedeutet: Du bekommst lediglich einen Gips)) am Arm immerhin schon einmal
    > $2500. Ist dein Bruch nur leicht komplizierter, landest du bei min. $16000.
    > Jetzt musst du das natürlich nicht nur für dich rechnen, sondern eben auch
    > für deine Kinder, da passiert sowas schonmal schneller. Du bist schneller
    > pleite als dass du dich umgucken kannst. Man vergisst eben, dass ein
    > Vorteil eines einheitlichen Kassensystems auch die Kostenverhandlungen sind
    > - hier liegen die Preise deutlich niedriger, weil du eine große Einheit
    > hast, die die Preise verhandelt.

    Die 2500 hast du nach weniger als einem Jahr wieder drin wenn du die Beiträge sparst. Und auch die 16000 sind kein problem, solange du dir nicht alle 4-5 Jahre die Knochen zersplitterst. Und ich verweise, um es einfacher zu machen, einfach nochmal auf dieses Video:
    https://www.youtube.com/watch?v=OVr4uioWO6Y
    und den kommentar weiter oben

    > Hast du, du musst nur dieses Land verlassen - zack, Wunsch erfüllt.

    Ja und nochmal das "Dann verpiss dich doch"-Argument. Die Toleranz in diesem Land ist wirklich schön

  17. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 12:56

    hifimacianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was passiert wenn es keinen ÖPNV gäbe, sieht man doch regelmäßig wenn er
    > ausfällt!
    > Als die Busfahrer streikten, herrschte bei uns das reinste Chaos, weil alle
    > auf den PKW ausgewichen sind.
    >
    > Wieviel Platz Autos im Vergleich zum ÖPNV einnehmen, sieht man hier zum
    > Beispiel sehr anschaulich: blog.padam-mobility.com

    Ja wenn man von heute auf morgen alles auf autos umstellen würde ohne dass sich die infrastruktur über jahrzehnte anpassen kann endet das im chaos. Was für eine Erkenntniss.

    > Und der Platz in den Städten ist nun mal Begrenzt durch die Häuser.
    > Breitere Straßen sind meist schlicht nicht möglich. Wir würden also im
    > Chaos versinken, wenn wir das Zuschussgeschäft ÖPNV abschaffen.

    Das schöne ist, dass sich das von selbst reguliert. Wenn es mehr staus gibt nutzen weniger das Auto bis es wieder akzeptabel ist. oder handeln andere arbeitszeiten aus um den verkehr zeitlich besser zu verteilen. Ebenfalls ist die Infrastruktur nicht fix und kann sich ändern. Es können ja z.b. auch parkhäuser, Tunnel oder brücken gebaut werden. Klar ist das dann teuerer, aber so einfach ist das mit dem "es kann nicht gehen weil der platz begrenzt ist" dann auch nicht.

    > Im übrigen haben Sie scheinbar nicht so wirklich verstanden, wie unser
    > Steuersystem funktioniert. Es ist völlig absurd zu fordern, dass alles
    > wirtschaftlich zu sein hat, und dass man mit seinen Steuern Sache X ja
    > bezahlt. So funktioniert unser Steuersystem nicht, da sie nicht
    > Zweckgebunden sind!

    > Steuern dienen in erster Linie der Erzielung von Einnahmen im Interesse des
    > Allgemeinwohls (Finanzierungsfunktion). Außerdem werden Steuern mit dem
    > Ziel eingesetzt, unerwünschte Verhaltensweisen zu verringern
    > (Lenkungsfunktion) oder die Einkommens- und Vermögensverteilung zu
    > verändern (Umverteilungsfunktion). Man hat mit dem Zahlen von Steuern
    > keinen Anspruch auf eine spezielle Gegenleistung.

    > Finden Sie sich einfach damit ab!
    >
    > Sie würden ja auch nicht verlangen, dass mit den Einnahmen aus der
    > Schaumweinsteuer neue öffentliche Kneipen finanziert werden, oder?
    > In einem Staat hat nicht alles wirtschaftlich zu sein, insbesondere wenn es
    > um Dinge des Allgemeinwohls geht. Der Staat baut von den Steuereinnahmen ja
    > auch Sportplätze in Dörfern, Dorfgemeinschaftshäuser, Schwimmbäder etc.
    > Das alles rechnet sich auch nie im Leben, und trotzdem ist so was
    > essenziell für das Allgemeinwohl.

    Ja ich hab schon verstanden, dass es unmöglich ist die Kosteneffizienz eines systems zu berechnen, "weil steuern ja ungebunden sind" und man die Kosteneffizienz deshalb getrost ignorieren kann. Das "Allgemeinwohl" ist schließlich wichtiger als Steuern.

    Leider leidet das Allgemeinwohl auch etwas wenn alles inneffizient ist und die Leute massenhaft Geld abgenommen bekommen.

    Und dass Steuern zur Erziehung eingesetzt werden halte ich persönlich für das aller letzte. Der Staat soll den Volkswillen umsetzten und nicht das Volk in seinem Sinne erziehen. Der staat ist ein Diener und kein Alleinherrscher.

    > Genau so ist es auch eben mit dem ÖPNV.
    > Durch die Bezuschussung ermöglicht man es auch sozial schwachen mobil zu
    > sein, Kindern, älteren Menschen die nicht mehr Auto fahren können. Man
    > erreicht damit auch eine Art Lenkungsfunktion, um z.B. mehr Menschen weg
    > vom Auto zu bekommen (wegen Lärm, Emissionen, Platzbedarf etc.).

    Ja kann man auch alles über Busse regeln und bedürftigen kann man gezielt helfen und nicht mit der Gießkanne. Wenn jemand sich mobilität nicht leisten kann kann er ja gerne Zuschüsse beantragen. Alle anderen sollen gefälligst für ihr eigenes Zeug zahlen!

  18. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 13:00

    KGJD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin total froh, dass mvg mir endlich die Augen geöffnet und die
    > Wahrheit über den Klimawandel zugänglich gemacht hat. Man lässt sich ja von
    > diesen ganzen Wissenschaftlern und Daten so leicht in die Irre führen.

    Mal davon abgesehen dass das etwas off topic ist. Was habe ich denn gesagt, was nicht der Wissenschaftlichen Meinung entspricht? Es gibt vllt einen Konsens, dass CO2 einen leichten treibhauseffekt hat. Es gibt definitiv keinen Konsens, dass die Apokalypse droht, auch wenn das immer so dargestellt wird. Aber ist auch egal. Soll gerne jeder so viel Klima retten wie er will. Aber lasst mich mit dem Scheiß bitte in Ruhe. Danke!

  19. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 14.08.19 - 13:34

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja wenn man von heute auf morgen alles auf autos umstellen würde ohne dass
    > sich die infrastruktur über jahrzehnte anpassen kann endet das im chaos.
    > Was für eine Erkenntniss.

    Das endet auch später im Chaos, weil man ja wohl nicht die halbe Stadt für breitere Straßen abreißen kann/will.

    > Das schöne ist, dass sich das von selbst reguliert. Wenn es mehr staus gibt
    > nutzen weniger das Auto bis es wieder akzeptabel ist.

    Na da macht es sich aber jemand ganz einfach.
    Nichts reguliert sich von selbst, da sich am Ende der stärkere durchsetzen wird, und alle anderen darunter zu leiden haben. Welche Alternative sollen die Menschen denn nutzen, wenn du alles unwirtschaftliche abschaffen willst?

    > oder handeln andere
    > arbeitszeiten aus um den verkehr zeitlich besser zu verteilen.

    Genau, weil ja alles so einfach ist, in deiner Vorstellung.
    Schon mal an die vielen Schichtarbeiter gedacht?
    In der Industrie muss man liefern, und kann nicht beliebig die Arbeit auf andere Zeiten verteilen.

    Meine Güte, du scheinst echt in Wolkenkukuksheim zu wohnen!?

    > Ebenfalls
    > ist die Infrastruktur nicht fix und kann sich ändern. Es können ja z.b.
    > auch parkhäuser, Tunnel oder brücken gebaut werden. Klar ist das dann
    > teuerer, aber so einfach ist das mit dem "es kann nicht gehen weil der
    > platz begrenzt ist" dann auch nicht.

    Auto Auto über alles, ich verstehe schon.
    In den 60ern ist man schon mal der Utopie nachgelaufen, die autofreundliche Stadt zu planen.
    Bei uns wurden Hochstraßen etc. dafür gebaut, Straßen bis zum geht nicht mehr verbreitert, dafür Grünflächen, und zum Teil Vorgärten geopfert. Zum Glück ist man heute schlauer! Die Hochstraßen wurden übrigens längst wieder abgerissen.

    Und du unterschätzt wirklich die Dynamik, die solche Maßnahmen nach sich ziehen.
    Es ist z.B. bekannt, dass man durch da Schaffen neuer Verkehrsflächen (z.B. mehr Fahrspuren) nur kurzfristig eine Entlastung des Verkehrs erzielt. Denn mittelfristig steigen durch solche Maßnahmen nur noch mehr Menschen auf das Auto um, und man ist wieder beim alten Zustand.

    Und wer einen einigermaßen gesunden Menschenverstand hat wird auch einsehen, dass der motorisierte Individualverkehr das ineffizienteste überhaupt ist. So viel Platzbedarf für so wenig zu befördernde Menschen.
    Das ist schlicht idiotisch!


    >
    > Ja ich hab schon verstanden, dass es unmöglich ist die Kosteneffizienz
    > eines systems zu berechnen, "weil steuern ja ungebunden sind" und man die
    > Kosteneffizienz deshalb getrost ignorieren kann. Das "Allgemeinwohl" ist
    > schließlich wichtiger als Steuern.

    Falsch - das Allgemeinwohl wird durch Steuern erst ermöglicht!
    Dass vieles bei uns kosteneffizienter sein könnte bestreitet doch niemand.
    Es gibt viele Stellen wo man sehr viel Geld einsparen könnte, wenn man besser planen würde.

    Aber Dir geht es ja darum, die Zuschussgeschäfte völlig abzuschaffen.
    Und so funktioniert das nun mal nicht, wenn man das Allgemeinwohl im Hinterkopf behält.
    Aber das ist dir ja eh wurscht. Jeder kümmert sich um seins, wer das nicht kann hat halt pech.


    > Und dass Steuern zur Erziehung eingesetzt werden halte ich persönlich für
    > das aller letzte.

    Kannst du gerne so sehen. Ist im Endeffekt aber die Einzige Möglichkeit einen Ausgleich im Land zu erreichen.
    Denn die Menschen denken eben in erster Linie an sich selbst, und wenn man da nicht regulierend eingreift (durch Gesetze oder Steuern), gewinnt der stärkere.

    Das kann man in deinen geliebten USA ja auch beobachten.
    Und selbst dort gibt es eine solche Besteuerung, oder auch Gesetze die erziehend wirken sollen.

    > Der Staat soll den Volkswillen umsetzten und nicht das
    > Volk in seinem Sinne erziehen. Der staat ist ein Diener und kein
    > Alleinherrscher.

    Richtig, den Volkeswillen definierst aber nicht du!
    Viele Millionen Menschen sind froh über öffentliche Schwimmbäder mit relativ günstigen Eintrittspreisen, über günstigen ÖPNV, über öffentliche Parks/Grünanlagen, über den Sportplatz im Dorf, oder das Dorfgemeinschaftshaus.


    > Ja kann man auch alles über Busse regeln und bedürftigen kann man gezielt
    > helfen und nicht mit der Gießkanne. Wenn jemand sich mobilität nicht
    > leisten kann kann er ja gerne Zuschüsse beantragen. Alle anderen sollen
    > gefälligst für ihr eigenes Zeug zahlen!

    Wie bereits gesagt, du scheinst unser Steuer- und Solidarsysten irgendwie nicht verstanden zu haben.
    Und wenn es dir nicht passt, kannst du ja gerne ein Land aufsuchen wo das deiner Meinung nach besser gelöst ist. Aber ich denke da wirst du auf den Mond ziehen müssen.

  20. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 14.08.19 - 13:38

    Was eine Liberalisierung des Marktes bewirkt, kann man beim US Gesundheitssystem sehr gut beobachten.

    In den USA sterben Menschen, weil sie sich kein Insulin leisten können! Und das nur, weil die Pharmaunternehmen die Preise dort nach Belieben in die Höhe schrauben können. Willst du das? Ernsthaft?

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