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Schienenverkehr ist unrentabel

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  1. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 14.08.19 - 13:45

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------


    > Hab mich schon gefragt, wann das "Dann verpiss dich doch"-Argument kommt.

    Du legst aber auch echt darauf an!

    > Ich würde halt lieber hier in Frieden leben und in Ruhe gelassen werden,

    Das Leben ist kein Wunschkonzert. Wir leben nun mal in Deutschland, und für unser Solidarsystem werden wir in sehr vielen Ländern der Welt bewundert. Akzeptiere es, oder lass es sein. Aber dann ziehe wenigstens die Konsequenzen...

    > ohne, dass ich alle par Jahre für das nächste ideologisch verblendete
    > Projekt abgezockt oder eingeschränkt werde.

    Ein gut ausgebauter ÖPNV ist kein ideologisch verblendetes Projekt.
    Er ist essenzieller Bestandteil unserer Mobilität, auch wenn du ihn nicht nutzt.

    > Ist das wirklich zu viel verlangt?
    ja

    > Soll doch jeder machen was er will.
    Funktioniert nicht!

  2. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 15:29

    hifimacianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Na da macht es sich aber jemand ganz einfach.
    > Nichts reguliert sich von selbst, da sich am Ende der stärkere durchsetzen
    > wird, und alle anderen darunter zu leiden haben. Welche Alternative sollen
    > die Menschen denn nutzen, wenn du alles unwirtschaftliche abschaffen
    > willst?

    vielleicht die wirtschaftlichen Alternativen?
    Ich will die Bahn ja nicht per Dekret abschaffen. Die Leute sollen selbst jeden Tag ohne Marktmanipulationen neu entscheiden dürfen was sie nutzen. Die meisten werden sich für die wirtschaftlichen alternativen entscheiden. Und nein dabei gewinnen nicht nur die stärkeren, da alle davon profitieren wenn kein Geld sinnlos verbrannt wird.

    > > oder handeln andere
    > > arbeitszeiten aus um den verkehr zeitlich besser zu verteilen.
    >
    > Genau, weil ja alles so einfach ist, in deiner Vorstellung.
    > Schon mal an die vielen Schichtarbeiter gedacht?
    > In der Industrie muss man liefern, und kann nicht beliebig die Arbeit auf
    > andere Zeiten verteilen.
    >
    > Meine Güte, du scheinst echt in Wolkenkukuksheim zu wohnen!?

    Der Arbeitgeber hat ein interesse daran, dass seine Arbeitnehmer morgens nicht gestresst aus einem Stau oder zu spät kommen. Dann verschiebt er vielleicht die Schichten um 2 Stunden wenn sich das lohnt

    > > Ebenfalls
    > > ist die Infrastruktur nicht fix und kann sich ändern. Es können ja z.b.
    > > auch parkhäuser, Tunnel oder brücken gebaut werden. Klar ist das dann
    > > teuerer, aber so einfach ist das mit dem "es kann nicht gehen weil der
    > > platz begrenzt ist" dann auch nicht.
    >
    > Auto Auto über alles, ich verstehe schon.
    > In den 60ern ist man schon mal der Utopie nachgelaufen, die autofreundliche
    > Stadt zu planen.
    > Bei uns wurden Hochstraßen etc. dafür gebaut, Straßen bis zum geht nicht
    > mehr verbreitert, dafür Grünflächen, und zum Teil Vorgärten geopfert. Zum
    > Glück ist man heute schlauer! Die Hochstraßen wurden übrigens längst wieder
    > abgerissen.
    >
    > Und du unterschätzt wirklich die Dynamik, die solche Maßnahmen nach sich
    > ziehen.
    > Es ist z.B. bekannt, dass man durch da Schaffen neuer Verkehrsflächen (z.B.
    > mehr Fahrspuren) nur kurzfristig eine Entlastung des Verkehrs erzielt. Denn
    > mittelfristig steigen durch solche Maßnahmen nur noch mehr Menschen auf das
    > Auto um, und man ist wieder beim alten Zustand.
    >
    > Und wer einen einigermaßen gesunden Menschenverstand hat wird auch
    > einsehen, dass der motorisierte Individualverkehr das ineffizienteste
    > überhaupt ist. So viel Platzbedarf für so wenig zu befördernde Menschen.
    > Das ist schlicht idiotisch!

    Die Frage ist nur, warum die Menschen es so gerne nutzen. Weil es günstig, praktisch, schnell und zuverlässig ist. Den meisten Leuten ist sowas wichtiger als Ästhetik oder ein par autos am Straßenrand. Deine Lösung ist die Leute zu ihrem eigenen Wohl zu etwas zu zwingen was sie nicht wollen, was deutlich teurer, unzuverlässiger und langsamer ist. Da bedanken sich die Leute aber. Und nein ich will nicht "Autos über alles" ein mix ist ok. Aber jeder soll selbst entscheiden können was er nutzten will. Keine Subventionen, keine Verbote, keine Erziehungssteuern von irgendwelchen Leuten, die es besser zu wissen glauben. Es gibt im übrigen auch noch andere Alternativen zu Öffis in der Innenstadt. Ich persönlich nutze in der Stadt praktisch nur mein Fahrrad, ganz einfach weil es günstiger, schneller und zuverlässiger ist als die Öffis.

    Ursprünglich ging es hier auch mal um Langstrecken und hier ist das Platzargument nun wirklich absurd.

    > >
    > > Ja ich hab schon verstanden, dass es unmöglich ist die Kosteneffizienz
    > > eines systems zu berechnen, "weil steuern ja ungebunden sind" und man
    > die
    > > Kosteneffizienz deshalb getrost ignorieren kann. Das "Allgemeinwohl" ist
    > > schließlich wichtiger als Steuern.
    >
    > Falsch - das Allgemeinwohl wird durch Steuern erst ermöglicht!

    Gegen Steuern für Polizei, Militär, und sonstige wirklich essentielle Dinge habe ich auch nichts. Die bahn ist aber wirklich nicht essentiell für ein Land.

    > Dass vieles bei uns kosteneffizienter sein könnte bestreitet doch niemand.
    > Es gibt viele Stellen wo man sehr viel Geld einsparen könnte, wenn man
    > besser planen würde.
    >
    > Aber Dir geht es ja darum, die Zuschussgeschäfte völlig abzuschaffen.
    > Und so funktioniert das nun mal nicht, wenn man das Allgemeinwohl im
    > Hinterkopf behält.

    Ach ja? Die allgemeinheit kann nicht den Bus nehmen und die Fahrt selbst bezahlen? Wie viele Leute glaubst du denn können sich das nicht leisten? 0,01%? Guck dir mal Ryanair an und überleg dir wie günstig mobilität ohne steuern und staatliche eingriffe sein könnte...

    > Aber das ist dir ja eh wurscht. Jeder kümmert sich um seins, wer das nicht
    > kann hat halt pech.

    Im Gegenteil. Ich bin nicht gegen Hilfen und wie gesagt: es Profitieren ALLE davon, wenn kein Geld mehr verbrannt werden würde. Höhere Effizienz hat unseren Lebensstandard erst ermöglicht.

    > > Und dass Steuern zur Erziehung eingesetzt werden halte ich persönlich
    > für
    > > das aller letzte.
    >
    > Kannst du gerne so sehen. Ist im Endeffekt aber die Einzige Möglichkeit
    > einen Ausgleich im Land zu erreichen.

    Ach ja? Menschen sind also zu dumm richtige Entscheidungen zu treffen? Politiker sind also die intelligenteren Menschen?

    > Denn die Menschen denken eben in erster Linie an sich selbst, und wenn man
    > da nicht regulierend eingreift (durch Gesetze oder Steuern), gewinnt der
    > stärkere.

    Nein alle profitieren. Wenn zwei Leute freiwillig dinge Tauschen profitieren auch beide davon, auch wenn beide egoistische Absichten haben. Was verhindert werden muss ist unfreiwilliges, gewaltbasiertes handeln, weil hier nur eine seite profitiert. Und anstatt den Staat dafür zu nutzen um genau das zu verhindern, versuchen leute wie du den Staat genau zu einem Instrument der unfreiwilligen Umverteilung zu machen.

    > > Der Staat soll den Volkswillen umsetzten und nicht das
    > > Volk in seinem Sinne erziehen. Der staat ist ein Diener und kein
    > > Alleinherrscher.
    >
    > Richtig, den Volkeswillen definierst aber nicht du!

    Richtig! Das habe ich auch nicht geschrieben. Das problem auf das ich aufmerksam machen wollte war, dass man sich die Demokratie sparen kann, wenn der staat die Leute in seinem sinne erziet und sie (z.B. durch Staatsfernsehen) erstmal soweit einer Gehirnwäsche unterzieht bis die Leute das wählen was der Staat will. Eine Demokratie/Republik braucht zwingend erstmal frei denkende Menschen. Staatliche Umerziehung hat hier wirklich nichts verloren und führt nur in die Katastrophe, wie man beim Sozialismus bzw. dem National-Sozialismus sieht.

    > Viele Millionen Menschen sind froh über öffentliche Schwimmbäder mit
    > relativ günstigen Eintrittspreisen, über günstigen ÖPNV, über öffentliche
    > Parks/Grünanlagen, über den Sportplatz im Dorf, oder das
    > Dorfgemeinschaftshaus.

    Dann sollen sie direkt dafür zahlen und gucken ob es ihnen das wert ist wenn sie sehen was der ganze Spaß unterm strich kostet.

    > > Ja kann man auch alles über Busse regeln und bedürftigen kann man
    > gezielt
    > > helfen und nicht mit der Gießkanne. Wenn jemand sich mobilität nicht
    > > leisten kann kann er ja gerne Zuschüsse beantragen. Alle anderen sollen
    > > gefälligst für ihr eigenes Zeug zahlen!
    >
    > Wie bereits gesagt, du scheinst unser Steuer- und Solidarsysten irgendwie
    > nicht verstanden zu haben.

    Doch habe ich. Ich halte nur nichts von Sozialismus

    > Und wenn es dir nicht passt, kannst du ja gerne ein Land aufsuchen wo das
    > deiner Meinung nach besser gelöst ist. Aber ich denke da wirst du auf den
    > Mond ziehen müssen.

    Jaja "dann zieh halt auf den Mond oder halt den Mund" ist auch ein prima Zeichen von Toleranz. Ist sicher ein gutes Konzept für die Politik. Wird sicher den Frieden im Land wahren. Hat man ja schon bei der hessischen CDU gesehen wie gut die Argumentation klappt (ich will nochmal betonen, dass ich für offene Grenzen aber gegen Sozialsysteme bin bevor die Nazikeule ausgepackt wird). Das ist genau der Weg in den nächsten Bürgerkrieg... Wie wärs denn alternativ mal mit "Leben und Leben lassen" und "wir achten und tolerieren auch andere Lebensentwürfe in diesem Land"?

  3. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 14.08.19 - 16:27

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > vielleicht die wirtschaftlichen Alternativen?

    Welche soll das sein? Das Auto? Hier wären wir wieder bei den Gesamtkosten des Autoverkehrs. Würde der einzelne Autofahrer tatsächlich das zahlen, was er an Kosten verursacht, wäre das Auto bei weitem nicht so gefragt wie derzeit.

    > Ich will die Bahn ja nicht per Dekret abschaffen. Die Leute sollen selbst
    > jeden Tag ohne Marktmanipulationen neu entscheiden dürfen was sie nutzen.

    Dann bitte auch beim Auto so einführen!
    Und wie bereits gesagt, ist es völlig legitim, dass der Staat regulierend in gewisse Dinge eingreift. Und sei es durch die Bezuschussung des ÖPNV oder der Bahn. Umweltschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.


    > Die meisten werden sich für die wirtschaftlichen alternativen entscheiden.
    > Und nein dabei gewinnen nicht nur die stärkeren, da alle davon profitieren
    > wenn kein Geld sinnlos verbrannt wird.

    Den ÖPNV zu bezuschussen ist kein verbranntes Geld, sondern sinnvoll angelegtes Geld. Denn es bietet über den Preis mehr Anreize das Auto stehen zu lasen, was wiederum allen zu Gute kommt.

    > Der Arbeitgeber hat ein interesse daran, dass seine Arbeitnehmer morgens
    > nicht gestresst aus einem Stau oder zu spät kommen. Dann verschiebt er
    > vielleicht die Schichten um 2 Stunden wenn sich das lohnt

    Oder man sorgt einfach dafür, dass mehr Menschen per ÖPNV bequem und schnell zur Arbeit kommen können. Die Menschen sind entspannter, auf den Straßen herrscht weniger Chaos, weniger Lärm, weniger schlechte Luft, mehr Platz für Fahrrad etc., mehr Platz für Grünflächen zur Erholung etc.


    > Die Frage ist nur, warum die Menschen es so gerne nutzen. Weil es günstig,
    > praktisch, schnell und zuverlässig ist.

    Und warum ist es günstig und praktisch?
    Weil die Rahmenbedingungen so geschaffen wurden - und zwar *Trommelwirbel* von der Politik! Stichwort: autogerechte Stadt!
    Und jetzt kommts: die Infrastruktur dafür wurde in ihrer Basis bereits ausgebaut, als noch gar nicht so viel Geld durch die Steuern der Autofahrer reinkam, um das alles zu zahlen. Der Autoverkehr wurde also bereits in seinem Beginn massiv subventioniert. In den 50er und 60er Jahren wurde dann erneut viel investiert, obwohl es damals noch gar nicht so viele Autos gab, um das kostendeckend zu bezahlen. Dazu kam noch, dass die Automobillobby massiv Einfluss nahm, um den Omnibus in den Markt zu bekommen. Das war die Zeit, in welcher viele Straßenbahnlinien von den Städten stillgelegt wurden, um dafür Busse fahren zu lassen.
    Zuletzt hatten wir dann die Abwrackprämie, durch welche viele (eigentlich noch gute) Autos verschrottet wurden, um mit Staatlicher Hilfe Neuwagen zu kaufen. Da gab es einen richtigen Kaufrausch, weil man für wenig Geld einen Neuwagen kaufen konnte.

    > Den meisten Leuten ist sowas
    > wichtiger als Ästhetik oder ein par autos am Straßenrand.

    Die Leute sind einfach sehr bequem, und scheuen Veränderung!

    > Deine Lösung ist
    > die Leute zu ihrem eigenen Wohl zu etwas zu zwingen was sie nicht wollen,

    Nein, die Lösung ist, alternative Verkehrsmittel attraktiver zu machen, damit mehr Menschen diese freiwillig nutzen. Klar, mit der Attraktivität wird dem Auto wahrscheinlich auch Raum und Bequemlichkeit genommen werden müssen. Aber dieser Raum wurde ja irgendwann auch mal vom Auto unverhältnismäßig beansprucht. Denn auf einen ausgewogenen Mix hat man Jahrzehnte lang nicht geachtet.

    Ein Blick nach Holland zeigt, wie es funktionieren kann.

    > Aber jeder soll selbst entscheiden können was er nutzten will.

    Kann ja jeder machen. Es steht dem Staat aber frei, die Rahmenbedinungen für die Nutzung attraktiver, oder eben unattraktiver zu machen.
    Ich war kürzlich in Göteborg. Dort sieht man in der Innenstadt praktisch kein Auto fahren. Es gibt eine Citymaut, und es gibt in der Innenstadt keine Parkplätze am Straßenrand. Parkhäuser sind sehr teuer. Dafür ist der ÖPNV sehr günstig und gut ausgebaut.
    Und es funktioniert, und zwar sehr gut.

    Volle Einkaufsstraßen, kein Leerstand in den Geschäften...

    > Keine
    > Subventionen
    Auch nicht fürs Auto?

    > keine Verbote, keine Erziehungssteuern von irgendwelchen
    > Leuten, die es besser zu wissen glauben.

    Ohne funktioniert es leider nicht. Der Mensch ist alles, aber sicher nicht vernünftig.

    > Es gibt im übrigen auch noch
    > andere Alternativen zu Öffis in der Innenstadt. Ich persönlich nutze in der
    > Stadt praktisch nur mein Fahrrad, ganz einfach weil es günstiger, schneller
    > und zuverlässiger ist als die Öffis.

    Sehr gut. Ich bin auch für einen massiven Ausbau des Radwegenetzes, als Alternative zum Auto.
    Aber auch dafür muss dem Auto Platz weggenommen werden.

    >
    > Ursprünglich ging es hier auch mal um Langstrecken und hier ist das
    > Platzargument nun wirklich absurd.

    Nur so lange man sich auf freier Strecke bewegt.


    > Gegen Steuern für Polizei, Militär, und sonstige wirklich essentielle Dinge
    > habe ich auch nichts. Die bahn ist aber wirklich nicht essentiell für ein
    > Land.

    Doch, ist sie.
    Und was halten Sie von den nicht wirtschaftlichen Dingen wie Sportplätzen, Sporthallen, Dorfgemeinschaftshäusern, Schwimmbädern, Parks? Wo ziehen Sie die Grenze?


    > Im Gegenteil. Ich bin nicht gegen Hilfen und wie gesagt: es Profitieren
    > ALLE davon, wenn kein Geld mehr verbrannt werden würde. Höhere Effizienz
    > hat unseren Lebensstandard erst ermöglicht.

    Das Solidarsystem war auch ein ganz wichtiger Faktor!



    > Ach ja? Menschen sind also zu dumm richtige Entscheidungen zu treffen?
    Vielfach schon - das kann man tagtäglich beobachten.

    > Politiker sind also die intelligenteren Menschen?
    Nicht unbedingt. Sie haben aber meist ein Interesse daran einen Ausgleich zu schaffen. Und durch die Regierungsarbeit, Parlamente etc. gibt es meist auch ausgleichende/vermittelnde Kräfte.



    > Nein alle profitieren. Wenn zwei Leute freiwillig dinge Tauschen
    > profitieren auch beide davon, auch wenn beide egoistische Absichten haben.

    In der Gesamtheit funktioniert es aber nicht.

    > Was verhindert werden muss ist unfreiwilliges, gewaltbasiertes handeln,
    > weil hier nur eine seite profitiert. Und anstatt den Staat dafür zu nutzen
    > um genau das zu verhindern, versuchen leute wie du den Staat genau zu einem
    > Instrument der unfreiwilligen Umverteilung zu machen.

    Ohne die "unfreiwillige Umverteilung" hätten wir hier inzwischen ganz andere Zustände!
    Schau doch mal in der "freie Amerika", welche Ungleichheit, welche Schere dort zwischen Arm und Reich herrscht. Willst du das ernsthaft?



    > Richtig! Das habe ich auch nicht geschrieben. Das problem auf das ich
    > aufmerksam machen wollte war, dass man sich die Demokratie sparen kann,
    > wenn der staat die Leute in seinem sinne erziet und sie (z.B. durch
    > Staatsfernsehen) erstmal soweit einer Gehirnwäsche unterzieht bis die Leute
    > das wählen was der Staat will.

    Ach bitte, jetzt wird's langsam echt absurd...

  4. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 14.08.19 - 17:48

    hifimacianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mvg schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > vielleicht die wirtschaftlichen Alternativen?
    >
    > Welche soll das sein? Das Auto? Hier wären wir wieder bei den Gesamtkosten
    > des Autoverkehrs. Würde der einzelne Autofahrer tatsächlich das zahlen, was
    > er an Kosten verursacht, wäre das Auto bei weitem nicht so gefragt wie
    > derzeit.

    Auto, Bus, Fahrrad, Ebike, Roller und was sonst noch nicht auf der schiene fährt. Und wer weiß, vielleicht in zukunft sogar irgendwas mit Propellern.

    > > Ich will die Bahn ja nicht per Dekret abschaffen. Die Leute sollen
    > selbst
    > > jeden Tag ohne Marktmanipulationen neu entscheiden dürfen was sie
    > nutzen.
    >
    > Dann bitte auch beim Auto so einführen!

    Ja bitte. Ich bin bei jeder Subventionsabschaffung dabei! Versprochen!

    > Und wie bereits gesagt, ist es völlig legitim, dass der Staat regulierend
    > in gewisse Dinge eingreift. Und sei es durch die Bezuschussung des ÖPNV
    > oder der Bahn. Umweltschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

    Ja in gewisse ESSENTIELLE Dinge. Umweltschutz, so wie er momentan betrieben wird gehört ganz klar nicht dazu. Und "Klimaschutz" ist nochmal ein ganz anderes Thema bei dem man einfach nicht sagen kann was ein "besseres Klima" überhaupt ist. Also: Kein Gift in den Fluss kippen: Ok, Niemanden umbringen: Ok, niemanden beklauen: Ok, CO2 besteuern: absurd, autos abschaffen oder "unattraktiv machen": absurd

    > Den ÖPNV zu bezuschussen ist kein verbranntes Geld, sondern sinnvoll
    > angelegtes Geld. Denn es bietet über den Preis mehr Anreize das Auto stehen
    > zu lasen, was wiederum allen zu Gute kommt.

    Nein, denn beide Systeme haben einen Wirkungsgrad was kosten, zeit, etc. angeht. Schlechterer wirkungsgrad = geld verbrannt

    > > Die Frage ist nur, warum die Menschen es so gerne nutzen. Weil es
    > günstig,
    > > praktisch, schnell und zuverlässig ist.
    >
    > Und warum ist es günstig und praktisch?
    > Weil die Rahmenbedingungen so geschaffen wurden - und zwar *Trommelwirbel*
    > von der Politik!

    Nein es ist praktisch, weil man mit einer Schiene nunmal nicht überall direkt hin fahren kann. Man muss mit einem auto nicht zig mal umsteigen und kann auch mal um hindernisse herum fahren. Und es gibt noch viele andere Gründe. Es liegt eben nicht nur an den Rahmenbedingungen oder würdest du sagen, dass Pferdekutschen auch effizient sind, wenn man nur die richtigen Rahmenbedingungen schafft?

    > > Deine Lösung ist
    > > die Leute zu ihrem eigenen Wohl zu etwas zu zwingen was sie nicht
    > wollen,
    >
    > Nein, die Lösung ist, alternative Verkehrsmittel attraktiver zu machen,
    > damit mehr Menschen diese freiwillig nutzen.

    hmm was für eine wunderbare Umschreibung für "Leute nötigen". Wenn du alles so umformulierst und auch beim denken solche Worte benutzt verstehe ich auch langsam warum du so ein positives Bild von staatlichen Regulierungen hast. Das richtige Framing bewirkt wunder

    > Klar, mit der Attraktivität
    > wird dem Auto wahrscheinlich auch Raum und Bequemlichkeit genommen werden
    > müssen. Aber dieser Raum wurde ja irgendwann auch mal vom Auto
    > unverhältnismäßig beansprucht.

    Ok und du definierst jetzt einfach mal was "unverhältnismäßig" ist?

    > Denn auf einen ausgewogenen Mix hat man
    > Jahrzehnte lang nicht geachtet.

    Also ich sehe alle möglichen Verkehrsmittel in der Stadt. Von "nur Autos" kann wirklich keine rede sein.

    > Ein Blick nach Holland zeigt, wie es funktionieren kann.

    Um mal deine Argumentationsweise zu übernehmen: "Dann zieh doch nach Holland" ;)

    Aber mal im ernst. Ich habe absolut nichts gegen mehr Fahrräder in der Innenstadt. Und auch in Holland gibt es Autos, Straßen für Autos und Parkplätze am Straßenrand in den Innenstädten.

    > > Aber jeder soll selbst entscheiden können was er nutzten will.
    >
    > Kann ja jeder machen. Es steht dem Staat aber frei, die Rahmenbedinungen
    > für die Nutzung attraktiver, oder eben unattraktiver zu machen.

    Nein der Staat soll gucken was die Leute nutzen und nutzen wollen und soll genau diese Verkehrsmittel ausbauen. Oder besser: Wer zug fährt zahlt für den Zug, wer Auto fährt zahlt Maut. Die einnahmen werden reinvestiert. Keine Steuern keine Subventionen

    > Ich war kürzlich in Göteborg. Dort sieht man in der Innenstadt praktisch
    > kein Auto fahren. Es gibt eine Citymaut, und es gibt in der Innenstadt
    > keine Parkplätze am Straßenrand. Parkhäuser sind sehr teuer.

    Toll, am besten wäre es doch wenn man jeden Autofahrer zusätzlich noch öffentlich an den Pranger stellen würde oder ihnen die Reifen aufsticht. Kann ja nicht sein, dass dieser Abschaum es wagt in der Stadt ein Fahrzeug zu benutzen ohne mal so richtig abgezockt zu werden.

    Gucken wir doch einfach mal wie die Schweden mit dem Modell langfristig "fahren". Guck dir doch einfach mal die Fahrpreise in deinem ach so tollen Göteborg an. Richtig. Extrem teuer. Woran kann das wohl liegen?

    > Dafür ist der
    > ÖPNV sehr günstig und gut ausgebaut.
    > Und es funktioniert, und zwar sehr gut.
    >
    > Volle Einkaufsstraßen, kein Leerstand in den Geschäften...

    Ja aber es ist sehr sehr Teuer!

    > > keine Verbote, keine Erziehungssteuern von irgendwelchen
    > > Leuten, die es besser zu wissen glauben.
    >
    > Ohne funktioniert es leider nicht. Der Mensch ist alles, aber sicher nicht
    > vernünftig.

    Gut dass wir übermenschliche Wesen haben die uns besteuern und uns unsere Entscheidungen abnehmen. Die machen es bestimmt viel besser.

    > Sehr gut. Ich bin auch für einen massiven Ausbau des Radwegenetzes, als
    > Alternative zum Auto.
    > Aber auch dafür muss dem Auto Platz weggenommen werden.

    Bitte nicht schon wieder das eine gegen das andere ausspielen. Man kann auch radfahren ohne den Autofahrern ihre Straßen wegzunehmen. Man kann auch einfach mal Leben ohne andere Lebensentwürfe zu sabotieren. Mein Ebike kann ganz gut mit den autos mithalten und so kann ich die selbe infrastruktur nutzen wie die Autos. Guter kompromiss oder?

    > Und was halten Sie von den nicht wirtschaftlichen Dingen wie Sportplätzen,
    > Sporthallen, Dorfgemeinschaftshäusern, Schwimmbädern, Parks? Wo ziehen Sie
    > die Grenze?

    Gerne. Solange ich nicht gezwungen werde dafür zu zahlen können die Leute so viele davon bauen wie sie wollen. Gibt bestimmt genug Konzerne die als PR Maßnahme ab und zu mal einen Park spendieren.

    > > Im Gegenteil. Ich bin nicht gegen Hilfen und wie gesagt: es Profitieren
    > > ALLE davon, wenn kein Geld mehr verbrannt werden würde. Höhere Effizienz
    > > hat unseren Lebensstandard erst ermöglicht.
    >
    > Das Solidarsystem war auch ein ganz wichtiger Faktor!

    Also stimmst du mir mit dem "auch" zu, dass Effizienz wichtig für unseren Lebensstandard ist? Das ist ja schonmal ein Fortschritt. Und ja gegen eine minimale Absicherung für Bedürftige habe ich auch nichts. Aber aus mehr als Essen, Duschen und einem Bett in der Jugendherberge sollte das "Solidarsystem" nicht besehen.

    > > Politiker sind also die intelligenteren Menschen?
    > Nicht unbedingt. Sie haben aber meist ein Interesse daran einen Ausgleich
    > zu schaffen.

    Ich lach mich kaputt... Die Wollen gewählt werden und mehr Macht und Einfluss für ihr Ego. Nicht mehr und nicht weniger.

    > Und durch die Regierungsarbeit, Parlamente etc. gibt es meist
    > auch ausgleichende/vermittelnde Kräfte.

    Lass dir das ruhig einreden

    > > Nein alle profitieren. Wenn zwei Leute freiwillig dinge Tauschen
    > > profitieren auch beide davon, auch wenn beide egoistische Absichten
    > haben.
    >
    > In der Gesamtheit funktioniert es aber nicht.

    Das ist dein Argument?

  5. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: ImBackAlive 14.08.19 - 18:54

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hab mich schon gefragt, wann das "Dann verpiss dich doch"-Argument kommt.

    Das ist kein Argument, das ist eine Feststellung. Ich stelle mir diese Frage ernsthaft.

    > Ich würde halt lieber hier in Frieden leben und in Ruhe gelassen werden,
    > ohne, dass ich alle par Jahre für das nächste ideologisch verblendete
    > Projekt abgezockt oder eingeschränkt werde.

    Das ist schön für dich - aber dafür musst du eben ein anderes Land aufsuchen.

    > Ist das wirklich zu viel verlangt?

    Ja, so funktioniert es nun einmal in der hiesigen Gesellschaft.

    > Soll doch jeder machen was er will.

    Nochmal: Dafür bist du in der falschen Gesellschaft unterwegs.

    > Niemand hält dich davon ab das Klima zu
    > retten

    Oh doch, ne ganze Menge hält mich davon ab. Ich kann meinen Teil tun, alleine werde ich es aber nicht schaffen können.

    > oder all dein Geld umzuverteilen. Einfach mal mit gutem Beispiel
    > voran gehen ;)

    Haha lol ;)

    Nochmal: Wenn du nicht zufrieden bist, mit dem, wie es hierzulande läuft, dann musst du woanders hingehen. Das ist kein Argument, ich will dir auch nicht "Verpiss dich" hinterherrufen - ich stelle nur fest, dass du anscheinend die Regeln, die hier gesetzt werden, nicht magst. Da gibt es leider nur zwei Auswege:
    1) Du gehst woanders hin
    oder
    2) Du findest hier genug Leute, die deiner Meinung sind, und änderst das hiesige System

    Der Weg des geringsten Widerstands ist aber wohl definitiv woanders hinzugehen.

  6. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: ImBackAlive 14.08.19 - 19:05

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die 2500 hast du nach weniger als einem Jahr wieder drin wenn du die
    > Beiträge sparst.

    Naja, das kommt nicht nur auf deinen Verdienst an, sondern auch darauf, wie lange du tatsächlich arbeitsunfähig bleibst. Und wie oft dir das passiert.

    > Und auch die 16000 sind kein problem, solange du dir nicht
    > alle 4-5 Jahre die Knochen zersplitterst.

    Ebenso wie oben. Bei komplizierten Brüchen kann der Heilungsprozess schon einmal ne Weile dauern. Eine Weile in der du nicht arbeiten gehen kannst und Einkommen erwirtschaften kannst. Außerdem sei hier auch dazu gesagt: Mindestens 16000. Wir reden hier immer noch von ambulanten Eingriffen, sobald du stationär behandelt wirst, kannst du deinem Geld "Auf Wiedersehen" hinterherrufen.

    > Und ich verweise, um es einfacher
    > zu machen, einfach nochmal auf dieses Video:
    > www.youtube.com

    ? Was willst du uns damit sagen? Dass die USA riesige Probleme haben in ihrem System und es deshalb dort sehr, sehr, sehr teuer ist? Und dass einer der Gründe dafür die fehlende Transparenz ist? Wusstest du, dass es bei uns super transparent ist? Du kannst wortwörtlich deine Behandlung im Buch nachschlagen und nachschauen, was sie kostet! Nur mal so am Rande: Die USA geben rund 35% mehr aus als Deutschland (natürlich in Relation) für das Gesundheitssystem. Und unser System ist bei Weitem nicht perfekt (und wir stehen an zweiter Stelle bei den Ausgaben) - im Endeffekt zahlst du hier aber im Durchschnitt deutlich weniger. Und wenn du dir echte "Single Payer"-Systeme anschaust, fallen die Kosten sogar noch weiter nach unten. Privatisierung des Ganzen scheint also nicht wirklich die Lösung zu sein, wenn du weniger ausgeben möchtest.


    Und wir reden hier noch nicht einmal über den Teil, bei dem sich die ganze Sache nicht um dich dreht. Was ist mit den Familien mit sehr niedrigem Einkommen? Die nicht mal eben Geld zur Seite schaffen (und heute kaum in die Krankenkasse einzahlen) können, um sich sowas zu leisten? Mit den Familien, in denen Pflegebedürftige leben, deren Pflege man sich nicht leisten kann? Und so weiter und so fort: Es ist und bleibt nun einmal ein Solidaritätsprinzip. Ich zahle als Gesunder natürlich drauf, aber eben auch für die Menschen, die nicht mit der Gesundheit gesegnet sind.

    > Ja und nochmal das "Dann verpiss dich doch"-Argument. Die Toleranz in
    > diesem Land ist wirklich schön

    Noch einmal: Das ist kein Argument, das ist eine Feststellung. Und ich sage nicht "Verpiss dich" - ich stelle dir die Frage, warum du hier lebst, wenn du es doch anscheinend überhaupt nicht hier magst? Weiterhin: Toleranz gegenüber Intoleranz ist ein Paradoxon. Wenn du das hiesige System ganz offensichtlich nicht tolerierst, dann musst du halt woanders hingehen.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.19 19:14 durch ImBackAlive.

  7. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 15.08.19 - 09:14

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auto, Bus, Fahrrad, Ebike, Roller und was sonst noch nicht auf der schiene
    > fährt. Und wer weiß, vielleicht in zukunft sogar irgendwas mit Propellern.

    Das meiste davon mag für kurze Strecken noch funktionieren. Es wird aber bereits daran scheitern, dass z.B. Busse und Autos schlicht und ergreifend im Stau stehen werden, weil der Platz auf unseren Straßen nun mal endlich ist. Und man wird auch die meisten nicht dazu bringen das Rad oder Roller regelmäßig zu nutzen, wenn die Infrastruktur dafür nicht massiv ausgebaut wird.


    > Ja bitte. Ich bin bei jeder Subventionsabschaffung dabei! Versprochen!
    Du würdest dich wundern, wie teuer das Auto dann im Endeffekt wäre. Und viele andere Dinge, die heute selbstverständlich über das Solidarsystem laufen, auch.


    > Ja in gewisse ESSENTIELLE Dinge. Umweltschutz, so wie er momentan betrieben
    > wird gehört ganz klar nicht dazu.

    Natürlich gehört das dazu. Wir haben heute dafür zu sorgen, dass unsere Nachkommen einen lebenswerten Planeten haben.

    > Und "Klimaschutz" ist nochmal ein ganz
    > anderes Thema bei dem man einfach nicht sagen kann was ein "besseres Klima"
    > überhaupt ist.

    Die Wissenschaft ist sich da zum überwiegenden Teil schon sehr sicher.
    Aber das glaubst du natürlich nicht. Alles Marionetten, nicht wahr?

    > CO2 besteuern: absurd,
    Warum sollen die Leute nicht im eigenen Geldbeutel spüren, welche Auswirkungen ihr Handeln auf die Umwelt hat?

    > autos abschaffen oder "unattraktiv machen": absurd
    Warum? Es gibt Alternativen zum Auto. Und von abschaffen redet ja niemand. Es geht um eine sinnvollere Nutzung, einen besseren Mix! Es sind einfach viel zu viele Autos unterwegs.


    > Nein, denn beide Systeme haben einen Wirkungsgrad was kosten, zeit, etc.
    > angeht. Schlechterer wirkungsgrad = geld verbrannt

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/200201/umfrage/gesamte-staulaenge-auf-autobahnen-in-deutschland/

    https://www.welt.de/vermischtes/article188629459/Stau-So-viel-Zeit-und-Geld-verlieren-die-Deutschen-beim-Warten.html

    Und im letzten Artikel sagt sogar ein ADAC-Sprecher folgendes: „ÖPNV und Schienenverkehr müssen so gut und attraktiv sein, dass die Menschen das Auto gerne stehen lassen“




    > > Nein, die Lösung ist, alternative Verkehrsmittel attraktiver zu machen,
    > > damit mehr Menschen diese freiwillig nutzen.
    >
    > hmm was für eine wunderbare Umschreibung für "Leute nötigen".

    So gesehen wurden Fußgänger, Radfahrer, Anwohner etc. pp. auch jahrzehntelang genötigt, da der Autoverkehr bislang massiv bevorzugt behandelt wurde.


    > Ok und du definierst jetzt einfach mal was "unverhältnismäßig" ist?

    Ähm, du definierst ja auch, was ein Staat darf und was nicht!?


    > Also ich sehe alle möglichen Verkehrsmittel in der Stadt. Von "nur Autos"
    > kann wirklich keine rede sein.

    Ich sehe, dass es im Verhältnis zu Straßen deutlich weniger Radwege gibt.
    Ich sehe, dass Unmengen an Platz für das Auto "reserviert" ist, während andere dafür zurückstecken müssen.

    > Um mal deine Argumentationsweise zu übernehmen: "Dann zieh doch nach
    > Holland" ;)

    Warum sollte ich? Es schadet doch nicht, einfach mal über den Tellerrand zu schauen!?

    > Aber mal im ernst. Ich habe absolut nichts gegen mehr Fahrräder in der
    > Innenstadt. Und auch in Holland gibt es Autos, Straßen für Autos und
    > Parkplätze am Straßenrand in den Innenstädten.

    Der Verkehrsmix ist dort aber deutlich ausgewogener als bei uns!
    Außerdem werden dort Radfahrer bei der Verkehrsplanung gleichberechtigt behandelt, und nicht als Anhängsel, dem man mal ein Paar Streifen auf die Fahrbahn pinselt.

    > Nein der Staat soll gucken was die Leute nutzen und nutzen wollen und soll
    > genau diese Verkehrsmittel ausbauen.

    Wer sind denn "die Leute"?
    Hat ein Staat nicht auch eine Verantwortung zu übernehmen?
    Muss er nicht einen Ausgleich finden, zwischen den Meinungen und Forderungen?
    Muss er nicht auch dafür sorgen, dass Minderheiten nicht unterdrückt werden?
    Es gibt so viel, was der Staat in seinen Planungen und Entscheidungen berücksichtigen muss.


    > > Ich war kürzlich in Göteborg. Dort sieht man in der Innenstadt praktisch
    > > kein Auto fahren. Es gibt eine Citymaut, und es gibt in der Innenstadt
    > > keine Parkplätze am Straßenrand. Parkhäuser sind sehr teuer.
    >
    > Toll, am besten wäre es doch wenn man jeden Autofahrer zusätzlich noch
    > öffentlich an den Pranger stellen würde oder ihnen die Reifen aufsticht.
    > Kann ja nicht sein, dass dieser Abschaum es wagt in der Stadt ein Fahrzeug
    > zu benutzen ohne mal so richtig abgezockt zu werden.

    Ziemlich engstirnige Meinung.
    Ich hatte eher das Gefühl, dass die Leute dort froh sind, dass die Innenstadt so ruhig ist.
    Und da man dort mit dem ÖPNV sehr gut vorankommt, war es auch überhaupt kein Problem.

    > Gucken wir doch einfach mal wie die Schweden mit dem Modell langfristig
    > "fahren". Guck dir doch einfach mal die Fahrpreise in deinem ach so tollen
    > Göteborg an. Richtig. Extrem teuer. Woran kann das wohl liegen?

    Ähm, die sind dort sogar extrem günstig!
    Nicht nur für schwedische Verhältnisse, sondern auch für deutsche!
    für umgerechnet 2,50¤ kann man 1,5h den ÖPNV nutzen, inkl. der Fähren zu den Schäreninseln etc.
    Für knapp 9¤ gibt es eine Tageskarte. Und für Monats- und Jahreskarten zahlt man dort auch deutlich weniger als bei uns.

    Das meine ich z.B. mit lenkender Wirkung.
    Man macht ein Verkehrsmittel unattraktiv (über Preis, Komfortverlust), und dafür ein anderes attraktiver (gut ausgebaut, günstig). Und am Ende sind trotzdem die meisten glücklich damit.


    > >
    > > Volle Einkaufsstraßen, kein Leerstand in den Geschäften...
    >
    > Ja aber es ist sehr sehr Teuer!

    Schweden ist an sich recht teuer, stimmt. Die Leute verdienen aber auch mehr.
    Und trotzdem: TROTZ der hohen Preise, und des angeblich so unbequemen ÖPNV, ist die Stadt voll, und die Geschäfte laufen!


    > Bitte nicht schon wieder das eine gegen das andere ausspielen. Man kann
    > auch radfahren ohne den Autofahrern ihre Straßen wegzunehmen.

    Sind wir doch mal ehrlich: wenn man mehr Menschen dazu bringen will häufiger das Rad zu nutzen, wird das nicht ohne den massiven Ausbau der Radwege funktionieren. Als Beispiel wieder: Holland!

    > Man kann auch
    > einfach mal Leben ohne andere Lebensentwürfe zu sabotieren.

    Wurde durch das Auto Jahrzehntelang getan.

    > Mein Ebike kann
    > ganz gut mit den autos mithalten und so kann ich die selbe infrastruktur
    > nutzen wie die Autos. Guter kompromiss oder?

    Für dich mag das funktionieren, für die meisten aber eben nicht.

    > > Und was halten Sie von den nicht wirtschaftlichen Dingen wie
    > Sportplätzen,
    > > Sporthallen, Dorfgemeinschaftshäusern, Schwimmbädern, Parks? Wo ziehen
    > Sie die Grenze?
    >
    > Gerne. Solange ich nicht gezwungen werde dafür zu zahlen können die Leute
    > so viele davon bauen wie sie wollen. Gibt bestimmt genug Konzerne die als
    > PR Maßnahme ab und zu mal einen Park spendieren.

    Ich glaube so langsam, du solltest wirklich auf den Mond ziehen.
    Denn selbst im liberalen und "freien" Amerika werden Parks, Sportanlagen, Nationalparks etc. vom Staat, und damit von Steuern bezahlt.

    > Ich lach mich kaputt... Die Wollen gewählt werden und mehr Macht und
    > Einfluss für ihr Ego. Nicht mehr und nicht weniger.

    Auch dafür müssen Sie einen Konsens finden, damit sie es möglichst vielen Menschen recht machen.

  8. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 15.08.19 - 12:14

    ImBackAlive schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Und ich verweise, um es einfacher
    > > zu machen, einfach nochmal auf dieses Video:
    > > www.youtube.com
    >
    > ? Was willst du uns damit sagen? Dass die USA riesige Probleme haben in
    > ihrem System und es deshalb dort sehr, sehr, sehr teuer ist? Und dass einer
    > der Gründe dafür die fehlende Transparenz ist? Wusstest du, dass es bei uns
    > super transparent ist? Du kannst wortwörtlich deine Behandlung im Buch
    > nachschlagen und nachschauen, was sie kostet!

    Ja toll und dann steht in dem tollen Buch dass es X¤ kostet. Da es festgelegte Preise gibt nützt dir das allerdings garnichts, denn du zahlst so oder so X¤ egal wo du hin gehst. Und das einzige was zählt ist ob die Krankenkasse das übernimmt oder nicht. :D Da kann man sich die Preise dann auch ganz sparen. Was das Video dir sagen sollte ist, dass das Problem mangelnder Wettbewerb, festgelegte Preise und fehlende Transparenz ist. Weder hier noch in den USA wurde wirklich irgendwas "liberalisiert". Vor allem hier ist das nach wie vor Planwirtschaft mit von oben verordneten Festpreisen und sogar festgelegter Praxendichte. So kann man sich die "Liberalisierung" auch ganz sparren. Auch in den USA haben die Demokraten in den letzten Jahrzehnten volle Arbeit geleistet das System vor die Wand zu fahren. Ich weiß auch nicht warum alle annehmen, dass ich die USA und deren Gesundheitssystem für perfekt halten würde.

    > Privatisierung des Ganzen scheint also nicht wirklich die Lösung zu sein,
    > wenn du weniger ausgeben möchtest.

    Ja "privatisierung" ohne Spielraum bei den Preisen ist sinnlos. Da gebe ich dir recht.

    > Und wir reden hier noch nicht einmal über den Teil, bei dem sich die ganze
    > Sache nicht um dich dreht. Was ist mit den Familien mit sehr niedrigem
    > Einkommen? Die nicht mal eben Geld zur Seite schaffen (und heute kaum in
    > die Krankenkasse einzahlen) können, um sich sowas zu leisten? Mit den
    > Familien, in denen Pflegebedürftige leben, deren Pflege man sich nicht
    > leisten kann? Und so weiter und so fort: Es ist und bleibt nun einmal ein
    > Solidaritätsprinzip. Ich zahle als Gesunder natürlich drauf, aber eben auch
    > für die Menschen, die nicht mit der Gesundheit gesegnet sind.

    Und was ist mit den Familien und armen Menschen, die sich nicht finanziell über Wasser halten können, weil sonst wie viel von ihrem Einkommen für die Krankenversicherung drauf geht und ihre Nebenkosten durch die Steuer und Abgabenlast so hoch ist, dass sie sich nichts mehr fürs alter ansparen können oder in Harz 4 rutschen? Schonmal daran gedacht? Man hilft armen menschen nicht wenn man sie zwingt Geld für XYZ auszugeben. Das macht es nur noch schlimmer.

    > > Ja und nochmal das "Dann verpiss dich doch"-Argument. Die Toleranz in
    > > diesem Land ist wirklich schön
    >
    > Noch einmal: Das ist kein Argument, das ist eine Feststellung. Und ich sage
    > nicht "Verpiss dich" - ich stelle dir die Frage, warum du hier lebst, wenn
    > du es doch anscheinend überhaupt nicht hier magst?

    Weil ich es absurd finde sich, obwohl man friedlich leben will, ohne jeden Widerstand vertreiben zu lassen nur weil irgendwelche Leute meinen ihr Weltbild würde über allem stehen. So einfach darf man es den "toleranten" Menschen nicht machen ;)

    > Weiterhin: Toleranz
    > gegenüber Intoleranz ist ein Paradoxon. Wenn du das hiesige System ganz
    > offensichtlich nicht tolerierst, dann musst du halt woanders hingehen.

    Und was ist wenn das System an sich Intolerant ist und sich nicht an den Minderheitenschutz einer Republik hält?

  9. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: AveN 15.08.19 - 14:01

    Zieh doch einfach in die USA, da hast Du dann was Du willst.

  10. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: das-emu 15.08.19 - 14:11

    Als "armer" Mensch kann ich dir zumindest eines sagen:
    Nachdem ich Jahrelang relativ sorglos alles einbezahlen konnte (Invanlidenversicherung, Krankenkasse) bin ich nun, mitte 30, soweit froh zu sein das wir ein Solaridätsorinzip haben (hier darf man die Schweiz wohl schon mit Deutschland vergleichen)

    Mein Sohn hat eine Erbkrankheit, unheilbar, sein zustand wird sich zwangsläufig immer weiter verschlechtern bis er mitte/ende 20 sterben wird.
    Selbst wenn ich in den 15 Jahren Arbeitsleben vor seiner diagnose monatlich 200.- zur seite gelegt hätte (36'000.-) und 200.- monatlich bis zu seinem vermutlichem lebensende welegen würde (48'000 + 36'000= 84'000) würde ich niemals genug Geld haben um ihm die behandlung und den komfort zu ermöglichen die er bäuchte um ein Menschenwürdiges kurzes Leben zu haben. Als Familie unter dem existenzminimum mache ich mir keine Illusionen, ohne Solaridätsprinzip, zu einer anderen Zeit, anderer Ort, würden wir ganz schön in der Scheisse stecken

    Und noch bisschen onTopic zu kommen:
    Als Familie die sich kein Auto leisten können, könnte ich mein Sohn nach deinen Vorstellungen noch nicht mal ansatzsweise gescheit ins 75km entfernte Krankenhaus befördern. Die ÖV Preise sind schon so eine Herausforderung. Und glaub mal nicht, das wir in unserem Kuhkaff überhaupt noch eine ÖV verbindung hätten wenn alles nach Preis-Leistung laufen würde.

    Aus deiner komfortblase kannst du deine forderungen ganz bequem herausposaunen, ohne über den Tellerrand blicken zu müssen. Sei dir aber sicher, wenn ich von der Brücke springe, sorge ich dafür das du zuschauen wirst.

    Zum schluss: zum glück sind nicht alle Menschen so eklig wie du.

  11. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 15.08.19 - 15:12

    hifimacianer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > mvg schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Auto, Bus, Fahrrad, Ebike, Roller und was sonst noch nicht auf der
    > schiene
    > > fährt. Und wer weiß, vielleicht in zukunft sogar irgendwas mit
    > Propellern.
    >
    > Das meiste davon mag für kurze Strecken noch funktionieren. Es wird aber
    > bereits daran scheitern, dass z.B. Busse und Autos schlicht und ergreifend
    > im Stau stehen werden, weil der Platz auf unseren Straßen nun mal endlich
    > ist. Und man wird auch die meisten nicht dazu bringen das Rad oder Roller
    > regelmäßig zu nutzen, wenn die Infrastruktur dafür nicht massiv ausgebaut
    > wird.

    Ich frage mich manchmal in welcher Realität oder welcher Stadt du lebst. Hier in frankfurt, wo es nun wirklich nicht besonders viele Radwege gibt ist Autofahren absolut kein problem. Es gibt vllt 1-2 Stunden rush hour am tag wo ab und zu mal kürzere Staus sind. den Rest des Tages ist der Verkehr sehr entspannt.
    Wir haben doch vorhin Statistiken über die Beförderungsmengen von Schiene und Straße gesehen. Selbst wenn man alles von der schiene auf die Straße verlegen würde wäre das doch ein witz. Und du erzählst mir hier, dass der platz nicht ausreicht und alles kollabieren würde. So ein unsinn.

    > Natürlich gehört das dazu. Wir haben heute dafür zu sorgen, dass unsere
    > Nachkommen einen lebenswerten Planeten haben.

    Und heute ist es nicht lebenswert? Wir müssen also noch viel mehr geld aus dem fenster schmeißen um alles noch viel viel lebenswerter zu machen? Reicht der heutige Umweltschutz(nicht klimaschutz) in deutschland etwa nicht aus?

    > Die Wissenschaft ist sich da zum überwiegenden Teil schon sehr sicher.
    > Aber das glaubst du natürlich nicht. Alles Marionetten, nicht wahr?

    Ja klar. Hat das der Fernseher gesagt? Bis auf den Konsens, dass es wärmer wird gibt es keinen konsens. Weder, dass wärmer schlechter ist, noch, dass die apokalypse kommen wird, noch, dass wir undbedingt was tun müssen.

    > > CO2 besteuern: absurd,
    > Warum sollen die Leute nicht im eigenen Geldbeutel spüren, welche
    > Auswirkungen ihr Handeln auf die Umwelt hat?

    Ach ja? wir wissen also genau was für auswirkungen und kosten es verursacht? Was ist wenn die auswirkungen positiv sind? bekomme ich dann geld zurück?

    > > autos abschaffen oder "unattraktiv machen": absurd
    > Warum? Es gibt Alternativen zum Auto. Und von abschaffen redet ja niemand.
    > Es geht um eine sinnvollere Nutzung, einen besseren Mix! Es sind einfach
    > viel zu viele Autos unterwegs.

    Ich glaube die idee von wirkungsgraden bekomme ich nicht mehr in deinen kopf. Aber wenn das egal ist bin ich dafür dass wir die Infrastruktur wieder fit machen um pferdekutschen zu bevorzugen.


    > Und im letzten Artikel sagt sogar ein ADAC-Sprecher folgendes: „ÖPNV
    > und Schienenverkehr müssen so gut und attraktiv sein, dass die Menschen das
    > Auto gerne stehen lassen“

    Gut dass ich nicht im ADAC bin...

    > > > Nein, die Lösung ist, alternative Verkehrsmittel attraktiver zu
    > machen,
    > > > damit mehr Menschen diese freiwillig nutzen.
    > >
    > > hmm was für eine wunderbare Umschreibung für "Leute nötigen".
    >
    > So gesehen wurden Fußgänger, Radfahrer, Anwohner etc. pp. auch
    > jahrzehntelang genötigt, da der Autoverkehr bislang massiv bevorzugt
    > behandelt wurde.

    Du gibst also zu, dass es nötigung ist? Dann sind wir ja schonmal einen schritt weiter und wir sind an denen eigentlichen Absichten angekommen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Weil du glaubst unfair behandelt zu werden. Naja ok, immerhin sind wir weg vom verlogenen "ich will das nur um die Welt zu retten". Ist schonmal ein anfang

    > > Ok und du definierst jetzt einfach mal was "unverhältnismäßig" ist?
    > Ähm, du definierst ja auch, was ein Staat darf und was nicht!?

    Der unterschied ist, dass ich defensiv an die Sache ran gehe, und erstmal alle machen lasse wie sie wollen, solange sie nicht übergriffig werden, während du die Leute umerziehen und ausbeuten willst um deine persönliche Rache an den Autofahrern durchzudrücken.


    > Ähm, die sind dort sogar extrem günstig!
    > Nicht nur für schwedische Verhältnisse, sondern auch für deutsche!
    > für umgerechnet 2,50¤ kann man 1,5h den ÖPNV nutzen, inkl. der Fähren zu
    > den Schäreninseln etc.
    > Für knapp 9¤ gibt es eine Tageskarte. Und für Monats- und Jahreskarten
    > zahlt man dort auch deutlich weniger als bei uns.

    Ich meine wenn man Steuern und abgabenlast für die Subventionen miteinbezieht. Aber ok ist ja alles nicht zweckgebunden und so. ich gebs auf...

    > Sind wir doch mal ehrlich: wenn man mehr Menschen dazu bringen will
    > häufiger das Rad zu nutzen, wird das nicht ohne den massiven Ausbau der
    > Radwege funktionieren.

    Wieso glaubst du das Recht dazu zu haben "andere Leute zu irgendwas zu bringen"?

    > > Man kann auch
    > > einfach mal Leben ohne andere Lebensentwürfe zu sabotieren.
    >
    > Wurde durch das Auto Jahrzehntelang getan.

    Und wieder: mimimi ich werde schlecht behandelt, jetzt zeige ichs denen aber mal und mache die so richtig fertig. Auge um Auge. Toll!

    > > Mein Ebike kann
    > > ganz gut mit den autos mithalten und so kann ich die selbe infrastruktur
    > > nutzen wie die Autos. Guter kompromiss oder?
    >
    > Für dich mag das funktionieren, für die meisten aber eben nicht.

    Ok und warum? praktisch jeder kann sich einen gebrauchten Roller oder ein billiges ebike leisten.

  12. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: kolege 15.08.19 - 15:19

    Immer interessant zu sehen wie die Diskussion bei diesem Thema so verläuft. Vor allem die Wahrnehmung der Staatsbefürworter auf den liberalen Gedanken. Ich muss aber sagen ich kann diese Sicht sehr gut verstehen, ich habe sie eine lange Zeit auch vertreten. Seit einiger Zeit hat sich mein Bild jedoch geändert und seit dem ich den Libertarismus (vermeintlich) verstanden habe stoße ich bei Diskussionen hauptsächlich auf ein verzerrtes Bild der Grundphilosophie.
    Aus irgendeinem Grund fällt es vielen Menschen schwer sich in einem Gedankenexperiment mal darauf einzulassen. Dabei sind die Grundlagen sehr einfach. Was ist Freiheit? Was ist Eigenverantwortung? Sind diese beiden Begriffe im Kontext des Libertarismus verstanden, leitet sich alles weitere von selbst ab. Selbst ein Staat wäre innerhalb eines frei organisierten Systems denkbar. Und Versicherungen sowieso. Nur eben auf freiwilliger Basis. Alles kann in der Form, umgesetzt werden in der es heute bereits existiert. Der Unterschied ist eben, das niemand dazu gezwungen wird. Denn der Preis den man für ein Gewaltmonopol in Form eines Staates zahlt ist nicht nur seine Ineffizienz, sondern eben auch die meisten Kriege und die damit einhergehenden Nöte, wie die Geschichte zeigt. Macht zieht eben auch immer Machthungrige an, und egal wie heilig ein Staat bzw. die Staatsdiener bei seiner Gründung sind, die Zeit ist auf der Seite der Machthungrigen. Früher oder später sind sie an ihrem Ziel und nutzen das natürlich gnadenlos aus. Ein Blick in die Geschichte reicht um das zu verstehen. Allein dieses Argument sollte eigentlich ausreichen um diese Art der Organisation nicht weiter betreiben zu wollen.

    Interessanterweise argumentieren Staatsbefürworter in der Regel damit, dass Menschen ja nicht gut seien und daher zu gutem gezwungen werden müssen. Bspw. um die Unterstützung der schwachen würde sich in einem freien System keiner kümmern, was offensichtlich nicht stimmt, wenn man sich schon im heutigen System die freiwillige Spendenbereitschaft und die Arbeit von unzähligen NRO's anschaut. Dabei vergessen sie aber gleichzeitig, dass sie eben diese Menschen, von denen sie glauben nur egoistische Motive zu haben, lieber in Schlüsselpositionen des Machtmonopols schicken und dann gutes für die Bevölkerung erwarten.

    Auch wenn ich stark zum Libertarismus tendiere finde ich die Diskussion sehr interessant und wichtig und denke, dass jedes Gegenargument Betrachtung finden sollte. Auf beiden Seiten. Eine Diskussion mit offenem Geist und weniger verhärteten Fronten und mit dem gemeinsamen Ziel eine für alle gut funktionierende Gesellschaft zu kreieren würde uns jedenfalls sehr viel weiter bringen, als im Tunnelblick auf die Meinung anderer einzuhämmern.

  13. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 15.08.19 - 15:34

    das-emu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als "armer" Mensch kann ich dir zumindest eines sagen:
    > Nachdem ich Jahrelang relativ sorglos alles einbezahlen konnte
    > (Invanlidenversicherung, Krankenkasse) bin ich nun, mitte 30, soweit froh
    > zu sein das wir ein Solaridätsorinzip haben (hier darf man die Schweiz wohl
    > schon mit Deutschland vergleichen)

    Naja die Schweiz hat viel viel niedrigere Steuern und Abgaben. Da ist das natürlich einfacher. Aber gut...

    > Mein Sohn hat eine Erbkrankheit, unheilbar, sein zustand wird sich
    > zwangsläufig immer weiter verschlechtern bis er mitte/ende 20 sterben
    > wird.
    > Selbst wenn ich in den 15 Jahren Arbeitsleben vor seiner diagnose monatlich
    > 200.- zur seite gelegt hätte (36'000.-) und 200.- monatlich bis zu seinem
    > vermutlichem lebensende welegen würde (48'000 + 36'000= 84'000) würde ich
    > niemals genug Geld haben um ihm die behandlung und den komfort zu
    > ermöglichen die er bäuchte um ein Menschenwürdiges kurzes Leben zu haben.

    Dass man Schwerbehinderte, oder Menschen, die wirklich nicht arbeiten können anders behandeln muss ist mir klar. Dafür gibt es sicher genügend Menschen, die bereit sind zu spenden. Wenn die Leute selbst für Klimaschutz Milliarden aus dem Fenster werfen bekommt man alleine von denen sicher genug zusammen.

    > Als Familie unter dem existenzminimum mache ich mir keine Illusionen, ohne
    > Solaridätsprinzip, zu einer anderen Zeit, anderer Ort, würden wir ganz
    > schön in der Scheisse stecken

    Da du noch existierst frage ich mich welches Existenzminimum du meinst. Woher willst du wissen, was wäre, wenn wir ein anderes System hätten? Glaubst du nicht, dass praktisch alle Leute bereit sind zu helfen und zu spenden? das kann ich mir bei den aktuellen Wahlergebnissen kaum vorstellen, es sei denn die Leute wählen Rot um sich selbst zu bereichern.

    > Und noch bisschen onTopic zu kommen:
    > Als Familie die sich kein Auto leisten können, könnte ich mein Sohn nach
    > deinen Vorstellungen noch nicht mal ansatzsweise gescheit ins 75km
    > entfernte Krankenhaus befördern.

    Doch mit einem Bus! Der Bus der nochmal billiger wäre, wenn man nicht sonst wie viel Steuern auf den Sprit erheben müsste, weil man nicht massenhaft Geld im Schienenverkehr verbrennt.

    > Die ÖV Preise sind schon so eine
    > Herausforderung. Und glaub mal nicht, das wir in unserem Kuhkaff überhaupt
    > noch eine ÖV verbindung hätten wenn alles nach Preis-Leistung laufen
    > würde.

    Wo es eine nachfrage gibt, da wird sich auch ein Angebot entwickeln. Sind dann vllt kleinere busse

    > Aus deiner komfortblase kannst du deine forderungen ganz bequem
    > herausposaunen, ohne über den Tellerrand blicken zu müssen. Sei dir aber
    > sicher, wenn ich von der Brücke springe, sorge ich dafür das du zuschauen
    > wirst.

    Ich weiß nicht wie du mich dazu bringen willst, aber es ist dein Leben und du darfst damit selbstverständlich tun und lassen was du willst. Ich frage mich nur warum du dich umbringen willst wenn das Solidarsystem dich so toll aufgefangen hat.

    > Zum schluss: zum glück sind nicht alle Menschen so eklig wie du.

    Ja andere versuchen lieber anstatt mit Logik, mit Gefühlen und der Tränendrüse zu argumentieren, indem sie ihren Selbstmord androhen und am Schluss noch ne Beleidigung nachschieben. Gut dass ich hier mit einem so moralisch überlegenen Wesen argumentieren durfte :D

  14. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: mvg 15.08.19 - 15:48

    kolege schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Immer interessant zu sehen wie die Diskussion bei diesem Thema so verläuft.
    > Vor allem die Wahrnehmung der Staatsbefürworter auf den liberalen Gedanken.
    > Ich muss aber sagen ich kann diese Sicht sehr gut verstehen, ich habe sie
    > eine lange Zeit auch vertreten. Seit einiger Zeit hat sich mein Bild jedoch
    > geändert und seit dem ich den Libertarismus (vermeintlich) verstanden habe
    > stoße ich bei Diskussionen hauptsächlich auf ein verzerrtes Bild der
    > Grundphilosophie.
    > Aus irgendeinem Grund fällt es vielen Menschen schwer sich in einem
    > Gedankenexperiment mal darauf einzulassen. Dabei sind die Grundlagen sehr
    > einfach. Was ist Freiheit? Was ist Eigenverantwortung? Sind diese beiden
    > Begriffe im Kontext des Libertarismus verstanden, leitet sich alles weitere
    > von selbst ab. Selbst ein Staat wäre innerhalb eines frei organisierten
    > Systems denkbar. Und Versicherungen sowieso. Nur eben auf freiwilliger
    > Basis. Alles kann in der Form, umgesetzt werden in der es heute bereits
    > existiert. Der Unterschied ist eben, das niemand dazu gezwungen wird. Denn
    > der Preis den man für ein Gewaltmonopol in Form eines Staates zahlt ist
    > nicht nur seine Ineffizienz, sondern eben auch die meisten Kriege und die
    > damit einhergehenden Nöte, wie die Geschichte zeigt. Macht zieht eben auch
    > immer Machthungrige an, und egal wie heilig ein Staat bzw. die Staatsdiener
    > bei seiner Gründung sind, die Zeit ist auf der Seite der Machthungrigen.
    > Früher oder später sind sie an ihrem Ziel und nutzen das natürlich
    > gnadenlos aus. Ein Blick in die Geschichte reicht um das zu verstehen.
    > Allein dieses Argument sollte eigentlich ausreichen um diese Art der
    > Organisation nicht weiter betreiben zu wollen.
    >
    > Interessanterweise argumentieren Staatsbefürworter in der Regel damit, dass
    > Menschen ja nicht gut seien und daher zu gutem gezwungen werden müssen.
    > Bspw. um die Unterstützung der schwachen würde sich in einem freien System
    > keiner kümmern, was offensichtlich nicht stimmt, wenn man sich schon im
    > heutigen System die freiwillige Spendenbereitschaft und die Arbeit von
    > unzähligen NRO's anschaut. Dabei vergessen sie aber gleichzeitig, dass sie
    > eben diese Menschen, von denen sie glauben nur egoistische Motive zu haben,
    > lieber in Schlüsselpositionen des Machtmonopols schicken und dann gutes für
    > die Bevölkerung erwarten.
    >
    > Auch wenn ich stark zum Libertarismus tendiere finde ich die Diskussion
    > sehr interessant und wichtig und denke, dass jedes Gegenargument
    > Betrachtung finden sollte. Auf beiden Seiten. Eine Diskussion mit offenem
    > Geist und weniger verhärteten Fronten und mit dem gemeinsamen Ziel eine für
    > alle gut funktionierende Gesellschaft zu kreieren würde uns jedenfalls sehr
    > viel weiter bringen, als im Tunnelblick auf die Meinung anderer
    > einzuhämmern.

    Ich hätte es nicht besser ausdrücken können. Vielleicht muss ich auch lernen meine Kommentare öfter mal in diesem Stil schreiben anstatt mich hier auf Diskussionen mit Leuten einzulassen, die schon nach dem zweiten Kommentar mit Beleidigungen anfangen.

  15. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 15.08.19 - 15:54

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich frage mich manchmal in welcher Realität oder welcher Stadt du lebst.
    > Hier in frankfurt, wo es nun wirklich nicht besonders viele Radwege gibt
    > ist Autofahren absolut kein problem. Es gibt vllt 1-2 Stunden rush hour am
    > tag wo ab und zu mal kürzere Staus sind. den Rest des Tages ist der Verkehr
    > sehr entspannt.

    Ich kenne Frankfurt, und ich weiß auch was passiert, wenn mal S-Bahnen, U-Bahnen oder die Straßenbahn dort ausfällt (z.B. Betriebsstörung im Tunnel, oder Streik). Also erzähl hier nix vom Pferd!
    Ich wohne in Wiesbaden, einer Stadt mit einem der höchsten MIV-Anteile in Deutschland. Schlechteste Stadt im Ranking bzgl. Radverkehr. Auch hier kann ich immer wieder erleben, was ÖPNV-Streiks, oder auch nur einzelne Straßensperrungen für ein Chaos auslösen.
    Und die Zahlen aus den Links die ich gepostet habe, sind ja nun nicht aus der Luft gegriffen, sondern Realität!


    > Wir haben doch vorhin Statistiken über die Beförderungsmengen von Schiene
    > und Straße gesehen. Selbst wenn man alles von der schiene auf die Straße
    > verlegen würde wäre das doch ein witz. Und du erzählst mir hier, dass der
    > platz nicht ausreicht und alles kollabieren würde. So ein unsinn.

    Nein, kein Unsinn! Die Zahlen der Beförderungsmengen sind ein Mittelwert für Deutschland! Und im Artikel stand auch, dass U- und Straßenbahnen dabei gar nicht berücksichtigt wurden.
    Und dass der ÖPNV-Anteil (Schiene) ist bekanntermaßen in Städten deutlich höher als auf dem Land. So gesehen hätte es in Städten eine viel massivere Auswirkung, wenn man den ÖPNV einstellen würde.

    Manchmal hilft es einfach, wenn man logisch denkend an solche Zahlen herangeht!



    > Und heute ist es nicht lebenswert?
    Es könnte deutlich besser sein!
    > Wir müssen also noch viel mehr geld aus
    > dem fenster schmeißen um alles noch viel viel lebenswerter zu machen?

    Für mich ist es kein rausgeschmissenes Geld.


    > Reicht der heutige Umweltschutz(nicht klimaschutz) in deutschland etwa
    > nicht aus?

    Nein, wir erreichen unser selbst gestecktes Klimaziel nicht mal.


    > Ach ja? wir wissen also genau was für auswirkungen und kosten es
    > verursacht? Was ist wenn die auswirkungen positiv sind? bekomme ich dann
    > geld zurück?

    Co2-Emission heißt im englischen Global Warming Potential.
    Woher das wohl kommt?

    Und was wir von zu warmen/trockenen Sommern haben, konnte man die letzten beiden Jahre wunderbar beobachten. Massiver Holzeinschlag wegen Borkenkäferbefall, Teilweise keine Benzinversorgung mehr möglich, weil der Rheinpegel zu niedrig war. Waldbrände, Ernteausfälle etc. pp. Dazu noch mehr Unwetterereignisse mit Starkregen, Starkwinden (bis hin zu Tornados, wie zuletzt in Luxemburg) etc. Die Winter im Rheingau werden sich auch bedanken, wenn der Riesling aufgrund zu warmer Temperaturen hier nicht mehr gedeiht.

    Ich finde da nichts positives dran.



    > Ich glaube die idee von wirkungsgraden bekomme ich nicht mehr in deinen
    > kopf.

    Weil es völlig absurd ist, alles nach "Wirkungsgrad" und Wirtschaftlichkeit zu beurteilen, und dieser Idee alles unterzuordnen.


    > Gut dass ich nicht im ADAC bin...
    Mehr gibts dazu nicht zu sagen? Vielleicht einfach mal anerkennen, dass die eigene Meinung nicht gerade auf eine Mehrheit stößt!?


    > Du gibst also zu, dass es nötigung ist?

    Wenn man deine Definition zu Grunde legt, ja.
    Ich sehe es nicht direkt als Nötigung an.

    > Dann sind wir ja schonmal einen
    > schritt weiter und wir sind an denen eigentlichen Absichten angekommen.
    > Auge um Auge, Zahn um Zahn. Weil du glaubst unfair behandelt zu werden.

    Nein, völlig falsche Interpretation!
    Es geht mir um einen ausgeglicheneren Mix.
    Und dieser ist eben nur möglich, wenn dem Auto wieder etwas Platz weggenommen wird.
    Der Platz ist nun mal endlich.

    Das Mimimi kommt doch von den Autofahrern, und denen sage ich, sie sollen sich mal nicht so anstellen, schließlich wurden sie Jahrzehntelang bevorzugt behandelt.

    > Naja ok, immerhin sind wir weg vom verlogenen "ich will das nur um die Welt
    > zu retten". Ist schonmal ein anfang

    Wieder eine Fehlinterpretation.
    Ich hätte übrigens kaum einen Vorteil von meinen Forderungen (außer in der Freizeit), da ich täglich 50km über die Autobahn pendeln muss. Leider gibt es zu meiner Arbeit keine ÖPNV-Verbindung die zeitlich einigermaßen akzeptabel wäre. Ich wäre aber froh darum!


    > Der unterschied ist, dass ich defensiv an die Sache ran gehe, und erstmal
    > alle machen lasse wie sie wollen, solange sie nicht übergriffig werden,

    Und was übergriffig ist, definierst allein du?


    > während du die Leute umerziehen und ausbeuten willst um deine persönliche
    > Rache an den Autofahrern durchzudrücken.

    Blödsinn, ich selbst fahre fast 30k km im Jahr mit dem Auto.
    So viel zum Thema "andere umerziehen und ausbeuten", bzw. "Rache an Autofahrern".


    > Ich meine wenn man Steuern und abgabenlast für die Subventionen
    > miteinbezieht. Aber ok ist ja alles nicht zweckgebunden und so. ich gebs
    > auf...

    Du willst einfach auch nicht verstehen, dass man mit dem Steuern als Autofahrer niemanden direkt subventioniert. Sie sind eben nicht Zweckgebunden, richtig.



    > Wieso glaubst du das Recht dazu zu haben "andere Leute zu irgendwas zu
    > bringen"?

    Warum glaubst du das Recht zu haben, anderen deine persönliche Idealwelt aufzwingen zu können!?
    Ich habe für meine Wünsche/Vorstellungen wenigstens direkte, positive Beispiele. Wir leiden in Deutschland einfach an unserer Autoliebe wie kein zweites Land auf der Welt. Und ich bin überzeugt davon, dass es auch anders gehen würde, und die Menschen Spaß am Radfahren hätten, wenn die Bedingungen dafür besser wären. Es würde allen gut tun.


    > Ok und warum? praktisch jeder kann sich einen gebrauchten Roller oder ein
    > billiges ebike leisten.

    Es geht nicht darum ein E-Bike zu kaufen, sondern um die Thematik der Radwege!
    Die meisten wollen einfach nicht bei den Autos auf der Straße fahren.

  16. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: hifimacianer 15.08.19 - 15:58

    mvg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und am
    > Schluss noch ne Beleidigung nachschieben.

    Das war keine Beleidigung, sondern eine Feststellung!

  17. Re: Schienenverkehr ist unrentabel

    Autor: eechauch 19.08.19 - 16:03

    Also ich habe mehrere Jahre in verschiedenen Ecken des Landes gelebt und die Realität ist ziemlich exakt wie der Vorposter sie beschreibt. Ich kenn kein anderes Land, in dem es so einfach ist, aus dem Mittelstands-Suburb unter die Brücke der Großstadt zu fallen. Oder einfach zu sterben, weil man sich z.B. eine Krebsbehandlung nicht leisten kann.

    Die Infrastuktur ist ingesamt völlig kaputt, egal ob es um das Gesundheitssystem, Behörden, Netzausbau oder Verkehr geht. ÖPNV existiert meist gar nicht und die Straßen sind häufig völlig kaputt. Sobald es geregnet hat, musste eine der Hauptdurchgangsstraßen an meinem Haus wegen Überflutung gesperrt werden. SUV zu fahren macht da drüben tatsächlich Sinn, um einfach nur nicht in den Schlaglöchern hängen zu bleiben. Und von den Plattenautobahnen namens Interstate will ich gar nicht anfangen. Aber hey, wenn es mir genug auf die Nerven geht, kann ich ein Stück Highway adoptieren.

    Lebensstandard und Einkommen zu vergleichen stell ich mir unglaublich schwierig vor, dafür ist das Land schlicht zu groß und zu unterschiedlich. Abgesehen davon ist Lebensqualität ein sehr subjektives Thema.

    Nicht falsch verstehen, ich mag die Amis durchaus. Es zieht mich regelmäßig wieder hin, dauerhaft dableiben werde ich aber niemals. Jedes Mal wenn ich da war, merke ich wieder, was wir hier in Deutschland alles als selbstverständlich ansehen.

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