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§ 129 InsO

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  1. § 129 InsO

    Autor: M.P. 15.12.16 - 11:47

    Wenn er den Prozess gewonnen hat, sollte er das Geld aber vorsichtshalber 3 Monate lang nicht ausgeben, und abwarten ob nicht Crytek in der Zeit insolvent wird.
    Dann kommt nämlich mit einiger Sicherheit der Insolvenzverwalter, und holt es zurück...

    https://dejure.org/gesetze/InsO/129.html

    http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/rechte-und-pflichten/insolvenzanfechtung-mitarbeiter-muessen-gehalt-zurueckzahlen_aid_364568.html

    http://lexetius.com/2014,2792



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.12.16 11:49 durch M.P..

  2. Re: § 129 InsO

    Autor: sodom1234 15.12.16 - 13:10

    Das ist theoretisch möglich, praktisch aber sehr selten geschehen. Bisher haben deutsche Gerichte nur in Ausnahmesituationen einem solchen Antrag zu gestimmt, solange es um normale Angestellt geht.

    Der Paragraph ist eigentlich für Manager gemacht worden um zu verhindern, das die im anstehenden Insolvenzfall beispielsweise nur noch Ihr Gehalt auszahlen bis der Laden halt gänzlich Pleite ist.
    Ein Passus der nämlich erfüllt sein muss um das Geld zurück zu fordern ist dass man eindeutig über die anstehende Insolvenz Bescheid wusste. Als normaler Arbeitgeber weiß man das aber nie, man hat zwar ein Gefühl aber wer weiß schon wirklich Bescheid. Außerdem muss man eigentlich auch in der Lage sein die Insolvenz ein zu leiten und welcher Arbeitnehmer hat schon die Rechte dieses zu tun anders sieht es natürlich aus, wenn man noch Bonuszahlungen oder ein exorbitant hohes Gehalt hat. Da dann halt der "Beiseite-Schaff" Aspekt zieht.

  3. Re: § 129 InsO

    Autor: M.P. 15.12.16 - 13:54

    Naja, da könnte dem Arbeitnehmer in diesem Falle seine fristlose Kündigung aber zum Strick werden: Diese Handlung "beweist" ja, daß der Arbeitnehmer der Überzeugung war, daß er von dort kein Geld mehr zu erwarten hat...

  4. Re: § 129 InsO

    Autor: sodom1234 15.12.16 - 14:17

    nur weil Dein Arbeitgeber Dich nicht bezahlt, heißt das noch lange nicht das er Insolvent ist. Vielleicht gefällt Ihm einfach Dein Gesicht nicht.

    Dein Arbeitgeber ist Dir gegenüber aber vertragsbrüchig geworden, was Dir natürlich die Möglichkeit gibt den Vertrag einseitig zu kündigen. Allgemein erwartet wird .. 1 Monat Füße stillhalten, 1,5 Monat Sanktionen androhen, 2 Monate Vertrag aufkündigen.

    Ein gern gesehener Fehler seitens Arbeitnehmer ist beispielsweise, dass die sofort Ihre Arbeitsleistung einstellen, wenn mal das Gehalt nicht kommt. Auch als Arbeitnehmer muss man seinem Schuldner (Arbeitgeber) eine Chance geben noch zu zahlen ohne seine Leistung einzustellen ansonsten ist mal als Arbeitnehmer nämlich Vertragsbrüchig und kann raus fliegen.

    wie gesagt liegt aber halt viel beim Richter "bisher" haben die meisten Richter halt im Interesse des Arbeitnehmers entschieden, wer weiß, ob das so bleibt.

  5. Re: § 129 InsO

    Autor: a user 15.12.16 - 14:38

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, da könnte dem Arbeitnehmer in diesem Falle seine fristlose Kündigung
    > aber zum Strick werden: Diese Handlung "beweist" ja, daß der Arbeitnehmer
    > der Überzeugung war, daß er von dort kein Geld mehr zu erwarten hat...
    Nein, zum einen beweißt es das überhaupt nicht nicht, denn die Misachtung des Arbeitgebers gegenüber dem Arbeitsverhältnis ist hier der Kündigungsgrund. Es ist dabei irrelevant ob da noch Geld zu erwarten ist oder nicht.

    Und zweitens, selbst die Annahme er könne kein Geld mehr erwarten ist kein Indiz für eine Insolvenz. Es kann auch andere Gründe geben kein Geld mehr erwarten zu können als die Insolvenz der Firma.

  6. Re: § 129 InsO

    Autor: DG-82 15.12.16 - 14:53

    Hauptsache die Insolvenzmasse steigt und der Insolvenzverwalter kann sich mehr in die Tasche stecken. Ich verstehe sowieso nicht, wieso irgendwo auf Provisionsbasis gearbeitet werden darf. Das führt fast immer zu Nachteilen für sehr viele. Verkäufer verarschen Kunden, Anwälte verdienen je länger der Prozess hingezogen wird, Ärzte verdienen je kränker der Patient ist, etc. etc.

    Finde ich zum Kotzen und ich kann nur hoffen das es endlich mal knallt.

  7. Re: § 129 InsO

    Autor: bofhl 16.12.16 - 12:39

    sodom1234 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > nur weil Dein Arbeitgeber Dich nicht bezahlt, heißt das noch lange nicht
    > das er Insolvent ist. Vielleicht gefällt Ihm einfach Dein Gesicht nicht.
    >
    > Dein Arbeitgeber ist Dir gegenüber aber vertragsbrüchig geworden, was Dir
    > natürlich die Möglichkeit gibt den Vertrag einseitig zu kündigen. Allgemein
    > erwartet wird .. 1 Monat Füße stillhalten, 1,5 Monat Sanktionen androhen, 2
    > Monate Vertrag aufkündigen.
    >
    > Ein gern gesehener Fehler seitens Arbeitnehmer ist beispielsweise, dass die
    > sofort Ihre Arbeitsleistung einstellen, wenn mal das Gehalt nicht kommt.
    > Auch als Arbeitnehmer muss man seinem Schuldner (Arbeitgeber) eine Chance
    > geben noch zu zahlen ohne seine Leistung einzustellen ansonsten ist mal als
    > Arbeitnehmer nämlich Vertragsbrüchig und kann raus fliegen.
    >
    > wie gesagt liegt aber halt viel beim Richter "bisher" haben die meisten
    > Richter halt im Interesse des Arbeitnehmers entschieden, wer weiß, ob das
    > so bleibt.

    In diesen Fall sollte aber selbst den Dümmsten der bei dieser Firma arbeitenden Personen klar, dass die Firma praktisch nur mehr auf dem Papier existiert - selbst der eigene CEO ist nirgendwo mehr aufzufinden - laut zig Meldungen war er weder auf internen Besprechungen noch bei geschäftlichen Terminen noch bei Presseterminen! Ja sogar in der Firma hat ihn niemand mehr seit längerer Zeit gesehen - um genau zu sein, heißt es das er nicht mehr als CEO firmiert!

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