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Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

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  1. Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Sinnfrei 15.12.16 - 11:05

    Scheint wohl keine hohe Aussicht auf Erfolg zu haben?

    __________________
    ...

  2. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Muhaha 15.12.16 - 11:06

    Im Arbeitsrecht trägt jeder seine eigenen Kosten.

  3. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: lixxbox 15.12.16 - 11:09

    Soweit ich weiß, wird je nach Streitwert eine Gebühr vom Gericht berechnet und der Kläger muss erstmal in Vorleistung gehen.

  4. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: MattiasSch 15.12.16 - 11:11

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Arbeitsrecht trägt jeder seine eigenen Kosten.

    Ja, aber das Einklagen ausstehender Gehälter ist eine zivilrechtliche Frage.

  5. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Muhaha 15.12.16 - 11:14

    MattiasSch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja, aber das Einklagen ausstehender Gehälter ist eine zivilrechtliche
    > Frage.

    Es bleibt dennoch Arbeitsrecht :)

  6. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Psy2063 15.12.16 - 11:17

    wenn man mal von 2 besseren Monatsgehältern ausgeht sind das je nach Faktor den das Gericht auf den Streitwert ansetzt irgendwas zwischen 100 und 800¤, aber keine 20.000.

  7. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: lixxbox 15.12.16 - 11:26

    Ok, ob die Höhe des Betrages realistisch ist, habe ich nicht bedacht. ;-)
    Ich hatte bisher auch noch nicht "das Vergnügen", mir über so etwas Gedanken machen zu müssen.

  8. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Bowen 15.12.16 - 11:32

    Es könnte ärgerlich werden, wenn der Verlierer insolvent ist/geht.
    Das Gericht will vermutlich auf jeden Fall seine Kosten.
    Aber _wissen_ tue ich es nicht, denn ich musste zum Glück noch nie vor Gericht stehen.

  9. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Muhaha 15.12.16 - 11:34

    lixxbox schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ok, ob die Höhe des Betrages realistisch ist, habe ich nicht bedacht. ;-)
    > Ich hatte bisher auch noch nicht "das Vergnügen", mir über so etwas
    > Gedanken machen zu müssen.

    Man wünscht es Dir, dass Du weiterhin von Erfahrung und Wissen in dieser Hinsicht verschont bleibst :)

    Habe das selber vor zwei Jahren durchgemacht. Ex-Arbeitgeber verklagt, Prozess lockerst gewonnen, Anwalt bezahlt und seitdem warte ich auf nur einen müden Cent. Der alte Geschäftsfüher ist untergetaucht, die neue Geschäftsführung versuchte mit schmierigen Tricks sich vor neuen Zahlungsverpflichtungen zu drücken und nun wurde ein Zwangsinsolvenzverfahren eröffnet. Mal schauen ... vielleicht bekomme ich ja noch drei Euro fuffzig raus ...

  10. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Bash76 15.12.16 - 14:53

    Das Gericht wird vom Schuldigen bezahlt, seinen Anwalt zahlt jeder selbst,

    Die Anwaltskosten sind abhängig vom Streitwert. Zahlungsalternativen kann einem teilweise schon der Anwalt anbieten.
    Wer sich sicher sein will, besorgt sich eine Rechtsschutzversicherung inkl. Arbeitsschutzrecht.

  11. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Trollversteher 15.12.16 - 14:59

    >Scheint wohl keine hohe Aussicht auf Erfolg zu haben?

    Nicht "alle" Kosten, sondern nur die Gerichtskosten - die Anwaltskosten muss zB jeder selber tragen. Und wenn der Betroffene a) nicht rechtzeitig eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat und b) auch noch eine Weile auf sein Einkommen verzichten musste, was sicher auch nicht gerade für Highscores auf seinem Konto gesorgt hat, und c) Die Firma es sich erlauben kann, den Prozess so in die Länge zu ziehen, dass dem Kläger zwischendrin die Luft ausgeht, dann braucht er auch dann noch eine Menge Geld, wenn er eigentlich gute Aussichten auf Erfolg hat.

  12. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Sharra 15.12.16 - 17:05

    Wenn die Anschuldigungen stimmen, hat er gute Chancen zu gewinnen. Wenn sich aber Crytek dann quer stellt, geht das evtl. durch mehrere Instanzen, vielleicht bis hoch zum Bundesarbeitsgericht. Dafür braucht man einen langen Atem, und vor allem Geld.

    Der Mann denkt wohl langfristig. Was bringt es ihm, wenn er jetzt, sagen wir 5000¤ einsammelt, und dann nochmal sammeln müsste, um in die nächste Instanz zu gehen?

  13. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Muhaha 15.12.16 - 17:24

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Anschuldigungen stimmen, hat er gute Chancen zu gewinnen. Wenn
    > sich aber Crytek dann quer stellt, geht das evtl. durch mehrere Instanzen,
    > vielleicht bis hoch zum Bundesarbeitsgericht. Dafür braucht man einen
    > langen Atem, und vor allem Geld.

    Das wird nicht passieren. Wenn da ein klar formulierter Arbeitsvertrag und klar ausbleibende Gehaltszahlungen festgestellt werden können, können sich die Crytek-Anwälte den weiteren Rechtsweg sparen, weil das vom nächsten übergeordneten Gericht als offensichtlicher Obstruktionsversuch sofort unterbunden wird und es im Falle einer möglichen Insolvenzverschleppung sogar den beauftragten Anwälten als Beihilfe zur Insolvenzverschleppung angelastet werden kann. Hier ist das Arbeitsrecht aus gutem Grund auf Seiten des Arbeitnehmers.

  14. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: blubberer 15.12.16 - 17:59

    Schön, hast Du jemals einen Arbeitsgerichtsprozess wegen ausbleibender Gehälter geführt? Ich schon 2. Schön wenn man Möglichkeiten hat, aber Recht haben und Recht kriegen sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.

    Ausserdem wundert es mich wie er nach nur 58 Tagen aufhören kann. Ohne vorherige Abmahnung an den AG dürfte ihm die Nummer ziemlich um die Ohren fliegen. Die meisten Arbeitsgerichte erkennen erst ab dem 3. fehlenden Gehalt die Arbeitsverweigerung an. Vorher kann der AG ggf. sogar Schadensersatz am AN geltend machen. Und da hilft auch die 2. Instanz nix. Selber erlebt.

  15. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Sharra 15.12.16 - 18:42

    Das mit dem 3. Monat mag so durchaus stimmen. Aber mal ehrlich: Wer kann es sich denn heutzutage erlauben, 3 Monate umsonst zu arbeiten? Dann noch den 4. bis das Geld vom neuen Arbeitgeber reinkommt. Immer vorausgesetzt, man findet direkt wieder was.

    Bei den meisten Arbeitnehmern wird es doch schon nach 30 Tagen knapp. Dass einem Vermieter, Energieversorger und sonstige Vertragspartner aufs Dach steigen, kommt dann noch oben drauf.

    3 Monate Verdienstausfall dulden halte ich da für sehr Realitätsfremd.

  16. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: Muhaha 15.12.16 - 22:12

    blubberer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schön, hast Du jemals einen Arbeitsgerichtsprozess wegen ausbleibender
    > Gehälter geführt?

    Ja, leider.

    > Ich schon 2. Schön wenn man Möglichkeiten hat, aber Recht
    > haben und Recht kriegen sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge.

    Sicher, stimme Dir zu. Dennoch ist es oft genug ein glasklarer Fall, bei dem die Firma noch so rumstrampeln kann ... sie muss zahlen oder Insolvenz anmelden.

    > Ausserdem wundert es mich wie er nach nur 58 Tagen aufhören kann. Ohne
    > vorherige Abmahnung an den AG dürfte ihm die Nummer ziemlich um die Ohren
    > fliegen. Die meisten Arbeitsgerichte erkennen erst ab dem 3. fehlenden
    > Gehalt die Arbeitsverweigerung an. Vorher kann der AG ggf. sogar
    > Schadensersatz am AN geltend machen. Und da hilft auch die 2. Instanz nix.
    > Selber erlebt.

    Ja, ich habe nicht so den Eindruck, dass Herr Lindquist viel Ahnung vom Arbeitsrecht hat, so es tatsächlich einen Herrn Lindquist gibt.

  17. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: t_e_e_k 16.12.16 - 03:07

    Sharra schrieb:
    -------------------------------------------------------------------------------
    > 3 Monate Verdienstausfall dulden halte ich da für sehr Realitätsfremd.

    Wird aber jedem geraten so viel Geld vorrätig zu haben

  18. Re: Sollte nicht der Verlierer alle Kosten tragen müssen?

    Autor: bofhl 16.12.16 - 12:20

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >Scheint wohl keine hohe Aussicht auf Erfolg zu haben?
    >
    > Nicht "alle" Kosten, sondern nur die Gerichtskosten - die Anwaltskosten
    > muss zB jeder selber tragen. Und wenn der Betroffene a) nicht rechtzeitig
    > eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat und b) auch noch eine Weile

    Aber nur wenn diese Rechtsschutzversicherung explizit auch das Arbeitsrecht beinhaltet (und das tun einige nicht)! Die meisten sind nur anwendbar wenn es um Zivilklagen geht und nicht um das Arbeitsrecht.

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