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Elefantös!
Autor: Der_aKKe 16.06.14 - 11:05
An sich ne super Idee, aber wie viel an Strom geht denn durch den Widerstand im Kabel verloren?
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Re: Elefantös!
Autor: roar 16.06.14 - 11:18
Der_aKKe schrieb:
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> An sich ne super Idee, aber wie viel an Strom geht denn durch den
> Widerstand im Kabel verloren?
Nunja, bei HGÜ (Hochspannungs - Gleichstrom - Übertragung) sollten auf >1000km nicht ganz 10% Verlust entstehen. -
Re: Elefantös!
Autor: I3udda 16.06.14 - 11:21
Bei einer, wie hier geplanten, HGÜ Leitung (Hochspannungs Gleichstrom Übertragnung).
Wird aus dem vom Kraftwerk erzeugten Drehstrom ein Gleichstrom generiert, der mit mehr also 400KV nun sehr verlustarm über das Kabel transportiert werden kann. Da R=U/I --> Wenn U groß und I const. dann R klein! -
Re: Elefantös!
Autor: ichbinsmalwieder 16.06.14 - 11:41
I3udda schrieb:
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> Da R=U/I --> Wenn U groß und I const. dann R klein!
Dass du da gerade Blödsinn geschrieben hast, weisste selbst, oder?
(Selbst wenn das die passende Gleichung wäre, wäre hier R groß, wenn U groß ist.)
R ist eine Materialkonstante. Die Verlustleistung ist abhängig vom Strom (P=R*I²), nicht von der Spannung. Und da P=U*I gilt, wählt man bei gegebener Leistung eine möglichst hohe Spannung, damit der Strom und damit die Verluste klein bleiben. -
Re: Elefantös!
Autor: oleid 16.06.14 - 11:47
> Da R=U/I --> Wenn U groß und I const. dann R klein!
Öm, also die Gleichung sagt eher: Wenn U groß und I konst, dann R groß, da R ~ U bei konstantem I.
HGÜ ist eher so zu interpretieren: R ist konstant (wenn auch groß) (die bei Wechselstrom vorkommende Impedanz entfällt), dh es ist I ~ U.
Der Widerstand ist prortional zur Leiterlänge(L) und umgekehrt proportional zum Querschnitt (q).
Wir haben also sowas wie:
I ~ q * U / L
Man kann also grob sagen: Um den Strom konstant zu halten muss man bei konstantem Querschnitt mit der Leiterlänge die Spannung in gleichem Maße erhöhen. -
Re: Elefantös!
Autor: marco_f 16.06.14 - 13:17
Lol lauter Profis hier ^^.
Schmeisst mal eure U=R*I über Board, denn da hat nur indirekt mit der Netzspannung zu tun. Mit U ist der Spannungsabfall übers Kabel gemeint. Wenn also 800kV übertragen werden und am anderen Ende 790kV ankommen ist U nicht 800kV sondern 10kV.
Das ganze wird sich schon rechnen, die sind ja auch nicht doof die Isländer. Der Strom ist extrem günstig herzustellen. Einzig offene Frage ist die Finanzierung, die Auslastung und die Zinskosten. -
Re: Elefantös!
Autor: oleid 16.06.14 - 14:59
> Schmeisst mal eure U=R*I über Board, denn da hat nur indirekt mit der Netzspannung zu tun.
Wer schreibt denn was von Netzspannung?
> Wenn also 800kV übertragen werden und am anderen Ende 790kV ankommen ist U nicht 800kV sondern 10kV.
Jetzt bin ich raus...
> Das ganze wird sich schon rechnen, die sind ja auch nicht doof die Isländer.
Klar wird sich das rechnen. -
Re: Elefantös!
Autor: marco_f 16.06.14 - 16:06
I3udda schrieb:
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> Wird aus dem vom Kraftwerk erzeugten Drehstrom ein Gleichstrom generiert,
> der mit mehr also 400KV nun sehr verlustarm über das Kabel transportiert
> werden kann. Da R=U/I --> Wenn U groß und I const. dann R klein!
Das meinte ich. Die 400kV tragen nicht zur Verlustleistung bei(nur indirekt, da sie für Rahmenparameter sorgen), sie haben hier nichts im Ohmschen Gesetz zu suchen. -
Re: Elefantös!
Autor: oleid 16.06.14 - 17:06
> [...] Das meinte ich.
Ich ging davon aus, dass du mich meinst, weil du eben auf meinen Beitrag (in Baumansicht) geantwortet hast.
> Die 400kV tragen nicht zur Verlustleistung bei(nur indirekt, da sie für Rahmenparameter sorgen), sie haben hier nichts im Ohmschen Gesetz zu suchen.
Das Ohm'sche Gesetz gilt schon, man muss nur wissen, was man genau einsetzt, konkret: welchen Widerstand wird zum Seekabel in Serie geschaltet (Stichwort: Spannungsteiler). Dementsprechend fallen natürlich andere Spannungen überm Seekabel ab und dementsprechend hat man andere Verlustleistungen durch das Kabel.
In jedem Fall aber ist die Verlustleistung aber so was wie:
P_{verlust} ~ R*I^2, wobei I der Strom durch Seekabel und Verbraucher ist.
Dabei kann man den Strom auch über die Leistung der "Spannungsquelle" P_i beschreiben. Damit:
P_{verlust} ~ R*(P_i/U_c)^2
wobei U_c der Spannungsabfall überm Seekabel ist. Das ist nur ein Teil der 400kV, wieviel kann ich nicht sagen, da ich keine Ahnung hab, welchen Widerstand der in Serie geschaltete "Verbraucher" hat. Aber natürlich gehen die 400kV in die Verlustleistung mit ein, wenn auch nicht vollständig. -
Re: Elefantös!
Autor: Anonymer Nutzer 16.06.14 - 17:24
Den Auftrag dazu aber bitte nicht an die Holländer geben. Die schaffen es ja schließlich nicht mal deutlich kürzere Kabel zu direkt vor der Küste liegenden Offshore Windparks zu legen...
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Re: Elefantös!
Autor: Eopia 16.06.14 - 23:31
Um den ganzen Mist nicht ausrechnen zu müssen haben sich die Isländer dafür entschieden das ganze als Supraleiter zu realisieren d.h. R=0.



