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"Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

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  1. "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: deefens 08.06.20 - 14:19

    Über welchen Zeitraum?

  2. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: uschatko 08.06.20 - 14:44

    Also die letzten 15+ Jahre hatte ich immer 100% Auslastung. Allerdings jetzt seit Monaten 0%. Das ist das Schicksal der Freelancer in Coronazeiten, in noch keiner Krise hatte es mich so erwischt wie jetzt. Muss man halt immer am Horizont haben das es ganz schnell Abwärts gehen kann.

  3. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: deefens 08.06.20 - 15:01

    uschatko schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also die letzten 15+ Jahre hatte ich immer 100% Auslastung. Allerdings
    > jetzt seit Monaten 0%. Das ist das Schicksal der Freelancer in
    > Coronazeiten, in noch keiner Krise hatte es mich so erwischt wie jetzt.
    > Muss man halt immer am Horizont haben das es ganz schnell Abwärts gehen
    > kann.

    100% riecht für mich immer nach Scheinselbständigkeit, weil sich mehrere Projekte in einem Jahr für gewöhnlich niemals nahtlos aneinander reihen lassen. Über 15 Jahre sowieso nicht.

  4. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: ChrisMS 08.06.20 - 15:32

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 100% riecht für mich immer nach Scheinselbständigkeit, weil sich mehrere
    > Projekte in einem Jahr für gewöhnlich niemals nahtlos aneinander reihen
    > lassen. Über 15 Jahre sowieso nicht.

    Also ich hatte jetzt über 10 Jahre auch 100% (und mehr wenn man eine 40h als 100% annimmt). Zunächst in der Tat nur mit einem Kunden, aber als das Thema Scheinselbstständigkeit immer stärker beobachtet wurde, habe ich das auch auf mehr Kunden verteilt und (leider) auch eine Auslastung >100% erreicht.
    Ich kenne viele IT Freiberufler die über Jahre eine 100%ige Auslastung hatten. Ist also nichts ungewöhnliches.

  5. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: uschatko 08.06.20 - 15:32

    Du musst es ja wissen.

  6. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: TheTomas 08.06.20 - 15:32

    Das mit der 100% Auslastung (genauso wie mit dem Microsoft Gaggelfax) kann nur als Witz verstanden werden. Erklärt ja dann einiges, was so im Artikel steht. Ich empfehle in Sachen Utilization den Günther Dueck als Pflicht-Lektüre, echt lesenswert. Dann würde der Autor auch so einiges Erfahren was Warteschlangentheorien betrifft.

    (Unternehmer, seit 20 Jahren)

  7. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: DASPRiD 08.06.20 - 15:47

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 100% riecht für mich immer nach Scheinselbständigkeit, weil sich mehrere
    > Projekte in einem Jahr für gewöhnlich niemals nahtlos aneinander reihen
    > lassen. Über 15 Jahre sowieso nicht.

    Nicht umbedingt. Ich selbst habe einen Langzeitvertrag bei einem Kunden aus den USA – er sichert sich so eine feste Anzahl an Stunden pro Jahr, und ist selbst dafür veranwortlich, die mit Arbeit für mich zu füllen. Klingt zwar im ersten Moment nach einer Anstellung, also Scheinselbtständigkeit, der spezielle Vertrag deckt allerdings keine der Kriterien dazu ab:

    Ich teile mir die Arbeit selbst ein wie ich lustig bin, hab keine Pflichten gegenüber dem Kunden (außer halt, dass wenn Arbeit da ist, damit die Stunden zu füllen). Ist mal keine für den Kunden abrechenbare Arbeit da, arbeite ich an Open-Source Projekten, die für den Kunden nützlich sind, und fülle damit die Stunden auf.

    Insgesamt recht angenehm eigentlich.

  8. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: Trockenobst 08.06.20 - 19:03

    deefens schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 100% riecht für mich immer nach Scheinselbständigkeit, weil sich mehrere
    > Projekte in einem Jahr für gewöhnlich niemals nahtlos aneinander reihen
    > lassen. Über 15 Jahre sowieso nicht.

    "Scheinselbstständigkeit" ist bei mir ein rotes Tuch. Ich muss nicht auf dem Bock sitzen und 100.000km im Jahr runter reißen und dann Hähnchen am Fließband zerstückeln.

    Schauen wir doch eine der Checklisten an:
    * die uneingeschränkte Verpflichtung, allen Weisungen des Auftraggebers Folge zu leisten
    * die Verpflichtung, dem Auftraggeber regelmäßig in kurzen Abständen detaillierte Berichte zukommen zu lassen
    * die Verpflichtung, in Räumen des Auftraggebers zu arbeiten
    * die Verpflichtung, bestimmte EDV-Hard- und Software zu benutzen, sofern damit insbesondere Kontrollmöglichkeiten des Auftraggebers verbunden sind

    Der Badeinstallateur muss sich an die drei obigen Punkte halten, bis auf die EDV.
    Warum sind dann nicht alle Badeinstallateure Fake Selbstständige?

    Aus Sicherheitsgründen muss ich deren EDV nutzen. Aus Projekt- und Sicherheitsgründen sitze ich im selben Raum wie die anderen. Ich nutze Industrietools zum agilen Projektmanagement, das erzeugt automatisch für jeden einen Statusbericht. Die Checkliste ist absurd.

    Wenn ich als Badeinstallateur mehrere Hotels über mehrere Jahre renoviere, bin ich auch kein Scheinselbständiger. Wenn ich aber mit meinem hohem Können die internen über mehrere Jahre unterstütze, gilt das plötzlich nicht.

    In anderen Ländern wie Spanien gibt es den Mindestsatz von 150¤+ im Monat für die allgemeine Rente. Sollen sie das bitte einführen und dann den ganzen Unsinn weglassen. Die SPD hat die richtigen Fragen gestellt, aber im Gesamtblick die falschen Antworten gefunden.

  9. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: TeK 08.06.20 - 23:40

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > deefens schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Schauen wir doch eine der Checklisten an:
    > * die uneingeschränkte Verpflichtung, allen Weisungen des Auftraggebers
    > Folge zu leisten
    > * die Verpflichtung, dem Auftraggeber regelmäßig in kurzen Abständen
    > detaillierte Berichte zukommen zu lassen
    > * die Verpflichtung, in Räumen des Auftraggebers zu arbeiten
    > * die Verpflichtung, bestimmte EDV-Hard- und Software zu benutzen, sofern
    > damit insbesondere Kontrollmöglichkeiten des Auftraggebers verbunden sind
    >
    > Der Badeinstallateur muss sich an die drei obigen Punkte halten, bis auf
    > die EDV.
    > Warum sind dann nicht alle Badeinstallateure Fake Selbstständige?

    Weil der Installateur das bei 50 verschiedene Kunden im Jahr macht, während der Scheinselbständige nur 1-2 Kunden über Jahre hat?

  10. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: twothe 09.06.20 - 12:42

    Wenn mich ein Kunde bezahlt um ein komplexes Projekt zu leiten, dass über 2-3 Jahre geht, ist das eine Serviceleistung mit klar begrenzter Dauer. Nach neuem Gesetz aber schon potentiell Scheinselbstständigkeit, weil ich ja 2-3 Jahre beim gleichen Kunden bin und das ggf. sogar häufig in deren Büroanlagen.

    Das Kernproblem an dem Gesetz ist jetzt nicht, dass ich zu befürchten habe das ich Steuern und ähnliches nachzahlen müsste, das Kernproblem ist, dass jetzt jeder meinen Kunden mit begründetem Verdacht beim Zoll anzeigen könnte, und die dann mal ne Razzia in deren Unternehmen machen. Das habe ich bei 2 Kunden miterlebt, und die haben dann beide die Reißleine gezogen und alle Selbstständigen auf ANÜ umgestellt. Anderen größeren Firmen scheint es ähnlich zu gehen, weswegen man es hier aktuell sehr schwer hat überhaupt noch Aufträge zu bekommen. Umgekehrt haben die Firmen übrigens auch erhebliche Probleme Selbstständige zu bekommen, da sind teilweise in einigen Abteilungen über 10 Posten für ANÜs offen, aber keiner wills machen.

  11. Re: "Ich selbst verfüge über eine Auslastung von 100 Prozent"

    Autor: Trockenobst 10.06.20 - 05:11

    TeK schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weil der Installateur das bei 50 verschiedene Kunden im Jahr macht, während
    > der Scheinselbständige nur 1-2 Kunden über Jahre hat?

    Und wenn der Badeinstallateur, der Gärtner, mehre Hotelanlagen zu pflanzen oder mit neuen Waschbecken zu bedienen hat? Warum sollte er sich mehre Kunden suchen, wenn der eine Kunde genug Jobs hat? Warum kriegt man häufig keine Handwerker? Weil sie auf Baustellen sind und dort genug Auslastung haben.

    Der Punkt hier ist eindeutig, dass man es den Gutverdienern nicht erlauben will, dass sie ihre Rente selbst managen. Alle sollen in den Topf, damit alle dann in 20 Jahren bei den Tafeln anstehen.

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