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  1. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Jogibaer 25.11.16 - 12:22

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letzten Winter gab's mal wieder längere Aufenthalte in einem Bahnhof, weil
    > einige Bremsschläuche zugefroren waren. Nach der Reparatur ist der
    > Wartungstechniker zugestiegen und ist während der Fahrt die ganze Länge des
    > Zuges entlang gelaufen, um potentielle Ausfälle schneller lösen zu können.
    >
    > (Sehr höflich) darauf angesprochen, ob das denn der erste Winter für die DB
    > sei, meinte er nur mit den Augen rollend, dass es nicht an ihm und seinen
    > Kollegen liege, wenn die Züge liegen bleiben, aber im Gegensatz zu früher,
    > also VOR dem geplanten Börsengang, hatte er noch viel mehr Kollegen und ein
    > entsprechendes Budget, um alle Züge bereits im Depot für den Winter
    > vorzubereiten, anstatt im Winter Erste Hilfe im laufenden Betrieb zu
    > leisten.
    >
    > Alles massiv zusammengestrichen und kaputt gespart, nur damit kurzfristig
    > die Rendite der Heuschrecken steigt. Und das ist das Problem in Deutschland
    > und nicht nur in Deutschland: Es wird die Infrastruktur für alle zum
    > finanziellen Wohle weniger ganz bewusst vernächlässigt und ruiniert!

    Danke für deinen Kommentar, sehr interessant. Muss da wieder die Politik eingreifen? Ich fahre selten mit der Bahn, die letzten zwei Male ist einmal der Zug komplett ausgefallen und der andere hatte 25 Minuten Verspätung. Zuverlässigkeit für den Popo. Ich werde mir ein Elektroauto kaufen und selber fahren, die Bahn versuche ich zu vermeiden. So eine mangelhafte Zuverlässigkeit kann ich mir nicht erlauben, Saftladen.

  2. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Shoopi 25.11.16 - 12:33

    Spike79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja, es gibt wahrscheinlich mehr als 100 Gründe so etwas nicht zu machen.

    Na dann mal raus damit. Möchte gerne wissen welche Gründe es gibt.

  3. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Fairlane 25.11.16 - 13:11

    mainframe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Mich kotzen die verfickten BWLer an.. die absichtlich an Bauteilen sparen,
    > damit Geräte kaputt gehen und der Bürger neu kaufen muss! Irgendwo hört es
    > auf...

    Das kannst Du natürlich auch belegen. Vor allem nach der letzten Studie
    des Umweltbundesamtes, die wegen dieser "Theorien" alle 25-30 Jahre
    durchgeführt werden muß und dies jeweils nicht bestätigen kann.

    Grüße
    Fairlane

  4. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Muhaha 25.11.16 - 13:14

    Jogibaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss da wieder die Politik
    > eingreifen?

    :) Ja, aber diesmal wieder andersrum.

    Vor allem die DB wurde ganz bewusst kaputtgespart, weil die CDU und auch Teile der SPD dachten, es sei eine ganze tolle Idee die DB an die Börse zu bringen. Also wurde im Laufe einiger Jahre alles wegrationalisiert, was die Rendite gefährden könnte. Mehdorn als ehem. Bahn-Chef hat ja nicht einfach so drauflos "optimiert", sondern weil es den expliziten politischen Auftrag dazu gab.

    In England ist man nach ähnlichen, noch schlimmeren Erfahrungen längst wieder zurückgerudert, das britische Schienennetz wird größtenteils wieder als staatlicher Betrieb geführt, nur noch wenige, wenig kritische Teile sind in Privatbesitz verblieben.

    Grundlegende Infrastrukturen gehören in der Regel nicht Privathand. Denn erst sie gewährleisten den wirtschaftlichen Erfolg einer Region.

  5. Re: Interessanter Artikel

    Autor: M.P. 25.11.16 - 13:49

    Zählt jetzt jeder Grundstücks-Eigentümer, der gegen die Enteigunung seines Grundstückes für die Trasse klagt, als separater "Grund"?

  6. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Hotohori 25.11.16 - 14:39

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letzten Winter gab's mal wieder längere Aufenthalte in einem Bahnhof, weil
    > einige Bremsschläuche zugefroren waren. Nach der Reparatur ist der
    > Wartungstechniker zugestiegen und ist während der Fahrt die ganze Länge des
    > Zuges entlang gelaufen, um potentielle Ausfälle schneller lösen zu können.
    >
    > (Sehr höflich) darauf angesprochen, ob das denn der erste Winter für die DB
    > sei, meinte er nur mit den Augen rollend, dass es nicht an ihm und seinen
    > Kollegen liege, wenn die Züge liegen bleiben, aber im Gegensatz zu früher,
    > also VOR dem geplanten Börsengang, hatte er noch viel mehr Kollegen und ein
    > entsprechendes Budget, um alle Züge bereits im Depot für den Winter
    > vorzubereiten, anstatt im Winter Erste Hilfe im laufenden Betrieb zu
    > leisten.
    >
    > Alles massiv zusammengestrichen und kaputt gespart, nur damit kurzfristig
    > die Rendite der Heuschrecken steigt. Und das ist das Problem in Deutschland
    > und nicht nur in Deutschland: Es wird die Infrastruktur für alle zum
    > finanziellen Wohle weniger ganz bewusst vernächlässigt und ruiniert!

    Eben wieder ein guter Beweis für meine Aussage: wer an die Börse geht verkauft die Seele seiner Firma.

    Aktienkäufer interessiert eben nur eines: Gewinnmaximierung. Das Produkt einer Firma ist dabei scheiß egal solange der Gewinn am Ende passt und dieser muss um jeden Preis natürlich stetig steigen. Für den Dienstleistungssektor ist das besonders Gift, denn wenn irgendwo als erstes der Rotstift angesetzt wird um den Gewinn zu erhöhen dann im Supportbereich, das ist immer so. Und darum die Probleme bei der deutschen Bahn.

    Darum wundert mich das jetzt auch nicht wirklich, dass die deutsche Bahn bloß noch auf reagieren anstatt auf agieren ausgelegt ist. Ich möchte gar nicht wissen was Leute aus China, Japan und Süd Korea über unser Bahnsystem denken, wenn sie bei uns zu Gast sind.

  7. Re: Interessanter Artikel

    Autor: PearNotApple 25.11.16 - 15:06

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Letzten Winter gab's mal wieder längere Aufenthalte in einem Bahnhof, weil
    > einige Bremsschläuche zugefroren waren. Nach der Reparatur ist der
    > Wartungstechniker zugestiegen und ist während der Fahrt die ganze Länge des
    > Zuges entlang gelaufen, um potentielle Ausfälle schneller lösen zu können.
    >
    > (Sehr höflich) darauf angesprochen, ob das denn der erste Winter für die DB
    > sei, meinte er nur mit den Augen rollend, dass es nicht an ihm und seinen
    > Kollegen liege, wenn die Züge liegen bleiben, aber im Gegensatz zu früher,
    > also VOR dem geplanten Börsengang, hatte er noch viel mehr Kollegen und ein
    > entsprechendes Budget, um alle Züge bereits im Depot für den Winter
    > vorzubereiten, anstatt im Winter Erste Hilfe im laufenden Betrieb zu
    > leisten.
    >
    > Alles massiv zusammengestrichen und kaputt gespart, nur damit kurzfristig
    > die Rendite der Heuschrecken steigt. Und das ist das Problem in Deutschland
    > und nicht nur in Deutschland: Es wird die Infrastruktur für alle zum
    > finanziellen Wohle weniger ganz bewusst vernächlässigt und ruiniert!

    Kann ich voll zustimmen. Auch ich war vor langer Zeit ein treuer Kunde bei der Deutschen Bahn. Irgendwann wurde die DB aber immer unpünktlicher, unzuverlässiger und sogar kundenfeindlich. Ich bin umgestiegen aufs Auto - mit Bedauern aber es war notwendig. Sicher liegt der Hauptgrund der Misere der DB AG im Kostenmanagement, wo das Management überall versucht kaputt zu sparen. In Südkorea schreiben fast alle Betreiber der U-Bahnlinien/Züge rote Zahlen. Das wird aber in Kauf genommen. Die Versorgung ist excellent und vorbildlich, die Ticketpreise sehr günstig, die Waggons sauber und ordentlich. Davon profitiert aber die ganze Gesellschaft. Das Beispiel mit den Rolltreppen und Fahrstühlen des Autors unterstreicht deutlich worin Deutschland noch aufzuholen hat: Servicementalität

    Eine Innovation entsteht nur dann, wenn man Dinge erprobt und nicht nur danach schaut, ob das Bewährte eigentlich ausreicht oder nicht, und ob das Neue kostengünstig ist. So kann ich mich noch an die Zeiten von Röhrenmonitore gut erinnern, wo die Leute über die LCD-Monitore lästerten, als die ersten Geräte auf dem Markt kamen. Bekanntlich haben damals deutsche TV-Geräthersteller auch nicht an LCD-Technik geglaubt. Die LCD-Monitore und TVs waren am Anfang in der Tat mit vielen Nachteilen verbunden. Aber die Geschichte hat gezeigt, dass das Durchhaltevermögen am Ende sich ausgezahlt hat - leider nicht für viele deutschen Hersteller.

    So ist es auch mit der Maglev-Technik. Diese Technik bietet viele Vorteile. Und wie viele andere Techniken, die in Deutschland entwickelt wurden, werden am Ende woanders weiterentwickelt und produziert. Es geht nicht darum, uns schlecht zu reden und andere Nationen hochzupreisen. Es geht einfach darum zu kritisieren, dass wir viele Dinge einfach zu negativ sehen. Würden wir einfach mehr wagen, mehr probieren und mehr Chancen in neue Dinge sehen statt Risiken, dann wären wir viel weiter, denn wir haben genügend kluge Leute mit Erfindergeist.

  8. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Muhaha 25.11.16 - 15:36

    PearNotApple schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > So ist es auch mit der Maglev-Technik. Diese Technik bietet viele Vorteile.

    Gar keine Frage. Aber es gibt hier keine vernünftigen Einsatzgebiete :)

    > Und wie viele andere Techniken, die in Deutschland entwickelt wurden,
    > werden am Ende woanders weiterentwickelt und produziert.

    Weil man dort eher Verkaufsmöglichkeiten schaffen kann. Was jetzt nicht daran liegt, dass man in Deutschland zu fortschrittsfeindlich ist, sondern dass man woanders geschäftliche Chancen besser nutzt. In der HiFi-Branche hatten zum Beispiel vor allem die Techniker das Sagen. Da wurden tolle Dinge entwickelt wie die Audio-CD und das technisch um Lichtjahre bessere Video200-Format, doch kaum jemand in diesen Firmen wusste, wie man diese Entwicklungen kommerziell richtig nutzen kann.

    Deutschland ist nicht fortschrittsfeindlich, ganz und gar nicht. In Deutschland ist man einfach nicht merkantil genug :)

    > Würden wir einfach mehr wagen, mehr probieren und mehr Chancen in
    > neue Dinge sehen statt Risiken, dann wären wir viel weiter, denn wir haben
    > genügend kluge Leute mit Erfindergeist.

    Und das ist, wertfrei und neutral wie nur möglich, der typisch deutsche Perfektionismus :)

    "Unsere" Probleme mit mangelnder Kommerzialisierung oder Verbreitung würden ganz viele Länder gerne haben, wenn sie dafür etwas von der deutschen Mentalität bekommen könnten, die zum einen dafür sorgt, dass man hier nur zögerlich Risiken eingeht, zum anderen aber auch dafür sorgt, dass hier viele Dinge nicht wahllos aus dem Ruder laufen.

    Was für uns teilweise sinnloser Bürokratismus ist, ist in anderen Ländern dringend notwendiger, aber nicht vorhandener Regulierungsbedarf, wo einmal etablierte Scheisse einfach so weiterläuft, ohne dass jemand dagegen etwas unternimmt, weil sich niemand darum kümmert. In Indien werden bei Monsun regelmäßig wichtige Strassen weggespült. Aber anstatt die Strasse entsprechend gegen Überschwemmung zu sichern, wird einfach jedes Jahr nur frisch aufgeschütteter Schotter mit etwas Asphalt überzogen. Bis zum nächsten Monsun. Weil es dort keinen kümmert. Deswegen wird Indien auch niemals die Armut überwinden können. Es kümmert niemand. Dann sterben halt wieder ein paar tausend Leute, so what?

    Fahrerlaubnis? Bekommt jeder, der genug Geld zum Beamtenbestechen hat. TÜV? Existiert nicht. Als Folge davon viele tausend Verkehrstote jährlich durch inkompetente Fahrzeuglenker und verkehrsuntüchtige Rostlauben. Kümmert das jemand dort? Nö. Ist halt so.

    Von daher ... es geht uns hier VERDAMMT gut! Sollte man bei allem, was hier durchaus besser laufen könnte, niemals vergessen!

  9. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Muhaha 25.11.16 - 15:41

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich möchte gar
    > nicht wissen was Leute aus China, Japan und Süd Korea über unser Bahnsystem
    > denken, wenn sie bei uns zu Gast sind.

    Du, ganz ehrlich, mir ist es scheissegal, was andere über die DB denken :)
    ICH will eine gescheit funktionierende Eisenbahn in Deutschland, weil das für dieses Land wichtig ist!

  10. Re: Interessanter Artikel

    Autor: blauerninja 25.11.16 - 17:28

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Shoopi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Vernünftig bliebe nur ein gut geplanter Umbau der Infrastruktur sobald
    > die
    > > Technik stehen würde, tut mir wirklich Leid.
    >
    > Mir auch. Weil die Technik eben NOCH NICHT steht. Niemand hat Erfahrungen
    > vom Langzeitbetrieb mit dieser Technik. Niemand weiß, ob das langristig
    > tatsächlich besser, preiswerter, nachhaltiger ist als Schiene. Aber man
    > soll jetzt schon alles auf Magnetschwebetechnik umbauen?
    >
    > DAS verstehe ich unter unvernünftig :)
    >
    > > Und was für langfristige
    > > Folgen? Sicher das du nicht nur im dunkeln nach Problemen greifst?
    > Besitzt
    > > du DB-Aktien?
    >
    > Ich bin mir ziemlich sicher, dass Du keine Ahnung von der Komplexität des
    > Themas hast.

    Zum Glück waren unsere Vorfahren im letzten, korrigiere mittlerweile vorletzten, Jahrhundert nicht so vernünftig. Sie dachten nicht daran, dass sie keinerlei Erfahrungen vom Langzeitbetrieb hatten und bauten schlichtweg die erste Eisenbahn von Nürnberg nach Fürth und Telegraphienetze. Und das musste damals auch sehr viel gekostet haben und von Wirtschaftlichkeit war zunächst vermutlich auch keine Rede. Man man man, wie bekloppt waren sie damals, dass sie das gut funktionierende Postkutschensystem erssetzen wollten? Funktionierte doch alles bestens, also wozu so viel Geld verpulvern für was neues? Und um Himmels Willen, wozu braucht man ein so schnelles Gefährt überhaupt? Wozu diese Eile?

    Falls Sie es vergessen haben, Technologie ist das A und O. Bessere Technologie führte zu besseren Überlebensbedingungen schon in der Urzeit. Und heute macht sie den Unterschied aus, ob ein Land weltbekannt ist wie bspw. die USA und Japan, oder ob kein Mensch es kennt, wie bspw. Gabun oder Laos.

  11. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Nogul 25.11.16 - 18:07

    Generell scheint man den Betrieb auf Verschleiss zu pflegen.

    Jahrzehntelang wusste ich nicht mal genau wo der Motor bei ÖR Bussen war.

    Jetzt ist ein liegengebliebener Bus mit offener Motorhaube kein seltener Anblick mehr.

    Ansonsten sind die herkömmlichen Züge wohl noch gut genug. Geschwindigkeit um jeden Preis gilt heutzutage nicht mehr. Sparsamkeit ist wichtiger geworden. So fliegen die Passagierjets langsamer als früher, um Sprit zu sparen. Bei Zügen versucht man nicht mehr mit großem Energieaufwand schnelle Zwischenspurts hinzulegen, um an der Gesamtfahrzeit nur marginal zu sparen.

  12. Re: Interessanter Artikel

    Autor: tingelchen 25.11.16 - 18:46

    > Mir auch. Weil die Technik eben NOCH NICHT steht. Niemand hat Erfahrungen
    > vom Langzeitbetrieb mit dieser Technik. Niemand weiß, ob das langristig
    > tatsächlich besser, preiswerter, nachhaltiger ist als Schiene. Aber man
    > soll jetzt schon alles auf Magnetschwebetechnik umbauen?
    >
    Nun die Preisfrage.

    Wie erhält man Erfahrung mit einer Technik wenn man sie nicht einsetzt?

  13. Re: Interessanter Artikel

    Autor: KTVStudio 25.11.16 - 20:51

    Dann freuen wir uns auf die glorreiche Privatisierung der Autobahn. Danke Schäuble.

  14. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Nogul 25.11.16 - 22:10

    KTVStudio schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann freuen wir uns auf die glorreiche Privatisierung der Autobahn. Danke
    > Schäuble.

    Komisch, dass das in Zusammenhang mit Korea angesprochen wird.

    Die Autobahnen in Korea sind privat. Die Maut ist preislich in dem Rahmen was man für einen Busticket auf der Strecke zahlt. Autobahn in so einem perfekten Zustand habe ich sonst nirgendwo gesehen. Wie geleckt.

    Mir wäre es zu teuer aber es kann auch funktionieren.

  15. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Nasreddin 25.11.16 - 22:21

    Jogibaer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muss da wieder die Politik eingreifen?

    Muss sie nicht, tut sie bereits: Der Bund hält 100% der Aktien der DB. Also ist Alexander Dobrindt quasi der Chef vom Bahnvorstand. Ist halt die Frage, wie ernst der Bund seine Aufgaben nimmt.

    Der Bahnvorstand hat ja irgendwie das bescheidene Ziel, der größte Logistikkonzern der Welt zu werden. Deshalb wird unter anderem viel Geld im Ausland investiert und argumentiert, dass die Gewinne von dort in die hiesige Infrastruktur fließen würde und so letzten Endes dem deutschen Bürger zugutekäme. Jedoch stimmt das nachweislich nicht. Die Kapitalrückflüsse sind minimal. Die Bahn bindet also viel Geld im Ausland, und vernachlässigt das hiesige Geschäft.

    Jetzt könnte man meinen dass das ein Punkt wäre, wo man als Bundesregierung dem Bahnvorstand einen Kurswechsel vorschreibt. Aber dem Scheint nicht so zu sein. Ein Alexander Dobrindt jedenfalls plappert fleißig die Aussagen der Bahn nach und beschäftigt sich lieber mit dicken Autos, deren Technikspielereien und einer schönen PKW-Maut. Die Bahn bringt scheinbar nicht genug Wählerstimmen.

    Es gibt sicherlich viele weitere Gründe für die Probleme, aber letzten Endes sind sie IMHO alle Sache der Bundesregierung weil der Bund nun einmal der Eigentümer ist.





    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eben wieder ein guter Beweis für meine Aussage: wer an die Börse geht
    > verkauft die Seele seiner Firma.
    >
    > Aktienkäufer interessiert eben nur eines: Gewinnmaximierung. Das Produkt
    > einer Firma ist dabei scheiß egal solange der Gewinn am Ende passt [...]

    Wäre mir neu, dass das Erklärte Ziel der Bundesrepublik Deutschland die Gewinnmaximierung ist. Dachte es geht um die Menschen.







    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gar keine Frage. Aber es gibt hier keine vernünftigen Einsatzgebiete :) [für die Maglev-Technik]

    Naja schau mal nach Frankreich, da fährt ein TGV von Paris nach Montpellier in ca. 3:25h (eine Strecke von 750km mit dem Auto). Mit dem Flugzeug braucht man für diese Strecke 1h 20. Mit einchecken etc. ist man also nicht schneller als der TGV & man muss ja noch zum Flughafen und wieder weg. Ein Bahnhof liegt meist besser. Und wenn ich heute ein Ticket für in 4 Tagen buchen würde wäre ich schon mit 41¤ dabei. Da hält kein Flugzeug mit.

    Wenn ich dann mal schaue wie viele Inlandsflüge es hier gibt z.B. von Berlin nach Stuttgart, München oder von Hamburg nach München, fände ich eine Hochgeschwindigkeitstrasse schon ne nette Sache. Das würde zumindest die Umwelt schonen und die Lärmbelästigung könnte auch reduziert werden.

    Sinn besteht da schon, ist halt ne frage ob man so etwas politisch fördern möchte oder nicht. Scheinbar sind Flughäfen ein größere Prestigeobjekte. Es gibt nur 6 Flughäfen in Deutschland, die profitabel sind, Der Rest sind Millionengräber die künstlich am Leben gehalten werden. Da fände ich es sinnvoller, das Geld würde in ein Hochgeschwindigkeitsnetzt z.B. Zwischen Hamburg, Berlin, Frankfurt, Düsseldorf, Stuttgart und München gesteckt werden, und der Rest wird per ICE usw. gut daran angebunden.

  16. Re: Interessanter Artikel

    Autor: thinksimple 25.11.16 - 22:47

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muhaha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Letzten Winter gab's mal wieder längere Aufenthalte in einem Bahnhof,
    > weil
    > > einige Bremsschläuche zugefroren waren. Nach der Reparatur ist der
    > > Wartungstechniker zugestiegen und ist während der Fahrt die ganze Länge
    > des
    > > Zuges entlang gelaufen, um potentielle Ausfälle schneller lösen zu
    > können.
    > >
    > > (Sehr höflich) darauf angesprochen, ob das denn der erste Winter für die
    > DB
    > > sei, meinte er nur mit den Augen rollend, dass es nicht an ihm und
    > seinen
    > > Kollegen liege, wenn die Züge liegen bleiben, aber im Gegensatz zu
    > früher,
    > > also VOR dem geplanten Börsengang, hatte er noch viel mehr Kollegen und
    > ein
    > > entsprechendes Budget, um alle Züge bereits im Depot für den Winter
    > > vorzubereiten, anstatt im Winter Erste Hilfe im laufenden Betrieb zu
    > > leisten.
    > >
    > > Alles massiv zusammengestrichen und kaputt gespart, nur damit
    > kurzfristig
    > > die Rendite der Heuschrecken steigt. Und das ist das Problem in
    > Deutschland
    > > und nicht nur in Deutschland: Es wird die Infrastruktur für alle zum
    > > finanziellen Wohle weniger ganz bewusst vernächlässigt und ruiniert!
    >
    > Eben wieder ein guter Beweis für meine Aussage: wer an die Börse geht
    > verkauft die Seele seiner Firma.
    >
    > Aktienkäufer interessiert eben nur eines: Gewinnmaximierung. Das Produkt
    > einer Firma ist dabei scheiß egal solange der Gewinn am Ende passt und
    > dieser muss um jeden Preis natürlich stetig steigen. Für den
    > Dienstleistungssektor ist das besonders Gift, denn wenn irgendwo als erstes
    > der Rotstift angesetzt wird um den Gewinn zu erhöhen dann im
    > Supportbereich, das ist immer so. Und darum die Probleme bei der deutschen
    > Bahn.
    >
    > Darum wundert mich das jetzt auch nicht wirklich, dass die deutsche Bahn
    > bloß noch auf reagieren anstatt auf agieren ausgelegt ist. Ich möchte gar
    > nicht wissen was Leute aus China, Japan und Süd Korea über unser Bahnsystem
    > denken, wenn sie bei uns zu Gast sind.

    mir gefiel in Tokio vor allem das ein- und aussteigen. einsteigen war einpressen und aussteigen wenn du glück hattest und alle anderen auch rausgeploppt sind. ja pünktlich sind sie. werden ja auch drauf gedrillt und wenn nicht wirds böse. sollten wir auch einführen. am besten alles von den amis und den chinesen und japanern.
    schöne welt. keine betriebsräte, kein kündigungsschutz, kein sozialsystem, bildung muss selbst bezahlt werden, sicherheit braucht auch keiner, tarifverträge eh nicht, firmen können dadurch billiger produzieren und der staat kann mehr geld für andere sachen ausgeben.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  17. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Rick Sanchez 25.11.16 - 23:55

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hotohori schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich möchte gar
    > > nicht wissen was Leute aus China, Japan und Süd Korea über unser
    > Bahnsystem
    > > denken, wenn sie bei uns zu Gast sind.
    >
    > Du, ganz ehrlich, mir ist es scheissegal, was andere über die DB denken :)
    >
    > ICH will eine gescheit funktionierende Eisenbahn in Deutschland, weil das
    > für dieses Land wichtig ist!
    Servus,
    ja einen funktionierenden Schienenverkehr würde ich mir in München auch wünschen.
    Was hier beim MVV funktioniert ist die jährliche Preiserhöhung!
    1992 kostete eine 10ner Streifenkarte 10 DM heute 13 Euro {siehe http://www.juergen-reichmann.de/welt/tickets/mvv/72789101/
    Die SBahnen von damals hatten zwar keine Klimaanlage {die im Sommer mittlerweile komplett überfordert ist und man schwitzt mehr als in den alten Garnituren}aber dafür hat man im Winter nicht wie in den aktuellen SBahnen gefrorenen!
    Auch waren die alten SBahnen innen "gemütlicher{die heutige Bestuhlung ist immer schmutzig und sie ist unbequem}und sie waren zuverlässiger nicht umsonst fahren diese alten Bahnen wieder teilweise in München.
    Aber im Augenblick bin ich sehr dankbar den MVV nicht nutzen zu müßen ,man entkommt den Gästen der Merkel einfach nicht mehr....Frauen werden jeden Tag belästigt von denen ohne Pfefferspray geht hier keine mehr in die U und SBahn!

  18. Re: Interessanter Artikel

    Autor: Mithrandir 26.11.16 - 01:09

    Niaxa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Awa lasst uns die gesamte Infrastrucktur aufreisen und den Verkehr für
    > Jahre lahm legen, damit wir endlich auch mal sagen können, das wir auf jede
    > Schwachsinnsidee zum Wohle der Technikfreaks aufsteigen können. Wir haben
    > zwar eines der dichtesten und struktuiertesten Verkehrssystem, aber heyyyy
    > was solls. Braucht kein Mensch, denn wir sind ja soooo weit hinten dran.
    > Man man man. Solche Leute sollen sich bei VOX bewerben uuuuuuund TSCHÜSS!

    Ich vermute, du hast dich im Internet verlaufen und bist auf der falschen Internetseite gelandet. Kann ja mal vorkommen. Mach's gut, ciao!

  19. Re: Interessanter Artikel

    Autor: plutoniumsulfat 26.11.16 - 21:23

    Nasreddin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jogibaer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Aktienkäufer interessiert eben nur eines: Gewinnmaximierung. Das Produkt
    > > einer Firma ist dabei scheiß egal solange der Gewinn am Ende passt [...]
    >
    > Wäre mir neu, dass das Erklärte Ziel der Bundesrepublik Deutschland die
    > Gewinnmaximierung ist. Dachte es geht um die Menschen.

    Der war gut ;D

  20. Re: Interessanter Artikel

    Autor: plutoniumsulfat 26.11.16 - 21:24

    Wenn man nur ein Gesamturteil mit ja/nein sieht, dann ist natürlich alles in Ordnung ;)

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