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Failed Company

Über PC-Games lässt sich am besten ohne nerviges Gedöns oder Flamewar labern! Dafür gibt's den Freiraum!
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  1. Failed Company

    Autor: McWiesel 19.01.21 - 21:11

    Stellt IBM noch irgendwas her, was am Markt mehr als nur homöopathische Relevanz hat?

    Ich frage mich echt, wie man einen Konzern, der mal in so viele verschiedenen Sparten erstklassige Produkte (Notebooks, Server, Desktop-PC's, Betriebssysteme, Office-Software) am Markt hatte, so dermaßen gegen die Wand fahren kann. OK, wenn mal ein Bereich davon scheitert und verkauft wird (speziell Lotus hatte nie eine richtige Chance gegen MS), kann das passieren, aber gleich in allen Bereichen? Warum schaffte man es nicht mehr speziell Firmenkunden mit IBM-Notebooks zu begeistern, während es Lenovo plötzlich wieder kann?

    Für mich ist das irgendwie nur noch ein Zombie in der letzten Reihe, während Microsoft, Amazon, Google, Cisco, Dell und Apple vorne auf der Bühne stehen und die Show rocken. Mein Gott, was waren das für Zeiten, als vom Serverraum bis zum Büro von vorne bis hinten nur IBM-Logos zu sehen waren.

  2. Re: Failed Company

    Autor: buhtope3 19.01.21 - 22:02

    Management ohne Verstand schafft alles gegen Wand zu fahren. Hab beobachtet, früher waren die Entscheider technisch versiert und mit Firmen Know-How. Wenn neuer Chef plötzlich alles besser weiß und tauscht hohen Personal aus, dann bleibt nicht viel von ehemaligen Produkten übrig. Papiertiger bzw. BWLer brauchen schöne Zahlen, dann wird ge-/verkauft ohne Ende.

  3. Re: Failed Company

    Autor: stan__lemur 20.01.21 - 00:08

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stellt IBM noch irgendwas her, was am Markt mehr als nur homöopathische
    > Relevanz hat?
    Für Privat- und SoHo-Umfeld: nein, KMU höchstens indirekt als eingebundenes oder lizensiertes Produkt innerhalb eines größeren Pakets. Ausnahme: Möbelhäuser - zumindest bis vor Corona lief bei fast allen Ketten Lagerwirtschaft/Bestellung/Rechnungswesen auf IBM i - die panelgeführten grünen Terminalfenster sind unverkennbar.
    >
    > Ich frage mich echt, wie man einen Konzern, der mal in so viele
    > verschiedenen Sparten erstklassige Produkte (Notebooks, Server,
    > Desktop-PC's, Betriebssysteme, Office-Software) am Markt hatte, so dermaßen
    > gegen die Wand fahren kann. OK, wenn mal ein Bereich davon scheitert und
    > verkauft wird (speziell Lotus hatte nie eine richtige Chance gegen MS),
    > kann das passieren, aber gleich in allen Bereichen? Warum schaffte man es
    > nicht mehr speziell Firmenkunden mit IBM-Notebooks zu begeistern, während
    > es Lenovo plötzlich wieder kann?
    Alles, was mit x86(-64) zu tun hat, hat IBM nicht wirklich interessiert, da bleibt zu wenig Gewinn über. 20%+x ist Pflicht, Sparten, die dauerhaft drunter sind, will man nicht behalten.
    Power- und z-Systeme laufen immer noch gut (ok, da muss man auch nicht so viel von verkaufen), die dazugehörige Software auch. Und dazu Outsourcing - aber das geht ja in das Spinoff.
    >
    > Für mich ist das irgendwie nur noch ein Zombie in der letzten Reihe,
    > während Microsoft, Amazon, Google, Cisco, Dell und Apple vorne auf der
    > Bühne stehen und die Show rocken. Mein Gott, was waren das für Zeiten, als
    > vom Serverraum bis zum Büro von vorne bis hinten nur IBM-Logos zu sehen
    > waren.

  4. Re: Failed Company

    Autor: Aristarch 20.01.21 - 00:57

    McWiesel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Stellt IBM noch irgendwas her, was am Markt mehr als nur homöopathische
    > Relevanz hat?

    Hardware für Konsumenten fast gar nicht mehr. Eine Übersicht liefert dir
    https://www.ibm.com/products

    Ich kann nicht sagen, dass ich IBM-Software besonders attraktiv finde, aber viele Firmen haben sich auf einzelne Produkte einschwören lassen, und solange kein Migrationspfad existiert, werden sie andere Software nicht mal angucken, auch wenn das Produkt von IBM vielleicht extrem unzeitgemäß ist.

    Bei IBM passen in der Regel Hard- und Software zusammen und funktionieren auch, und das kann man von anderen Firmen nun gar nicht behaupten.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.21 01:10 durch Aristarch.

  5. Re: Failed Company

    Autor: 43rtgfj5 20.01.21 - 05:17

    Aristarch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei IBM passen in der Regel Hard- und Software zusammen und funktionieren
    > auch, und das kann man von anderen Firmen nun gar nicht behaupten.

    Das, und fehlende Alternativen. Kenne das Thema Mainframe/zOS mittlerweile zu genüge, man wird die Kiste einfach nicht los, egal wie sehr man möchte. Das wird vielen in Zukunft noch auf die Füße fallen, weil die tragenden Personen alle in den nächsten Jahren in Rente gehen. Das sind die, die angefangen haben mit Lochkarten einlegen, und heute dafür verantwortlich sind, dass die großen Banken und Versicherungen noch laufen, weil man einfach nicht von den Kisten wegkommt.

    Wird spannend wie es mit IBM weitergeht in Zukunft.

  6. Re: Failed Company

    Autor: Oktavian 20.01.21 - 10:03

    > Stellt IBM noch irgendwas her, was am Markt mehr als nur homöopathische
    > Relevanz hat?

    IBM-Mainframes sind immer noch sehr marktrelevant. Auch die Power-Systeme haben eine gewisse Verbreitung. Gerade bei Banken und Versicherungen stehen davon ne ganze Menge rum.

    Zwar kenne ich auch keinen von denen, der nicht mindestens ein Großprojekt laufen hat, um von der Plattform wegzumigrieren, aber die meisten dieser Projekte kommen nicht recht vom Fleck. Ich hab mehrere Jahre für eine durchaus größere Bank in D gearbeitet, die hatten zwei Kernsysteme auf IBM-Hosts, und das sollte Richtung SAP migriert werden. In den 5 Jahren, die ich das Projekt beobachtet habe, ist man zwar ein gutes Stück voran gekommen, gleichzeitig wurde aber das Kernsystem so erweitert (neues Geschäft), dass man weniger Fertigstellung hatte als vor den 5 Jahren.

    > Ich frage mich echt, wie man einen Konzern, der mal in so viele
    > verschiedenen Sparten erstklassige Produkte (Notebooks, Server,
    > Desktop-PC's, Betriebssysteme, Office-Software) am Markt hatte,

    Das waren die Produkte, die Endkunden sehen konnten. Das war ein Massenmarkt, gleichzeitig aber recht margenschwach. Ich kann die Entscheidung schon gut verstehen, diesen Standard-Kram abzugeben.

    > Warum schaffte man es
    > nicht mehr speziell Firmenkunden mit IBM-Notebooks zu begeistern, während
    > es Lenovo plötzlich wieder kann?

    Weil Lenovo ganz deutlich günstiger produzieren kann. Die Produkte liegen im Bereich von Dell, HP und Co. Zudem ist Lenovo in der Lage, mit dem Image teils Consumer-Produkte zu verkaufen, das wäre IBM schwergefallen.

    > Für mich ist das irgendwie nur noch ein Zombie in der letzten Reihe,
    > während Microsoft, Amazon, Google, Cisco, Dell und Apple vorne auf der
    > Bühne stehen und die Show rocken.

    Cisco und Dell wundern mich in der Liste ziemlich. Cisco steht unter Dauerdruck von den Chinesen, Dell stürzt von einer Fast-Pleite in die nächste.

    Microsoft, Amazon und Google haben in den letzten Jahren eine echt heftige Wende vollzogen, vom Produkt-Anbieter zum Service-Anbieter.

    > Mein Gott, was waren das für Zeiten, als
    > vom Serverraum bis zum Büro von vorne bis hinten nur IBM-Logos zu sehen
    > waren.

    Auch Firmen sind flexibler geworden. Früher hatten einige Firmen im eigenen Bürogebäude ein oder zwei Büros abgegeben, da saß der exklusive IBM-Client-Executive, ein Vertriebler, der nur und ausschließlich einen Kunden bespaßt. Da gab es immer lecker Mittagessen. Heute ist Compliance ein wesentliches Thema, am schreibt alles aus, und Standard-x86-Server können andere halt deutlich billiger.

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