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Die Fiktion der Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme

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  1. Die Fiktion der Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme

    Autor: LX 03.03.16 - 16:28

    Dass das noch niemand hinterfragt hat, wie das gehen soll, wundert mich doch ein wenig: Wenn die Maßnahme tatsächlich wirksam ist, sollte sie die Umgehung eigentlich erfolgreich verhindern - indem sie umgangen wurde, ist sie bereits nicht mehr wirksam.

    Als nächstes könnte man noch in Frage stellen, wie der Anspruchsumfang bei privaten Sicherheitskopien sinnvoll zu ermitteln wäre, da ja regelmäßig Summen genannt werden, die völlig aus der Luft gegriffen zu sein scheinen.

  2. Re: Die Fiktion der Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme

    Autor: Mithrandir 03.03.16 - 16:58

    Doch, doch - das wird sehr wohl hinterfragt. Es gibt nur viele Meinungen dazu.

    §95a UrhG, Abs 2 definiert "Technische Maßnahmen" als "Technologien, Vorrichtungen und Bestandteile, die im normalen Betrieb dazu bestimmt sind, geschützte Werke oder andere nach diesem Gesetz geschützte Schutzgegenstände betreffende Handlungen, die vom Rechtsinhaber nicht genehmigt sind, zu verhindern oder einzuschränken. Technische Maßnahmen sind wirksam, soweit durch sie die Nutzung eines geschützten Werkes oder eines anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstandes von dem Rechtsinhaber durch eine Zugangskontrolle, einen Schutzmechanismus wie Verschlüsselung, Verzerrung oder sonstige Umwandlung oder einen Mechanismus zur Kontrolle der Vervielfältigung, die die Erreichung des Schutzziels sicherstellen, unter Kontrolle gehalten wird."

    Heißt im Klartext: Solange im "Normalbetrieb" alles in Ordnung ist, ist der Kopierschutz rechtlich wirksam. Als nächsten Schritt müsste man die Definition von "Normalbetrieb" auseinander nehmen. Wenn ich einen Filtertreiber installiere (dass macht AnyDVD), befindet sich mein PC dann noch im Normalbetrieb? Wenn das der Fall ist, dann könnte man evtl. argumentieren, dass der Kopierschutz eben doch nicht wirksam ist.

    Wäre spannend.

  3. Re: Die Fiktion der Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme

    Autor: püsta 03.03.16 - 17:31

    Ich würde mich wohl auf "Zugangskontrolle, einen Schutzmechanismus wie Verschlüsselung, Verzerrung oder sonstige Umwandlung oder einen Mechanismus zur Kontrolle der Vervielfältigung" stürzen. Das klingt für mich immer so als ob die Leute die das Verfasst haben nicht richtig verstanden haben das alles in der digitalen Welt am Ende ne Zahl ist.

    Solche Algorithmen sind auch nichts anderes als mathematische Funktionen die Wert A in Wert B umwandeln. Genauso wie jede Art von Kompressions- oder Konvertierungsalgorithmus. Der einzige Unterschied der da besteht ist die Intention des Autors dieses Algorithmus.

    Und wenn wir soweit sind kann ich auch die Funktion f(x)=x nehmen und sagen die wurde mit der Intention gewählt damit Leute das nicht mehr kopieren können.

    Die sollten sich nun endlich einig werden und kopieren von Daten entweder komplett verbietet, d.h. die digitale Welt abschaffen, da jeder memcopy illigal wird, oder einsehen das es immer ein Katz und Maus spiel zwischen Pseudo-security und offenem Zugang geben wird.

  4. Re: Die Fiktion der Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme

    Autor: John2k 03.03.16 - 17:34

    Mithrandir schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch, doch - das wird sehr wohl hinterfragt. Es gibt nur viele Meinungen
    > dazu.
    >
    > §95a UrhG, Abs 2 definiert "Technische Maßnahmen" als "Technologien,
    > Vorrichtungen und Bestandteile, die im normalen Betrieb dazu bestimmt sind,
    > geschützte Werke oder andere nach diesem Gesetz geschützte
    > Schutzgegenstände betreffende Handlungen, die vom Rechtsinhaber nicht
    > genehmigt sind, zu verhindern oder einzuschränken. Technische Maßnahmen
    > sind wirksam, soweit durch sie die Nutzung eines geschützten Werkes oder
    > eines anderen nach diesem Gesetz geschützten Schutzgegenstandes von dem
    > Rechtsinhaber durch eine Zugangskontrolle, einen Schutzmechanismus wie
    > Verschlüsselung, Verzerrung oder sonstige Umwandlung oder einen Mechanismus
    > zur Kontrolle der Vervielfältigung, die die Erreichung des Schutzziels
    > sicherstellen, unter Kontrolle gehalten wird."
    >
    > Heißt im Klartext: Solange im "Normalbetrieb" alles in Ordnung ist, ist der
    > Kopierschutz rechtlich wirksam. Als nächsten Schritt müsste man die
    > Definition von "Normalbetrieb" auseinander nehmen. Wenn ich einen
    > Filtertreiber installiere (dass macht AnyDVD), befindet sich mein PC dann
    > noch im Normalbetrieb? Wenn das der Fall ist, dann könnte man evtl.
    > argumentieren, dass der Kopierschutz eben doch nicht wirksam ist.
    >
    > Wäre spannend.


    Auf dem PC kann es keinen Normalbetrieb geben. Deswegen versucht man es mit kotzsoftware wie Powerdvd die unattraktiv zu gestalten. B

  5. Re: Die Fiktion der Umgehung einer wirksamen technischen Maßnahme

    Autor: Lapje 05.03.16 - 10:55

    LX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass das noch niemand hinterfragt hat, wie das gehen soll, wundert mich
    > doch ein wenig: Wenn die Maßnahme tatsächlich wirksam ist, sollte sie die
    > Umgehung eigentlich erfolgreich verhindern - indem sie umgangen wurde, ist
    > sie bereits nicht mehr wirksam.
    >
    > Als nächstes könnte man noch in Frage stellen, wie der Anspruchsumfang bei
    > privaten Sicherheitskopien sinnvoll zu ermitteln wäre, da ja regelmäßig
    > Summen genannt werden, die völlig aus der Luft gegriffen zu sein scheinen.

    Naja, das ist trotz allem ein wenig zu einfach gedacht. Wenn ich das richtig verstehe, nutzt AnyDVD "erbeutete" Schlüssel zum entschlüsseln der BDs. Wenn sich jemand "unrechtlich" den Code zu meiner Hausalarmanlage besorgt, dann ist das System nach wie vor technisch wirksam da es nicht "umgangen" wird, der Zugang dennoch unrechtlich. Ich denke mal so ähnlich verhält es sich bei AnyDVD...

    Man möge mich korrigieren wenn es anders ist, dann behaupte ich das Gegenteil...^^

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