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Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

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  1. Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

    Autor: MrEfficiency 29.10.13 - 16:42

    Jedes Jahr aufs neue gibt es einen Mangel. Wurden vor Jahren noch Inder angeworben, später dann die Abschlüssen von EU-Mitbürgern eher gleichgestellt, haben sie das Problem doch nie gelöst:

    Warum will ein "IT-Fachmann" nicht für 0 Euro im Jahr arbeiten? Kann man sie nicht dazu zwingen?

    Gehälter zu erhöhen und so mehr Personal anzulocken wäre ja gewinnschädigend.

  2. Re: Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

    Autor: contentmafia 29.10.13 - 20:38

    Wenn das mal so einfach wäre.

    Ein enger Freund von mir ist Informatiker, hat sein Studim an einer sogenannten "Elite"-Uni gemacht, jahrelang Erfahrung in studienbegleitenden und unentgeltlichen Praktika gemacht, war danach als Consultant tätig und schließlich selbständig mit 150K im Jahr. Ja, sowas geht natürlich.


    Seit 3 Jahren versucht er jetzt, das Unternehmen zu vergrößern, schiebt oft 60 Stunden pro Woche und verzweifelt da dran. Wegen der Anspruchshaltung, die viele junge Absolventen heute mitbringen, wenn sie denn überhaupt bereit sind, zu einer kleinen Firma zu gehen.

    50K, das ist Untergrenze. Aber nur, wenn 30 Tage Urlaub drin sind. Klar auch mit Diensthandy, Fortbildungen zur Verbesserung ihres persönlichen Profils, Karriereaussichten. Aber nicht mehr als 37.5 Stunden pro Woche, und wenig bis keine Reisebereitschaft. Wegen der Work Life Balance. Oft eine riesige Selbstüberschätzung: kommt von der Uni, glaubt eine Menge zu können und versaut dann 2 von 3 Kundenterminen, weil er zu unerfahren ist und vom Manager des Kusofo aufs Glatteis geführt wird. Der letzte Absolvent hat sich nach der Uni zwei Jahre lang das Geschäft zeigen lassen und verlangte dann: entweder 30% mehr Gehalt, oder ich gehe zu Deiner direkten Konkurrenz. Null Loyalität.

    Dann gibt es die Unzahl selbsternannter IT-Fachleute, die aus anderen Berufen gewechselt sind und IT nur machen wollen, weil im alten Beruf nichts zu verdienen war, IT als sicher gilt und sie in ihrer Freizeit viel PC-Erfahrung gesammelt haben (Windows für Freunde reparieren und World of Warcraft spielen).

    Dazu kommt, dass zwar die Ansprüche bei guten Kräften in den letzten Jahren gestiegen sind, aber die Kunden in Folge der Krise immer noch die Preise niedrig halten, häufig mit schlechteren Bedingungen als vor 5 Jahren, und von den DotCom-Zeiten wollen wir gar nicht reden. Aber woher das Geld dann kommt, braucht den Angestellten ja nicht zu interessieren, ist ja schließlich Fachkräftemangel.


    Und da kommst Du und beklagst Dich über die gerigen Arbeitgeber. Es gibt immer zwei Seiten!!!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.10.13 20:52 durch contentmafia.

  3. Re: Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

    Autor: Gontah 30.10.13 - 08:14

    contentmafia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    Zwei Seiten gibt es nicht. Wenn Uni-Absolventen viel Geld fordern, dann bedeutet dass, das solche Gehälter auf dem Markt exisitieren. Punkt. Würden solche Gehäler nicht bezahlt, käme keiner auf die Idee, sie zu fordern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Frisörin im 08/15-Salon 20-25 Euro por Stunde fordert. Solche Löhne existieren nicht in dieser Branche und sie weisst das.

    Und ja, ich will 30 Tage Urlaub, Fortbildungen und Karriereaussichten. Warum soll ich darauf verzichten? Nur weil der Arbeitgeber mir das alles nicht anbieten will? Dann such ich einen anderen Arbeitgeber, der das tut, weil ich weiss, das es solche auf dem Markt gibt.
    Ich möchte natürlich auch einen A7 als Dienstwagen, 60 Tage Urlaub und 30 Stunden Arbeitswoche. In meine Arbeitszimmer natürlich, nicht irgendwo beim Kunden am anderen Rand des Landes. Aber das gibt es nicht für einen normalen ITler, also stelle ich auch soclhe Ansprüche nicht, weil ich weiss, das ich das nicht bekomme (s. Frisör-Beispiel oben).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.10.13 08:15 durch Gontah.

  4. Re: Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

    Autor: contentmafia 30.10.13 - 08:45

    Siehe oben, Selbstüberschätzung, Dotcom-Erinnerungen. Doppel-Punkt


    Und dabei hast Du völlig Recht, der Markt regelt das.

    Hier zum Ärger des TE, der sich wundert, warum solche Wünsche eben nicht!! in Erfüllung gehen.

  5. Re: Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

    Autor: Endwickler 30.10.13 - 08:49

    contentmafia schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Kusofo ...

    Was ist das denn?

  6. Re: Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

    Autor: Endwickler 30.10.13 - 08:51

    Gontah schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... Wenn Uni-Absolventen viel Geld fordern, dann bedeutet dass, das
    > solche Gehälter auf dem Markt exisitieren. Punkt.

    Falsch. Es müssen nur genug Behauptungen existieren, dass diese Gehälter existieren.

    > Würden solche Gehälter nicht bezahlt, käme keiner auf die Idee, sie zu
    > fordern.

    Falsch. Man richtet sich nach dem, was man hört und liest und nicht nach dem, was wirklich fließt.

  7. Re: Gehälter erhöhen, schon gibt es keinen "Mangel" mehr

    Autor: spiderbit 30.10.13 - 13:16

    bitte mag ein überflüssgeschäftt sein offenbar gibts mehr ITler als Jobs... DANN soll halt diese DRECKS-BITCOM nicht ständig Lügenmärchen erzählen.

    Offenbar finden entweder die Kunden dann 10 andere Firmen die ihnen das machen, dann ist der Markt eben überlaufen und 1-2 der Firmen sollten eh mal Hopps gehen, oder er braucht das nicht wiklich er kann auf die Dienstleistung verzichtne... selbe Grundproblem -> sollen halt mal ein paar Firmen hopps gehen und man sollte die Leute Warnen das der Bereich total überlaufen ist es viel zu viele Studienabgänger gibt.

    Das ist doch relativ einfach wenn eine verknappung kommt muss der kunde mehr zahlen sonst ist entweder der Chef ein schlechter Verhandler und lässt sich über den Tisch ziehen, oder die Firma braucht das Produkt nicht wirklich.

    Das ist das 1x1 von Bwl, aber oft kapieren gerade Leute aus der Wirtschaft offenbar Marktmechnismen nicht... andererseits glauben sie immer genau mit solch einem Wissen Staaten als Firmne zu bewerten können, eigentlich gehört bwl verboten wenn da so viel Anti-wissen bei raus kommt offenbar.

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