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Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

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  1. Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: Hakuro 29.03.18 - 18:21

    Ich habe mich schon immer gefragt, ob das Enterprise Modell hinter Docker langfristig tragfähig ist. Docker ist zweifelsfrei eine solide Standardtechnologie, allerdings stellt sich mir die Frage, wozu man die Enterprise Variante langfristig braucht. Folgende Überlegungen dazu:

    Letztendlich ist Docker, anders als VMware o.ä, Open Source. Die Vermutung und letztendliche Praxis legt nahe, dass Distributoren wie Microsoft oder Red Hat selber für die Unterstützung aufkommen, da die Teile ihrer eigenen Enterprise Plattform darauf aufbauen. Bei Anderen Firmen (Puppet, Chef, Nginx, ...) geht es bei der Enterprise Variante ja vor allem um Dinge wie Management, Hochverfügbarkeit etc., aber Docker hingegen sind alle Interessanten Teile des Plattform Managements (z. B. Mesos) unter dem Hut der Apache Foundation und damit Lizenzfrei.

    Docker Enterprise wirbt mit SLA's, bissle Backgound Technik, Zertifizierungen und ein Webinterface. Das ganze Enterprise Modell liest sich allerdings total Belanglos, wenn man bedenkt, dass man den Enterprise Support sowieso durch seine Distributoren bekommt. VMware vSphere bietet mir Docker Support auf meiner bereits eingesetzten Virtualisierungsplattform. Red Hat bietet mir für das Deployment und Lifecycle Management mit Sattlite Enterprise Docker Support.

    Wozu brauch ich DockerEE für $750 pro Node im Jahr?
    Möglicherweise lizenzieren die Distributoren DockerEE in irgendeiner Form. Mir fehlt aber wirklich die Vorstellungskraft, wozu man die Firma hinter Docker bräuchte. Das ist irgendwie so als würde es noch mal eine extra Firma hinter den regulären virtuellen Maschinen geben die, für was auch immer, Unternehmensübergreifend Lizenzgelder einnehmen.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dem Gründer auch die Ideen ausgehen. Die Coole Technologie ist fertig, jetzt zählt nur noch Business.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.18 18:23 durch Hakuro.

  2. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: Henry78 29.03.18 - 19:11

    Image Scanning und Support vom Schmied und nicht vom Schmiedl?

  3. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: Hakuro 29.03.18 - 19:23

    Support für was und für wen? Image Scan kann nur die Firma hinter Docker und ist 750$ pro Node / Jahr Wert? Leuchtet mir wie dargelegt nicht ein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.03.18 19:24 durch Hakuro.

  4. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: redmord 30.03.18 - 01:42

    Ganz ehrlich ... Obwohl ich docker je nach umgebung so einige Vorteile abgewinnen kann, habe ich außerhalb von cloud dienstleistern den sinn noch nicht ganz geblickt. Erst mit kubernetis wird doch ein schuh draus oder nicht? Ansonsten ... Wir entwickeln mit Go, haben keine dependencies und basteln mit aptly debian repositories. Wozu docker? Mir ginge es persönlich mehr um kubernetis als um docker selbst. Da bin ich eher für bare metal.

  5. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: Hakuro 30.03.18 - 09:19

    Kubernetes ist ja so gesehen nur das Orchestrierungswerkzeug für die Container. Ganz generell: Der Grosse Vorteil ist in meinen Augen die Qualitätsverbesserung in der Entwicklung die dadurch entsteht, das man für die Entwicklung die gleichen Container (mit den exakt gleichen Software und Patchständen) nehmen kann wie für das reale Deployment. Dann können nämlich Admins, die da echte Ahnung von haben, sich um die Container kümmern und die Entwicklungsumgebung fällt da einfach so ab. Dadurch kann es keine Missverständnisse geben (“also auf meiner dev VM hat dad immer funktioniert“) und die Entwickler können sich auf das fokussieren , für das sie bezahlt werden - nämlich entwickeln, statt 25% ihrer Zeit Server zurecht zu frickeln. Aus der Praxis weiss ich, das führt nur zu unsauberen Dev Umgebungen die keinerlei Qualität aufweisen und das schlägt sich am Ende nur in einem höheren Testaufwand nieder, da man dann auf Fehlersuche gehen muss in der Prod nahen Testumgebung. Also eine lose-lose-lose Situation. Vielleicht faellt das in kleinen Dev Teams nicht so auf, wir arbeiten mit 160 entwicklern in 25 Teams an einer Software und ganz ehrlich? Nie wieder ohne ...

  6. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: Skaro 30.03.18 - 16:35

    redmord schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ganz ehrlich ... Obwohl ich docker je nach umgebung so einige Vorteile
    > abgewinnen kann, habe ich außerhalb von cloud dienstleistern den sinn noch
    > nicht ganz geblickt.

    Also ich habe auf mein Home Server / NAS ein paar Docker Container. Die Einrichtung mit Docker finde ich schon mal Prinzipiell viel einfacher. z.B. habe ich Home Assistant und das kommt mit 1000 Python dependencies und wenn ich das nun ohne Docker installieren würde müsste ich noch ein Virtuelle Python Umgebung einrichten damit es keine Konflikte mit anderen Programmen gibt die die gleiche Libary aber eine andere Version benutzen.

    In Docker habe ich hingegen mein Home Assistant Container und ist quasi Plug & Play und sobald ein update kommt macht er einfach alles Platt und installiert alles neu in wenigen Minuten.

  7. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: yoyoyo 31.03.18 - 13:05

    Naja, schwaches Argument, wenn die virtuelle Umgebung einen Aufruf von virtuelenv entfernt ist.

  8. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: RP-01 17.07.18 - 17:11

    Es geht ja nicht nur speziell um Python. Das kann man auf beliebige andere Sprachen und Technologien anwenden.

    Ziel ist es schlanke Images zu bauen, mit genau den Dependencies, welche man für seinen jeweiligen Anwendungsfall braucht. Das macht den kompletten Software-Stack viel leichter, besser und schneller wartbar, als wenn man allen Kram einfach nur auf das Host-System klatscht. Alleine schon durch Reduktion potentieller Konflikte.

    Nutze Docker sowohl privat als auch geschäftlich zur Separierung von Diensten in einzelnen Containern (Privat laufen z.B alle Dienste in eigenen Containern), und zum Entwickeln ebenso. Es ist so angenehm, wenn ich mir eine Dev-Env in Minuten nach Gusto zusammenstellen kann, und in Sekunden entweder anpassen oder einfach downloaden kann.

    Seit bei uns Docker genutzt wird respektive etabliert ist, haben sich, wie Hakuro bereits schrieb, die Entwicklungsprozesse für die Entwickler selbst massiv verbessert. Ist einfach neh feine Sache alles zu containerizen. (Wobei ich mich natürlich auch nicht gegen alternative Container-Technologien wehren würde oder werde, sofern ein Wechsel Sinn macht.)

    Docker ALL the things!

  9. Re: Solide Basis Technologie, aber ist DockerEE tragfähig?

    Autor: retrobanger 25.10.19 - 15:36

    Ich weiss nicht. Vielleicht muss Docker auch anders denken. Vielleicht sollten sie einen Geschäftszweige "für Entwickler" machen. Denn natürlich macht das Orchestrieren und Bereitstellen von Containern oftmals Sinn, aber längt nicht alle Anwendungsfälle - vor allem Stateful-Applications sind ein Graus zu "containerisieren" und die Vorteile oftmals gering. Es feuern halt nicht alle Anwendungen einfach tausende gleichartige Container ab.

    Wir nutzen Docker für unsere Entwicklungsumgebungen, also zum Kompilieren, Bauen, testen usw. Bis ein Entwickler seine Dev-Umgebung bisher installiert hat (was oftmals auch gar nicht so einfach möglich ist, mit verschiedenen Versionen auf einem System usw.), konfiguriert hat etc. gehen gut und gerne einige Tage drauf. Mit Docker legen wir ein Dockerfile und ein paar Build-Skripte (die via Docker-Exec arbeiten) ins Repository und innerhalb von 1-2 Stunden läuft bei einem neuen Mitarbeiter die ganze Umgebung, auch wenn der MA noch gar nicht an dem Projekt gearbeitet hat.

    Meine Prognose: Microsoft kauft Docker, bindet es (noch besser) in Azure und VSCode ein. Das Geld mit der Orchestrierung verdienen weiterhin die anderen (K8s und OpenShift).

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