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Arroganz und Ignoranz sind normal in der Branche

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  1. Arroganz und Ignoranz sind normal in der Branche

    Autor: Alphavader 05.08.20 - 08:36

    Ich habe fast 5 Jahre in der Games-Branche gearbeitet. Viele Europäische Firmen als Freelancer und zuletzt auch knapp 2 Jahre bei Blizzard.
    Neben Gehalt gibt es deutlich mehr Probleme - wie keine Aufstiegschancen - Politik - Alt-Eingessene vs Newcomers. etc.

    Das Problem ist aber durchweg in der Branche.
    1. "Es ist halt so" - (Overtime etc) - wird von vielen als "es ist halt so angesehen"
    2. Arroganz Arbeitgeber, die denken, dass sie mit Free-Games, Fruchkorb, Zocken, Gym etc. pp die Angestellten bei Laune halten können und nichts weiter machen müssen
    3. Ignoranz der Angestellten, die (nicht alle) aber oftmals unverheiratete singles / nerds und fanboys sind und tatsächlich gerne die Benefits annehmen, statt sich darüber zu beschweren.
    4. Angst... Die Branche ist "sehr klein" - man kennt sich und daher hat man oft auch Angst, irgendwas anzuzetteln.
    5. Blizzard hat immernoch einen sehr hohen Stellenwert in der Branche - wer hier gearbeitet hat, dem stehen im Europäischen Markt alle Türen offen.

    Nur mal meine 5 Cents.
    Ich habe übrigens die Branche komplett gewechselt und bin jetzt It-Freelancer/Developer. Super Gehalt, kein Arschkriechen und Overtime mehr und zocken kann ich immernoch in meiner Freizeit.

    PS: Es war auch nicht sonderlich geil, oftmals wurde an Titel gearbeitet, wo sich Analysten vorher den Maximalen Outcome errechnet haben. Das war dann nicht immer super Spaßig..

  2. Re: Arroganz und Ignoranz sind normal in der Branche

    Autor: buttermilk 05.08.20 - 10:19

    Kann ich so unterschreiben, war ca. 6 Jahre in der deutschen Branche als Freelancer unterwegs. Den Spirit in der Spielebranche zu erleben ist etwas sehr schönes, wenn sich das ganze Team für ein Game reinhängt. ABER: Das Gehalt ist mies, die Arbeitszeiten/Druck ist mies und auch die Absicherung (so ein kleines Studio geht gerne mal pleite). Also nichts mit dem man Alt werden kann oder eine Familie gründet.

    Habe auch die Branche gewechselt und freue mich über ein gutes Einkommen und geregelte Arbeitszeiten. Ich möchte meine Zeit in der Spielebranche nicht vermissen, aber es ist nichts mehr zu dem ich zurückkehren werde.

  3. Re: Arroganz und Ignoranz sind normal in der Branche

    Autor: gelöscht 05.08.20 - 12:39

    Alphavader schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe fast 5 Jahre in der Games-Branche gearbeitet. Viele Europäische
    > Firmen als Freelancer und zuletzt auch knapp 2 Jahre bei Blizzard.
    > Neben Gehalt gibt es deutlich mehr Probleme - wie keine Aufstiegschancen -
    > Politik - Alt-Eingessene vs Newcomers. etc.
    >
    > Das Problem ist aber durchweg in der Branche.
    > 1. "Es ist halt so" - (Overtime etc) - wird von vielen als "es ist halt so
    > angesehen"
    > 2. Arroganz Arbeitgeber, die denken, dass sie mit Free-Games, Fruchkorb,
    > Zocken, Gym etc. pp die Angestellten bei Laune halten können und nichts
    > weiter machen müssen
    > 3. Ignoranz der Angestellten, die (nicht alle) aber oftmals unverheiratete
    > singles / nerds und fanboys sind und tatsächlich gerne die Benefits
    > annehmen, statt sich darüber zu beschweren.
    > 4. Angst... Die Branche ist "sehr klein" - man kennt sich und daher hat
    > man oft auch Angst, irgendwas anzuzetteln.
    > 5. Blizzard hat immernoch einen sehr hohen Stellenwert in der Branche -
    > wer hier gearbeitet hat, dem stehen im Europäischen Markt alle Türen offen.
    >
    > Nur mal meine 5 Cents.
    > Ich habe übrigens die Branche komplett gewechselt und bin jetzt
    > It-Freelancer/Developer. Super Gehalt, kein Arschkriechen und Overtime mehr
    > und zocken kann ich immernoch in meiner Freizeit.
    >
    > PS: Es war auch nicht sonderlich geil, oftmals wurde an Titel gearbeitet,
    > wo sich Analysten vorher den Maximalen Outcome errechnet haben. Das war
    > dann nicht immer super Spaßig..


    Oh boi, als ich in Punkt 2 "Früchtekorb" gelesen habe, bin ich vor lachen geplatzt :D

    Die Punkte sind aber teilweise auch generell auf die IT anzuwenden. Vorallem auch in Systemhäusern.

    Gehalt knapp über Mindestlohn, regelmäßig 60h die Woche da Punkt 1, eine Erhöhung wird abgelehnt aber hey, es gibt Fruchtkörbe, man kann zocken und im Flur kann man sich den neusten Playboy gönnen, da Punkt 2. Und Kollegen die das selbstverständlich mitmachen, sorgen für Punkt 3 und somit, dass sich nichts ändert.

    Punkt 4 kommt noch dazu, da Leute teilweise nicht nochmal die Energie aufwenden wollen, sich in die neuen Kundenlandschaften einarbeiten zu müssen und Dokumentationen zu lesen, wenn die in ihrer bisherigen Stelle die Kunden jahrelang kennen und im Schlaf wissen, welcher Port am Switch direkt zur Firewall führt.

    Cheers!

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