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warum mehr staatliche förderung?

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  1. warum mehr staatliche förderung?

    Autor: morob65 20.04.17 - 17:16

    das muss ich nicht verstehen, warum immer gleich alle nach staatlicher förderung schreien.

  2. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: Tomato 20.04.17 - 17:17

    Ich versteh das schon. Versuchen kann mans ja mal. Ich persönlich hätte auch gerne mehr Förderung für mich.

    Bekloppt wirds erst, wenn die Politik drauf einsteigt.

  3. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: DarkWildcard 20.04.17 - 17:28

    morob65 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das muss ich nicht verstehen, warum immer gleich alle nach staatlicher
    > förderung schreien.

    Warum nicht? Der Staat fördert auch andere Industriezweige, wieso sollte der Staat dann nicht auch helfen die Videospiele Industrie aufzubauen bzw. zu retten?
    Ich möchte lieber daß meine Steuern sinnvoll eingesetzt werden anstatt irgendeinem Bankenvorstand seine nächste Geliebte zu bezahlen.

  4. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: Crossfire579 20.04.17 - 17:41

    Aber die Förderung hört bei Ballerspielen auf. Sehr Konsequent auf jeden Fall :D



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.04.17 17:42 durch Crossfire579.

  5. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: Sammie 20.04.17 - 18:15

    morob65 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > das muss ich nicht verstehen, warum immer gleich alle nach staatlicher
    > förderung schreien.

    Wenn dadurch langfristig neue Arbeitsplätze entstehen würden, spräche ja nichts dagegen. Das Problem ist halt, in der Branche überhaupt erstmal Fuß zu fassen mit dem ersten Projekt. Ohne Startkapital ists halt immer schwierig und von den Banken kriegt man für sowas wie Games - bei denen man im Voraus nie sagen kann, ob sie Gewinne abwerfen - in der Regel keine Kredite.

    Die großen Studios machen dagegen immer den Fehler sich zu übernehmen und denken nach dem ersten erfolgreichen Projekt, klappt auch das zweite, dritte und vierte - dann stellen sie dafür massig Leute ein - aber fallen dann meist damit auf die Schnauze, weils dann nur noch CopyGames sind, die aufs erste aufbauen, statt wirklich neue Gameskonzepte. Wenn dann der erwartete Gewinn ausbleibt, wird der Rotstift angesetzt und die Mitarbeiter fliegen wieder raus.

    Einige von den entlassenen Mitarbeitern sind aber die entscheidenten kreativen Köpfe, die als kleine Truppe mit neuem StartUp auch mal was neues kreieren können - aber da fehlt denen oft das nötige Startkapital, die 1-2 Jahre Entwicklungszeit zu überbrücken. Da jeder Lebensunterhaltskosten hat, kann halt keiner umsonst arbeiten - und bei 5-6 Mann auf 1-2 Jahre gerechnet, kommen da eben schon mal schnell 200k+ allein für Gehälter zusammen. Eventuelle Kosten für Büros, Geräte, Strom, Versicherungen usw noch nicht mitgerechnet.

    Aber da man nie vorher weiß, welches StartUp was taugt und welche nur Müll produzieren (oder nie was fertig kriegen), ists halt auch schwer zu entscheiden, bei wem eine Förderung sinnvoll ist. Aber tja.. dafür wurde ja im Grunde CrowdFounding erfunden... oder anderer Murks wie EarlyAccess auf Steam.

  6. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: 0mega42 20.04.17 - 18:19

    Sammie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > von den Banken kriegt man für sowas wie Games - bei denen man
    > im Voraus nie sagen kann, ob sie Gewinne abwerfen - in der Regel keine
    > Kredite.

    Das ist eines der Hauptprobleme. Es gibt nirgendwo Gewinngarantien. Aber die Spielebranche ist zu neu und die Banken zu alt, als dass die beiden irgendwie zusammen kämen.

    Als Freiberufler weiß ich mittlerweile, wie Banken ticken. Alles was neu und anders ist, ist schlecht. Ein Freiberufler mit 80k Jahreseinkommen hat weniger Chance auf einen Kredit als ein Azubi mit 10k Jahreseinkommen. Traurig, aber wahr.

  7. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: PlonkPlonk 20.04.17 - 19:00

    wie können ja auch den veb spielomat gründen ... ;)

  8. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: stiGGG 20.04.17 - 19:35

    Sammie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da jeder Lebensunterhaltskosten hat,
    > kann halt keiner umsonst arbeiten - und bei 5-6 Mann auf 1-2 Jahre
    > gerechnet, kommen da eben schon mal schnell 200k+ allein für Gehälter
    > zusammen. Eventuelle Kosten für Büros, Geräte, Strom, Versicherungen usw
    > noch nicht mitgerechnet.

    Und 1-2 Jahre Entwicklungszeit sind selbst für ein Indy Game, wenn es ein Hit werden soll, extrem kurz angesetzt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.04.17 19:36 durch stiGGG.

  9. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: ibecf 20.04.17 - 20:30

    0mega42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sammie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > von den Banken kriegt man für sowas wie Games - bei denen man
    > > im Voraus nie sagen kann, ob sie Gewinne abwerfen - in der Regel keine
    > > Kredite.
    >
    > Das ist eines der Hauptprobleme. Es gibt nirgendwo Gewinngarantien. Aber
    > die Spielebranche ist zu neu und die Banken zu alt, als dass die beiden
    > irgendwie zusammen kämen.
    >
    > Als Freiberufler weiß ich mittlerweile, wie Banken ticken. Alles was neu
    > und anders ist, ist schlecht. Ein Freiberufler mit 80k Jahreseinkommen hat
    > weniger Chance auf einen Kredit als ein Azubi mit 10k Jahreseinkommen.
    > Traurig, aber wahr.

    Als Azubis bekommt man bei seriösen Banken heute auch keinen Kredit, da die Einkommen zu gering sind und das Arbeitsverhältnisse befristet (was die Natur von Ausbildungsverhältnissen sind). Die Praxis finde ich auch gut so.

    Bei Selbständigen kommt es auf die Kredithöhe in Relation zum Einkommen, dem Businessplan,für was der Kredit verwendetet wird und die Seriosität des Kunden pauschal lässt das nicht sagen.

    Oft retten die Banken aber den Kunden, indem sie den Kredit verweigern, Den sonst würden sie sich die Leute viel zu oft mit einer nicht erfolgsversprechenden Idee ins Unglück stürzen.

    Die Ursache der Finanzkrise ab 2007 war es doch das man in den USA Immobilienkredite zu locker vergeben hat und sich nachher gewundert hat das diese Kredite viel zu oft nicht zurückzahlt wurden.

    Deshalb sollte es die Lehre aus der Finanzkrise sein, Kredite grundsätzlich Konservativ zu vergeben.

  10. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: Apfelbrot 20.04.17 - 22:38

    stiGGG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sammie schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Da jeder Lebensunterhaltskosten hat,
    > > kann halt keiner umsonst arbeiten - und bei 5-6 Mann auf 1-2 Jahre
    > > gerechnet, kommen da eben schon mal schnell 200k+ allein für Gehälter
    > > zusammen. Eventuelle Kosten für Büros, Geräte, Strom, Versicherungen usw
    > > noch nicht mitgerechnet.
    >
    > Und 1-2 Jahre Entwicklungszeit sind selbst für ein Indy Game, wenn es ein
    > Hit werden soll, extrem kurz angesetzt.

    Na und?
    Warum soll ich das mitfinanzieren?
    Sollen sie halt Geldgeber finden für ihr Spiel. Oder andere Einnahmequellen um das zu finanzieren.

    Da aber schon lange nichts vernünftiges mehr aus Deutschen Schmieden kommt, und viele "Indy" Entwickler sowieso von einem Kickstarter zum nächsten rennen, sehe ich nicht ein warum der Staat da irgend etwas unterstützen sollte.

  11. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: QDOS 21.04.17 - 00:08

    ibecf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Ursache der Finanzkrise ab 2007 war es doch das man in den USA
    > Immobilienkredite zu locker vergeben hat und sich nachher gewundert hat das
    > diese Kredite viel zu oft nicht zurückzahlt wurden.
    Das ist zu einfach gegriffen - nur zu leichtsinnig vergeben Kredite hätten niemals so einen globale Auswirkung gehabt. Das Problem ist/war eher dass mit den "Optionen auf die Gewinne von Krediten" gehandelt wurde (sehr stark vereinfacht: https://www.youtube.com/watch?v=bx_LWm6_6tA)

  12. Re: warum mehr staatliche förderung?

    Autor: theonlyone 21.04.17 - 02:35

    Am Ende läuft vieles darauf hinaus das man sich als Entwickler eigentlich primär mal als "hobby" um das Entwickeln kümmern muss und mit entsprechend einfachen Dingen anfangen kann.

    Den hat man tolle Ideen, kann man aus wenig und einem Indie-Spiel schon viel heraus holen, den wenn sich das dann z.B. auf Steam verkaufen lässt, hat man ein gutes Geld, besonders wenn man das in seiner "Freizeit" gemacht hat und nebenbei dazu einen anderen Job hat.

    ----

    Den Vollzeit Spiele Entwickeln, da muss man schon entsprechendes Kapital haben das man die Entwicklungszeiten überbrücken kann und dann egal wie toll man sein eigenes Spiel findet, ob es ein Hit wird oder scheitert, ist oft einfach nur Zufall (und gerade heute, wenn irgendein "Fame" Mensch das Spiel spielt und damit den Push gibt, kann praktisch alles das nicht kompletter Murks ist erfolgreich werden).

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