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Solange es keine deutschen Publisher gibt, bringt das nichts

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  1. Solange es keine deutschen Publisher gibt, bringt das nichts

    Autor: ubuntu_user 13.11.19 - 10:52

    Die Förderung hilft dabei nicht wirklich. Solange die Produktionen nicht international ausgelegt sind und man groß genug ist auch mal 1-2 Fehlschläge zu verkraften wird es kaum einen höheren Marktanteil von deutschen Studios geben.
    Siehe Crytek. die waren international erfolgreich, aber 1-2 Probleme und schon weg.

  2. Re: Solange es keine deutschen Publisher gibt, bringt das nichts

    Autor: Trockenobst 13.11.19 - 15:24

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Förderung hilft dabei nicht wirklich. Solange die Produktionen nicht
    > international ausgelegt sind

    Das Problem geht viel tiefer. Als Ubisoft vor einem Jahrzehnt nach Kanada gegangen ist, wollten sie nicht nur einfach Geld für qualitativere Texturen. Sie haben eine Uni Erweiterung und das Curriculum für Gamedesign mit gegründet. Weil sie wussten, das man für viel internationalen Inhalt auch viele Leute braucht.

    Ubisoft hat Studios in der ganzen Welt. Du wirst deutsche Gamestudios mit der Lupe suchen müssen, die bereit sind wirkliche Teams global hochzuziehen.

    Deswegen finde ich die Förderung kritisch. Bessere Texturen lösen nichts systemisch, was immer die Buden da zusammenkloppen, es hilft wahrscheinlich nicht für das nächste Game. Hier entsteht keine Frostbite Engine oder ein MMO Framework das sich nutzen lässt.

    > Siehe Crytek. die waren international erfolgreich, aber 1-2 Probleme und schon weg.

    Wenn man sich die Entwicklung der Industrie anschaut, gab es für C++ Game-Entwicklung schon den Platzhirsch und das ist Unreal. Beste Kontakte zur Konsolenwelt und zu den Entwicklern. Deren Blueprints sind schon sehr fortgeschrittenes Zeug.

    Crytek hat dazu den Hype um Mobile komplett verschlafen. Unreal hat mit mehreren Mobile Games sehr viel Geld verdient, weil sie früh gezeigt haben was ihre Engine kann. Mit dem eintritt von Unity/C# in den Game Markt gibt es eigentlich keinen Platz mehr.

    Der Rest war, nunja, Hubris. Viele haben es mit den multiplen Gamestudios versucht, aber was man so gelesen und gehört hat, hat es doch an stabilen systemischen Dingen gefehlt. Das passiert in einer hyper-kreativen Branche immer wieder. Trotzdem ist es traurig wie schlecht das alles gelaufen ist.

  3. Re: Solange es keine deutschen Publisher gibt, bringt das nichts

    Autor: nweeiqr 14.11.19 - 06:13

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ubuntu_user schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Förderung hilft dabei nicht wirklich. Solange die Produktionen nicht
    > > international ausgelegt sind
    >
    > Das Problem geht viel tiefer. Als Ubisoft vor einem Jahrzehnt nach Kanada
    > gegangen ist, wollten sie nicht nur einfach Geld für qualitativere
    > Texturen. Sie haben eine Uni Erweiterung und das Curriculum für Gamedesign
    > mit gegründet. Weil sie wussten, das man für viel internationalen Inhalt
    > auch viele Leute braucht.
    >
    > Ubisoft hat Studios in der ganzen Welt. Du wirst deutsche Gamestudios mit
    > der Lupe suchen müssen, die bereit sind wirkliche Teams global
    > hochzuziehen.
    >
    > Deswegen finde ich die Förderung kritisch. Bessere Texturen lösen nichts
    > systemisch, was immer die Buden da zusammenkloppen, es hilft wahrscheinlich
    > nicht für das nächste Game. Hier entsteht keine Frostbite Engine oder ein
    > MMO Framework das sich nutzen lässt.
    >
    > > Siehe Crytek. die waren international erfolgreich, aber 1-2 Probleme und
    > schon weg.
    >
    > Wenn man sich die Entwicklung der Industrie anschaut, gab es für C++
    > Game-Entwicklung schon den Platzhirsch und das ist Unreal. Beste Kontakte
    > zur Konsolenwelt und zu den Entwicklern. Deren Blueprints sind schon sehr
    > fortgeschrittenes Zeug.
    >
    > Crytek hat dazu den Hype um Mobile komplett verschlafen. Unreal hat mit
    > mehreren Mobile Games sehr viel Geld verdient, weil sie früh gezeigt haben
    > was ihre Engine kann. Mit dem eintritt von Unity/C# in den Game Markt gibt
    > es eigentlich keinen Platz mehr.
    >
    > Der Rest war, nunja, Hubris. Viele haben es mit den multiplen Gamestudios
    > versucht, aber was man so gelesen und gehört hat, hat es doch an stabilen
    > systemischen Dingen gefehlt. Das passiert in einer hyper-kreativen Branche
    > immer wieder. Trotzdem ist es traurig wie schlecht das alles gelaufen ist.

    Der AAA-Titel Markt macht nur einen vergleichsweise geringen Marktanteil in der Gamesbranche aus (bezogene auf Anzahl der Kunden) . In der Regel macht man Games oder Engines, aber nicht beides. Früher als es noch vergleichsweise wenig Standard Produkte gab, ist die Engine mit dem Spiel abgefallen. Denn man hatte seine 2D oder 3D Libary und musste sich halt von der Physik bis zum Level Editor alles selber bauen. Die konnten dann aber auch fast nichts was sich abgesehen von einem Teil 2 des gleichen Spiels eigenen würde. An Produkten wie Unreal oder Unity3D arbeiten hunderte Leute. Was soll ein kleines Entwickler Studio da besseres bauen - das ist utopisch - und ein Ingneuer fängt auch nicht an sein eigenes CAD Programm zu bauen. Eine eigene Engine ist heute in vielen Fällen nicht mehr kostendeckend, da zu unflexibel und zu wenig Erfahrung beim Bau vorhanden ist. Schau dir mal Piranha Bytes mit Gothic, Risen, Elex etc. an. Die bauen da seit Jahrzehnten eine eigene Engine. Die kriegen es zwar immer hin, dass es einigermaßen optisch OK aussieht, aber insgesamt ist da seit 15 Jahren kaum Progress wenn man mit Titeln wie The Witcher vergleicht. Wie soll das auch gehen, ich vermute da arbeiten 2-3 Leute hauptberuflich dran. Da kriegt man halt nichts mit entwickelt, was man bei beispielsweise Unreal schon geschenkt kriegt. Sprich viel zu unflexibel, zu teuer in der Entwicklung etc. etc.

    Ausserdem bin ich mir nicht sicher, ob eine Internationalisierung von Entwickler Studios wirklich erstrebenswert ist. Weil die verlagern dann ihren Hauptsitz nach Luxemburg o. Ä. und betreiben hier nur noch Entwicklung. Sprich mehr als die Steuern auf die Arbeit der Mitarbeiter fällt da nicht ab.

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