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hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

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  1. hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: KlausKoe 07.08.19 - 14:39

    bin beim Thema Subventionen etwas quergespalten.

  2. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: booyakasha 07.08.19 - 14:57

    Das geht vermutlich den meisten so.

    Allerdings darf man sich gerne zwischendurch vor Augen führen was für andere Unterhaltungsindustrien an Fördergeldern ausbezahlt wird.
    Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, dass es falsch ist, wenn eine Stadt wie Berlin eine Hollywood-Produktion fördert, nur weil gewisse szenen in Berlin gedreht wurden. Da hat ja der Steuerzahler gänzlich wenig davon.
    Bei Gameentwicklern sehe ich es ein wenig anders. Die Branche hinkt in Deutschland den Entwicklern anderer Länder hinterher, was schade ist. Denn das Potential ist gross. Da könnte es hilfreich sein etwas Geld springen zu lassen. Stellt sich halt die Frage, ob das wirklich in Form von Fördergeldern geschehen soll, oder vielleicht eher bestehende Infrastrukturen und Universitäten unterstützt werden sollen, damit sich die Situation verbessert.

    Wie steht es eigentlich um Crytek? Entwickeln die noch in Deutschland?

  3. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: ubuntu_user 07.08.19 - 15:23

    booyakasha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, dass es falsch ist, wenn eine
    > Stadt wie Berlin eine Hollywood-Produktion fördert, nur weil gewisse szenen
    > in Berlin gedreht wurden. Da hat ja der Steuerzahler gänzlich wenig davon.

    zahlt ja nicht der Steuerzahler

  4. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: Vaako 07.08.19 - 15:45

    Tjo Spieleentwickler ist auch ein sehr undankbarer Beruf genauso wie anime artist. Das machen nur Leute die wirklich Passion haben aber davon alleine kommste auch nur schwer über die Runden, und die Jobcenter fördern ja allgemein auch kaum noch sinnvolle Weiterbildungen. Und die die gute Zeugnisse haben und studieren können werden sicherlich etwas lernen was besser bezahlt wird.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 07.08.19 15:45 durch Vaako.

  5. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: nachgefragt 07.08.19 - 15:46

    Ne zahlen tun Förderinstitutionen und die bezahlt der Steuerzahler (oder unsere europäischen Nachbarn - HAHA).

  6. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: .02 Cents 07.08.19 - 16:07

    Ohne übertrieben pedantisch sein zu wollen … der Artikel spricht von Mitteln über 50 Millionen aus dem Bundeshaushalt … was der Vorposter allerdings damit meint, dass das keine Steuergelder seien, bleibt etwas rätselhaft … Sicher gibt es im Bundeshaushalt auch Abgaben (vermutlich keine, die der Gaming Industrie zugute kommen), oder Mittel aus Zöllen u.ä. (die meisten davon allerdings kaum Kostendeckend), Gewinne von Unternehmen des Bundes wie der Bundesbank u.ä. Das dürfte aber im gesamten Bundeshaushaushalt eher untergehen.

  7. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: Kakiss 07.08.19 - 16:21

    KlausKoe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bin beim Thema Subventionen etwas quergespalten.

    Also ganz allgemein darf man nicht vergessen, dass die Konkurrenz im Ausland oft auch gefördert wird, weshalb die ungeförderten Betriebe im Inland dann eben einen unfairen Ausgangspunkt haben und es schwerer haben sich selbstständig zu tragen.

    Dem kann man dann entweder mit Zöllen entgegenwirken oder mit Subventionen.

    Subventionen kommen indirekt ja jedem zu Gute, da die damit gehaltenen Firmen und Arbeitsplätze Geld zum fließen bringen.
    Die Firma baut oder mietet ein Gebäude, lässt es von Firmen sanieren, streichen et cetera.
    Die Mitarbeiter kaufen ein mit ihrem Lohn Autos, Lebensmittel etc.

  8. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: .02 Cents 07.08.19 - 16:23

    Ich habe tatsächlich keine Ahnung, was bei anderen "Kulturträgern" (um den Begriff mal etwas weiter zu fassen, als nur "Unterhaltung") an Subventionen gezahlt wird. Meine Vermutung wäre, dass man die meisten Opern Betriebe zum Beispiel kaum Kostendeckend betreiben kann - viel zu hohe Kosten für die Vorbereitung (von Proben bis hin zu Deko, Kostümen etc.) gegenüber der Anzahl der Aufführungen (man vergleiche ein paar Aufführungen pro Monat mit teils mehreren Aufführungen am Tag im Bereich Musical Theater). Ich würde hier von Förderungen im Millionenbereich pro Opernhaus ausgehen.

    Andererseits sind 50 Mio reine Förderung für weniger als 17000 Angestellte in der Spiele Branche immerhin fast 3000 Euro / bestehendem Arbeitsplatz. Relativ wenig, was die Gesamtkosten für so einen Arbeitsplatz / Jahr angeht, aber relativ viel Geld dafür, dass mein Arbeitsplatz mit 0 Euro gefördert wird. Und es ist auch relativ viel Geld dafür, dass die Förderung sehr wenig erreicht, denn der Anteil der deutschen Gaming Industrie am laut Artikel fast 4,4 Mrd schweren deutschen Markt dürfte eher gering sein - von internationalen Märkten ganz zu schweigen.

  9. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: .02 Cents 07.08.19 - 16:38

    Ist das wirklich so? Ich schaue gerade bei Amazon nach den Top-Sellern im Bereich Spiele. Ich sehe da jede Menge Electronic Arts, Activision Blizzard, Nintendo & Co - bei den PC Spielen noch den Landwirtschafts-Simulator von Astragon (das sieht sehr Deutsch aus …). Vermutlich heisst das auch, dass der Einzelhandel im Bereich PC Spiele gegenüber Steam & Co nichts mehr zu melden hat (ich bin da schon länger nicht mehr 100% up to date …).

    Die Frage, die sich mir stellt: Mit wie viel wird denn so ein Arbeitsplatz bei den ersten drei Firmen gefördert? Stimmen sich die USA und Japan dabei ab?

    Und wie hoch müssen Zölle und Subventionen werden, damit der Landwirtschafts-Simulator populärer wird, als Call of Duty?

  10. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: knabba 07.08.19 - 16:46

    Nein, Subventionen sind fast immer falsch und unfair. Wen subventionieren wir? Wen nicht?
    Das ist pure Willkühl. Es gab z.B. Mitstudenten bei uns die sich auf das Thema Batterie-Technik spezialisiert hatten. Vor ein paar Jahren wurde das aber genau 0 gefördert. Die haben dann das Thema gewechselt weil die Subventionen sie eben in eine andere Richtung gedrängt haben.
    Und plötzlich wurde das Thema wieder erkannt und jetzt subventioniert!
    Das ist ein großer Witz mehr nicht.
    Wer es so nicht schafft hat pech gehabt. Allenfalls sollte man Startups als ganzes unterstützen und die Gründer wissen schon wo sie eine Marktlücke oder Potential sehen.
    So und nicht anders. Die Politik ist immer zu spät oder völlig daneben.

  11. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: Timo 07.08.19 - 16:51

    booyakasha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das geht vermutlich den meisten so.
    >
    > Allerdings darf man sich gerne zwischendurch vor Augen führen was für
    > andere Unterhaltungsindustrien an Fördergeldern ausbezahlt wird.
    > Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, dass es falsch ist, wenn eine
    > Stadt wie Berlin eine Hollywood-Produktion fördert, nur weil gewisse szenen
    > in Berlin gedreht wurden. Da hat ja der Steuerzahler gänzlich wenig davon.

    Das ist so nicht ganz richtig. Der Sinn hinter einer solchen Förderung ist eine Investition in die lokale Wirtschaft. Ist schon wieder eine weile her das ich mich da reingelesen habe aber damals war die Rede (in einem bestimmten Beispiel) von ungefähr 120% der Fördersumme die in der Region ausgegeben wurde.
    Schön und gut aber warum schmeißt man dann so viel Geld einfach weg damit das in die lokale Wirtschaft fließt?
    Ganz einfach. Weil das nicht passiert. Förderungen müssen bei Erfolg zurückgezahlt werden. Was bei der Förderung beachtet wird. Dadurch fließt eine doch Beachtliche menge an Geld wieder zurück und man hat (wieder in dem einen erfolgreichen Beispiel) mit 0% tatsächlichen Ausgaben 120% Geld in der Lokalwirtschaft.
    Was dann doch wiederum recht dufte ist.
    Klar läuft das im durchschnitt nicht so genial aber die Idee ist nicht komplett stumpfsinniges Geldgeschmeiße.

    Vor allem wenn das Geld aus dem Ausland kommt und nicht nur innerhalb von Deutschland hin und her fließt. Was gerade bei Filmen und digitalen Medien schnell mal passieren kann.

    So Ähnlich könnte es für unsere Spieleindustrie laufen.
    Niemand erwartet hier einfach nur geschenktes Geld.
    Es geht nur darum das persönliche Risiko klein zu halten um Projekte und Gründungen in Deutschland finanziell Realistisch zu gestalten und nicht sofort Privatinsolvenz zu riskieren.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 07.08.19 16:56 durch Timo.

  12. Re: hmm, entweder es trägt sich oder es trägt sich nicht

    Autor: sambache 07.08.19 - 18:56

    ubuntu_user schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > booyakasha schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Grundsätzlich bin ich aber auch der Meinung, dass es falsch ist, wenn
    > eine
    > > Stadt wie Berlin eine Hollywood-Produktion fördert, nur weil gewisse
    > szenen
    > > in Berlin gedreht wurden. Da hat ja der Steuerzahler gänzlich wenig
    > davon.
    >
    > zahlt ja nicht der Steuerzahler

    Stimmt, sowas zahlt am Ende immer der Weihnachtsmann ;-)

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