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99% aller Subventionen sind Mist.

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  1. 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: Herricht 27.06.19 - 12:59

    Oft gibt es kaum ernsthaft Aussicht auf Erfolg und wenn es doch ausnahmsweise erfolgreich läuft, kommt die Kohle trotzdem nicht wieder rein.

    Halbwegs seriöse Unternehmungen bekommen Kredite bei Banken.

    Subventionen haben in der Regel 2 mögliche Ergebnisse: der Staat verbrennt Geld oder er legitimiert unlauteren Wettbewerb.

  2. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: avon 27.06.19 - 13:15

    Herricht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Halbwegs seriöse Unternehmungen bekommen Kredite bei Banken.

    Schon mal probiert? Banken sind gewinnorientiert (logisch). Das heißt, einen Kredit bekommt man nur wenn

    1. Die Idee garantiert Gewinn abwirft (also quasi bei 0 Risiko) und
    2. du genügend privates oder Firmen- Kapital hast um bei einer Pleite der Firma für den Kredit aufkommen kannst (und GmbH etc. bringt da gar nichts, die Bank verlangt schlichtweg, dass du als Geschäftsführer unterschreibst, dass du mit deinem privaten Vermögen haftest).

    D.h. du bekommst keine Kredite für neuartige Projekte die per se ein gewisses Risiko mitbringen (also das ganze "Neuland"-Sach z.B.) und du bekommst den Kredit nur wenn du genug Geld hast um den Kredit zurückzahlen zu können - du ihn also eigentlich nicht brauchst ...

    Kredite bekommen also nur mittlere bis große Unternehmen, die ein gewisses Kapital (z.B. in Form von Immobilien, Maschinen etc.) haben und die Kosten für das Projekt entsprechend als Kredit abschreiben wollen.

    Kleine Unternehmen und vor allem Start-ups mit begrenzten Mitteln haben es da extrem schwer.

  3. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: Quantium40 27.06.19 - 13:22

    Herricht schrieb:
    > Halbwegs seriöse Unternehmungen bekommen Kredite bei Banken.

    Und für Startups oder Sachen mit einem gewissen Risiko, die bei Banken eher nichts bekommen, gibt es Risikokapitalgeber und Crowdfunding.
    Natürlich muss das angestrebte Produkte dazu immer noch ein gewisses Mindestmaß an potentiell Kaufwilligen aufweisen.

  4. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: avon 27.06.19 - 13:34

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Herricht schrieb:
    > > Halbwegs seriöse Unternehmungen bekommen Kredite bei Banken.
    >
    > Und für Startups oder Sachen mit einem gewissen Risiko, die bei Banken eher
    > nichts bekommen, gibt es Risikokapitalgeber und Crowdfunding.
    > Natürlich muss das angestrebte Produkte dazu immer noch ein gewisses
    > Mindestmaß an potentiell Kaufwilligen aufweisen.

    Crowdfunding funktioniert nur bei manchen Arten von Projekten (z.B. sollte ein Produkt nicht mehr als ein paar 100 ¤ / Stück kosten um als Crowdfunding Erfolg zu haben - gibt natürlich auch Ausnahmen)

    Risikokapitalgeber geben dir zwar Geld wollen dafür aber auch ein seeeeeeehr großes Stück vom Kuchen (in der Regel heißt das > 25% Firmenanteil und Mitbestimmungsrecht - und die nutzen ihr Mitbestimmungsrecht nicht um die Firma voran zu bringen, sondern um ihren Exit-Gewinn zu maximieren).

  5. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: daSiFox 27.06.19 - 13:35

    Das mag alles richtig sein, nur wenn andere Länder eben auch fördern, wird Deutschland somit unattraktiver, da man hier zusätzlich sich Geld besorgen muss, wohingegen man woanders es „geschenkt“ bekommt.

    es geht bei der Förderung ja nicht darum, dass ein Projekt realisiert wird, sondern darum den standort Deutschland attraktiver zu machen

  6. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: /mecki78 27.06.19 - 14:52

    Subventionen sind das einzige Mittel, wie ein Staat in einem freien Wirtschaftssystem die Wirtschaft dazu bringen kann, etwas bestimmtes zu tun, wenn er gerne möchte, dass die Wirtschaft etwas tut und damit ein wichtiges Mittel der politischen Steuerung der Wirtschaft.

    Denn direkt anordnen kann er es nicht, sonst wäre die Wirtschaft ja nicht frei, sondern unter staatliche Befehlsgewalt. Er könnte darum bitten, aber dann wird die Antwort kommen "Und was kriegen wir dafür?" Wenn er es selber machen würde, dann hätten wir eine teilweise staatsgeführte Wirtschaft und das ist aber auch nicht gewünscht, den das zerstört die Mechanismen des freien Marktes und führt letztlich dazu, dass der Staat mehr und mehr Teile der Wirtschaft übernehmen muss, bis er am Ende die komplette Wirtschaft alleine betreibt; und das hat noch nie irgendwo auf der Welt funktioniert, da es utopisch wäre zu glauben, dass ein Staat alleine dazu in der Lage wäre.

    Der Staat verfolgt Ziele und die Wirtschaft verfolgt Ziele, aber während der Staat das Wohl einer ganzen Nation im Blick haben muss haben die meisten Wirtschaftsunternehmen gerade mal ihr eigenes Wohl im Blick und daher laufen diese Ziele manchmal konträr.

    Wenn der Staat also gerne hätte, das irgendwo eine Fabrik gebaut wird, weil das z.B. Arbeitsplätze in eine Region bring und dazu führt, das sich dort dann auch weiter Industrien ansiedeln werden, was zu noch mehr Arbeitsplätzen und einer Aufwertung der ganzen Region, dann muss er dafür sorgen, dass es für die Wirtschaft so interessant ist dort eine Fabrik zu bauen, dass sie das freiwillig auch tun wird. Denn aus der Sicht der Unternehmen gibt es vielleicht deutlich bessere Standorte, die den Unternehmen am Ende mehr Gewinn bringen werden, wovon aber halt nur dieses Unternehmen selber erst einmal etwas hat.

    Da Subventionen ausgeschrieben werden und somit jeden offen stehen ist das kein unlauterer Wettbewerb. Wer die Subvention am Ende bekommt, das muss der Staat nach klaren Regeln und nicht frei Schnauze entscheiden. Die Subvention im oberen Beispiel ist die Belohnung dafür, dass du deine Fabrik dort baust, wo der Staat gerne eine hätte und nicht dort, wo du selber sie sonst gebaut hättest. Es ist die Antwort auf die Frage: "Und wenn wir jetzt dort bauen, obwohl das ungünstiger für uns ist, was kriegen wir denn im Ausgleich dafür?"

    /Mecki

  7. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: conker 27.06.19 - 16:17

    @Mecki
    >Subventionen sind das einzige Mittel, wie ein Staat in einem freien Wirtschaftssystem die >Wirtschaft dazu bringen kann, etwas bestimmtes zu tun, wenn er gerne möchte, dass die >Wirtschaft etwas tut und damit ein wichtiges Mittel der politischen Steuerung der Wirtschaft.

    Ja, genau, es gibt nur um politische Steuerung der Wirtschaft.
    Und das verzerrt dann den Markt. Dann liefert nämlich der Markt nicht das, was die Leute wirklich wollen, sondern reagiert auf diesen "Fake"-Anreiz/Bedarf.

    Herricht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oft gibt es kaum ernsthaft Aussicht auf Erfolg und wenn es doch
    > ausnahmsweise erfolgreich läuft, kommt die Kohle trotzdem nicht wieder
    > rein.
    >
    > Halbwegs seriöse Unternehmungen bekommen Kredite bei Banken.
    >
    > Subventionen haben in der Regel 2 mögliche Ergebnisse: der Staat verbrennt
    > Geld oder er legitimiert unlauteren Wettbewerb.

    Stimme dem OP da 100% zu.
    Ich habe das erst seit paar Monaten verstanden, nachdem ich mir mal die Argumente von free market Verfechtern angehört hatte (auch im Zuge dieses ganzen China, USA Zollstreits) ...

    Ich war mir nur nicht so wirklich sicher, was man als Importstaat machen soll, wenn den Exportstaat seine Industriezweige subventioniert.
    Das free market Argument war: Gut, lasst den Exportstaat mit seinen Steuergeldern (die eigenen Bürger ärmer machen) und euch günstigere Produkte liefern. Das gesparte Geld dank der günstigeren Produkte investiert man dann selbst.

    Das klingt imho vernünftig.

    Und die beste Startup Förderung wären imho günstige Bedingungen für Startups schaffen, allem vorran weniger regulatorischen udn bürokratischen Müll.
    Aber nein, wo kämen wir denn da hin, dann würde sich ja wirklich was tun in Dland.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.06.19 16:20 durch conker.

  8. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: Das Osterschnabeltier 27.06.19 - 17:01

    Herricht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oft gibt es kaum ernsthaft Aussicht auf Erfolg und wenn es doch
    > ausnahmsweise erfolgreich läuft, kommt die Kohle trotzdem nicht wieder
    > rein.
    >
    > Halbwegs seriöse Unternehmungen bekommen Kredite bei Banken.
    >
    > Subventionen haben in der Regel 2 mögliche Ergebnisse: der Staat verbrennt
    > Geld oder er legitimiert unlauteren Wettbewerb.

    99% aller Statistiken im Internet sind frei Erfunden.
    Quelle: Institut für erfundene Statistiken

    Entschuldigung, aber du hast keine Ahnung wie ein Spiel finanziert wird. Spieleentwicklung ist riskant und der Markt wird zunehmendst mit Neuerscheinungen vollgeschwemmt. Darlehnen für Videospiele wären Hochrisiko-Kredite.

    Die rentabelsten Projekte sind Glückstreffer, die keine geringe hatten (Goat Simulator, Shower with your Dad) oder wirklich gut gelungene Titel mit viel know-how, welche die richtige Zielgruppe erreichten. Für erstere kriegst du keine Subventionen, aber zweitere würde es ohne nicht geben.

    Sogar Polen hat wirklich nahmenhafte Entwicklerstudios (CD Project, Flying Wild Hog), Frankreich ebenso. Kanada ist auch ein Hotspot für Videoentwickler. Was haben diese Länder wohl gemeinsam?

    Subventionen sind keine rausgeworfenes Geld. Viele kritische Branchen sind komplett abhängig von Subventionen. Man darf es halt nicht mit der Gießkanne verteilen, sondern muss sie gezielt einsetzen, sonst wandert eine Industrie halt ins Ausland.

  9. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: ibsi 27.06.19 - 17:06

    Gibt doch auch viele Sachen die wichtig sind, wie die dsgvo zum Beispiel.
    Es muss den Betrieben LEICHTER gemacht werden, die Infos zu bekommen und konform umzusetzen.
    Diese ganzen Ausnahmen sind doch kontraproduktiv.

  10. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: Trockenobst 27.06.19 - 18:10

    Das Osterschnabeltier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spieleentwicklung ist riskant und der Markt wird zunehmendst mit
    > Neuerscheinungen vollgeschwemmt

    Man kann auch SAP Entwicklung machen, die geht immer und ist nahezu Zero Risiko.
    Das ist nicht das Problem des Staates, dass viele Hungerleider mit (angeblich) großen Ideen und leider der nicht großen Fähigkeit mehr als absolutes Mittelmaß zu liefern, in einem Markt mit hohem Wettbewerbsdruck mitspielen wollen.

    Wenn du 10 Spiele gemacht hast und nicht genug Geld hast für das 11 Spiel, muss ich schon die Frage stellen was du da 10x geliefert hast. Sehr hohes Mittelmaß ist in einem Käufermarkt der Grund, warum es besser zu einer Marktbereinigung kommen sollte. Macht was anderes.

    > Sogar Polen hat wirklich nahmenhafte Entwicklerstudios (CD Project, Flying
    > Wild Hog), Frankreich ebenso. Kanada ist auch ein Hotspot für
    > Videoentwickler. Was haben diese Länder wohl gemeinsam?

    Niedrige Entwicklungskosten gegenüber Deutschland, dazu fähige Leute und ein Gespür für gute Spiele. Ich hielt früher große Stücke auf Deutsche Ingenieurskunst. Und bei Aufzügen bin ich dabei. Ein 90% AAA Playstation Spiel aus DE? Da würde ich nicht mal 1cent drauf wetten dass ich das mal sehe. Und Dinge wie Dieselgate und BER, sowie fragwürdige Entscheidungen, wie der Crytek Macher, lassen vermuten dass man sich en Masse auf den Erfolgen der 80er und 90er Jahre immer noch ausruht.

    > Subventionen sind keine rausgeworfenes Geld. Viele kritische Branchen sind
    > komplett abhängig von Subventionen. Man darf es halt nicht mit der
    > Gießkanne verteilen, sondern muss sie gezielt einsetzen, sonst wandert eine
    > Industrie halt ins Ausland.

    Der Punkt ist, das Ubisoft, EA und Rockstar sich einen Namen gemacht haben. Die Leute gehen in der Stadt zu diesen Firmen um dort Praktika zu machen und arbeiten nach dem zugeschnittenen Studium dort. Bei AAA Firmen arbeiten auch AAA Leute, der Kreis schließt sich dann nach mehreren Jahren. Ubisoft hat 10+ Standorte auf der Welt.

    Warum gibt es kein großes EA, Ubisoft oder Take2 Studio in DE? Das sollte einem zu Denken geben. Einerseits Henne/Ei, keine Frage, aber andererseits kann man vielleicht einiges einfach nicht. Warum sind die Designer, die Macher von großen DAX Unternehmen häufig keine Europäer?

    Das sind Kernfragen die unsere Identität ansprechen. Das sollte man nicht an 50 Millionen aufhängen, die dann wahrscheinlich lauter Steam Eintagsfliegen produzieren und nicht in irgendeinerweise das bringen werden, was eine Subvention in Ubisoft Kanada gebracht hat.

  11. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: flow77 27.06.19 - 23:32

    avon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Quantium40 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Herricht schrieb:
    > > > Halbwegs seriöse Unternehmungen bekommen Kredite bei Banken.
    > >
    > > Und für Startups oder Sachen mit einem gewissen Risiko, die bei Banken
    > eher
    > > nichts bekommen, gibt es Risikokapitalgeber und Crowdfunding.
    > > Natürlich muss das angestrebte Produkte dazu immer noch ein gewisses
    > > Mindestmaß an potentiell Kaufwilligen aufweisen.
    >
    > Crowdfunding funktioniert nur bei manchen Arten von Projekten (z.B. sollte
    > ein Produkt nicht mehr als ein paar 100 ¤ / Stück kosten um als
    > Crowdfunding Erfolg zu haben - gibt natürlich auch Ausnahmen)
    >
    > Risikokapitalgeber geben dir zwar Geld wollen dafür aber auch ein
    > seeeeeeehr großes Stück vom Kuchen (in der Regel heißt das > 25%
    > Firmenanteil und Mitbestimmungsrecht - und die nutzen ihr
    > Mitbestimmungsrecht nicht um die Firma voran zu bringen, sondern um ihren
    > Exit-Gewinn zu maximieren).

    Ich bin wirklich kein Experte, arbeite aber seit über 10 Jahren in einem "Inkubator" über den mittlerweile diverse Startups gegründet worden sind, insofern kenne ich mich schon ein wenig aus:
    Harte Beteiligungen wie etwa die 25% gibt es im Normalfall nicht - sondern nur Beteiligungen anhand von shares. Die prozentuale Beteiligung ändert sich ziemlich jedes mal wenn das Startup neu bewertet wird, das beinhaltet dann auch ggf. Korrekturen durch Neueinkäufe und Verwässerung.
    Solche "easy deals" wie bei Höhle der Löwen etc. wo man irgendwelche Prozente eines Unternehmens kauft gibt es defacto nicht (gerne Gegenbeispiele).

    Über ein sehr großes Stück vom Kuchen spricht man in diesem Bereich übrigens bei >50% ;)

  12. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: frankenwagen 28.06.19 - 01:08

    conker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @Mecki
    > >Subventionen sind das einzige Mittel, wie ein Staat in einem freien
    > Wirtschaftssystem die >Wirtschaft dazu bringen kann, etwas bestimmtes zu
    > tun, wenn er gerne möchte, dass die >Wirtschaft etwas tut und damit ein
    > wichtiges Mittel der politischen Steuerung der Wirtschaft.
    >
    > Ja, genau, es gibt nur um politische Steuerung der Wirtschaft.
    > Und das verzerrt dann den Markt. Dann liefert nämlich der Markt nicht das,
    > was die Leute wirklich wollen, sondern reagiert auf diesen
    > "Fake"-Anreiz/Bedarf.

    Ah die Marktfundamentalisten der FDP Fraktion sind auch anwesend....der Markt regelt ja bekanntlich alles immer super. LOL....

    Selbstverständlich muss die Politik die Wirtschaft in einem gewissen Rahmen steuern ... ansonsten bleibt nur Raubtierkapitalismus. Ein effektives Steuerungswerkzeug sind nun mal Subventionen.

  13. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: bofhl 28.06.19 - 10:16

    .. und selbsts wenns mehr als 50% wären - was genau ist daran nun so schlimm?
    Das finanzielle Risiko trägt ja der Geldgeber und warum sollte der da nicht einen entsprechenden Anteil an der Firma bekommen?

  14. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: conker 28.06.19 - 10:48

    frankenwagen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > conker schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > @Mecki
    > > >Subventionen sind das einzige Mittel, wie ein Staat in einem freien
    > > Wirtschaftssystem die >Wirtschaft dazu bringen kann, etwas bestimmtes zu
    > > tun, wenn er gerne möchte, dass die >Wirtschaft etwas tut und damit ein
    > > wichtiges Mittel der politischen Steuerung der Wirtschaft.
    > >
    > > Ja, genau, es gibt nur um politische Steuerung der Wirtschaft.
    > > Und das verzerrt dann den Markt. Dann liefert nämlich der Markt nicht
    > das,
    > > was die Leute wirklich wollen, sondern reagiert auf diesen
    > > "Fake"-Anreiz/Bedarf.
    >
    > Ah die Marktfundamentalisten der FDP Fraktion sind auch anwesend....der
    > Markt regelt ja bekanntlich alles immer super. LOL....
    >
    > Selbstverständlich muss die Politik die Wirtschaft in einem gewissen Rahmen
    > steuern ... ansonsten bleibt nur Raubtierkapitalismus. Ein effektives
    > Steuerungswerkzeug sind nun mal Subventionen.

    Glaub mir, ich habe ganz sicher nicht die FDP gewählt.

    Dieser Staatsglaube in DE ist faszinierend ...
    Wieso werden eigentlich alle großen (>1Mrd schweren) öffentlichen Projekte in letzter Zeit verkackt und sprengen den Kostenrahmen (a la Hamburg, Stuttgart, Berlin ...)

    (Heutige) Politiker sind zum Großteil Idioten, die halt im besten Fall ihrer Wählerklientel Geschenke aus dem gemeinsamen Steuertopf versprechen.
    Ich sehe ja ein, dass wir einge gewisse Struktur brauchen, insbesondere finde ich eigentlich, dass die Infrastruktur zentral und vernünftig aufgebaut werden sollte. Da braucht es eigentlich keine 10 verschiedenen Netze sondern nur ein gut funktionierendes.

    Wie dem auch sei, ich bin der Meinung, der Staat hat sich auf das Wesentliche (wie z.b. Infrastruktur, Nachhaltigkeit und ggf. Sicherheit) zu konzentrieren.
    Stattdessen ersticken wir hier in Bürokratie, und "der Staat" meint noch, wir brauchen hier mehr Computerspiel Firmen und schmeißt da Geld zum Fenster raus, was er anderen Bürgern abgeknöpft hat.
    Ob nun paar Computerspiele aus Dland kommen oder nicht, interessiert mich einen feuchten Dreck und ist absolut irrelevant angesichts der ganzen aktuellen Probleme, weil diese Computerspiele nicht überlebenswichtig sind.

    Wie gesagt, wenn es denen wirklich darum ginge, Startups anzulocken, müssten die richtigen Anreize geschaffen werden. Und nicht die ganze Zeit die Großkonzerne künstlich am Leben gehalten werden, siehe beispielsweise hier
    https://blog.fefe.de/?ts=a3eebd04
    was die EZB alles tolle mit dem gedruckten Geld anstellt.

    Ich sehe es so, diese Leute da haben
    a. entweder keinen blassen Schimmer, was sie machen
    b. tun die den Lobbyisten, die sie bezahlen einen "Gefallen" mit Steuergeldern

    Ansonsten ist es schon dezent schizophren, erst den Staat an jeder Ecke für jede Kleinigkeit in den Markt eingreifen zu lassen, und dann herumzuheulen, wieso der angeblich "freie" Markt versagt und das dann als Argument zu nehmen, noch mehr zu regulieren.
    (Wobei ich gebe zu, vermutlich sind beide Extreme schlecht, es geht darum, endlich mal ein vernünftiges System zu finden. Idealerweise, was sich selbst reguliert, weil die "Spielregeln" vernünftig gestellt sind. Und das aktuelle ist noch weit davon entfernt.)

  15. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: zilti 28.06.19 - 10:59

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum gibt es kein großes EA, Ubisoft oder Take2 Studio in DE? Das sollte
    > einem zu Denken geben. Einerseits Henne/Ei, keine Frage, aber andererseits
    > kann man vielleicht einiges einfach nicht.

    Naja, BlueByte gehört Ubisoft und ist jetzt nicht gerade klein. Aufbau- und Strategiespiele, bei denen Deutsche Studios traditionell gut waren, sind nunmal eine ziemlich kleine Marktnische.

  16. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: yumiko 28.06.19 - 11:10

    conker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und die beste Startup Förderung wären imho günstige Bedingungen für
    > Startups schaffen, allem vorran weniger regulatorischen udn bürokratischen
    > Müll.
    > Aber nein, wo kämen wir denn da hin, dann würde sich ja wirklich was tun in
    > Dland.
    Und wieso soll das in DE schwierig sein?
    Das ist genauso schwierig wie den Perso zu verlängern:
    Auf Amt Gewerbe anmelden (GmbH: 25k¤, eigenes Konto) -> fertig (UG und GbR noch einfacher).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.06.19 11:12 durch yumiko.

  17. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: Trockenobst 28.06.19 - 13:47

    zilti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, BlueByte gehört Ubisoft und ist jetzt nicht gerade klein. Aufbau- und
    > Strategiespiele, bei denen Deutsche Studios traditionell gut waren, sind
    > nunmal eine ziemlich kleine Marktnische.

    Warum wird bei Ubisoft Shanghai sowas wie Black Flag für einen Weltmarkt produziert, aber Ubisoft "Deutschland" bastelt nur an Strategiespielen. Es wird zwar gesagt das die lokalen Teams auch bei den großen Dingern mithelfen, aber genau das meine ich.

    Ein Assassins Creed: Kölner Dom sollte doch drin sein. London und Paris hat ja auch funktioniert.
    An irgendwas muss es ja liegen wenn man immer mit der Lupe suchen muss.

  18. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: sg-1 28.06.19 - 14:01

    Das Problem an Förderungen in Deutschland ist, dass erst alles perfekt sein muss, das Produkt schon am besten fertig und am besten schon Millionen Kunden Vorhaben, dass wird es gefördert... Aber nur, wenn das Team noch perfekt ist ... Und falls es dann doch scheitert, ist man gebrandmarkt.

    Man braucht sich nicht wundern, warum wir kein silicon valley haben und die umgebenden großen Softwareunternehmen.

    In USA fördert man mit höherem Risiko viel mehr Geld. Wenn dann 1/100 gut läuft, kommt das Geld wieder rein. .. Und man hat gleizeitig 99 Unternehmen, die durchs scheitern gelernt haben, wie man es nicht machen sollte und beim nächsten Mal einfach anders macht, bis es klappt. So weit kommt es hier bei uns doch gar nicht.

  19. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: OmranShilunte 28.06.19 - 14:41

    das ist halt typisch für die hiesigen kapitalisten: sie wollen für sich privat zwar möglichst viel profit einstecken, das ganze aber bitte ohne sich die mühe zu machen, auch unternehmerisch tätig zu sein.

    warum um gottes willen soll der staat die entwicklung von computerspielen fördern? sind computerspiele irgendwie lebensnotwendig?

    wie wäre es mal mit einer erhöhung von hartz IV, mit einer senkung des renteneintrittsalters, oder einer besseren bezahlung für polizei und feuerwehr?

    wie wäre es mal mit mehr entwicklungshilfe für die sahelzone, wo wmenschen sterben, weil es ihnen an trinkwasser, mais, oder verbandsmaterial mangelt?

    die spieleindustrie macht in deutschland 3300 millionen umsatz - mehr als kinos und plattenformen zusammen - und hatte nolch nie einein einbruch sondern immere nur stetigfes wahstum zu verzeichnen.

    warum sollte da der bund noch 50 millionen dazugeben müssen, ohne dass alles zusammenbricht?

    wer wissen will, wie zusammenbruch durch geldmangel ausieht, der besuche mal ein pflegeheim oder ein krankenhaus.

  20. Re: 99% aller Subventionen sind Mist.

    Autor: OmranShilunte 28.06.19 - 14:48

    avon schrieb:

    > Kleine Unternehmen und vor allem Start-ups mit begrenzten Mitteln haben es
    > da extrem schwer.


    als programmierer braucht man einen PC, ein dach überm kopf, und ein bischen was zu essen.

    das geht alles ganz prima mit bafög oder arbeitslosengeld.

    wer nur unter den umständen dazu bereit ist, eine eigenen firma zu gründen, wenn er dort vom ersten tag an ein scheingeschäftsführergehalt von 5000 euro für seine partnerin rausbekommt, weil man ja sonst keinen sportwagen fahren kann, der sollte es am besten gleich lassen.

    und nein, gründer brauchen keine kredite von banken.
    gründer bewerben sich um einen existenzgründungskredit bei der KfW, wo sich die zinsen im rahmen halten und nicht die lakeien der gewinnorientierten aktionäre, sondern mitarbeiter die öffentliche hand die risikobewertung (will sagen: "kosten/nutzen rechnung") vornimmt.

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