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Star Trek war noch nie purer Eskapismus

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  1. Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: Muhaha 23.01.20 - 15:10

    Star Trek war Roddenberrys Reaktion auf den Kalten Krieg, das atomare Wettrüsten und die anhaltende Benachteiligung von Frauen und Nicht-Weißen in der US-Gesellschaft.

    Und nachfolgende ST-Serien hatten IMMER auch ein politisches Element.

  2. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: LH 23.01.20 - 15:15

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Star Trek war Roddenberrys Reaktion auf den Kalten Krieg, das atomare
    > Wettrüsten und die anhaltende Benachteiligung von Frauen und Nicht-Weißen
    > in der US-Gesellschaft.
    > Und nachfolgende ST-Serien hatten IMMER auch ein politisches Element.

    Speziell TNG, Voyager und ENT lösten viele Probleme aber aus der Sicht einer Utopie, auch wenn Anspruch und Realität dann nicht immer übereinstimmten.
    Und speziell Voyager war oft auch eher Pseudo-Politisch, mit etwas mehr Schein als Sein, obwohl ich Voyager bis heute sehr gerne schaue.

  3. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: Muhaha 23.01.20 - 15:39

    LH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Speziell TNG, Voyager und ENT lösten viele Probleme aber aus der Sicht
    > einer Utopie, auch wenn Anspruch und Realität dann nicht immer
    > übereinstimmten.

    Richtig. Aber deswegen war es noch lange kein Eskapismus :)

  4. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: schueppi 23.01.20 - 16:17

    Ist ScienceFiction nicht immer in gewisser Weise Eskapismus? Im jetzigen Stand der Technik ist das gezeigte doch immer Realitätsfremd...

  5. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: quineloe 23.01.20 - 16:53

    Wenn du unendlich Energie hast kannst du eigentlich alles machen, sogar heute schon. Das sollte man nie vergessen, wenn man Star Trek als "unrealistisch" abstempeln möchte.

    TOS war natürlich auch eine Reaktion auf die brisanten Fehler der damaligen Zeit, deswegen haben sie ja eine schwarze Frau als Offizierin, einen Russen an die Waffenstation und einen Asiaten ans Steuer - in einer Zeit, wo in Fernsehserien wirklich jeder wichtige Charakter durch Whitey McWhite dargestellt wurde. Das war aber nur Teil der Vision Roddenberrys.

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  6. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: MSW112 23.01.20 - 23:34

    Eigentlich war es nur seine Vision eines Westerns im Weltraum.

  7. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: schueppi 24.01.20 - 09:13

    In einer TOS Folge war es sogar ein Western im Weltraum basierend auf einer Vision eines Westerns im Weltraum...

  8. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: Muhaha 24.01.20 - 14:10

    schueppi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist ScienceFiction nicht immer in gewisser Weise Eskapismus?

    Nein. SF kann Eskapismus sein, muss aber nicht. Dass SF gerne als reiner Eskapismus wahrgenommen wird, liegt lediglich daran, dass (wie in anderen Genres) viele Inhalte nur der reinen Unterhaltung dienen und anspruchsvollere SF oft genug gar nicht als SF wahrgenommen wird, weil da z.B. keine Raumschiffe drin vorkommen.

    Das führt dann zu heftigen Verwirrungen, wenn es z.B. um die Werke von Philip K. Dick geht, dessen Büchern oft genug von Kritikern das SF-Label abgesprochen wird, weil sie ja anspruchsvoll seien und nichts mit dem üblichen Laser-PewPew von Star Wars zu tun haben. Und weil keine Raumschiffe drin vorkommen :)

  9. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: Jonny Dee 26.01.20 - 12:17

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > schueppi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ist ScienceFiction nicht immer in gewisser Weise Eskapismus?
    >
    > Nein. SF kann Eskapismus sein, muss aber nicht. Dass SF gerne als reiner
    > Eskapismus wahrgenommen wird, liegt lediglich daran, dass (wie in anderen
    > Genres) viele Inhalte nur der reinen Unterhaltung dienen und
    > anspruchsvollere SF oft genug gar nicht als SF wahrgenommen wird, weil da
    > z.B. keine Raumschiffe drin vorkommen.
    >
    > Das führt dann zu heftigen Verwirrungen, wenn es z.B. um die Werke von
    > Philip K. Dick geht, dessen Büchern oft genug von Kritikern das SF-Label
    > abgesprochen wird, weil sie ja anspruchsvoll seien und nichts mit dem
    > üblichen Laser-PewPew von Star Wars zu tun haben. Und weil keine
    > Raumschiffe drin vorkommen :)

    Naja, kommt halt darauf an, wie man das "Science" in "Science Fiction" interpretiert. Meine Erwartungshaltung ist z.B. schon, dass ich Dinge sehe, die es erst in der Zukunft gibt, weil die Wissenschaft sie heute noch nicht erfunden/erforscht hat. Nur zu diskutieren kann man auch heute schon. Da braucht man keine technische "Science" dazu.

    Vielleicht sollte man spezifischer werden. Z.B. "Social Science Fiction", wenn es nicht um Zukunftstechnologien, sondern um künftige ethische Fragen geht, die durchaus durch künftige Technologien (z.B. KI) entstehen. Dann weiß man aber was man schwerpunktmäßig zu erwarten hat und wird nicht anttäuscht, wenn man vorrangig Raumschiffe usw. erwartet hat.

  10. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: dark_matter 27.01.20 - 11:24

    Dies Welt und Jugend braucht positive Zukunftsvisionen dringender denn je zuvor. Es ist bedauerlich, wenn dies fälschlicherweise automatisch als "Eskapismus" abgetan wird.

    Abgesehen von dieser allgemeinen Betrachtung war die erste Episode von "Picard" für mich leider enttäuschend schlecht.

  11. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: Qbit42 27.01.20 - 14:48

    Du verwechselst da vielleicht etwas. Das war die Vision, die das Studio ihn hat umsetzen lassen, weil sie noch nicht bereit waren für die echte Vision und Western in der damaligen Zeit sehr erfolgreich waren. Hast du mal den Pilotfilm "The Cage" gesehen. Das wahr sehr viel fortschrittlicher und ich wünschte TOS hätte mehr so sein können.

  12. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: schueppi 27.01.20 - 15:22

    Es ist halt nicht mehr die Föderation die wir kennen. Aber das wird ja auch behandelt. Sogar im Wortsinne von Jean Luc selbst. Picard ist gegangen weil es nicht mehr seine Föderation ist. Und in der Vorschau schlägt er ja auch auf den Tisch mit den Worten "Die Föderation welche wir repräsentieren"... Ich denke man möchte dem Zuschauer vermitteln, dass es aus dem Ruder gelaufen ist. Das dies nicht in die Bequemzone passt sollte dabei sicher ein wichtiger Faktor sein damit wir mitfiebern das alles wieder in Ordnung zu bringen...

    Es ist halt einfach alles etwas düster und die Aufmachung wie die Föderation reagiert/handelt total überzeichnet.

  13. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: gadthrawn 27.01.20 - 16:04

    Qbit42 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du verwechselst da vielleicht etwas.

    Evtl verwechselst ja du etwas. Gene Roddenberry den Menschen mit dem Kunstprodukt.

    In den ganz alten Interviews wollte er noch eine Schiffreise mit Hornblower ähnlichen Elementen machen - nur als Science Fiction.
    Zu der Zeit machte er hauptsächlich - Krimis, Militärserien, Western. Auch danach waren es Werke ala Der Se(x)lehrer-Report (frag nicht) oder Spectre (Okulter Detektiv)

    Humanismus kam hauptsächlich in der autorisierten Biographie von Alexander vor. Interessant zu wissen ist vielleicht, dass Roddenberry da schon 4 Jahre tot war als die raus kam, und die in etlichen Sachen schon vorher nicht widersprochenen Veröffentlichungen von Shattner und Nimoy widersprachen...

  14. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: Qbit42 27.01.20 - 16:37

    Also ich wollte Gene keines Falls über den Klee loben. Ich weiß, was er sonst noch so gemacht hat und dass er manchmal sein größter Feind war. Was der teilweise dann tatsächlich für Folgen "verbrochen" hat, ui ui ui. Es war gut, dass es hier auch immer Personen gab, die ihn etwas im Zaum gehalten haben.

    Der humanistische Einschlag (angedichtet oder nicht) hat sich bei ihm wohl wirklich erst später entwickelt. Bei TNG war dies jedenfalls viel stärker zu spüren. Als Person war er wohl aber nie selber so. Vielleicht hat er es sich ja auch deshalb so sehr gewünscht. :)

    Aber speziell mit Star Trek hatte er etwas anderes vor, als das, was es dann tatsächlich geworden ist. Ich denke das sieht man sehr gut am Pilotfilm. Das westernartige ist erst später hinzugekommen, weil er das eben auch konnte und das die Akzeptanz bei den Verantwortlichen enorm gesteigert hat.

  15. Re: Star Trek war noch nie purer Eskapismus

    Autor: quineloe 27.01.20 - 19:18

    Nicht Starfleet und die Federation verwechseln!

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