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Marktwirtschaft und Ihre Auswüchse

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  1. Marktwirtschaft und Ihre Auswüchse

    Autor: Otto-Normalbürger 29.10.10 - 09:43

    Jedesmal wenn ich solche Wirtschaftsnachrichten lesen, frage ich mich ob ich der einzige bin der diese Zahlen komplett krank findet.
    Da ist ein Unternehmen was seit über 20 Jahren am Markt ist, Marktführer ist und mehr als 12.000 Millionen $ Umsatz in 3 Monaten macht. Dieses Unternehmen STEIGERT seinen Gewinn innerhalb eines Jahres um 52 % !!!! auf 5.400 Millionen $ GEWINN. Hat aber im Verlauf des letzten Jahres Menschen entlassen, da man ja "nur" 3.600 Millionen $ GEWINN in drei Monaten erwirtschaftet hat.

    Ich frage mich wo soll denn das alles hinwachsen ?

    Wenn jede Firma Ihren Gewinn stetig steigert, heißt das, daß trotz vorhandener Arbeit Arbeitsplätze abgebaut oder in Billiglohnländer verlagert werden, somit sinkt die Kaufkraft in den Ländern in denen der Gewinn am höchsten ist.
    Somit müsste diesem Analystenwahnsinn doch automatisch ein natürliches Ende gesetzt sein.
    Warum fällt soetwas den Firmen nicht auf ?
    Oder habe ich da etwas falsch verstanden und es ist normal das die Margen pro Jahr um mindestens 20% steigen müssen damit die Analysten nicht enttäuscht sind ?

    Gott sei Dank sind die nächsten Fordrungen der Analysten bei Microsoft ja konservativ nur einen Umsatz von 19.000 Millionen $ in den nächsten drei Monaten bei 68 Cent.
    Das ist ja nur eine Steigerung von 500 Millionen $ GEWINN in drei Monaten.

    Gruß Otto-Normalbürger

  2. Re: Marktwirtschaft und Ihre Auswüchse

    Autor: IrgendEinAnderer 29.10.10 - 10:40

    Ein gutes Beispiel, dass Wirtschaftswissen in der breiten Bevölkerung nicht wirklich vorhanden ist.

  3. Re: Marktwirtschaft und Ihre Auswüchse

    Autor: Bob_Das_Cocktailschirmchen 29.10.10 - 10:44

    IrgendEinAnderer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein gutes Beispiel, dass Wirtschaftswissen in der breiten Bevölkerung nicht
    > wirklich vorhanden ist.

    Illuminiere uns doch bitte, damit dieser Umstand behoben werden kann und Du positiv zur durchschnittlichen Anhebung des Bevölkerungs-IQ beitragen kannst.

    ---
    It's Ain't Over Until The Fat Lady Sinks!

  4. Vergeblicher Wunsch.

    Autor: LockerBleiben 29.10.10 - 11:04

    >> Ein gutes Beispiel, dass Wirtschaftswissen in der
    >> breiten Bevölkerung nicht wirklich vorhanden ist.
    > Illuminiere uns doch bitte, damit dieser Umstand behoben
    > werden kann und Du positiv zur durchschnittlichen Anhebung
    > des Bevölkerungs-IQ beitragen kannst.

    Vergiss es! Das ist wieder nur einer von diesen zahllosen BWL-Lemuren, die sich selber noch zu den "Gewinnern" zählen wollen, weil sie sich diesem System der Selbstzerstörung mit Leib und Seele verschrieben haben.

  5. Re: Marktwirtschaft und Ihre Auswüchse

    Autor: IrgendEinAnderer 29.10.10 - 11:10

    > Illuminiere uns doch bitte, damit dieser Umstand behoben
    > werden kann und Du positiv zur durchschnittlichen Anhebung des
    > Bevölkerungs-IQ beitragen kannst.

    Wenn ich das in den paar wnigen Zeilen könnte, dann brächte es kein mehrjänriges Studium an den Hochschulen dafür ...

    Aber nur mal ein Ansatzpunkt zum Nachdenken: Wenn ein Unternehmen, das in den letzten fünf Jahren rund 30000 neue Jobs geschaffen hat 3600 Menschen entlässt weil deren spezifisches Können nicht mehr gebraucht wird und dabei ankündigt in den nächsten zwei Jahren rund 8000 neue Jobs für hochqualifizierte Mitarbeiter am Stammsitz in den USA zu schaffen, dann gehe ich mal davon aus dass das alles nicht viel mit " ... daß trotz vorhandener Arbeit Arbeitsplätze abgebaut oder in Billiglohnländer verlagert werden" zu tun hat.

  6. Re: Marktwirtschaft und Ihre Auswüchse

    Autor: wm 29.10.10 - 14:13

    Das ist leider sehr schwer zu erklaeren, aber wenn man mal ganz simpel anfaengt muss man erst einmal erkennen, dass massives Wachstum und gute Wachstumsaussichten noetig sind um erst einmal diese Zahlen an Beschaeftigten zu erreichen. Entlassungen gehoeren zur Wirtschaft wie Einstellungen nur leider wird immer nur ueber ersteres berichtet. Wirtschaft und deren Wachstum sind der Grund warum "Otto-Normalbuerger" sich den PC leisten konnte an dem er schrieb, dass er das alles nicht mehr versteht.

  7. Re: Marktwirtschaft und Ihre Auswüchse

    Autor: Otto-Normalbürger 29.10.10 - 21:29

    Das ein Unternehmer nicht als Samariter unterwegs ist ist klar und verständlich.
    @wm: Die Mitarbeiter werden eingestellt weil Arbeit zu
    erledigen ist bevor Geld verdient werden kann. Das heute
    MASSIVES Wachstum vorhanden sein muss, zeigt wie wenig nachhaltig dieses Wirtschaftsystem langfristig sein kann.

    @IrgendEinAnderer: Vielen Dank für Ihre Ausführungen, leider haben Sie sich auf eine Randaussage fokusiert und sind
    mit Ihren mehrjährigen Studienerfahrungen nicht auf meine
    unwissende Hauptfrage eingegangen, die da lautet : wohin und wie weit sollen die Unternehmen denn noch wachsen bei >50% Margenwachstum pro Jahr ?
    Wie weit kann/soll das gehen, wie viele PC's mit Windowssoftware werden Sie sich in den nächsten Jahren kaufen um dieses Wachstum zu unterstützen ?
    Was passiert wenn MS im nächsten Jahr nur noch 4.000 Millionen $ GEWINN im Quartal (ca. 44 Mio am Tag) erwirtschaftet ? Das wären knapp 30% weniger als jetzt. Da zudem die Marge aber mindestens um >50% steigen muss (um die Aktionäre nicht zu enttäuschen)müsste MS also mindestens 60% seiner Belegschaft entlassen um die Aktionäre zu befriedigen, also Personen die in der eigentlichen Wertschöpfungskette nicht vorhanden sind.

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