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Man muss Preise immer in Relation setzen

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  1. Man muss Preise immer in Relation setzen

    Autor: /mecki78 25.02.20 - 10:48

    Die meisten Leute fangen ja schon an zu jammern, wenn eine App 2,50¤ kostet. Wohlgemerkt gerade mal der Preis einer durchschnittlichen Tiefkühlpizza, die man einmal isst und dann ist sie weg, während man die App über Jahre hinweg nutzen kann und die einen deutlich höheren Mehrwert bieten dürfte.

    Aber 99¤ im Monat steht in keiner sinnvollen Relation, denn eine Mitgliedschaft bei Kieser Training, die Experten wenn es um Rückentraining geht, kostet 59¤ pro Monat ohne und 89¤ pro Monat mit LTE (LTE = computergestützten Lumbar-Extension-Maschine) bzw. wenn man gleich einen 2-Jahres Vertrag abschließt, dann 49¤/69¤ pro Monat. Und Kieser Training ist der Mercedes mit speziell ausgebildeten Fachpersonal in 117 professionellen Fitnessstudien in Deutschland, mit selber entwickelten Trainingsmaschinen, medizinischer Trainingsberatung, persönlicher Begleitung und trainiert wird nur nach einen fachmännisch personalisierten Trainingsplan nach aufwendiger Rückenanalyse. Was davon kann mir bitte diese App bieten und kann sie mir es auch nur annähernd in dieser Qualität bieten?

    Wer bereit ist 99¤ im Monat für seinen Rücken zu zahlen, der wird garantiert ein professionelles Trainingsangebot in seiner Umgebung finden, dass dieser App haushoch überlegen ist. Schon alleine weil er Zugang zu Gerätschaften erhält, die sicherlich niemand daheim stehen hat und die aber das Training viel effizienter machen. Und das ganz ohne tägliche Disziplin. Denn bei richtigen Training nach einem professionellen Trainingsplan reicht es vollkommen zweimal die Woche für 30-40 Minuten zu trainieren (mehr ist dann eher wieder negativ; man muss den Muskel auch Zeit zum Aufbau geben) und schon bald sind Rückenschmerzen nur noch eine blasse Erinnerung. Auch hier ist die App klar im Nachteil, denn die meisten Menschen werden sich leichter tun zwei feste Termine die Woche für so ein Training einzuplanen als jeden Tag irgendwo noch ein Training dazwischen quetschen zu müssen.

    /Mecki

  2. Re: Man muss Preise immer in Relation setzen

    Autor: ZeldaFreak 25.02.20 - 11:40

    Wenn es die Kasse zahlt, kann der Preis dem Verbraucher egal sein. Ob die Krankenkasse den Preis bezahlt oder sagt man soll sich bei Kieser Traning oder anmelden, wird sich zeigen.

    App bzw. generell Preise für Software sind immer so eine Sache. Es geht vieles in Richtung Abo und das gefällt mir nicht. Ich mag den Einmalkauf lieber, aber teilweise wird da mehr beschränkt. Beispiel Office 365. 150¤ für den Einmalkauf ist nicht teuer. Man bekommt aber kein Office, kein Publisher und kein Access (Skype und OneDrive sind okay dass die nicht dabei sind). Von der Lizenz her fallen die Android App raus und man kann nur 1 Gerät füttern, statt alle eigenen Geräte. Die wollen gar nicht dass man eine Einzellizenz kauft. Die bewerben eher ihre Lizenz für 6 Personen an.

    Die Leute knausern aber allgemein was Software angeht. Ich "mache" da auch nicht mehr, sondern sage ganz trocken dass Office Geld kostet und kostenlos sollen die sich Libre oder Open Office runterladen. Die sollen sich mal angewöhnen dass Software Geld kostet.

  3. Re: Man muss Preise immer in Relation setzen

    Autor: /mecki78 25.02.20 - 14:15

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn es die Kasse zahlt, kann der Preis dem Verbraucher egal sein.

    Wenn die Kasse zahlt, dann zahlen wir alle dafür mit unseren Kassenbeiträgen; auch derjenige, der sich darüber freut, dass seine Kasse zahlt, denn auch dem seine Beiträge werden steigen, wenn die Kassen wieder mehr Geld brauchen. Der Preis ist also keineswegs egal.

    > Es geht vieles in Richtung Abo und das gefällt mir nicht. Ich mag den
    > Einmalkauf lieber,

    Nur bringt so ein Einmalkauf auch nur einmal Geld ein. Entsprechend müsste dann der Support immer beschränkt sein (z.B. auf 1-2 Jahre) und bereits für das nächste noch so kleine Feature Update müsstest du dann gesondert zahlen. Ansonsten wird Software Entwicklung zu einem Schneeballsystem, da du immer neue Kunden finden musst, die durch ihre Käufe das Produkt am Leben halten. Dabei profitieren ja die Bestandskunden genauso davon, dass das Produkt am Leben gehalten wird und sie neue Features bekommen.

    Dass viele Anbieter den Umstieg auf ein Abomodell (du zahlst regelmäßig dafür, dass du die Software weiterhin nutzen kannst, Support erhältst und dass die Software auch weiterentwickelt wird und nicht der Anbieter nur noch Zeit in eine neues Projekt investiert, weil ihm nur das wieder Geld einbringen wird) zeitgleich auch für eine mehr oder weniger versteckte Preiserhöhung nutzen, dass zeigt nur wie unredlich die Anbieter sind, dafür kann das Abomodell an sich nichts. Wenn bisher eine App 60¤ gekostet hat und alle 3 Jahre ein kostenpflichtiges Update erschienen ist, dann wäre ein fairer Abopreis 1,66¤ im Monat. Dafür bekommst du je nach Jahreszeit nicht mal einen Kopfsalat im Supermarkt. Faktisch wird aber ein vielfaches davon verlangt, z.B. 8¤ im Monat, was dann aber einen Kaufpreis von 288¤ auf 3 Jahre entspricht.

    Abos hätten eine viel breiter Akzeptanz, wenn die Preise auch nur im Ansatz fair wären, was sie aber so gut wie nie sind. Man hofft hier drauf, dass der Kunde sich von dem niedrigen Betrag blenden lässt, ohne zu berücksichtigen, dass diese ja Monat für Monat, Jahr für Jahr anfällt. Im Grunde möchte man also den Kunden gezielt verarschen und hier ist es leider so, weil die Preise so künstlich hoch sind, ist es egal, wenn am Ende nur 20% der Kunden darauf rein fallen, weil diese 20% werden dann so viel einbringen, wie bisher 100% eingebracht haben, nur sie werden es garantiert einbringen, immer wieder auf's neue, sofern sie das Abo nicht kündigen. Und auch hier hofft man drauf, dass sie das einfach vergessen. Daher nenne ich das unredlich, weil man hier sein Geschäft auf den Schwächen der Kunden aufbaut.

    /Mecki

  4. Re: Man muss Preise immer in Relation setzen

    Autor: \pub\bash0r 25.02.20 - 14:35

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dass viele Anbieter den Umstieg auf ein Abomodell (du zahlst regelmäßig
    > dafür, dass du die Software weiterhin nutzen kannst, Support erhältst und
    > dass die Software auch weiterentwickelt wird und nicht der Anbieter nur
    > noch Zeit in eine neues Projekt investiert, weil ihm nur das wieder Geld
    > einbringen wird) zeitgleich auch für eine mehr oder weniger versteckte
    > Preiserhöhung nutzen, dass zeigt nur wie unredlich die Anbieter sind, dafür
    > kann das Abomodell an sich nichts. Wenn bisher eine App 60¤ gekostet hat
    > und alle 3 Jahre ein kostenpflichtiges Update erschienen ist, dann wäre ein
    > fairer Abopreis 1,66¤ im Monat. Dafür bekommst du je nach Jahreszeit nicht
    > mal einen Kopfsalat im Supermarkt. Faktisch wird aber ein vielfaches davon
    > verlangt, z.B. 8¤ im Monat, was dann aber einen Kaufpreis von 288¤ auf 3
    > Jahre entspricht.

    Wobei das potenziell auch ein Nachteil ist. Vielleicht will ich ja gar keine Updates? Ich hatte schon einige Apps, die mit der Zeit schlechter wurden. Neues Design, das mir nicht gefiel, irgendwelche Funktionen gestrichen, was auch immer. Ich habe allerdings keine Wahl, die alte Version zu behalten. Ich kann - wenn ich die App zufällig noch habe - Updates unterdrücken. Sollte ich aber ein neues Gerät aufsetzen, schau ich in die Tonne. Zudem ist der Play Store z.B. äußerst lästig, wenn man einzelnen Apps das Update verweigert (man muss aufpassen, ja immer auf "Abbrechen" zu drücken, sonst installiert es plötzlich doch das Update).

    Es kommt sicher auch darauf an, ob eine App noch eine Infrastruktur dahinter braucht, oder eben nur lokal läuft. In ersterem Fall, kann ich die App sowieso nicht irgendwie verwenden. Ich bin auf den Anbieter und eine kompatible Schnittstelle angewiesen. Wenn die App aber aus statischen Daten besteht (die z.B. Lernmaterial), könnte ich auch getrost mit der 20 Jahre alten Version weiterarbeiten, wenn mir der Inhalt reicht ...

  5. Re: Man muss Preise immer in Relation setzen

    Autor: /mecki78 27.02.20 - 13:26

    \pub\bash0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wobei das potenziell auch ein Nachteil ist. Vielleicht will ich ja gar
    > keine Updates?

    Da wird dir bei manchen Apps aber nicht viel übrig bleiben, z.B. wenn die alte Version nicht mehr auf dem aktuellen System läuft (beispielsweise nach einem Update des Betriebssystem oder weil du dir ein neues Gerät gekauft hast... und denk hier nicht nur an Desktop, denk bitte auch an SmartPhone). Oder z.B. eine App für Steuerbuchhaltung, die ja jedes Jahr an geänderte Steuergesetze angepasst werden muss. Auch musst du dann ggf. auf Bugfixes verzichten, weil die gibt es eben nur mit der neuen Version.

    > Es kommt sicher auch darauf an, ob eine App noch eine Infrastruktur
    > dahinter braucht, oder eben nur lokal läuft.

    Das ist dann sowieso ein Sonderfall. Produziert die Verwendung einer App fortlaufende Kosten, dann ist klar, dass diese nicht dauerhaft durch einen Einmalzahlung gedeckt werden können. Hier geht es nicht nur darum ggf. Server zu betreiben, sondern manche Apps z.B. brauchen regelmäßige Inhaltsupdate, sprich, hier muss irgendwer regelmäßig neue Daten bereitstellen.

    Aber eben auch eine App, die nur lokal arbeitet, wollen die meisten Menschen gepflegt sehen, sprich, die erwarten, dass es da Updates für geben wird und die meisten Entwickler finanzieren die App jedoch rückwirkend, d.h. das Geld, das du bezahlst, das soll die bisher in diese App gesteckte Arbeit bezahlen und dient nicht dazu zukünftige Entwicklung vorzufinanzieren (denn ansonsten hätten die Nutzer erst zahlen müssen und dann wäre die App überhaupt erst geschrieben worden). Zukünftige Entwicklung muss auch zukünftige Einnahmen bringen, damit sie sich für Entwickler rentiert. Und das ist ohne Abo schwierig, denn wer schon gezahlt hat, der zahlt nicht mehr und wer bisher nicht gezahlt hat, der hätte die App ggf. so oder so gekauft, auch wenn man nichts neues dafür getan hätte (und somit die Zeit in eine neue App hätte stecken können, wie wirklich wieder Geld einbringt).

    /Mecki

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