1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Statistisches Bundesamt…

Tiefe Preise = Negativspirale

  1. Thema

Neues Thema


  1. Tiefe Preise = Negativspirale

    Autor: garrisson 26.06.15 - 11:46

    Je tiefer die Preise, je weniger Geld für den Ausbau. Da alleit den Preissenkungen mitmachen, gibts nicht ein Provider, der massenhaft Zulauf hätte.
    Folge: weniger Arbeitsplätze durch weniger Ausbau, mehr Leute ohne/mit weniger Einkommen, Preise müssen noch mehr sinken, sonst laufen die Kunden zum nächst billigen Provider, weil sie es sich nicht mehr leisten können.
    Ich finds wirklich lustig, diese Tiefpreismentalität in Deutschland. Zieht ja komplett durch den ganzen Konsumbereich. Nur ist sich niemand der Konsequenzen bewusst, klar die Unternehmer, aber was sollen sie machen, wenn die Kunden ignorant immer weniger zahlen wollen.
    Mal sehen wo das hinführt.

  2. Re: Tiefe Preise = Negativspirale

    Autor: Mingfu 26.06.15 - 12:02

    Das braucht man den Kunden nicht vorwerfen. Das sind einfach die vereinbarten gesellschaftlichen Spielregeln im Kapitalismus: Jeder maximiert seinen persönlichen Gewinn.

    Nebenbei wäre es dumm, mehr zu zahlen. Denn die Unternehmen maximieren ihre eigenen Gewinne ohnehin. Sie werden also so oder so nicht mehr tun als nötig, Belegschaftszahlen knapp halten, ihren Mitarbeitern nicht mehr zahlen als erforderlich. Ausgliederungen von Arbeitsplätzen an Subunternehmen, Verlagerung von Produktion - das erleben wir auch alles bei Unternehmen mit hohen Gewinnen. Und warum? Weil es nicht reicht, hohe Gewinne zu haben, sondern Ziel ist ausschließlich das Maximum an Gewinn.

    Wer mehr zahlt, erhöht die Gewinnspanne der Unternehmen - Mitarbeiter haben davon allerdings nichts.

  3. Re: Tiefe Preise = Negativspirale

    Autor: tezmanian 26.06.15 - 12:39

    Was Blödsinn ist, zumindest wenn man sieht das andere Länder den Ausbau trotz niedrigeren Preisen und höheren Lohnkosten hin bekommen.

  4. Re: Tiefe Preise = Negativspirale

    Autor: Quantium40 26.06.15 - 12:57

    garrisson schrieb:
    > Je tiefer die Preise, je weniger Geld für den Ausbau. Da alleit den
    > Preissenkungen mitmachen, gibts nicht ein Provider, der massenhaft Zulauf
    > hätte.
    Die deutschen Preise waren im Mobilfunksektor mangels echtem Wettbewerb und aufgrund der extremen Kosten der UMTS-Frequenzpakate jahrelang extrem überhöht. was jetzt stattfindet, ist einfach nur eine längst überfällige Korrektur auf ein Normalniveau.

    > Folge: weniger Arbeitsplätze durch weniger Ausbau, mehr Leute ohne/mit
    > weniger Einkommen, Preise müssen noch mehr sinken, [...]

    Da lohnt sich manchmal das Studium der Klassiker:
    > https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_des_tendenziellen_Falls_der_Profitrate

  5. Re: Tiefe Preise = Negativspirale

    Autor: Gontah 26.06.15 - 13:07

    garrisson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Je tiefer die Preise, je weniger Geld für den Ausbau. Da alleit den
    > Preissenkungen mitmachen, gibts nicht ein Provider, der massenhaft Zulauf
    > hätte.
    > Folge: weniger Arbeitsplätze durch weniger Ausbau, mehr Leute ohne/mit
    > weniger Einkommen, Preise müssen noch mehr sinken, sonst laufen die Kunden
    > zum nächst billigen Provider, weil sie es sich nicht mehr leisten können.
    > Ich finds wirklich lustig, diese Tiefpreismentalität in Deutschland. Zieht
    > ja komplett durch den ganzen Konsumbereich. Nur ist sich niemand der
    > Konsequenzen bewusst, klar die Unternehmer, aber was sollen sie machen,
    > wenn die Kunden ignorant immer weniger zahlen wollen.
    > Mal sehen wo das hinführt.

    Und du hast bestimmt noch einen Tarif, wo eine Minute 79 cent kostet (10 cent Aufschalg für Anrufe in fremde Netze) und sms - 59 (mit Zusatoption - sms abends für 39 cent für nur 4.99 monatlich).
    Damit der Anbieter gut ausbauen kann und dessen Mitarbeiter mehr verdienen.

  6. Re: Tiefe Preise = Negativspirale

    Autor: Lasse Bierstrom 26.06.15 - 18:31

    Das Ding ist, es sind fast alle zufrieden!
    Den Unterschied von 21 MBit zu 50 MBit merkt man doch fast gar nicht...
    Ich wäre mit 1MBit/s unbeschränkt absolut zufrieden. Mehr braucht man nicht.
    Und ich sehe es nicht ein den Ausbau mitzufinanzieren...
    Es wird künstlich verknappt, aber als Telekom Kunde gibt's Daten für Spotify gratis, da lädt sich fast niemand mehr etwas herunter.
    Die 500Mb sind einfach nur Schikane, wenn man manche Haushalte mit LTE ausstattet für VOD...
    Wenn man im Idealfall in 20 Sekunden seinen Monatskontingent aufbrauchen kann, ist das einfach nicht realistisch.
    Die Melkzeiten sind vorbei, 20 Cent für ne SMS zu zahlen. Dort wurde so dick verdient, das kann auf Dauer nicht gut gehen, was hab ich als Schüler denen Geld in den Rachen geworfen!

  7. Re: Tiefe Preise = Negativspirale

    Autor: plutoniumsulfat 26.06.15 - 18:37

    Irgendwie verwechselst du gerade Home- und Mobilfunk.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) - Anwendungsentwicklung im klinischen Umfeld
    R-Biopharm AG, Darmstadt
  2. Systembetreuer (m/w/d)
    Zweckverband Müllverwertungsanlage Ingolstadt, Ingolstadt
  3. Entwicklungsingenieur Bildverarbeitung Python/C/C++ (m/w/d)
    pro-beam GmbH & Co. KGaA, Gilching (bei München),
  4. SAP Integration Architect (m/w/d)
    sonnen GmbH, Berlin, Wildpoldsried

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Lenovo AI Now angeschaut: Lenovos KI-Assistent übernimmt bei Videokonferenzen
Lenovo AI Now angeschaut
Lenovos KI-Assistent übernimmt bei Videokonferenzen

CES 2024 Lenovos neuer KI-Assistent AI Now kann offline auf eine persönliche Wissensdatenbank zugreifen und Nutzer per Videoschleife bei Videokonferenzen vertreten.
Von Tobias Költzsch

  1. Zusammenarbeit mit Amazon Panasonic bringt neue Smart-TVs mit Fire TV
  2. Statt Smartphone KI-Gerät Rabbit R1 soll Apps selbst benutzen können
  3. Mikrooptik Ein transparentes Hologramm als Kamera

iRobot Roomba Combo j9+: Ein Fall, den auch der Schmutzdetektiv nicht löst
iRobot Roomba Combo j9+
Ein Fall, den auch der Schmutzdetektiv nicht löst

Mit einer "Schmutzdetektiv"-Funktion will der iRobot noch bequemer reinigen als die vielen guten Alternativen. Im Test wiegt aber schwer, dass er eine wichtige Komfortfunktion vernachlässigt.
Ein Test von Berti Kolbow-Lehradt

  1. Speicherrekord Die erste 2-TByte-Micro-SD ist da - aber zu welchem Preis?
  2. 32 Gigabyte Mehr Arbeitsspeicher im Asus ROG Ally
  3. Analogcomputer Programmieren mit Reglern, Röhren und Steckern

Tools für das Game Porting Toolkit: Windows-Games auf dem Mac spielen
Tools für das Game Porting Toolkit
Windows-Games auf dem Mac spielen

Apples Game Porting Toolkit soll Devs helfen, Windows-Spiele auf den Mac zu bringen. Mit Tools aus der Open-Source-Szene können sie direkt unter MacOS installiert werden.
Von Christian Rentrop

  1. Silver Gamer "Viel mehr ältere Leute sollten spielen"
  2. Candy Crushed Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
  3. Extended Reality Virtuelle Welten, echter Schweiß

  1. Astronomie: Die Lavalandschaft eines doppelgesichtigen Exoplaneten
    Astronomie
    Die Lavalandschaft eines doppelgesichtigen Exoplaneten

    Auf der einen Seite eine Lavawelt, auf der anderen tiefe Finsternis - so soll ein kürzlich entdeckter Exoplanet aussehen. Zudem ist HD 63433 d relativ jung - im Vergleich zur Erde.

  2. Militär: Erfolgreiche Demonstration von Quanten-Funkkommunikation
    Militär
    Erfolgreiche Demonstration von Quanten-Funkkommunikation

    Die US-Armee hat Quanten-Funkkommunikation mit großer Reichweite getestet. Die Technologie könnte gegen Hacker-Angriffe sicher sein.

  3. Smart-Teleskope: Wo lang geht die Reise zu den Sternen, Vaonis?
    Smart-Teleskope
    Wo lang geht die Reise zu den Sternen, Vaonis?

    CES 2024 Die französische Firma Vaonis hat mit ihren Teleskop-Ankündigungen zuletzt für Verwirrung gesorgt. Wann welche Geräte kommen, was sie können - und was sie kosten.


  1. 15:45

  2. 15:15

  3. 15:00

  4. 14:23

  5. 14:08

  6. 13:28

  7. 13:17

  8. 12:53