1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wirtschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Stellenmarkt: Softwareentwickler…

Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: simonovich² 20.06.17 - 06:37

    Der typische IT'ler wird häufig als Nerd angesehen, und normalerweise braucht der typische Nerd nicht viel Geld um ein glückliches Leben zu führen. Ein schneller Computer, schnelles Internet, ein bequemes Bett und Fast Food war das, was mich damals glücklich gemacht hat.

    Wenn ich mich so mit anderen Kollegen aus der Branche unterhalte dann wird oft deutlich dass die meisten das erstbeste Angebot annehmen, denn es ist mehr als genug um als single zu überleben, und man darf das machen, was man sowieso schon den ganzen Tag macht. Das wissen die Arbeitgeber natürlich und nutzen das voll aus. Es ist unfassbar, wie viele junge, begabte Leute ihre kostbare Lebenszeit für ein Gehalt verkaufen, dass z.B. einem Altenpfelger/in gleichkommt.

    Es ist absolut offensichtlich wer hier am meisten profitiert. Aber es heisst immer, "Es ist nicht genug Geld da! Und außerdem Fachkräftemangel! Gar nicht so einfach, hochqualifizierte Leute für einen Hungerlohn zu finden!"

    Ich habe mittlerweile eine Familie und Kind, und somit ist Geld für mich viel wichtiger geworden. Ich suche jetzt seit einiger Zeit eine neue Stelle als Web-Dev, was ich jetzt seit über 10 Jahren beruflich mache, und 60K brutto zu verlangen scheint hier in DE total übertrieben zu sein. Einfach unfassbar, dieses Lohndumping hier.

    Ich hatte ja schon überlegt, mich mal bei 4Scotty anzumelden und mich umzuschauen, aber wenn ich diesen Artikel lese und was die Firmen dort so bieten, dann nein danke. Für mich bleibt wohl die einzige Möglichkeit, um mir und meiner Familie ein einigermaßen vernünftiges Leben zu ermöglichen, entweder die Selbstständigkeit, oder in ein Land zu ziehen, wo die Lebenserhaltungskosten besser mit den Löhnen zusammenpassen. Meine Frau (Altenpflegerin) und ich arbeiten vollzeit, und am Ende des Monats bleibt gerade noch so bisschen was übrig, was wir dann zur Seite zu legen (nur damit wir Träumen können dass dieses Geld in 30 Jahren noch was wert ist, haha)

    Ich liebe Deutschland, aber die aktuelle Situation ist einfach nur traurig.

    Edit: rechtschreibung, sorry, noch kein kaffee gehabt



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.17 06:44 durch simonovich².

  2. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: MaxLiebermann 20.06.17 - 07:57

    Ich kann dem leider nur halb zustimmen.
    Auch ich arbeite seit über 10 jahren im Beruf des Entwicklers, habe viele Höhen und Tiefen mitgemacht - beruflich, privat und auch kollegial. Von Lohndumping kann ich hier nicht gerade sprechen, schon gar nicht wenn man bedenkt was alles hinten dran hängt.

    Ich habe so das Agenturleben samt Social Media Entwicklung hinter mir wie auch Software- und Systemhäuser - und muss sagen, genau hier schwankt der Lohn am meisten. Es ist schon mal ein Unterschied ob du "nur" Webentwickler bist/warst oder tiefer greifende Kenntnisse bieten kannst. Einige Unternehmen erwarten eben, dass du nicht nur PHP und bissl MySQL kannst sondern auch weißt wie du den entwickelten Kram auf einem Server installierst - und daneben auch am Freitag abend um 20 Uhr noch ohne einen Admin eine DB updaten kannst oder noch schnell einen VHost anlegen kannst. Vielleicht kannst du dabei auch bitte noch ein schnell Backup der bisherigen Daten machen damit "wir" (haha!) das später im Notfall zurück spielen können.

    Will sagen, du brauchst für ein angemessenes Gehalt eben vielerorts auch weit reichende Kenntnisse, womit der SysAdmin und Entwickler verschmelzen - und eine Hand voll Glück. Mein eigenes Gehalt liegt zB auch über dem Durchschnitt weil ich beim Einstieg gut verhandelt habe: 10 Jahre Berufserfahrung, subventioniertes Mittagessen, wenig Anreisekosten da super verkehrsgünstig gelegen sowie Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Man wollte mir logischerweise keine 60k im Jahr zahlen - aber so komme ich trotzdem noch auf gute 52k, und das reicht mir auch ... wenn man darüber hinweg sieht dass ich in München wohne, meine Berliner Heimat für den Beruf aufgegeben habe und die Lebenshaltungskosten in München nicht wenig sind.

  3. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: Pizza 20.06.17 - 07:59

    Ich bin Frontend Entwickler (JavaScript) und habe ein Gehalt von über 70.000 im Jahr.

    Zugegeben ist nicht jede Firma bereit einen angemessen zu entlohnen, aber wenn man Agenturen meidet und sich stattdessen auf Firmen im B2B Bereich mit einem eigenen Produkt setzt sind solche Gehälter durchaus machbar. Muss auch kein riesen Konzern sein.

  4. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: nakamura 20.06.17 - 08:01

    simonovich² schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe mittlerweile eine Familie und Kind, und somit ist Geld für mich
    > viel wichtiger geworden. Ich suche jetzt seit einiger Zeit eine neue Stelle
    > als Web-Dev, was ich jetzt seit über 10 Jahren beruflich mache, und 60K
    > brutto zu verlangen scheint hier in DE total übertrieben zu sein. Einfach
    > unfassbar, dieses Lohndumping hier.


    Kommentare wie

    "Du solltest Freelancer werden, da verdient man 120k+"
    "Du solltest umziehen"
    "Du hast nicht richtig gesucht"
    "Du solltest dich weiterbilden"
    "Du solltest dir einen ganz anderen Bereich aussuchen"
    "Webdevs haben nichts besseres verdient"
    "Ich kann dich nicht verstehen, ich verdiene seit Jahren easy 100k+."
    "Als ITler kannst du dir die Bezahlung aussuchen"

    inc.

    Ich verstehe dich :)
    Augen aufhalten und immer weiter versuchen - irgendwann ist sicher was dabei.

  5. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: simonovich² 20.06.17 - 08:47

    MaxLiebermann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Will sagen, du brauchst für ein angemessenes Gehalt eben vielerorts auch
    > weit reichende Kenntnisse, womit der SysAdmin und Entwickler verschmelzen -
    > und eine Hand voll Glück.

    Keine Frage, für ein angemessenes Gehalt sollte man schon bisschen mehr drauf haben als nur HTML, CSS und ein bisschen jQuery. In meinem Fall beziehen sich die 10 Jahre Erfahrung auf Frontend, Backend (meistens C#, davor bisschen PHP), verschiedene Datenbanksysteme (MSSQL, MySQL, PostgreSQL), und dann natürlich schreibe ich meine eigenen Tools und Frameworks (falls es noch nichts vergleichbares gibt), um mir das Leben einfacher zu machen. Und natürlich der ganze Dev-Ops kram der noch dazukommt (Windows und Linux). Und ja, ich habe mehr als nur einmal "kurz" am Wochenende die Server gecheckt, weil ein ach so wichtiger Kunde sich beschwert, dass etwas nicht tut.

    > Mein eigenes Gehalt liegt zB auch über dem
    > Durchschnitt weil ich beim Einstieg gut verhandelt habe: 10 Jahre
    > Berufserfahrung, subventioniertes Mittagessen, wenig Anreisekosten da super
    > verkehrsgünstig gelegen sowie Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld. Man wollte
    > mir logischerweise keine 60k im Jahr zahlen - aber so komme ich trotzdem
    > noch auf gute 52k, und das reicht mir auch ... wenn man darüber hinweg
    > sieht dass ich in München wohne, meine Berliner Heimat für den Beruf
    > aufgegeben habe und die Lebenshaltungskosten in München nicht wenig sind.

    Das nennst du gut verhandelt? Für jemanden mit 10 Jahren Erfahrung? Lass mich raten: du bist nicht verheiratet, hast keine Kinder, und somit sind die 52K für dich mehr als genug. Kann ich voll nachvollziehen, so habe ich damals auch gedacht.

  6. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: aLpenbog 20.06.17 - 08:54

    Nun die Lebensunterhaltskosten und die Kaufkraft in Deutschland sind eigentlich sehr gut. Klar ist es in einer Hand voll Ländern besser, schlecht geht es uns aber bei weitem nicht.

    Klar die Zahlen sind bei uns niedriger, dafür sind Lebensmittel hier spottbillig, im Vergleich zur USA z.B. sind unsere Metropolen noch mehr als bezahlbar, was Wohnraum angeht. Und unsere Versorgung im Bereich Gesundheit ist sicherlich auch nicht zu verachten.

    Ansonsten ist es wohl meist einfach Firmengröße, Firmenstandort, Spezialisierung und Branche. In einem 10 Mann Schuppen in einer kleineren Stadt gibt es nun einmal nur die Hälfte an Kohle, die es in einen Konzern in Frankfurt/München im Chemie- oder Finanzsektor gibt.

    Ob nun fair oder traurig oder was auch immer, wer weiß. Klar die Mieten spielen da auch immer mit rein, im Schnitt bleibt aber bei einen höheren Gehalt auch ein höherer Restbetrag übrig nach Abzug der Fixkosten.

    Am Ende hat es alles seine Vor- und Nachteile. In einem kleinen Betrieb kann ich über den Tellerrand schauen. Kann als Entwickler einsteigen und relativ schnell hoch bis in die Projektleitung und krieg selbst etwas von der Arbeit vom Cheffe mit bzw. kenne die Zahlen hinter den Unternehmen, dazu sind die Hierarchien flacher und es geht meist etwas freundschaftlicher zu. Dafür gibt es weniger Kohle und oft mehr Überstunden.

    Was das "Nerd-Leben" angeht hast du ggf. auch recht. Frage ist natürlich immer was man ausgibt. Das muss aber auch kein billiges Fastfood sein, wer selbst kocht kommt natürlich auch günstig weg. Jede Woche in ein teures Restaurant ist da halt eine andere Hausnummer. Ebenso macht es ein Unterschied ob der junge Entwickler in seinen Urlaub ein wenig Sport an der frischen Luft macht oder mal 1-2 Spiele auf seiner Liste durchzocken will oder Urlaub am anderen Ende der Welt macht.

    Bei uns sind die Löhne noch einmal ein gutes Stück tiefer. Bin mit 24k p.a. eingestiegen (Mädchen für alles, Entwicklung im Web/Desktop/Prozessbereich, Datenbanken inkl. bisschen dba Tätigkeiten und Projektleitung), mittlerweile bei gut 36k p.a. Bedeutet hier aber auch ne 2 Zimmer Wohnung als Neubau zur Miete und ich kann problemlos 1/4 bis 1/3 des Geldes im Monat zur Seite legen.

    Letztlich kennt man die ganzen Summen nur aus entsprechenden Vergleichen und Umfragen. Da melden sich dann ggf. eher die Leute die besser verdienen. Entsprechende Angebote wie 4scotty bauen ja auch genau darauf auf. Wenn du auf die Seite gehst, springen dich überall entsprechend hohe Zahlen an. Natürlich sind die Statistiken dieser Seite dann höher als die Realität, zumindest für die Meisten.

    Frage ist am Ende wohl auch wie wichtig einem das Geld ist. Wer dem Geld hinterher jagt und dadrauf seinen Fokus legt, der wird auch entsprechend verdienen. Das bedeutet dann eben bewusst in die Richtung zu laufen, sei es SAP, Umzug in eine größere Stadt, Bewerbungen bei Konzern usw. Klar gibt es immer Ausnahmen und Ausreißer, in der Regel wissen wir aber ganz gut wo das Geld liegt und wo es nicht zu finden ist. Ob man dann eben sein Leben im Sinne des Geldes ausrichtet oder nicht liegt an jedem selbst.

    Ich für mein Teil hab weder Lust auf einen Umzug, noch auf SAP oder ähnliches und der Reiz des Geldes ist da für mich nicht groß genug. Bei Leuten mit Kindern usw. sieht das meist wahrscheinlich genauso aus. Man will das Kind sicher nicht gern aus der gewohnten Umgebung reißen, Freunde, Schule ggf. Verwandte usw. Klar kann man Glück haben und ein Juwel finden, wo man aktuell wohnt, die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr viel niedriger.

  7. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: MaxLiebermann 20.06.17 - 09:04

    simonovich² schrieb:
    > Das nennst du gut verhandelt? Für jemanden mit 10 Jahren Erfahrung? Lass
    > mich raten: du bist nicht verheiratet, hast keine Kinder, und somit sind
    > die 52K für dich mehr als genug. Kann ich voll nachvollziehen, so habe ich
    > damals auch gedacht.

    Zugegeben: Ja, ich bin Single und ich finde dieses Gehalt - wohl gemerkt für mich selbst - angemessen. Angemessen deshalb, weil ich a) in einem Konzern arbeite der mich täglich um 18 Uhr die Bürotür zuknallen lässt, b) mich am Wochenende und nach Feierabend (bis auf 2 Ausnahmen im Jahr) wirklich in Ruhe lässt und ich c) so gut wie das habe was ich arbeiten will. Ich machte vor ca. 10 Jahren mein Hobby zum Beruf, ich arbeite somit tatsächlich mit Spaß - und dafür bekommen ich im Verhältnis zu niedergelassenen Ärzten nun wirklich keinen Hungerlohn.

  8. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: simonovich² 20.06.17 - 09:09

    @aLpenblog: habe gerade nicht die Zeit um detailliert auf deinen Beitrag einzugehen, aber genau das, was du schilderst, ist mein Problem!

    Wo bitteschön fängt man mit 24k an, und muss dann gleich alles machen müssen? Alle Tätigkeiten, die du aufgezählt hast, sind jetzt wirklich kein Kinderspiel. Das ist nichts was jeder mal so eben kurz lernt. Außer man ist ein Nerd und hat seine Jugend vor'm Rechner verbracht. Für solche Leute ist das meistens tatsächlich einfach zu erlernen. Und das ist genau mein Punkt: die Firmen wissen dass sich die jungen Hüpfer mit 24k abservieren lassen, aber dafür schon fast alles können, um dem Laden ordentliche Profite einzufahren. Ja natürlich, man darf vieles machen, man lernt viel, man darf Eigenverantwortlich arbeiten usw. Aber all das für lächerliche 24-36k? Leute wie Du, die sich für dieses Geld wohlwollend abservieren lassen, tragen zum Problem der niedrigen IT-Gehälter bei. Und so Ratschläge wie "billigere Wohnung suchen", "selber Kochen", "mit dem Fahrrad zur Arbeit" um Geld zu sparen, ist der reinste Hohn für einen qualifizierten Entwickler, finde ich. So weit sollte es niemals kommen müssen, aber so ist nun mal der status quo.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.17 09:13 durch simonovich².

  9. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: sidekick1 20.06.17 - 09:13

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun die Lebensunterhaltskosten und die Kaufkraft in Deutschland sind
    > eigentlich sehr gut. Klar ist es in einer Hand voll Ländern besser,
    > schlecht geht es uns aber bei weitem nicht.

    Es ist mir ja irgendwie peinlich, das schreiben zu müssen, aber gestern Abend beim Zappen bin ich auf RTLII hängen geblieben (Sendung "Armes Deutschland").

    Zur Situation des dort dargestellten Ehepaares:
    - Er 33, sie glaube 25
    - Beide Arbeitslos, er hat zwei abgebrochene Ausbildungen
    - Wurden aus der Wohnung geworfen, das Amt zahlt den Abtransport und die Lagerung der Sachen
    - Das Amt zahlt auch ein Hotel für 6 Wochen, wurde aber irgendwie um Monate verlängert
    - Er hat aufgrund des Umzugs "Schulden" bei dem Umzugsunternehmen, der GF bietet ihm einen Job an. Er hätte als Umzugshelfer gerne 3.000¤. Netto.
    Das Unternehmen agiert aber auch international, er könnte dann auch mal 3-5 Tage von seiner Frau entfernt sein. Da sind ihm 3.000¤ zu wenig. Da müsste es schon das so vierfache (!) sein.

    Der Gute hat mehrfach betont, wie schlecht es ihm doch ginge und er Deutschland gerne meiden würde (böser Staat!). Wer sich mal tierisch aufregen möchte, dem empfehle ich, sich das mal anzusehen.
    Ich teile seine Meinung nicht und bin deiner Meinung, dass es uns hier nicht schlecht geht.
    Wenn ich aber lese, dass Leute 1.500¤ netto haben, bin ich der Meinung dass das in der heutigen Zeit nicht sein muss. Als 18-jährige(r) mag das viel Geld sein, aber mit Mitte 20, im IT-Bereich sind definitiv andere Gehälter drin (ebenso wie 52.000¤ mit zehn Jahren Berufserfahrung...).

  10. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: MaxLiebermann 20.06.17 - 09:24

    simonovich² schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @aLpenblog: habe gerade nicht die Zeit um detailliert auf deinen Beitrag
    > einzugehen, aber genau das, was du schilderst, ist mein Problem!
    >
    > Wo bitteschön fängt man mit 24k an, und muss dann gleich alles machen
    > müssen? Alle Tätigkeiten, die du aufgezählt hast, sind jetzt wirklich kein
    > Kinderspiel. Das ist nichts was jeder mal so eben kurz lernt. Außer man ist
    > ein Nerd und hat seine Jugend vor'm Rechner verbracht. Für solche Leute ist
    > das meistens tatsächlich einfach zu erlernen. Und das ist genau mein Punkt:
    > die Firmen wissen dass sich die jungen Hüpfer mit 24k abservieren lassen,
    > aber dafür schon fast alles können, um dem Laden ordentliche Profite
    > einzufahren. Ja natürlich, man darf vieles machen, man lernt viel, man darf
    > Eigenverantwortlich arbeiten usw. Aber all das für lächerliche 24-36k?
    > Leute wie Du, die sich für dieses Geld wohlwollend abservieren lassen,
    > tragen zum Problem der niedrigen IT-Gehälter bei. Und so Ratschläge wie
    > "billigere Wohnung suchen", "selber Kochen", "mit dem Fahrrad zur Arbeit"
    > um Geld zu sparen, ist der reinste Hohn für einen qualifizierten
    > Entwickler, finde ich. So weit sollte es niemals kommen müssen, aber so ist
    > nun mal der status quo.

    Oben erwähnte 36K sind ja gerade mal ein Einstiegsgehalt - und nicht das Ende der Fahnenstange. Außer, man wohnt eben nicht in Berlin, Hamburg, Frankfurt oder München: rechnet man mal die 36K auf 12 Monate herunter kommt man auf 3000¤, vermutlich ist das auch nur Brutto. davon also noch mal ca 37% weg (Lohnkosten, Versicherungen und der ganze Kram) dann sind wir bei 1900¤ Netto bei einem Single ohne Kinder. Lass den Entwickler eine kleine Wohnung haben oder in einer WG wohnen (ist ja heute nix besonderes mehr) und ihn dafür 700¤ zahlen - bleiben am Ende noch immer 1200¤ Bar Cash auf der Hand übrig wovon jetzt noch 50¤ Strom und 50¤ Telefon weg gehen. Summa Summarum reicht das für einen jungen Menschen als Lebensunterhalt. Wenn du Familie hast, die Familie mit deinem Lohn ernähren musst weil deine Frau Geringverdiener ist oder gar nicht arbeiten geht (Gibt ja tausende Gründe warum das so sein kann) und davon noch einen SUV auf Pump laufen hast, dir noch die Raten fürs Eigenheim im Nacken hängen reicht das ganz sicher nicht aus.

  11. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: simonovich² 20.06.17 - 09:34

    MaxLiebermann schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Oben erwähnte 36K sind ja gerade mal ein Einstiegsgehalt - und nicht das
    > Ende der Fahnenstange.

    Es war von 24K Einstiegsgehalt die Rede, als "Mädchen für alles". Mittlerweile scheint er bei 36K agekommen zu sein. Ich will nicht wissen, wie viele Jahre er gebraucht hat, um bei derselben Firma von 24K auf 36K zu kommen. Ich selber habe auch als Mädchen für alles angefangen, für 20K im Jahr. Ich war 20 und mehr als zufrieden damit. Nach 8 Jahren in derselben Agentur war ich dann bei 32K im Jahr.... ich gebe zu, ich war nicht immer gut im verhandeln.

    Den Rest deines Beitrages möchte ich auch gar nicht bestreiten. Wie ich schon mehrmals schrieb ist diese Gehaltsregion für einen Single sicherlich mehr als genug zum Leben.

  12. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: PiranhA 20.06.17 - 09:34

    Also das was du so nennst, sollte für einen Entwickler in einem Betrieb mit mehr als 200 Mitarbeiter eigentlich das normalste der Welt sein. Selbst wenn man berücksichtigt, dass Web-Entwickler idR weniger verdienen, sollte für jemand mit 10 Jahren Berufserfahrung in München schon mindestens 60k drin sein. Hättest jetzt Sachsen oder irgendwo in der Pampa gesagt, aber München?
    Ich würde mich in Ballungsgebieten immer an diese Tabelle orientieren.

  13. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: aLpenbog 20.06.17 - 10:22

    simonovich² schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @aLpenblog: habe gerade nicht die Zeit um detailliert auf deinen Beitrag
    > einzugehen, aber genau das, was du schilderst, ist mein Problem!
    >
    > Wo bitteschön fängt man mit 24k an, und muss dann gleich alles machen
    > müssen? Alle Tätigkeiten, die du aufgezählt hast, sind jetzt wirklich kein
    > Kinderspiel. Das ist nichts was jeder mal so eben kurz lernt. Außer man ist
    > ein Nerd und hat seine Jugend vor'm Rechner verbracht. Für solche Leute ist
    > das meistens tatsächlich einfach zu erlernen. Und das ist genau mein Punkt:
    > die Firmen wissen dass sich die jungen Hüpfer mit 24k abservieren lassen,
    > aber dafür schon fast alles können, um dem Laden ordentliche Profite
    > einzufahren. Ja natürlich, man darf vieles machen, man lernt viel, man darf
    > Eigenverantwortlich arbeiten usw. Aber all das für lächerliche 24-36k?
    > Leute wie Du, die sich für dieses Geld wohlwollend abservieren lassen,
    > tragen zum Problem der niedrigen IT-Gehälter bei. Und so Ratschläge wie
    > "billigere Wohnung suchen", "selber Kochen", "mit dem Fahrrad zur Arbeit"
    > um Geld zu sparen, ist der reinste Hohn für einen qualifizierten
    > Entwickler, finde ich. So weit sollte es niemals kommen müssen, aber so ist
    > nun mal der status quo.

    Nun wohne im Norden. Ist aber auch ein Kleiner laden im Bereich 10-20 Leute. Habe damals die Auswahl aus 4-5 Läden gehabt, Gehälter waren alle zwischen 24-28k verteilt, waren aber auch alles in Läden in dieser Größenordnung.

    Was die Tätigkeiten angeht, mir fällt das tatsächlich halbwegs leicht. Bin quasi mit dem PC aufgewachsen zu Zeiten wo es noch kein Clicky Clicky gab. Denke mal wer mit Konsolen groß geworden ist, den fällt die Einarbeitung in so Sachen eh wesentlich leichter. Dazu eben auch Privat/Hobbymäßig immer stark interessiert an der IT gewesen.

    Kommt wohl immer auf die Lebensumstände an. Wer Familie hat verbringt das Wochenende mit den Kiddies. Ich schau mir auch gern mal eine neue Sprache an, arbeite an einen Hobbyprojekt oder ähnliches. Hab ehrlich gesagt auch Spaß daran verschiedene Tätigkeiten auf der Arbeit zu haben und nicht zu spezialisiert zu sein. Hier mal was entwickeln, da mal ein wenig um die DB kümmern oder wenn was nicht klappt mal mit Wireshark auf die Leitung zu gehen. So kommt zumindest seltener Langeweile auf.

    Was das Geld sparen angeht, sowas mach ich nicht wirklich des Geldes wegen. Ich ernähre mich gerne gesund und koch auch ganz gern. Mit dem Rad zur Arbeit als Ausgleich zum 8-10 Stunden rumsitzen ist ebenfalls ganz nett und in der Stadt sogar oft schneller.

  14. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: MaxLiebermann 20.06.17 - 10:33

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > simonovich² schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > @aLpenblog: habe gerade nicht die Zeit um detailliert auf deinen Beitrag
    > > einzugehen, aber genau das, was du schilderst, ist mein Problem!
    > >
    > > Wo bitteschön fängt man mit 24k an, und muss dann gleich alles machen
    > > müssen? Alle Tätigkeiten, die du aufgezählt hast, sind jetzt wirklich
    > kein
    > > Kinderspiel. Das ist nichts was jeder mal so eben kurz lernt. Außer man
    > ist
    > > ein Nerd und hat seine Jugend vor'm Rechner verbracht. Für solche Leute
    > ist
    > > das meistens tatsächlich einfach zu erlernen. Und das ist genau mein
    > Punkt:
    > > die Firmen wissen dass sich die jungen Hüpfer mit 24k abservieren
    > lassen,
    > > aber dafür schon fast alles können, um dem Laden ordentliche Profite
    > > einzufahren. Ja natürlich, man darf vieles machen, man lernt viel, man
    > darf
    > > Eigenverantwortlich arbeiten usw. Aber all das für lächerliche 24-36k?
    > > Leute wie Du, die sich für dieses Geld wohlwollend abservieren lassen,
    > > tragen zum Problem der niedrigen IT-Gehälter bei. Und so Ratschläge wie
    > > "billigere Wohnung suchen", "selber Kochen", "mit dem Fahrrad zur
    > Arbeit"
    > > um Geld zu sparen, ist der reinste Hohn für einen qualifizierten
    > > Entwickler, finde ich. So weit sollte es niemals kommen müssen, aber so
    > ist
    > > nun mal der status quo.
    >
    > Nun wohne im Norden. Ist aber auch ein Kleiner laden im Bereich 10-20
    > Leute. Habe damals die Auswahl aus 4-5 Läden gehabt, Gehälter waren alle
    > zwischen 24-28k verteilt, waren aber auch alles in Läden in dieser
    > Größenordnung.
    >
    > Was die Tätigkeiten angeht, mir fällt das tatsächlich halbwegs leicht. Bin
    > quasi mit dem PC aufgewachsen zu Zeiten wo es noch kein Clicky Clicky gab.
    > Denke mal wer mit Konsolen groß geworden ist, den fällt die Einarbeitung in
    > so Sachen eh wesentlich leichter. Dazu eben auch Privat/Hobbymäßig immer
    > stark interessiert an der IT gewesen.
    >
    > Kommt wohl immer auf die Lebensumstände an. Wer Familie hat verbringt das
    > Wochenende mit den Kiddies. Ich schau mir auch gern mal eine neue Sprache
    > an, arbeite an einen Hobbyprojekt oder ähnliches. Hab ehrlich gesagt auch
    > Spaß daran verschiedene Tätigkeiten auf der Arbeit zu haben und nicht zu
    > spezialisiert zu sein. Hier mal was entwickeln, da mal ein wenig um die DB
    > kümmern oder wenn was nicht klappt mal mit Wireshark auf die Leitung zu
    > gehen. So kommt zumindest seltener Langeweile auf.
    >
    > Was das Geld sparen angeht, sowas mach ich nicht wirklich des Geldes wegen.
    > Ich ernähre mich gerne gesund und koch auch ganz gern. Mit dem Rad zur
    > Arbeit als Ausgleich zum 8-10 Stunden rumsitzen ist ebenfalls ganz nett und
    > in der Stadt sogar oft schneller.

    Darf ich fragen wie alt du bist? Ich bin 45 und habe das ähnlich durch - hatte bis vor 2 Monaten auch noch eine Familie samt 1 Kind, und kam trotz meinen "nur" 52k im Jahr damit zurecht, trotzdem ich in München wohne, und trotzdem ich ein kleines Auto fahre. Von Sparen kann ich auch nicht sprechen, haben unser Geld eigentlich immer in Gebrauchsgegenstände oder mal einen Ausflug investiert.

  15. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: simonovich² 20.06.17 - 11:06

    aLpenbog schrieb:
    > Was die Tätigkeiten angeht, mir fällt das tatsächlich halbwegs leicht. Bin
    > quasi mit dem PC aufgewachsen zu Zeiten wo es noch kein Clicky Clicky gab.
    > Denke mal wer mit Konsolen groß geworden ist, den fällt die Einarbeitung in
    > so Sachen eh wesentlich leichter. Dazu eben auch Privat/Hobbymäßig immer
    > stark interessiert an der IT gewesen.

    Genau das habe ich mir gedacht ;) Ich bin auch mit dem PC aufgewachsen, hab es teilweise zu sehr übertrieben.

    > Kommt wohl immer auf die Lebensumstände an. Wer Familie hat verbringt das
    > Wochenende mit den Kiddies. Ich schau mir auch gern mal eine neue Sprache
    > an, arbeite an einen Hobbyprojekt oder ähnliches. Hab ehrlich gesagt auch
    > Spaß daran verschiedene Tätigkeiten auf der Arbeit zu haben und nicht zu
    > spezialisiert zu sein. Hier mal was entwickeln, da mal ein wenig um die DB
    > kümmern oder wenn was nicht klappt mal mit Wireshark auf die Leitung zu
    > gehen. So kommt zumindest seltener Langeweile auf.

    Bis 25 war ich genau so wie du, auf der Arbeit durfte ich quasi machen was ich will, jahrelang war ich der einzige IT'ler in der Agentur. Hat echt spaß gemacht, viel neues gelernt und coole sachen Entwickelt, viel Verantwortung übernommen. Ich hab auch sehr viel in meiner Freizeit für die Firma gemacht, unsere Software weiterentwicklet z.B., weil es einfach so viel Spaß gemacht hat. Ich hätte ja sonst nichts anderes gemacht am Wochenende... Das alles unbezahlt natürlich, aber mir hat das damals nichts ausgemacht.

    Bis ich dann plötzlich meine jetzige Frau kennengelernt habe, ab da hat sich vieles so langsam geändert. Plötzlich hat man viel mehr Verantwortung, Geld ist auf einmal wichtig geworden, und die Steuererklärung auch... dann kam unser Baby auf die Welt und man hat kaum noch Zeit für Computersachen in der Freizeit. Mein Chef war natürlich gewohnt, dass ich all die Jahre davor alles so locker hinbekommen habe, nur als ich dann tatsächlich "nur" noch 8-10 Stunden am Tag arbeiten konnte wurde es so richtig stressig. Bugs häuften sich, Kunden wollten mehr Features. Ich hab dann trotz Frau und Kind einige Wochenenden durchgearbeitet, denn schließlich muss ich ja jetzt um jeden Preis genug Geld jeden Monat reinbekommen. Trotzdem, der Chef wurde immer aufmüpfiger, er macht aus jeder kleinen "Kundenbeschwerde" ein riesen Drama. Und trotzdem kauf sich der Cheffe einen neuen Porsche zum Geburtstag, während man bei meinem Gehalt immer Abstriche machen musste ("nächstes Jahr läufts besser, ganz bestimmt!"). Ich bin dann irgendwann ausgebrannt und nicht mehr zur Arbeit aufgetaucht. Ich habe 6 Monate gebraucht um aus dem Loch wieder rauszukommen.

    Edit: ganz vergessen zu erwähnen: wir haben damals nach Unterstützung für mich gesucht, nur wollten die qualifizierten Leute alle das 3fache von dem, was ich verdient habe... das war meinem Chef offensichtlich zu viel (und ich wär stinkig).

    Ich schreibe das alles nur, weil deine Situation ähnlich meiner damaligen klingt. Lass mich dir noch einen Rat geben: In kleinen Firmen mag alles sehr freundschaftlich, ja gar familiär zugehen. Man wird auch mal vom Chef zum Feierabendbier oder Abendessen eingeladen, oder geht sogar mal ins Kino. Die ersten Jahre dachte ich, besser kann es nicht werden. Doch meine Lektion war: Es geht am Ende immer nur ums Geld. Auch wenn jetzt alles so toll aussieht, das kann sich schlagartig ändern. Lass dich nicht ausbeuten und versuche das zu verlangen, was du eigentlich Wert bist.

    > Was das Geld sparen angeht, sowas mach ich nicht wirklich des Geldes wegen.
    > Ich ernähre mich gerne gesund und koch auch ganz gern. Mit dem Rad zur
    > Arbeit als Ausgleich zum 8-10 Stunden rumsitzen ist ebenfalls ganz nett und
    > in der Stadt sogar oft schneller.

    Wäre das Thema hier "Wie bleibt man Fit und Gesund?", dann kann ich deine Rat nur unterstreichen! :)



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.17 11:15 durch simonovich².

  16. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: aLpenbog 20.06.17 - 12:55

    Darfst du. Bin 30. Arbeite mittlerweile seit 5 Jahren im Betrieb, relativ spät eingestiegen. Ledig, daher nur Kosten für mich. Wohne im Norden, zahle damit auch nicht so Mieten wie in München (700¤ Warm). Kann also aktuell von mein 2k Netto gut 500-700¤ zur Seite packen. Hab aber auch kein Auto. Klar mit Familie usw. ist das alles ne komplett andere Geschichte.

  17. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: PiranhA 20.06.17 - 13:44

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar mit Familie usw. ist das alles ne komplett andere Geschichte.

    Die Sache ist aber doch, dass der familiäre Umstand kein Einfluss auf das Gehalt haben sollte. Daher kann ich jedem nur den Rat geben, bei Gehaltsverhandlungen nicht seinen aktuellen Stand zu berücksichtigen, sondern wo man hin will.
    Wenn sich die Familienplanung ändert, bekommt man ja nicht plötzlich mehr Gehalt. Früher war es mal selbstverständlich, dass man eine Familie und Eigenheim auch mit einem Gehalt finanzieren kann. Da darf man halt keinen Luxus erwarten, aber den Anspruch sollte man aus meiner Sicht schon pflegen.
    Ich bin auch 30, mittlerweile aber schon verheiratet mit Kind. Bei den hier genannten Gehältern könnte ich ja kein Eigenheim planen.

  18. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: aLpenbog 20.06.17 - 14:30

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > aLpenbog schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klar mit Familie usw. ist das alles ne komplett andere Geschichte.
    >
    > Die Sache ist aber doch, dass der familiäre Umstand kein Einfluss auf das
    > Gehalt haben sollte. Daher kann ich jedem nur den Rat geben, bei
    > Gehaltsverhandlungen nicht seinen aktuellen Stand zu berücksichtigen,
    > sondern wo man hin will.
    > Wenn sich die Familienplanung ändert, bekommt man ja nicht plötzlich mehr
    > Gehalt. Früher war es mal selbstverständlich, dass man eine Familie und
    > Eigenheim auch mit einem Gehalt finanzieren kann. Da darf man halt keinen
    > Luxus erwarten, aber den Anspruch sollte man aus meiner Sicht schon
    > pflegen.
    > Ich bin auch 30, mittlerweile aber schon verheiratet mit Kind. Bei den hier
    > genannten Gehältern könnte ich ja kein Eigenheim planen.

    Hatte damals wie gesagt 4-5 Angebote und groß davon weg war keines. Und Hartz4 oder ein Umzug in eine Großstadt war da für mich keine Alternative. Familie plane ich eigentlich nicht, damit ist das für mich ok. Eigenheim brauch ich auch nicht unbedingt, finde es als Mieter relativ bequem, könnte mir das aber auch mit dem Gehalt zusammensparen, wenn das mein Lebensziel wäre. Letztlich kratzt mich das alles nur ein wenig bei so vergleichen, weil man sich fragt, ob die eigene Leistung nicht gewürdigt wird. Die Faktoren die am Ende das Gehalt hauptsächlich ausmachen könnten aber kaum unpersönlicher sein.

  19. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: MaxLiebermann 20.06.17 - 17:54

    aLpenbog schrieb:
    > Hatte damals wie gesagt 4-5 Angebote und groß davon weg war keines. Und
    > Hartz4 oder ein Umzug in eine Großstadt war da für mich keine Alternative.
    > Familie plane ich eigentlich nicht, damit ist das für mich ok. Eigenheim
    > brauch ich auch nicht unbedingt, finde es als Mieter relativ bequem, könnte
    > mir das aber auch mit dem Gehalt zusammensparen, wenn das mein Lebensziel
    > wäre. Letztlich kratzt mich das alles nur ein wenig bei so vergleichen,
    > weil man sich fragt, ob die eigene Leistung nicht gewürdigt wird. Die
    > Faktoren die am Ende das Gehalt hauptsächlich ausmachen könnten aber kaum
    > unpersönlicher sein.

    Ich denke da in etwa genauso: wer ein Haus samt Auto, Yacht und Familie haben mag bitte - aber in der heutigen Zeit verzettelt man sich eben auch schnell in unmögliche Kredite. Einfach zu bekommen, idR einfach zu zahlen - aber nur so lange alles im Lot bleibt. Dumm wird es wenn Frau oder ich selbst die Scheidung einreiche oder nur so trenne, und dann nur noch 1 verdient - oder nur einer der beiden so Krank wird, dass man plötzlich allein verdient - und ich mir den ganzen Luxus nimma leisten kann. Und sind wir mal ehrlich, das kann schnell gehen. Weder gibt es eine Jobgarantie bis zum letzten tag vor der Rente noch für das ewige Glück in Familie. Aber zurück zum Gehalt: natürlich klingen 5000¤ Brutto mit Steuerklasse 5 ganz nett - das steht auch außer Frage. Da will man das Geld auch ausgeben, oder wenigstens anlegen...

  20. Re: Meine Theorie für die niedrigen IT-Gehälter ist folgende:

    Autor: sic 20.06.17 - 18:19

    aLpenbog schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eigenheim brauch ich auch nicht unbedingt, [...] könnte
    > mir das aber auch mit dem Gehalt zusammensparen, wenn das mein Lebensziel
    > wäre.
    Mit dauerhaft 2000 ¤ netto pro Monat wird das aber richtig, richtig schwer. Also eine Eigentums*wohnung*... ja die schon... aber ein Haus? Würde jetzt nicht sagen, dass es unmöglich ist, aber dann müsstest du auf so vieles anderes verzichten...

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. DEKRA SE, Stuttgart
  2. Stadtwerke München GmbH, München
  3. Stadt Biberach an der Riß, Biberach an der Riß
  4. Greenpeace e.V., Hamburg

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 3,74€
  2. 4,99€
  3. (-53%) 27,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mythic Quest: Spielentwickler im Schniedelstress
Mythic Quest
Spielentwickler im Schniedelstress

Zweideutige Zweckentfremdung von Ingame-Extras, dazu Ärger mit Hackern und Onlinenazis: Die Apple-TV-Serie Mythic Quest bietet einen interessanten, allerdings nur stellenweise humorvollen Einblick in die Spielebrache.
Eine Rezension von Peter Steinlechner

  1. Apple TV TVOS 13 mit Mehrbenutzer-Option erschienen

Galaxy-S20-Serie im Hands-on: Samsung will im Kameravergleich an die Spitze
Galaxy-S20-Serie im Hands-on
Samsung will im Kameravergleich an die Spitze

Mit der neuen Galaxy-S20-Serie verbaut Samsung erstmals seine eigenen Isocell-Kamerasensoren mit hoher Auflösung, auch im Zoombereich eifert der Hersteller der chinesischen Konkurrenz nach. Wer die beste Kamera will, muss allerdings zum sehr großen und vor allem wohl teuren Ultra-Modell greifen.
Ein Hands on von Tobias Költzsch, Peter Steinlechner und Martin Wolf

  1. Micro-LED-Bildschirm Samsung erweitert The Wall auf 583 Zoll
  2. Nach 10 kommt 20 Erste Details zum Nachfolger des Galaxy S10
  3. Vorinstallierte App Samsung-Smartphones schicken Daten an chinesische Firma

Wolcen im Test: Düster, lootig, wuchtig!
Wolcen im Test
Düster, lootig, wuchtig!

Irgendwo zwischen Diablo und Grim Dawn: Die dreckige Spielwelt von Wolcen - Lords Of Mayhem ist Schauplatz für ein tolles Hack'n Slay - egal ob offline oder online, alleine oder gemeinsam. Und mit Cryengine.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Project Mara Microsoft kündigt Psychoterror-Simulation an
  2. Active Gaming Footwear Puma blamiert sich mit Spielersocken
  3. Simulatoren Nach Feierabend Arbeiten spielen

  1. Elektromobilität: Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen
    Elektromobilität
    Umweltbonus gilt auch für Jahreswagen

    Vom neuen Umweltbonus für Elektroautos können künftig Käufer von Gebrauchtwagen profitieren. Neben einem zeitlichen Limit hat die Bundesregierung eine Obergrenze für die Kilometerzahl und den anrechenbaren Wertverlust festgelegt.

  2. Ausdiskutiert: Sony schließt das Playstation-Forum
    Ausdiskutiert
    Sony schließt das Playstation-Forum

    Falls es technische Probleme mit der Playstation 5 geben sollte, wird man an einer Stelle keine Hilfe finden: im offiziellen Playstation-Forum. Sony will den schon länger nur noch schwach frequentierten Treff schließen.

  3. Alphabet: Google strukturiert Cloud-Business um
    Alphabet
    Google strukturiert Cloud-Business um

    Um Nummer eins im Cloud-Business zu werden, strukturiert Google derzeit um. Auch einige Mitarbeiter müssen gehen. Das Unternehmen will sich dabei auf fünf Kernmärkte konzentrieren.


  1. 18:22

  2. 18:00

  3. 17:45

  4. 17:30

  5. 17:15

  6. 16:39

  7. 16:20

  8. 16:04