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74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

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  1. 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: StefanGl 30.04.15 - 17:24

    Warum läßt man Apple bei der aktuell gefüllten Kriegskasse so günstig davon kommen? Ist doch wohl schon wieder ein Deal, oder nicht?

  2. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: Brainfreeze 30.04.15 - 17:33

    StefanGl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum läßt man Apple bei der aktuell gefüllten Kriegskasse so günstig davon
    > kommen? Ist doch wohl schon wieder ein Deal, oder nicht?

    So wie ich es verstehe, handelt sich nicht um Steuerhinterziehung.
    Irland hat Apple Steuervergünstigungen gewährt. Und nun sagt die EU-Kommision, diese Vergünstigungen waren nicht rechtens und Apple muss das Geld nachzahlen.

  3. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: StefanGl 30.04.15 - 17:39

    Wenn ich als Firma 36,8 Milliarden Gewinn erwirtschafte und darauf nur 1,9% Gewinnsteuern zahle, nenne ich es beim Namen. Und dieser ist nun eben mal: Steuerhinterziehung.

    In Deutschland beträgt die Gewinnsteuer für Unternehmensgewinne ca. 30%. In Irland selbst liegt sie bei 12,5%. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmensbesteuerung

  4. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: bstea 30.04.15 - 17:42

    Komisch, auch kein Dax-Unternehmen zahlt Steuern in dieser Höhe.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  5. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: holysmoke 30.04.15 - 17:53

    Es ist keine Steuerhinterziehung, weil da auf Seite Apple nichts hinterzogen wurde. E wurde ja alles deklariert und auch von den Behörden akzeptiert (und im Vorfeld angeboten)

    Also handelt es sich um irgend was anderes, aber nicht Steuerhinterziehung.

  6. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: blackout23 30.04.15 - 17:56

    holysmoke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist keine Steuerhinterziehung, weil da auf Seite Apple nichts
    > hinterzogen wurde. E wurde ja alles deklariert und auch von den Behörden
    > akzeptiert (und im Vorfeld angeboten)
    >
    > Also handelt es sich um irgend was anderes, aber nicht Steuerhinterziehung.

    Psst du willst doch die Leute mit ihrem Stammtischwissen nicht etwa belehren...

  7. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: exxo 30.04.15 - 18:55

    holysmoke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist keine Steuerhinterziehung, weil da auf Seite Apple nichts
    > hinterzogen wurde. E wurde ja alles deklariert und auch von den Behörden
    > akzeptiert (und im Vorfeld angeboten)
    >
    > Also handelt es sich um irgend was anderes, aber nicht Steuerhinterziehung.


    Der Fachbegriff hierfür lautet Stwuervermeidung.

  8. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: Oxycodon 30.04.15 - 19:34

    StefanGl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich als Firma 36,8 Milliarden Gewinn erwirtschafte und darauf nur 1,9%
    > Gewinnsteuern zahle, nenne ich es beim Namen. Und dieser ist nun eben mal:
    > Steuerhinterziehung.
    >
    > In Deutschland beträgt die Gewinnsteuer für Unternehmensgewinne ca. 30%. In
    > Irland selbst liegt sie bei 12,5%. Quelle: de.wikipedia.org

    Wie du einfach mal komplett Unrecht hast und dann alles mit einem Wikipedia Link rechtfertigen willst. Eiskalt :D

    Wurde schon weiter oben gesagt das es keine Steuerhinterziehung war. Wenn du ein so rießiges Unternehmen führst und es gibt ne Lücke die dir zu gute kommt, nutzt du sie dann nicht ?
    Wäre doch nur zu deinem Nachteil, jeder einzelne würde das machen. Aber ich versteh schon, es ist Apple und die sind ja grundsätzlich dazu verpflichtet 130% an Gewinnsteuer zu bezahlen, am besten sollten sie pleite gehen oder ?

    Was mit den Steuern größtenteils finanziert wird ist die eigentliche Frechheit.

  9. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: picaschaf 30.04.15 - 20:02

    Die eigentliche Frechheit in meinen Augen ist, dass Behörden Jahre später einfach kommen können und Steuern fordern obwohl sie zuvor alles für rechtskonform und iO. befunden haben.

  10. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: theonlyone 30.04.15 - 20:20

    Oxycodon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanGl schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn ich als Firma 36,8 Milliarden Gewinn erwirtschafte und darauf nur
    > 1,9%
    > > Gewinnsteuern zahle, nenne ich es beim Namen. Und dieser ist nun eben
    > mal:
    > > Steuerhinterziehung.
    > >
    > > In Deutschland beträgt die Gewinnsteuer für Unternehmensgewinne ca. 30%.
    > In
    > > Irland selbst liegt sie bei 12,5%. Quelle: de.wikipedia.org
    >
    > Wie du einfach mal komplett Unrecht hast und dann alles mit einem Wikipedia
    > Link rechtfertigen willst. Eiskalt :D
    >
    > Wurde schon weiter oben gesagt das es keine Steuerhinterziehung war. Wenn
    > du ein so rießiges Unternehmen führst und es gibt ne Lücke die dir zu gute
    > kommt, nutzt du sie dann nicht ?
    > Wäre doch nur zu deinem Nachteil, jeder einzelne würde das machen. Aber
    > ich versteh schon, es ist Apple und die sind ja grundsätzlich dazu
    > verpflichtet 130% an Gewinnsteuer zu bezahlen, am besten sollten sie pleite
    > gehen oder ?
    >
    > Was mit den Steuern größtenteils finanziert wird ist die eigentliche
    > Frechheit.

    Du kannst auch Kinder in China arbeiten lassen und deine Belegschaft ausnutzen, ob ein Unternehmen das macht steht wieder auf einem anderen Blatt.


    Die Sache ist eben, solange es nur Vorteile bringt und schlichtweg nicht verfolgt wird, hat sich das Thema "Steuern" praktisch erledigt.

    Allein die Tatsache das man "akzeptiert" das Unternehmen ihre Steuern in anderen Ländern zahlen als dem wo der Umsatz entsteht ist ja schon lächerlich genug, dann so Geschichten wie die "Steuer-Paradise", wäre kein großer Akt das zu verhindern, wird aber einfach nicht gemacht.

  11. Wie man es nennt, ist doch egal.

    Autor: miauwww 30.04.15 - 20:53

    > Der Fachbegriff hierfür lautet Stwuervermeidung.

    Entscheidend ist, dass das Geld in den Haushalten fehlt, denn es sind Steuerausfälle. Und Steuerausfälle sind eigentlich immer gleichzusetzen mit Subventionen: ergo haben wir als kleine Leute diese Milliarden bezahlt, die nun in Apples Kriegskasse liegen, anstatt dass sie bei uns für Bildung, Alte und andere hoffentlich sinnvolle Dinge ausgegeben werden können.

  12. Re: Wie man es nennt, ist doch egal.

    Autor: picaschaf 30.04.15 - 21:08

    Dieses Geld "fehlt" nicht im Haushalt, es entstand nie eine Verpflichtung oä. es dort hineinzubringen. Wenn wir ein Produkt in ein anderes EU Land verkaufen entsteht 1. keine Ust bei Unternehmenskunden (die ohnehin Quatsch ist) - bei Endverbrauchern zwar schon bei nicht digitalen Gütern aber die führt Apple ja auch ganz regulär ab und 2. wird der Gewinn am Geschäftssitz versteuert und nicht am Lieferort. Hier ist nichts illegales oder ungewöhnliches dran. Das macht jedes Unternehmen so weil es schlichtweg Gesetz ist.

    Was Apple und andere btw. auch machen sind Gewinne im Sitzland mit Verlusten aus anderen Ländern verrechnen. Auch das ist nicht illegal und auch das macht jedes Andere international agierende Unternehmen so. Aktuell wird einfach eine sinnlose Stammtisch-Neid-Debatte geführt und damit das Volk die Schnauze hält wird ein bisschen mit unlauteren Mitteln von den Staaten dagegen geschossen.

  13. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: errich 30.04.15 - 21:15

    Die 2,5 Mrd. sind als geschätzte Mindestforderungen bzgl. Steuernachzahlung an Apple zu verstehen, nicht als festgelegte Strafe. Denke mal, dass sich Apple an irisches Recht gehalten hat, so dass sicherlich keine "Strafe" fällig wird. Aber es können eben auch viel mehr Nachzahlung werden.
    74 Mrd. halte ich für viel zu hoch, da dass mehr als der Hälfte des gesamten Bruttogewinns aus den genannten Jahren 2009-2012 entspricht. Und 100% müssen sie sicher nicht zahlen.

  14. Re: 74 Mrd. hinterzogen und nur 2,5 Mrd. Strafe ?

    Autor: picaschaf 30.04.15 - 22:04

    Mich würde ja auch mal interessieren wie sich die Leute hier fühlen die am meisten gegen Apple und Co. hetzen wie sie sich fühlen würden wenn heute ein Gesetz geändert wird (was es ja noch nichtmal ist) und das Finanzamt auf Basis dessen ihnen für die letzten 6 Jahre kräftig Steuern nachzahlen lässt. Steuern die sie durch legale und anerkannte Abschreibungsmöglichkeiten gespart hatten. *Den* Aufmarsch würde ich gerne sehen... aber der Mensch neigt ja schnell dazu mit zweierlei Maß zu messen...

  15. Re: Wie man es nennt, ist doch egal.

    Autor: miauwww 01.05.15 - 09:53

    picaschaf schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieses Geld "fehlt" nicht im Haushalt, es entstand nie eine Verpflichtung
    > oä. es dort hineinzubringen. Wenn wir ein Produkt in ein anderes EU Land
    > verkaufen entsteht 1. keine Ust bei Unternehmenskunden (die ohnehin Quatsch
    > ist) - bei Endverbrauchern zwar schon bei nicht digitalen Gütern aber die
    > führt Apple ja auch ganz regulär ab und 2. wird der Gewinn am Geschäftssitz
    > versteuert und nicht am Lieferort. Hier ist nichts illegales oder
    > ungewöhnliches dran. Das macht jedes Unternehmen so weil es schlichtweg
    > Gesetz ist.

    Klar fehlt das Geld. Würde es nicht fehlen, könnten wir Steuern gleich ganz abschaffen. Steuerquoten sollen für alle gelten, und also wird die Eu hoffentlich jetzt aktiv.

    > Was Apple und andere btw. auch machen sind Gewinne im Sitzland mit
    > Verlusten aus anderen Ländern verrechnen. Auch das ist nicht illegal und
    > auch das macht jedes Andere international agierende Unternehmen so. Aktuell
    > wird einfach eine sinnlose Stammtisch-Neid-Debatte geführt und damit das
    > Volk die Schnauze hält wird ein bisschen mit unlauteren Mitteln von den
    > Staaten dagegen geschossen.

    Einen Koffer mit Geld in unserem Bundestag stehn zu lassen, ist derzeit auch legal. In Irland als Riesenfirma zum Finanzamt zu gehen, und Nachlässe auszuhandeln, derweil kleine Firmen das nicht können, war da auch legal. Also alles ok. Schön.

  16. Re: Wie man es nennt, ist doch egal.

    Autor: DrWatson 01.05.15 - 12:56

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Entscheidend ist, dass das Geld in den Haushalten fehlt, denn es sind
    > Steuerausfälle.

    Das Geld fehlt in den Haushalten, weil es verschwendet wurde.

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