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So ist das im Kapitalismus

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  1. So ist das im Kapitalismus

    Autor: LinuxNerd 10.02.15 - 18:11

    Der größte Teil der Einnahmen geht da nunmal an die Ausbeuter, wieso sollte das auch in der Musikindustrie anderst sein als in anderen Industriezweigen ?

    ..........................................................................
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  2. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: Niantic 10.02.15 - 18:26

    LinuxNerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der größte Teil der Einnahmen geht da nunmal an die Ausbeuter, wieso sollte
    > das auch in der Musikindustrie anderst sein als in anderen Industriezweigen
    > ?


    Un im sozialismus gewinnenalle? Hat in der ddr ja super geklappt wo alle ausser der parteielite 4 wochen aif bananen warten durften...

  3. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: Dino13 10.02.15 - 18:32

    Wusste nicht wie du in dem Zusammenhang jetzt auf einmal Sozialismus erwähnst, oder bedeutet jede Kritik am Kapitalismus das man was anderes als was besseres sieht?
    Ich hoffe das es in Ordnung ist das ich Kritik an deinem Beitrag geäußert habe.

  4. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: LinuxNerd 10.02.15 - 18:32

    Das der Planwirtschafts-Sozialismus scheiße war ist noch lange kein Argument dafür das Kapitalismus gut ist. Und anzunehmen das Kapitalismus Kritik zwangsläufig sozialistisch motiviert ist wäre dann doch auch etwas zu kurz gedacht, jedenfalls hab ich hier Sozialismus nie als Alternative vorgeschlagen.

    ..........................................................................
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  5. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: user0345 10.02.15 - 22:43

    Niantic schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LinuxNerd schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der größte Teil der Einnahmen geht da nunmal an die Ausbeuter, wieso
    > sollte
    > > das auch in der Musikindustrie anderst sein als in anderen
    > Industriezweigen
    > > ?
    >
    > Un im sozialismus gewinnenalle? Hat in der ddr ja super geklappt wo alle
    > ausser der parteielite 4 wochen aif bananen warten durften...

    ich glaube nicht dass die DDR wirklich sozialistisch war.
    mir kommt es immer so vor dass es ein totalitäres Regime war.

    und beim Kapitalismus krank es schon am Banken system.
    zum Glück haben viele Länder nicht den reinen Kapitalismus sondern noch ein sozial System. an sonsten würde der Kapitalismus viele Menschen töten (kein geld für essen, steigende Kriminalität...)

  6. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: Gewehrmaschine 10.02.15 - 22:55

    Das traurige ist, selbst wenn ich mir nen premiumaccount zulege und den ganzen Tag richtig geile Mucke hören kann, unterstütze ich indirekt die Major-labels mit ihrer beschi*** Musik dich mich jeden Tag in der Arbeit, im Radio und beim Einkaufen nervt!

    Das ist doch paradox! Ich kauf etwas um geile -nennen wir es mal- "Nischenmusik" unterstütze aber die Major-label mit ihrer Kackmusik :D

  7. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: wasabi 11.02.15 - 07:21

    > ich glaube nicht dass die DDR wirklich sozialistisch war.
    > mir kommt es immer so vor dass es ein totalitäres Regime war.
    Sozialismus ist immer totalitär. Wenn es nicht ein einzelnes Regime ist, von dem die Macht ausgeht, dann eben eben von 51% der Bevölkerung.

    > und beim Kapitalismus krankt es schon am Banken system.
    Welches meinst du? Unser aktuelles Bankensystem ist eben NICHT kapitalistisch. In einem reinen Kapitalismus gibt der Staat nicht vor, welches Geld wir zu benutzen haben. Und Banken sind dort einfach Unternehmen, die Geld aufbewahren und verleihen (und aucch einfach pleite gehen können), da erlaubt Ihnen der Staat keine betrügerischen Dinge wie Wertschöpfung aus dem nichts (durch das Teilreservesystem der Kreditbanken und das Geld-drucken der zentralbanken). Die EZB steht nicht für Kapitalismus, im Gegenteil. Bitcoin dagegen ist Kapitalismus.

    > zum Glück haben viele Länder nicht den reinen Kapitalismus sondern noch ein
    > sozial System.
    Es gibt kein einziges Land mit reinem Kapitalismus, mindestes das Geldsystem wird überall staatlich gesteuert, und Banken staatliche Sonderrechte vergeben. Ich weiß nicht, ob jemals rein kapitalistische Gesellschaften existiert haben, vielleicht in der Jungsteinzeit.

    > an sonsten würde der Kapitalismus viele Menschen töten (kein
    > geld für essen, steigende Kriminalität...)
    Deine Vermutung :-)

  8. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: unknown75 11.02.15 - 08:37

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Es gibt kein einziges Land mit reinem Kapitalismus, mindestes das
    > Geldsystem wird überall staatlich gesteuert, und Banken staatliche
    > Sonderrechte vergeben. Ich weiß nicht, ob jemals rein kapitalistische
    > Gesellschaften existiert haben, vielleicht in der Jungsteinzeit.

    Etwas blauäugig deine Einstellung, wenn du mich fragst. Denn auch der Gesetzgeber kann bestechlich sein, man denke nur an "Parteispenden" und Posten in Aufsichtsräten.

  9. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: wasabi 11.02.15 - 14:15

    In einem reinen Kapitalismus hat aber ja der Gesetzgeber gar nicht soviel Macht. Da gibt es nichts zu bestechen.

  10. Re: So ist das im Kapitalismus

    Autor: Huegelstaedt 08.06.16 - 13:38

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > ich glaube nicht dass die DDR wirklich sozialistisch war.
    > > mir kommt es immer so vor dass es ein totalitäres Regime war.
    > Sozialismus ist immer totalitär. Wenn es nicht ein einzelnes Regime ist,
    > von dem die Macht ausgeht, dann eben eben von 51% der Bevölkerung.
    >
    > > und beim Kapitalismus krankt es schon am Banken system.
    > Welches meinst du? Unser aktuelles Bankensystem ist eben NICHT
    > kapitalistisch. In einem reinen Kapitalismus gibt der Staat nicht vor,
    > welches Geld wir zu benutzen haben. Und Banken sind dort einfach
    > Unternehmen, die Geld aufbewahren und verleihen (und aucch einfach pleite
    > gehen können), da erlaubt Ihnen der Staat keine betrügerischen Dinge wie
    > Wertschöpfung aus dem nichts (durch das Teilreservesystem der Kreditbanken
    > und das Geld-drucken der zentralbanken). Die EZB steht nicht für
    > Kapitalismus, im Gegenteil. Bitcoin dagegen ist Kapitalismus.
    >
    > > zum Glück haben viele Länder nicht den reinen Kapitalismus sondern noch
    > ein
    > > sozial System.
    > Es gibt kein einziges Land mit reinem Kapitalismus, mindestes das
    > Geldsystem wird überall staatlich gesteuert, und Banken staatliche
    > Sonderrechte vergeben. Ich weiß nicht, ob jemals rein kapitalistische
    > Gesellschaften existiert haben, vielleicht in der Jungsteinzeit.
    >
    > > an sonsten würde der Kapitalismus viele Menschen töten (kein
    > > geld für essen, steigende Kriminalität...)
    > Deine Vermutung :-)



    Im Gegensatz zum Kommunismus ist Sozialismus schwer eindeutig zu definieren. Beim Kommunismus sollte eine Gesellschaft weitgehend egalitär gestalltet sein und die Produktionsmittel in irgendeiner Form vergesellschaftlicht sein.

    Sozialismus ist hingegen ein Begriff den man besser eingrenzen kann indem man ihn relativ definiert. Historisch gesehen hat sich das Verständnis was als sozialistisch gilt ständig gewandelt und ist üblicherweise alles was hinreichend links vom Mainstream liegt. Wenn man zwischen 1800 und 1945 ein Staats- und Gesellschaftsmodell für ideal gehalten hätte, welches weitgehend der heutigen Bundesrepublik entspricht wäre man zu recht als Sozialist bezeichnet worden. Man hört in Deutschland häufig, gewisse Dinge sind nicht sozialistisch sondern sozialdemokratisch. International wird - abgesehen vom deutsprachigen und angelsächsischem Raum - diese Unterscheidung allerdings nicht gemacht (ich spreche hier von richtiger Sozialdemokratie, die SPD ist eigentlich nicht mehr sozialdemokratisch).

    Bei der Behauptung der Sozialismus sei die Diktatur der 51 % stellen Sie endgültig mangelndes historisches Bewusstsein zur Schau. Das Argument der Diktatur der 51 % wurde immer gegen die Demokratie vorgebracht (oder haben Sie da auch was dagegen). Ich möchte das totalitäre Potential der Demokratien nicht kleinreden (Sklaverei, Homosexuellenverfolgung,...). Damit dieses Potential nicht missbraucht wird müssen bestimmte gesellschaftliche Voraussetzungen da sein. Eigentlich haben die meisten sozialistischen Denker die Rechte von Minderheiten anerkannt (Selbst die UdSSR hat sich zum Beispiel wesentlich stärker für Roma und Sinti eingesetzt als es heutige Regierungen tun). Die totalitären Züge hat der Sozialismus eigentlich erst so richtig durch Lenin bekommen, manche sagen, dass Diese bereits im Marxismus angelegt waren, aber für diese Diskussion habe ich weder das nötige Hintergrundwissen noch die Motivation. Fakt ist aber, dass viele Leute meinen, dass der Sozialismus zwingend so funktionieren muss wie der Leninismus. Marx, Luxemburg, Liebknecht hatten eigentlich das Ideal, dass die Gesellschaft demokratisch organisiert sein sollte. Interessant finde ich auch, dass Sie die Demokratie für den Kapitalismus zu vereinnahmen scheinen. Es waren nicht nur die bürgerlichen Studenten die Mitbestimmung gefordert haben sondern auch die Frühsozialisten und ihre Anhänger.

    Die SPD hat sich selbst bis zur Burgfriedenspolitik im 1. Weltkrieg eindeutig als sozialistische Partei verstanden. Zum Beispiel hat sich August Bebel selbst als Sozialist bezeichnet.

    Zum Thema reiner Kapitalismus kann man nur sagen, dass es keinen reinen Kapitalismus geben kann und jemals gab. Mit der unumgänglichen steigenden Kapitalkonzentration eines weitgehend reinen Kapitalismusses geht immer auch eine Konzentration der gesellschaftlichen Macht einher. Die Kapitalisten die anfangs vielleicht froh waren nicht vom Staat behelligt zu werden bemächtigen sich seiner regulatorischer Gewallt und nutzen diese um sich der Konkurenz zu entledigen. Letztendlich hat man wieder einen Staat, der eine menge Vorschriften macht, aber nicht zum Schutz der Verbraucher, sondern der Machtverhältnisse und der eigenen Marktposition.

    Also scheint es sinnvoll Kapitalismus wie Sozialismus realtiv zu den jeweiligen Gegebenheiten der Epoche zu definieren.

    Ihre Aussage zum Bankenwesen und dem reinen Kapitalismus ist endgültig absoluter Unsinn. Wenn der Staat kein eigenes Geld herausgibt sondern es den Marktwirtschaftlichen Kräften überlässt eigene Währungen zu kreieren so werden diese ja erstrecht aus dem Nichts erschaffen, nur dass es keine Zentralbanken gibt die zur Erhaltung der wirtschaftlichen Stabilität geldpolitisch eingreifen können.

    Ihre Aussage es hätte vlt in der weit entfernten Vergangenheit rein kapitalistische Gesellschaften geben können ist absoluter Unsinn auch wenn ich davon ausgehe, dass diese nicht ernst gemeint war. Es gibt immer diesen Mythos der Tauschgesellschaft in der Güter in einem Verhältnis getauscht werden, die deren Wert entspricht. Dies ist allerdings ein Denkbeispiel der Volkswirtschaft und keine anthropologische Tatsache.
    Es gab nach heutigem Kenntnisstand keine einzige Gesellschaft in der der direkte Tausch einen großteil der Transaktionen ausgemacht hat (ergo Kapitalistisch).

    Der Tausch war meist nur ein mittel um mit Mitgliedern anderer Gruppen zu handeln. Innerhalb der einzelnen Mikrogesellschaften wurde die Waren- und Dienstleistungsverteilung durch andere Mechanismen geregelt. Häufig gab es nicht kodifizierte Erwartungen, dass Mitglieder im Gegenzug andere Leistungen zu erbringen hatten. Wurden Diese Erwartungen nicht erfüllt zog dies eine gesellschaftliche Ächtung
    nach sich. Wenn man so will war das Ansehen innerhalb der Gruppe die Währung mit der gehandelt wurde. Nahm man sich zu viel von anderen gaben diese einem nichts mehr und man hatte Probleme bei der Partnerwahl etc. Daher gab es nie eine kapitalistische Gesellschaft und aufgrund des vorher aufgezeigten Paradoxons wird es auch niemals eine geben.

    Sry für den langen Post. Aber ich musste den ganzen Unsinn argumentativ entkräften. Hatte fast einen Herzinfarkt als ich Wasabis Post gelesen hab.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 08.06.16 13:45 durch Huegelstaedt.

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