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Auch in Deutschland?

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  1. Auch in Deutschland?

    Autor: tingelchen 11.11.15 - 10:51

    Antwort: Klar.

    Denn immerhin ist in der EU Zero Rating ausdrücklich erlaubt. Bei T-Mobile gibt es das ja auch. Oder zumindest hat es das mal mit einem Musik Streamingdienst gegeben. Sofern der Betreiber entsprechend zahlt, landet er beim Zero Rating und schon hat man das gleiche Angebot wie jetzt in den USA.

    Wobei in der EU Streaming Dienste demnächst nur noch als Spezialdienst laufen könnten.

  2. Re: Auch in Deutschland?

    Autor: rjwolke 11.11.15 - 14:01

    Mit dem kleinen aber wichtigen Unterschied, dass in den USA die Streamingbetreiber eben nicht zahlen.

    In diesem Fall ist das Zero Rating von allen Streamingbetreibern (die diese Signatur verwenden) eine echte Mehrleistung seitens T-Mobile für Kunden, die ohnehin schon für große Datenmengen zahlen.

    Verwerflich ist Zero Rating mMn nur unter 2 Umständen:

    1. Die Zero-gerateten Unternehmen zahlen für dieses Privileg, und Konkurrenzunternehmen sind vertraglich außen vor (sonst würde wohl kein Unternehmen zahlen).
    2. Das Zero Rating geht einher mit einer Drosselung oder Reduktion des Volumens für andere Daten.

    Keiner dieser Punkte ist hier gegeben.

  3. Re: Auch in Deutschland?

    Autor: Slartie 11.11.15 - 14:21

    Der ganze Kram ist fundamental verwerflich, weil hier durch das Einrichten künstlicher Limits ("Flatrate"-Tarife mit begrenztem Volumen) eine Verknappungspolitik betrieben wurde, um dann durch Aufhebung der zuvor selbst geschaffenen Limits Großzügigkeit zu suggerieren.

    Wenn es kein Problem darstellt, Videostreams in durchaus annehmbarer Qualität an praktisch die gesamte Kundenbasis in unbegrenzter Menge auszuliefern, dann ist es mit der Argumentation, die jahrelang als Grund für die künstlichen Volumenlimits herangezogen wurde - "Wir haben ja selbst im LTE-Netz soooo wenig Bandbreite, wenn da jeder ohne Volumengrenze Traffic erzeugen könnte, bricht das Netz für alle zusammen!" - wohl nicht allzu weit her. Mit anderen Worten: das einzige aus technischer Sicht valide Argument für die Volumenbegrenzung stellt sich als irgendwas zwischen Irrtum und Lüge heraus. Statt diesen Sachverhalt zuzugeben, stellt man sich aber nun lieber hin, hebt die Grenze ausgerechnet für den bandbreitenintensivsten Dienst von allen auf, verkauft den Kunden das als tollen Service und drückt kräftig die Daumen, dass keiner den Widerspruch bemerkt.

    Der einzig richtige Schritt wäre gewesen, das Limit einfach fallen zu lassen - und zwar unabhängig von der Art der Daten oder deren Herkunft. Dann gehen bei hoher Auslastung halt so viele Bytes durch die Luft, wie die Infrastruktur hergibt, und der Durchsatz jedes einzelnen Teilnehmers sinkt gleichermaßen, wenn mal mehr Nachfrage als Bandbreiten-Angebot vorhanden ist. Gerade moderne Videostreaming-Dienste kommen mit sowas wunderbar klar, die schalten dann einfach selbsttätig auf einen niedriger aufgelösten Stream herunter, statt den HD-Stream stockend wiederzugeben.

  4. Re: Auch in Deutschland?

    Autor: tingelchen 11.11.15 - 14:26

    Das in den USA derzeit niemand dafür zahlen muss, ist mir bewusst. Es ging aber um ähnliche Konstrukte hier in DE. Und ob die hier ebenfalls kostenlos einspeisen dürfen wie in den USA ist fraglich.
    Immerhin, sollen Zero Rating und Spezialdienste ja nicht die Kunden schröpfen, sondern die Inhalteanbieter. Lauf öffentlicher Aussage. Das dies natürlich komplett gelogen ist, wissen wir alle.

    Ob das "kostenlos" für Betreiber, in den USA, bestehen bleibt wird sich zukünftig zeigen.

  5. Re: Auch in Deutschland?

    Autor: Fibernator 11.11.15 - 16:15

    rjwolke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In diesem Fall ist das Zero Rating von allen Streamingbetreibern (die diese
    > Signatur verwenden) eine echte Mehrleistung seitens T-Mobile für Kunden,
    > die ohnehin schon für große Datenmengen zahlen.
    Auch das ist schon eine Bevorzugung, wenn z.B. StartUp XY nicht mitmachen kann.

    Wie will es dann eine Chance gegen NetFlix haben, selbst wenn es den besseren Dienst hätte?

  6. Re: Auch in Deutschland?

    Autor: Menplant 12.11.15 - 09:21

    Slartie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der ganze Kram ist fundamental verwerflich, weil hier durch das Einrichten
    > künstlicher Limits ("Flatrate"-Tarife mit begrenztem Volumen) eine
    > Verknappungspolitik betrieben wurde, um dann durch Aufhebung der zuvor
    > selbst geschaffenen Limits Großzügigkeit zu suggerieren.
    >
    > Wenn es kein Problem darstellt, Videostreams in durchaus annehmbarer
    > Qualität an praktisch die gesamte Kundenbasis in unbegrenzter Menge
    > auszuliefern, dann ist es mit der Argumentation, die jahrelang als Grund
    > für die künstlichen Volumenlimits herangezogen wurde - "Wir haben ja selbst
    > im LTE-Netz soooo wenig Bandbreite, wenn da jeder ohne Volumengrenze
    > Traffic erzeugen könnte, bricht das Netz für alle zusammen!" - wohl nicht
    > allzu weit her. Mit anderen Worten: das einzige aus technischer Sicht
    > valide Argument für die Volumenbegrenzung stellt sich als irgendwas
    > zwischen Irrtum und Lüge heraus. Statt diesen Sachverhalt zuzugeben, stellt
    > man sich aber nun lieber hin, hebt die Grenze ausgerechnet für den
    > bandbreitenintensivsten Dienst von allen auf, verkauft den Kunden das als
    > tollen Service und drückt kräftig die Daumen, dass keiner den Widerspruch
    > bemerkt.
    >
    > Der einzig richtige Schritt wäre gewesen, das Limit einfach fallen zu
    > lassen - und zwar unabhängig von der Art der Daten oder deren Herkunft.
    > Dann gehen bei hoher Auslastung halt so viele Bytes durch die Luft, wie die
    > Infrastruktur hergibt, und der Durchsatz jedes einzelnen Teilnehmers sinkt
    > gleichermaßen, wenn mal mehr Nachfrage als Bandbreiten-Angebot vorhanden
    > ist. Gerade moderne Videostreaming-Dienste kommen mit sowas wunderbar klar,
    > die schalten dann einfach selbsttätig auf einen niedriger aufgelösten
    > Stream herunter, statt den HD-Stream stockend wiederzugeben.
    +1
    Genau daran habe ich auch gedacht; Und kürzlich hat China seiner Bevölkerung erlaubt kostenlos zwei Kinder unterhalten zu dürfen.

    Angenommen der Traffic für Streaming wäre zu teuer, sodass T-Mobile durch diese Nutzer keinen Gewinn/Verlust macht, wär das wohl als dumping zu bezeichnen und in DE illegal.
    Denkbar wäre auch, dass sich das große T ein(ige) gut getarntes Hintertürchen offen hält ála Zero Rating wird nicht dauerhaft kostenlos für die Streaminganbieter sein. Möglicherweise haben sie Verträge mit der Unterhaltungsindustrie, da man durch das White-listing gezielt illegale Dienste ausgrenzen kann.

    Vieles ist möglich, den magentafarbenen Anzugträgern traue ich fast alles zu.

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