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Verstehe ich nicht...

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  1. Verstehe ich nicht...

    Autor: jes77 03.04.14 - 17:03

    Da kommt eine Gewerkschaft, die einen sehr geringen Teil meiner Mitarbeiter vertritt. Die sagt dann "Du musst mit mir reden". Will ich aber nicht - ihre Positionen und Argumente hat sie hinreichend auch über die Medien ausgebreitet und ist für mich nicht diskutabel. Dann zettelt sie diverse Streiks an, die mehr oder weniger schlecht umgesetzt werden. Jetzt schreiben sie mir nen Brief: "Hat zwar alles nicht viel gebracht, aber bitte treffe Dich mit Dir, damit ich meine Position doch noch umgesetzt bekomme".
    Warum sollte ich das tun? Wozu? Welchen Vorteil mag es bieten?
    (Mal ganz davon ab, dass ich jedes Gespräch mit einem Gewerkschafter nach Möglichkeit vermeiden würde...)

  2. Re: Verstehe ich nicht...

    Autor: mnehm1 03.04.14 - 18:24

    Die Zeugen Jehovas kommen , auch wenn man sie wegschickt, immer wieder und versuchen ein Gespräch zu bekommen. Und entweder bleibt man halt stur oder lässt sie irgendwann genervt rein. Sie wollen einen halt auch nur zum besseren missionieren:)

    Bei den Gewerkschaften kommt allerdings noch anderes hinzu. Es geht auch um Macht und Geld.
    Je nach Art der Firma kommen dann auch Gewerkschafter in den Aufsichtsrat der Firma.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.04.14 18:39 durch mnehm1.

  3. Re: Verstehe ich nicht...

    Autor: CraWler 03.04.14 - 19:38

    Tja Arbeiter sind eben (genau wie der Kapitalistische Unternehmer) ganz egoistisch, sie wollen das beste für sich dabei herausholen. Arbeit wird ja wohl in erster Linie wegen dem Geld verrichtet und mehr Geld zu haben ist eben besser. Und das ist auch ihr gutes Recht, mehr Profit machen zu wollen ist schließlich nicht ein Privileg das nur dem Unternehmertum zustehen würde.

    Im Kapitalismus strebt eben auch die Arbeiterschaft danach ihre Einnahmen zu maximieren und um dieses Ziel zu erreichen sind Gewerkschaften recht hilfreich. Also beschwer dich nicht, als Unternehmer machst du ja selbst auch nix anderes als so viel Geld wie möglich zu erwirtschaften.

    ----------------------------
    Piratenpartei Wähler

  4. Re: Verstehe ich nicht...

    Autor: DrWatson 03.04.14 - 19:57

    CraWler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tja Arbeiter sind eben (genau wie der Kapitalistische Unternehmer) ganz
    > egoistisch, sie wollen das beste für sich dabei herausholen. Arbeit wird ja
    > wohl in erster Linie wegen dem Geld verrichtet und mehr Geld zu haben ist
    > eben besser. Und das ist auch ihr gutes Recht, mehr Profit machen zu wollen
    > ist schließlich nicht ein Privileg das nur dem Unternehmertum zustehen
    > würde.

    Es gibt nur einen bedeutenden Unterschied: Wenn Unternehmen ein Kartell gründen müssen sie saftige Strafen zahlen. Wenn Arbeiter ein Kartell gründen, wird dieses durch den Staat geschützt (künstliches Monopol).

    Gewerkschaften sind sozial gesehen sehr problematisch, sie verteilen immer von unten nach oben, denn: Gewerkschaften sind nur an gut verdienenden Facharbeitern, wie Industriemechanikern, Piloten und Amazonmitarbeitern interessiert und weniger an Niedrigverdienern wie zum Beispiel Wachleuten oder Bäckereiverkäuferinnen.
    Dazu kommen noch die Gewerkschaftsfunktionäre, die sich über die Mitgliedsbeiträge hohe Gehälter auszahlen, sowie Lobbyisten, die die Sonderrechte der Gewerkschaften sicherstellen müssen.

    Wer aber zahlt die höheren Löhne? Die Aktionäre?

    Wohl eher nicht: Die Dividenden machen einen Teil von 6% – 8% des BIP aus. Wenn nun aber Lohnsteigerungen von mal eben 5% stattfinden, müssten die Unternehmen ganz schnell Verluste machen – tun sie aber nicht – sie geben die Preise an die Kunden weiter oder entlassen Arbeitnehmer.

    Wer zahl die höheren Preise? Wer leidet am Meisten an Preiserhöhungen?

    Diejenigen mit der niedrigsten Sparquote: Die ärmsten und schwächsten der Bevölkerung.

    Wer wird zu erst entlassen?

    Die schwächsten, diejenigen mit der niedrigsten Produktivität.

    Umverteilung von unten nach oben.

  5. Re: Verstehe ich nicht...

    Autor: Anonymer Nutzer 04.04.14 - 13:42

    Ist schlicht gelogen.
    Die gewerkschaften haben in ihren Tarifverträgen auch regelungen für z.b. leiharbeiter drin.

    Ebenfalls totaler quatsch es hier mit Monopol zu vergleichen.

    Die gewerkschaften sind ein gesundes gegengewicht zu den netten kapitalistenvereinigungen der diversen arbeitgeberverbände.

    Du magst keine Gewerkschaften. Ist dein recht. Aber hör auf geschichten zu erzählen und zu hetzen.

  6. Re: Verstehe ich nicht...

    Autor: DrWatson 05.04.14 - 00:11

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist schlicht gelogen.

    Was ist gelogen? Nenne bitte einen Punkt, der deiner Meinung nach gelogen ist.

    > Die gewerkschaften haben in ihren Tarifverträgen auch regelungen für z.b.
    > leiharbeiter drin.

    Was hilft das? Menschen sind individuell unterschiedlich und lassen sich schlecht in irgendwelche Regelungen quetschen.


    > Ebenfalls totaler quatsch es hier mit Monopol zu vergleichen.

    Beschäftige dich doch mal mit Makroökonomie: Was ist ein künstliches Monopol?

    > Die gewerkschaften sind ein gesundes gegengewicht zu den netten
    > kapitalistenvereinigungen der diversen arbeitgeberverbände.

    Ein Gegengewicht vielleicht. Gesund… eher nicht.

    Eine Krankheit bekämpft man doch nicht mit einer anderen.
    Die ganzen Verbände haben Sonderrechte, dürfen Gebühren kassieren, teilweise ohne Gegenleistung, werden vor Konkurrenz geschützt und betreiben Lobbyismus ohne Ende.

    Was ist daran gesund?

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