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Erbärmlich!

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  1. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 21:55

    Danke dir dafür, dass du den Anfang mit deinem Kommentar gemacht hast.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.14 21:56 durch Butterkeks.

  2. Re: Erbärmlich!

    Autor: DrWatson 09.08.14 - 21:58

    Jasmin26 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich geh davon aus das all die 10 Euro beführworter noch bei Mama und Papa
    > die Füsse untern Tisch haben

    "attacks the characteristics or authority of the writerwithout addressing the substance of the argument"

    [commons.wikimedia.org]

    Was ist überhaupt eine angemessene Bezahlung?

    20¤/h oder 25¤/h?

    Von welchen Lebensumständen gehen wir aus?

    3 Kinder oder keine? Arbeitet der Partner oder gibt es gar keinen?
    Was ist ein angemessenes Auto? Was ist angemessener Urlaub?

    Kann man überhaupt sagen, was ein angemessener Lohn ist?

  3. Re: Erbärmlich!

    Autor: DrWatson 09.08.14 - 22:02

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich ziehe ein Resümee bezüglich des hier von mir gestarteten Kommentars:
    > Die Hoffnung stirbt zuletzt!
    > Danke euch: Dafür, dass Empathie und Miteinander nicht dem irren
    > Kapitalfaschismus unterliegen und irgendwann komplett verschwinden.

    Was schlägst du denn vor?

    Soll Amazon jetzt die Löhne erhöhen oder nicht?

    Sollen die Menschen in Polen die Arbeitsplätze bekommen oder lieber die Menschen in Deutschland oder sollte man am Besten gar keine Bücher mehr kaufen?

  4. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 22:08

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jasmin26 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich geh davon aus das all die 10 Euro beführworter noch bei Mama und
    > Papa
    > > die Füsse untern Tisch haben
    >
    > "attacks the characteristics or authority of the writerwithout addressing
    > the substance of the argument"
    >
    > commons.wikimedia.org
    >
    > Was ist überhaupt eine angemessene Bezahlung?
    >
    > 20¤/h oder 25¤/h?
    >
    > Von welchen Lebensumständen gehen wir aus?
    >
    > 3 Kinder oder keine? Arbeitet der Partner oder gibt es gar keinen?
    > Was ist ein angemessenes Auto? Was ist angemessener Urlaub?
    >
    > Kann man überhaupt sagen, was ein angemessener Lohn ist?

    Schwierig ist das auf jeden Fall, eine pauschale Antwort wird aufgrund regionaler Unterschiede nicht möglich sein. MMn sollte von einem Gehalt die Ernährung einer Familie mit bis zu 3 Kindern ohne größere Probleme möglich sein. Ob 25¤\h dazu nötig sind, weiß ich nicht. Um das herauszufinden müsste man wohl umfangreiche Berechnungen anstellen, in denen alles von Steuern, Wohnkosten und Versicherungen bis hin zu Weihnachtsgeschenken enthalten sind. Ich würde etwas zwischen 15 und 20 Euro schätzen.

  5. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 22:13

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > throgh schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich ziehe ein Resümee bezüglich des hier von mir gestarteten Kommentars:
    > > Die Hoffnung stirbt zuletzt!
    > > Danke euch: Dafür, dass Empathie und Miteinander nicht dem irren
    > > Kapitalfaschismus unterliegen und irgendwann komplett verschwinden.
    >
    > Was schlägst du denn vor?
    >
    > Soll Amazon jetzt die Löhne erhöhen oder nicht?
    >
    > Sollen die Menschen in Polen die Arbeitsplätze bekommen oder lieber die
    > Menschen in Deutschland oder sollte man am Besten gar keine Bücher mehr
    > kaufen?

    Mein Vorschlag ist: Amazon soll den Angestellten anständige Löhne zahlen und nicht, wenn diese solche fordern, deren Jobs auslagern.

  6. Re: Erbärmlich!

    Autor: DrWatson 09.08.14 - 22:17

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > throgh schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Ich ziehe ein Resümee bezüglich des hier von mir gestarteten
    > Kommentars:
    > > > Die Hoffnung stirbt zuletzt!
    > > > Danke euch: Dafür, dass Empathie und Miteinander nicht dem irren
    > > > Kapitalfaschismus unterliegen und irgendwann komplett verschwinden.
    > >
    > > Was schlägst du denn vor?
    > >
    > > Soll Amazon jetzt die Löhne erhöhen oder nicht?
    > >
    > > Sollen die Menschen in Polen die Arbeitsplätze bekommen oder lieber die
    > > Menschen in Deutschland oder sollte man am Besten gar keine Bücher mehr
    > > kaufen?
    >
    > Mein Vorschlag ist: Amazon soll den Angestellten anständige Löhne zahlen
    > und nicht, wenn diese solche fordern, deren Jobs auslagern.

    Was sind denn angemessene Löhne und wovon soll Amazon diese bezahlen?
    Und wenn Amazon diese Löhne zahlt, müsste dann nicht jedes Unternehmen so viel zahlen, auch zum Beispiel eine Bäckerei?

  7. Re: Erbärmlich!

    Autor: Anonymer Nutzer 09.08.14 - 22:23

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soll Amazon jetzt die Löhne erhöhen oder nicht?
    >
    > Sollen die Menschen in Polen die Arbeitsplätze bekommen oder lieber die
    > Menschen in Deutschland oder sollte man am Besten gar keine Bücher mehr
    > kaufen?

    Eindeutig Nein.
    Die Firma bietet etwas an z.B. 8¤, wenn dafür jemand arbeiten geht... dann reicht es ihm wohl... Thema durch. Wenn nicht, geht doch jeder normale Mensch woanders hin... Amazon hat keine Arbeiter mehr und Zahlt mehr.... oder geht ins Ausland... ist ja Amazons Sache... Aber eine Firma zwingen x¤/h zu zahlen ist aus meiner sicht
    das blödsinnigste was geht... Ihr werdet euch noch wundern wo der Friseur von nebenan jetzt hin ist....

  8. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 22:30

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was sind denn angemessene Löhne und wovon soll Amazon diese bezahlen?
    > Und wenn Amazon diese Löhne zahlt, müsste dann nicht jedes Unternehmen so
    > viel zahlen, auch zum Beispiel eine Bäckerei?

    Den 1. Punkt habe ich in meinem Kommentar davor beantwortet.
    Ich denke nicht, dass Amazon so arm ist, dass die sich das nicht leisten können. Sollte dem doch der Fall sein, dann haben sie etwas falsch gemacht.
    Bei den Bäckereien hast du mich an einem schwierigen Punkt erwischt, grundsätzlich aber ja. Ich kenne mich nicht so mit den Einnahmen und Ausgaben von Bäckereien aus, denke aber, dass auch die sich das leisten können müssten. Ich mein, wie viel kostet die Herstellung, wie viel Brot u.ä. verkaufen sie täglich, etc. etc. ?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 09.08.14 22:34 durch Butterkeks.

  9. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 22:33

    Ich glaube, ich sollte anfangen, meine Kommentare in Textdokumenten abzulegen, dann muss ich sie nur einmal schreiben...

  10. Re: Erbärmlich!

    Autor: throgh 09.08.14 - 23:00

    Es ist nicht nur an den Menschen sondern auch an der Gesellschaft selbst etwas zu verändern. Und das fängt konkret damit an, dass man sich oder Andere gleicht mit verkauft. Sicherlich mag es opportun und schnell wie billig sein bei Amazon einzukaufen. Jedoch hat ALLES seinen Preis und auch der Einkauf bei Amazon zieht Konsequenzen nach sich und sei es einfach nur Preise zu drücken. Dabei ist schon oft genug in den Medien allein das Vorgehen von Amazon oder auch Zalando thematisiert worden und dennoch tut es dem Erfolgskonzept keinen Abbruch. Was ist das Teuerste beim Onlineversand? Genau die Retoure und wo holen sich Unternehmen wie Amazon das wieder her? Genau: Bei den Mitarbeitern und durch allerlei Tricksereien. Es ist nicht nur die Aufgabe eines Unternehmens wirtschaftlich zu sein und Gewinn / Umsatz zu erbringen ... es sollte auch die Aufgabe sein Menschen nachhaltig ernähren zu können von dem monatlichen Lohn und genau DAS ist nicht der Fall ab einem gewissen Punkt. Sollte Amazon nach Polen ausweichen? Sie können das sicherlich machen. Aber dann wäre die korrekte Reaktion von Politik und Kundschaft: "Lohndumping und alles auf Kosten der Mitarbeiter? Klar, macht nur aber ohne uns." Bei der Politik ist das hoffnungslos, bei den Kunden auch?

  11. Re: Erbärmlich!

    Autor: Markus08 09.08.14 - 23:00

    Ich denke es sollte selbstverständlich sein dass jeder von seinem Lohn leben kann. Aber Konzerne jammern ja schon wenn sie ein bisschen weniger Gewinn machen. Es ist auch abartig dass Manager immer mehr verdienen wenn es gut läuft aber beim Personal gespart wird wenn es schlecht läuft.

  12. Re: Erbärmlich!

    Autor: DrWatson 09.08.14 - 23:12

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Und wenn Amazon diese Löhne zahlt, müsste dann nicht jedes Unternehmen
    > so
    > > viel zahlen, auch zum Beispiel eine Bäckerei?
    >
    > Ich denke nicht, dass Amazon so arm ist, dass die sich das nicht leisten
    > können. Sollte dem doch der Fall sein, dann haben sie etwas falsch
    > gemacht.
    > Bei den Bäckereien hast du mich an einem schwierigen Punkt erwischt,
    > grundsätzlich aber ja. Ich kenne mich nicht so mit den Einnahmen und
    > Ausgaben von Bäckereien aus, denke aber, dass auch die sich das leisten
    > können müssten. Ich mein, wie viel kostet die Herstellung, wie viel Brot
    > u.ä. verkaufen sie täglich, etc. etc. ?

    Amazon und eine Bäckerei nehmen sich nicht viel, denn sie laufen nach den gleichen Grundsätzen.

    Angenommen, du hast eine Bäckerei mit einer ziemlich gut laufenden Filiale.
    Deine Filiale läuft so gut, dass du, um den Gewinn zu maximieren, beschließt eine weitere Filiale zu eröffnen und so weiter. Nach dem Gesetz des sinkenden Grenzertrags erhöht sich dein Gewinn allerdings nicht mit jeder Filiale gleich stark, sondern jedes mal etwas weniger. Die Lohnkosten bleiben allerdings für jede Filiale gleich.

    Irgendwann bist du an dem Punkt angelangt, dass es sich nicht mehr Lohnt weitere Filialen aufzumachen, weil irgendwann einfach alle lohnenden Standorte besetzt sind und die Löhne die Kosten übersteigen würden.

    Was passiert, wenn du in dieser Position die Löhne erhöhen wollen würdest?

  13. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 23:14

    @throgh +1 Wie oft müssen wir das in abgewandelter Form eigtl. noch schreiben?

    Markus08 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich denke es sollte selbstverständlich sein dass jeder von seinem Lohn
    > leben kann. Aber Konzerne jammern ja schon wenn sie ein bisschen weniger
    > Gewinn machen. Es ist auch abartig dass Manager immer mehr verdienen wenn
    > es gut läuft aber beim Personal gespart wird wenn es schlecht läuft.

    Wie optimistisch. Bei Daimler wars doch vor 1-2 Jahren so, dass es schlecht lief, die Arbeitergehälter gekürzt UND das Gehalt des Geschäftsführers (oder wie die Bezeichnung sonst war) erhöht wurde.

  14. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 23:17

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Butterkeks schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > DrWatson schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > > Und wenn Amazon diese Löhne zahlt, müsste dann nicht jedes Unternehmen
    > > so
    > > > viel zahlen, auch zum Beispiel eine Bäckerei?
    > >
    > > Ich denke nicht, dass Amazon so arm ist, dass die sich das nicht leisten
    > > können. Sollte dem doch der Fall sein, dann haben sie etwas falsch
    > > gemacht.
    > > Bei den Bäckereien hast du mich an einem schwierigen Punkt erwischt,
    > > grundsätzlich aber ja. Ich kenne mich nicht so mit den Einnahmen und
    > > Ausgaben von Bäckereien aus, denke aber, dass auch die sich das leisten
    > > können müssten. Ich mein, wie viel kostet die Herstellung, wie viel Brot
    > > u.ä. verkaufen sie täglich, etc. etc. ?
    >
    > Amazon und eine Bäckerei nehmen sich nicht viel, denn sie laufen nach den
    > gleichen Grundsätzen.
    >
    > Angenommen, du hast eine Bäckerei mit einer ziemlich gut laufenden
    > Filiale.
    > Deine Filiale läuft so gut, dass du, um den Gewinn zu maximieren,
    > beschließt eine weitere Filiale zu eröffnen und so weiter. Nach dem Gesetz
    > des sinkenden Grenzertrags erhöht sich dein Gewinn allerdings nicht mit
    > jeder Filiale gleich stark, sondern jedes mal etwas weniger. Die Lohnkosten
    > bleiben allerdings für jede Filiale gleich.
    >
    > Irgendwann bist du an dem Punkt angelangt, dass es sich nicht mehr Lohnt
    > weitere Filialen aufzumachen, weil irgendwann einfach alle lohnenden
    > Standorte besetzt sind und die Löhne die Kosten übersteigen würden.
    >
    > Was passiert, wenn du in dieser Position die Löhne erhöhen wollen würdest?

    Die Frage würde sich nicht stellen, wenn man von Anfang an vernünftige Löhne zahlen würde. Ansonsten... Mitarbeiter entscheiden lassen? Irgendeinen Weg gibt es immer, gute Gründe für unfaire Gehälter nicht.

  15. Re: Erbärmlich!

    Autor: DrWatson 09.08.14 - 23:24

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MMn sollte von einem Gehalt die
    > Ernährung einer Familie mit bis zu 3 Kindern ohne größere Probleme möglich
    > sein. Ob 25¤\h dazu nötig sind, weiß ich nicht. Um das herauszufinden
    > müsste man wohl umfangreiche Berechnungen anstellen, in denen alles von
    > Steuern, Wohnkosten und Versicherungen bis hin zu Weihnachtsgeschenken
    > enthalten sind. Ich würde etwas zwischen 15 und 20 Euro schätzen.

    Ein Gehalt, mit dem man neben sich selbst noch Frau, 3 Kinder und Hund ernähren kann und Auto und eine schöne Wohnung hat und regelmäßig in den Urlaub fliegen kann und am Ende noch etwas für den Sparstrumpf übrig hat ist sicherlich wünschenswert, die Frage ist aber ob das überhaupt möglich ist.

    Wodurch wird gerechtfertigt, dass ein komplett ungelernter Lagerarbeiter 20¤ pro Stunde erhält? Was bekommt dann jemand, der eine Ausbildung absolviert hat oder gar ein Studium?

    Kein Unternehmen wird jemandem auf Dauer ein Gehalt zahlen, das größer ist, als das was die Produktivität des Mitarbeiters rechtfertigt oder das Unternehmen wird irgendwann nicht mehr existieren.

  16. Re: Erbärmlich!

    Autor: DrWatson 09.08.14 - 23:32

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Butterkeks schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > DrWatson schrieb:
    > > >
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > >
    > > > > Und wenn Amazon diese Löhne zahlt, müsste dann nicht jedes
    > Unternehmen
    > > > so
    > > > > viel zahlen, auch zum Beispiel eine Bäckerei?
    > > >
    > > > Ich denke nicht, dass Amazon so arm ist, dass die sich das nicht
    > leisten
    > > > können. Sollte dem doch der Fall sein, dann haben sie etwas falsch
    > > > gemacht.
    > > > Bei den Bäckereien hast du mich an einem schwierigen Punkt erwischt,
    > > > grundsätzlich aber ja. Ich kenne mich nicht so mit den Einnahmen und
    > > > Ausgaben von Bäckereien aus, denke aber, dass auch die sich das
    > leisten
    > > > können müssten. Ich mein, wie viel kostet die Herstellung, wie viel
    > Brot
    > > > u.ä. verkaufen sie täglich, etc. etc. ?
    > >
    > > Amazon und eine Bäckerei nehmen sich nicht viel, denn sie laufen nach
    > den
    > > gleichen Grundsätzen.
    > >
    > > Angenommen, du hast eine Bäckerei mit einer ziemlich gut laufenden
    > > Filiale.
    > > Deine Filiale läuft so gut, dass du, um den Gewinn zu maximieren,
    > > beschließt eine weitere Filiale zu eröffnen und so weiter. Nach dem
    > Gesetz
    > > des sinkenden Grenzertrags erhöht sich dein Gewinn allerdings nicht mit
    > > jeder Filiale gleich stark, sondern jedes mal etwas weniger. Die
    > Lohnkosten
    > > bleiben allerdings für jede Filiale gleich.
    > >
    > > Irgendwann bist du an dem Punkt angelangt, dass es sich nicht mehr Lohnt
    > > weitere Filialen aufzumachen, weil irgendwann einfach alle lohnenden
    > > Standorte besetzt sind und die Löhne die Kosten übersteigen würden.
    > >
    > > Was passiert, wenn du in dieser Position die Löhne erhöhen wollen
    > würdest?
    >
    > Die Frage würde sich nicht stellen, wenn man von Anfang an vernünftige
    > Löhne zahlen würde.

    Dann hättest du von Anfang an nur sehr wenige Leute einstellen können und der Rest müsste Arbeitslos bleiben. Das ist die einzige Alternative.
    Arbeitslose erhalten gar keinen Lohn und vernünftig Leben kann man davon erst recht nicht.

    > Ansonsten... Mitarbeiter entscheiden lassen?

    Umstände werden dadurch ja nicht anders. Es gibt kein Free Lunch, am Ende musst du es bezahlen. Entweder du lässt die Löhne wie sie sind, oder du entlässt Arbeitskräfte um den Restlichen einen höheren Lohn zu zahlen.

  17. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 09.08.14 - 23:33

    > Ein Gehalt, mit dem man neben sich selbst noch Frau, 3 Kinder und Hund
    > ernähren kann und Auto und eine schöne Wohnung hat und regelmäßig in den
    > Urlaub fliegen kann und am Ende noch etwas für den Sparstrumpf übrig hat
    > ist sicherlich wünschenswert, die Frage ist aber ob das überhaupt möglich
    > ist.
    >
    > Wodurch wird gerechtfertigt, dass ein komplett ungelernter Lagerarbeiter
    > 20¤ pro Stunde erhält? Was bekommt dann jemand, der eine Ausbildung
    > absolviert hat oder gar ein Studium?
    >
    > Kein Unternehmen wird jemandem auf Dauer ein Gehalt zahlen, das größer ist,
    > als das was die Produktivität des Mitarbeiters rechtfertigt oder das
    > Unternehmen wird irgendwann nicht mehr existieren.

    Betrachten wir es doch mal von einer anderen Seite: was passiert, wenn viele Menschen in einem Staat unzureichende Gehälter bekommen und deren Kinder geringe Chancen auf bessere Jobs haben? Langfristig kann das nicht gut gehen, denke ich. Wenn sie ungelernt sind, können sie lernen, das steigert außerdem deren Wert für das Unternehmen. Außerdem ist die Arbeit wohl körperlich anstrengend, was derartige Gehälter weiter sinnvoll macht.
    Abgesehen davon frage ich mich, wann solche Jobs durch Roboter ersetzt werden. Oder Steuerberater durch Programme...
    Ups, ich schweife ab, nicht drauf eingehen

  18. Re: Erbärmlich!

    Autor: 77satellites 10.08.14 - 01:46

    throgh schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich ziehe ein Resümee bezüglich des hier von mir gestarteten Kommentars:
    > Die Hoffnung stirbt zuletzt! Gerade das wiederum beruhigt mich auch etwas.
    > Leider sind es immer noch weniger Teilnehmer hier in dieser Runde, die
    > etwas anders argumentieren und nicht der Ansicht sind, dass 10 EUR mehr als
    > genug sind. Aber nun: Klein beginnt es und insofern hoffe ich, dass dieser
    > Gedanke weiterhin Bestand haben kann.
    >
    > Danke euch: Dafür, dass Empathie und Miteinander nicht dem irren
    > Kapitalfaschismus unterliegen und irgendwann komplett verschwinden.

    Ich finde es ehrlich gesagt besorgniserregend, wie sich eine einzelne Person zur moralischen Instanz erhebt und andere belehren will, wie sie sich zu verhalten haben. Argumente der Gegenseite werden geflissentlich übergangen und wenn darauf eingehen wird, dann doch nur mit dem Hinweis, dass der Gegenüber sowieso keine Ahnung vom echten Leben habe. Das ist äußerst selbstgefällig und arrogant, was sich auch schon in deiner (in meinen Augen) radikalen Wortwahl zeigt. Um ehrlich zu sein finde ich das schade, denn die Kritik in deiner Aussage ist durchaus berechtigt.

    Um zum Thema selbst noch etwas beizusteuern: Natürlich sollte jeder Mensch, der Vollzeit arbeitet, in der Lage sein, zunächst sein Leben eigenständig finanzieren zu können. Da unterscheiden sich sicher beide Seiten nicht voneinander. Jedoch sollte man überlegen, was wirklich zu den Grundbedürfnissen eines jeden zählt. Ich habe den Eindruck, dass die zu weiten Teilen verhasste Konsumgesellschaft dahingehend einige blind macht. Der Besitz eines eigenen Pkws und mehrmaliges Fliegen in den Urlaub pro Jahr halte ich für Luxusgüter. Natürlich machen sie das Leben einfacher und schöner, aber bei beiden handelt es sich nicht um grundlegende Bedürfnisse des Menschen. Eine Wohnung, ein voller Kühlschrank, sowie die Teilhabe am öffentlichen Leben sollten in erster Linie gewährleistet werden und das sind Dinge, die durchaus mit rund 1200¤ im Monat zu bewältigen sind. "Mehr als genug" wie du geschrieben hast, sind 10¤/h nicht, aber sie sind ausreichend. Mehr wurde weder von mir noch von anderen Kommentatoren behauptet.

    Ich hoffe, mein Text hat etwas Sinnvolles zum offenen Austausch beigetragen und ein wenig die Schärfe aus der Diskussion genommen.

  19. Re: Erbärmlich!

    Autor: throgh 10.08.14 - 02:47

    77satellites schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde es ehrlich gesagt besorgniserregend, wie sich eine einzelne
    > Person zur moralischen Instanz erhebt und andere belehren will, wie sie
    > sich zu verhalten haben. Argumente der Gegenseite werden geflissentlich
    > übergangen und wenn darauf eingehen wird, dann doch nur mit dem Hinweis,
    > dass der Gegenüber sowieso keine Ahnung vom echten Leben habe. Das ist
    > äußerst selbstgefällig und arrogant, was sich auch schon in deiner (in
    > meinen Augen) radikalen Wortwahl zeigt. Um ehrlich zu sein finde ich das
    > schade, denn die Kritik in deiner Aussage ist durchaus berechtigt.

    Moralische Instanz? Keineswegs. An sich würde ich gerne die Kritik von deiner Seite entgegen nehmen und darauf eingehen. Jedoch war dieser Kommentarverlauf ursprünglich niemals wirklich dafür vorgesehen eine tiefergehende Diskussion hervorzurufen. Umso überraschter bin ich gewesen, dass es fernab von den negativen Positionen durchaus auch ein Diskurs entstehen kann. Daher auch das Resümee von meiner Seite. Ein Jeder kann Irrtümern unterliegen oder verfahrene Sichtweisen haben. Wichtig ist: Diskurs dann zulassen und Fehler eingestehen. Natürlich war meine Wortwahl selbstgefällig und arrogant. Das war und ist eine Form der Resignation und des Bedauerns, da viele andere Kommentare das genaue Gegenteil signalisieren. Insofern möchte ich mich bei dir entschuldigen. Die Arroganz können wir wahrscheinlich aber nicht mehr rückgängig machen und wenn würde es mir sinnvoller erscheinen unter Umständen über private Nachrichten einen weiteren Austausch einzuleiten. Das würde ich gerne Jedem anbieten, der hierzu Interesse hat - kein Sarkasmus. :-)

    77satellites schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um zum Thema selbst noch etwas beizusteuern: Natürlich sollte jeder Mensch,
    > der Vollzeit arbeitet, in der Lage sein, zunächst sein Leben eigenständig
    > finanzieren zu können. Da unterscheiden sich sicher beide Seiten nicht
    > voneinander. Jedoch sollte man überlegen, was wirklich zu den
    > Grundbedürfnissen eines jeden zählt. Ich habe den Eindruck, dass die zu
    > weiten Teilen verhasste Konsumgesellschaft dahingehend einige blind macht.
    > Der Besitz eines eigenen Pkws und mehrmaliges Fliegen in den Urlaub pro
    > Jahr halte ich für Luxusgüter. Natürlich machen sie das Leben einfacher und
    > schöner, aber bei beiden handelt es sich nicht um grundlegende Bedürfnisse
    > des Menschen. Eine Wohnung, ein voller Kühlschrank, sowie die Teilhabe am
    > öffentlichen Leben sollten in erster Linie gewährleistet werden und das
    > sind Dinge, die durchaus mit rund 1200¤ im Monat zu bewältigen sind. "Mehr
    > als genug" wie du geschrieben hast, sind 10¤/h nicht, aber sie sind
    > ausreichend. Mehr wurde weder von mir noch von anderen Kommentatoren
    > behauptet.

    Korrekt und absolut richtig: Luxusgüter sollte man bei der Debatte einmal außen vor lassen. Die Frage ist natürlich: Wie definiert man ein "normales Leben"? Ein jeder hat heutzutage da eine ganz eigenwillige Vorstellung. Die Grundregeln hast du meines Erachtens vollkommen richtig aufgestellt: Gute und gesunde Ernährung, eine gute Altersvorsorge, gute Versorgung im Krankheitsfall und ein Arbeitgeber, der das private Leben ebenso respektiert wie die investierte Arbeitskraft. Und hier beginnt leider der Diskurs. Du hättest Recht wenn man nicht doch an jeder Stelle sparen wollen würde und das in vielerlei Hinsicht. Bisweilen ist ein PKW oder eine Beförderung über öffentliche Verkehrsmittel zwingend nötig, da der Arbeitsplatz nicht um die Ecke liegt. Eine gute Gesundheitsvorsorge wird mit der weiteren Verschärfung unseres Sozialsystems immer weiter in die Ferne rücken. Bisweilen sind wir schon dort angekommen, dass nur Prävention betrieben wird statt wirklich Heilung oftmals. Das klingt jetzt alles negativer als es im Kern ist. Es geht auch nicht darum etwas besser wissen zu wollen. Aber die Kosten für Wohnung und Lebenshaltung sind heutzutage höher als man meint und große Sprünge kann man mit 1200 EURO zum Beispiel auch in Sachen Altersvorsorge nicht machen. Das wiederum wird immer wichtiger: Eine staatliche Rente ist für die Meisten schon heute nur noch eine nette Illusion!

    77satellites schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe, mein Text hat etwas Sinnvolles zum offenen Austausch beigetragen
    > und ein wenig die Schärfe aus der Diskussion genommen.

    Das hast du. Vielen lieben Dank für die Punkte! :-)

  20. Re: Erbärmlich!

    Autor: Junior-Consultant 10.08.14 - 04:27

    strauch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber hier im Golem.de Forum interessiert sowas keinen. Wer würde schon
    > einer ungelernten Person es ermöglichen wollen von seiner Arbeit leben zu
    > können.

    Es ist nicht Aufgabe eines Unternehmens dafür zu sorgen, dass ein MA von seiner Bezahlung leben kann.

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Star Trek Discovery
Harte Landung im 32. Jahrhundert

Die dritte Staffel von Star Trek: Discovery nutzt das offene Ende der Vorgängerstaffel. Sie verspricht Spannung - etwas weniger Pathos dürfte es aber sein.
Eine Rezension von Tobias Költzsch

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Apple: iPhone 12 bekommt Magnetrücken und kleinen Bruder
Apple
iPhone 12 bekommt Magnetrücken und kleinen Bruder

Das iPhone 12 ist mit einem 6,1-Zoll- und das iPhone 12 Mini mit einem 5,4-Zoll-Display ausgerüstet. Ladegerät und Kopfhörer fallen aus Gründen des Umweltschutzes weg.

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