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Erbärmlich!

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  1. Kurz mal überlegt wie sich das Publikum zusammensetzen könnte

    Autor: Ach 10.08.14 - 08:56

    Sprich, wie das Pro Amazone-Publikum geschaffen sein könnte:

    - für Trolle ist das Thema natürlich ein gefundenes Fressen. Mit geringstem Aufwand ein Maximum an Betroffenheit, Verwirrung und Schmerz generieren.

    - Nicht weit davon entfernt dürften Amazone Börsianer sein, jedenfalls die Opportunisten unter denen. Die nehmen dann doch begeistert und mit einem Lächeln jede Rolle ein um die Kritiker an der Nase herumzuführen, freuen sie sich doch über den "geschickten Schachzug" des Unternehmens, der weiteres Wachstum für ihrer Geldanlage verspricht.

    - Leute denen das wirklich gleichgültig ist, die gibt es natürlich auch, die wird es auch immer geben, einfach nicht drüber aufregen.

    - Und dann sind da noch die weniger zart beseiteten echten Unternehmer und Arbeitnehmer aus den Unternehmensführungen, die aus wirklicher Überzeugung für Amazones Handeln einstehen. Deren Gesprächsteilnahme ist aber eigentlich eine gute Sache, jedenfalls wenn man den Gesprächsinhalt ernst nimmt, bewegt deren Teilnahme doch die Diskussion weg von einer allgemeinen und in den aller meisten Fällen recht fruchtlosen Klagebekundung zu einem viel wertvollerem Austausch von Meinungen, Einstellungen, Wissen und Ideen.

    Ansonsten halte ich an der an anderer Stelle geschildert Ansicht fest: Es ist zwar schön, wenn ein Teil der Kunden ihr Einkaufsverhalten vom sozialem Engagement der Unternehmen abhängig machen, der Einfluss solcher Verhaltensweisen bleibt aber begrenzt. Die Geschichte zeigt doch, dass wirkliche Veränderungen nur mit funktionierenden Gewerkschaften möglich sind, und eine Gewerkschaft deren (geographische) Reichweite kleiner ist als die Reichweite der Unternehmen der sie zugeordnet ist, bleibt eine verkrüppelte Gewerkschaft aus deren Forderungen sich die Unternehmen immer irgendwie herauswinden können und werden. Die Gewerkschaften müssen über alle (geographischen)Grenzen hinweg expandieren, bzw. zusammenwachsen. So lange sich da nichts dran ändert, werden Fälle wie dieser zu unserem Alltag gehören.

  2. Re: Erbärmlich!

    Autor: Steffo 10.08.14 - 09:46

    77satellites schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Argumente der Gegenseite werden geflissentlich
    > übergangen und wenn darauf eingehen wird, dann doch nur mit dem Hinweis,
    > dass der Gegenüber sowieso keine Ahnung vom echten Leben habe. Das ist
    > äußerst selbstgefällig und arrogant, was sich auch schon in deiner (in
    > meinen Augen) radikalen Wortwahl zeigt.

    Was für Argumente? Es sind Urteile von Menschen die sich mit dem Thema Armut nicht weiter beschäftigt haben, geschweigedenn selbst irgendwie betroffen sind und die auch nicht weitreichendere Folgen der Armut sehen, dass sie nämlich sozial isoliert werden. Du kannst z. B. nicht mit Freunden einfach so ins Kino, in eine Bar etc. gehen, weil du jeden Euro umdrehen muss.

    > Der Besitz eines eigenen Pkws und mehrmaliges Fliegen in den Urlaub pro
    > Jahr halte ich für Luxusgüter. Natürlich machen sie das Leben einfacher und
    > schöner, aber bei beiden handelt es sich nicht um grundlegende Bedürfnisse
    > des Menschen.

    Sorry, aber das ist ein weiteres Beispiel der Realitätsferne, auch wenn du das jetzt als arrogant ansiehst. Man merkt, dass du eben doch vieles nicht durchdacht hast.
    Wenn du aufgrund von hohen Mietpreisen in ländlichen Gegenden wohnst, bist du sehr wohl auf ein Auto angewiesen! Wenn dort 3 mal am Tag der Bus fährt, ist das keine Option! Fahrrad ist bei 10 km oder mehr ist keine Option, gerade was Einkauf in Bezug auf ältere Menschen angeht!
    Zum Urlaub: Bei dem Verdienst kannst du überhaupt froh sein, wenn du alle 2 Jahre irgendwo hin für 2-3 Wochen gehen kannst. Wo bleibt da die Erholung? Es scheint, als wird gerade von jenen am meisten abverlangt, die sowieso schon benachteiligt sind.

    L. G.,
    Steffo

  3. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 10:36

    77satellites schrieb:
    > Ich finde es ehrlich gesagt besorgniserregend, wie sich eine einzelne
    > Person zur moralischen Instanz erhebt und andere belehren will, wie sie
    > sich zu verhalten haben. Argumente der Gegenseite werden geflissentlich
    > übergangen und wenn darauf eingehen wird, dann doch nur mit dem Hinweis,
    > dass der Gegenüber sowieso keine Ahnung vom echten Leben habe. Das ist
    > äußerst selbstgefällig und arrogant, was sich auch schon in deiner (in
    > meinen Augen) radikalen Wortwahl zeigt. Um ehrlich zu sein finde ich das
    > schade, denn die Kritik in deiner Aussage ist durchaus berechtigt.
    >
    > Um zum Thema selbst noch etwas beizusteuern: Natürlich sollte jeder Mensch,
    > der Vollzeit arbeitet, in der Lage sein, zunächst sein Leben eigenständig
    > finanzieren zu können. Da unterscheiden sich sicher beide Seiten nicht
    > voneinander. Jedoch sollte man überlegen, was wirklich zu den
    > Grundbedürfnissen eines jeden zählt. Ich habe den Eindruck, dass die zu
    > weiten Teilen verhasste Konsumgesellschaft dahingehend einige blind macht.
    > Der Besitz eines eigenen Pkws und mehrmaliges Fliegen in den Urlaub pro
    > Jahr halte ich für Luxusgüter. Natürlich machen sie das Leben einfacher und
    > schöner, aber bei beiden handelt es sich nicht um grundlegende Bedürfnisse
    > des Menschen. Eine Wohnung, ein voller Kühlschrank, sowie die Teilhabe am
    > öffentlichen Leben sollten in erster Linie gewährleistet werden und das
    > sind Dinge, die durchaus mit rund 1200¤ im Monat zu bewältigen sind. "Mehr
    > als genug" wie du geschrieben hast, sind 10¤/h nicht, aber sie sind
    > ausreichend. Mehr wurde weder von mir noch von anderen Kommentatoren
    > behauptet.
    >
    > Ich hoffe, mein Text hat etwas Sinnvolles zum offenen Austausch beigetragen
    > und ein wenig die Schärfe aus der Diskussion genommen.

    Ich denke, du hast Recht. Mehrmals im Jahr i.d. Urlaub zu fliegen ist wirklich übertrieben. Meiner Meinung nach sollte ein Gehalt ermöglichen sich inklusive gut zu versorgen. Dabei denke ich auch weniger an Luxusgüter denn an die Förderung der Kinder, bspw. Instrumente spielen zu können sollte kein Luxus sein. Auch die Eltern sollten i.d. Lage sein, sich etwas leisten zu können, wie z.B. ab und zu in ein Restaurant zu gehen, nichts übertriebenes wie ein neuer Porsche alle 2 Jahre. Sich in dieser Diskussion auf einen festen Betrag festzulegen ist, wie ich zuvor schon geschrieben habe, allein schon aufgrund regionaler Unterschiede nicht möglich.

  4. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 10:37

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 77satellites schrieb:
    > > Ich finde es ehrlich gesagt besorgniserregend, wie sich eine einzelne
    > > Person zur moralischen Instanz erhebt und andere belehren will, wie sie
    > > sich zu verhalten haben. Argumente der Gegenseite werden geflissentlich
    > > übergangen und wenn darauf eingehen wird, dann doch nur mit dem Hinweis,
    > > dass der Gegenüber sowieso keine Ahnung vom echten Leben habe. Das ist
    > > äußerst selbstgefällig und arrogant, was sich auch schon in deiner (in
    > > meinen Augen) radikalen Wortwahl zeigt. Um ehrlich zu sein finde ich das
    > > schade, denn die Kritik in deiner Aussage ist durchaus berechtigt.
    > >
    > > Um zum Thema selbst noch etwas beizusteuern: Natürlich sollte jeder
    > Mensch,
    > > der Vollzeit arbeitet, in der Lage sein, zunächst sein Leben
    > eigenständig
    > > finanzieren zu können. Da unterscheiden sich sicher beide Seiten nicht
    > > voneinander. Jedoch sollte man überlegen, was wirklich zu den
    > > Grundbedürfnissen eines jeden zählt. Ich habe den Eindruck, dass die zu
    > > weiten Teilen verhasste Konsumgesellschaft dahingehend einige blind
    > macht.
    > > Der Besitz eines eigenen Pkws und mehrmaliges Fliegen in den Urlaub pro
    > > Jahr halte ich für Luxusgüter. Natürlich machen sie das Leben einfacher
    > und
    > > schöner, aber bei beiden handelt es sich nicht um grundlegende
    > Bedürfnisse
    > > des Menschen. Eine Wohnung, ein voller Kühlschrank, sowie die Teilhabe
    > am
    > > öffentlichen Leben sollten in erster Linie gewährleistet werden und das
    > > sind Dinge, die durchaus mit rund 1200¤ im Monat zu bewältigen sind.
    > "Mehr
    > > als genug" wie du geschrieben hast, sind 10¤/h nicht, aber sie sind
    > > ausreichend. Mehr wurde weder von mir noch von anderen Kommentatoren
    > > behauptet.
    > >
    > > Ich hoffe, mein Text hat etwas Sinnvolles zum offenen Austausch
    > beigetragen
    > > und ein wenig die Schärfe aus der Diskussion genommen.
    >
    > Ich denke, du hast Recht, wir waren (oder sind) wirklich etwas arrogant. Mehrmals im Jahr i.d. Urlaub zu fliegen ist
    > wirklich übertrieben. Meiner Meinung nach sollte ein Gehalt ermöglichen
    > sich inklusive Familie gut zu versorgen. Dabei denke ich auch weniger an Luxusgüter
    > denn an die Förderung der Kinder, bspw. Instrumente spielen zu können
    > sollte kein Luxus sein. Auch die Eltern sollten i.d. Lage sein, sich etwas
    > leisten zu können, wie z.B. ab und zu in ein Restaurant zu gehen, nichts
    > übertriebenes wie ein neuer Porsche alle 2 Jahre. Sich in dieser Diskussion
    > auf einen festen Betrag festzulegen ist, wie ich zuvor schon geschrieben
    > habe, allein schon aufgrund regionaler Unterschiede nicht möglich.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.14 10:39 durch Butterkeks.

  5. Re: Erbärmlich!

    Autor: DrWatson 10.08.14 - 10:39

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 77satellites schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Argumente der Gegenseite werden geflissentlich
    > > übergangen und wenn darauf eingehen wird, dann doch nur mit dem Hinweis,
    > > dass der Gegenüber sowieso keine Ahnung vom echten Leben habe. Das ist
    > > äußerst selbstgefällig und arrogant, was sich auch schon in deiner (in
    > > meinen Augen) radikalen Wortwahl zeigt.
    >
    > Was für Argumente? Es sind Urteile von Menschen die sich mit dem Thema
    > Armut nicht weiter beschäftigt haben, geschweigedenn selbst irgendwie
    > betroffen sind und die auch nicht weitreichendere Folgen der Armut sehen,
    > dass sie nämlich sozial isoliert werden.

    Es ist genau das, was er meinte: Anstatt auf Argumente einzugehen und zu versuchen, diese zu widerlegen, kommen andauernd persönliche Angriffe wie "Urteile von Menschen die sich mit dem Thema nicht beschäftigt haben".

    Zudem ist dieser Angriff gleich aus zwei Gründen daneben: Zum einen weißt du gar nicht, welchen Wissensstand dein gegenüber hat, ob er vielleicht selbst arm ist oder war, zum anderen muss man nicht selbst arm sein um über Armut sprechen zu dürfen. Ein Arzt der noch nie Brustkrebs hatte, darf trotzdem Menschen mit Brustkrebs behandeln.


    > Zum Urlaub: Bei dem Verdienst kannst du überhaupt froh sein, wenn du alle 2
    > Jahre irgendwo hin für 2-3 Wochen gehen kannst. Wo bleibt da die Erholung?

    Wie viel kostet Zelten an der Nordsee?

  6. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 10:44

    Ich stimme dir zu. Gut, wenn man ganz wenig verdient, ist schon zelten zu viel, aber ansonsten hast du recht.

  7. Re: Erbärmlich!

    Autor: Steffo 10.08.14 - 11:36

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist genau das, was er meinte: Anstatt auf Argumente einzugehen und zu
    > versuchen, diese zu widerlegen, kommen andauernd persönliche Angriffe wie
    > "Urteile von Menschen die sich mit dem Thema nicht beschäftigt haben".

    Was für Argumente hat er denn gebracht? Es sind nur Behauptungen. In diesem Forum haben schon mehrere Leute Rechnungen aufgestellt, die beweisen, wie schnell das Geld schon bei Grundbedürfnisse weg ist, insbesondere wenn man eine Familie hat.
    Und wo gehst du auf meine Argumente ein? Das Argument mit der Landgegend und dem Auto hast du übersprungen.

    > Zudem ist dieser Angriff gleich aus zwei Gründen daneben: Zum einen weißt
    > du gar nicht, welchen Wissensstand dein gegenüber hat, ob er vielleicht
    > selbst arm ist oder war, zum anderen muss man nicht selbst arm sein um über
    > Armut sprechen zu dürfen. Ein Arzt der noch nie Brustkrebs hatte, darf
    > trotzdem Menschen mit Brustkrebs behandeln.
    >
    > > Zum Urlaub: Bei dem Verdienst kannst du überhaupt froh sein, wenn du alle
    > 2
    > > Jahre irgendwo hin für 2-3 Wochen gehen kannst. Wo bleibt da die
    > Erholung?
    >
    > Wie viel kostet Zelten an der Nordsee?

    1. Willst du jetzt auch noch Vorschriften machen, wer wo Urlaub zu machen hat? Erholung bedeutet, dass man mal für einige Zeit seinen Bedürfnissen nachgeht und nicht den Vorschriften von anderen!
    2. Zelten? Das darfst du nicht einfach so. Du musst da schon Kohle herrücken. Campingplatz wäre eine Möglichkeit, aber die sind während der Hochsaison nicht billig. Wie transpotierst du den Gaskocher, etc.? Oh, Moment, da brauchst du schon ein Auto für. Braucht man ja angeblich nicht, wie mein Vorredner gesagt hat. - Merkst du was ich meine? Ihr seid einfach realitätsfern!

    L. G.,
    Steffo

  8. Re: Erbärmlich!

    Autor: plutoniumsulfat 10.08.14 - 11:56

    ich glaube, er meinte, dass es nicht die Präsidentensuite im 5-Sterne-Hotel auf Mauritius sein muss.

  9. Re: Erbärmlich!

    Autor: Steffo 10.08.14 - 12:05

    plutoniumsulfat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich glaube, er meinte, dass es nicht die Präsidentensuite im 5-Sterne-Hotel
    > auf Mauritius sein muss.

    Daran denkt auch keiner der behauptet, dass 10¤/h zu wenig sind. Es geht hier schon darum, ob so etwas wie ein Auto Luxus ist oder nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 10.08.14 12:06 durch Steffo.

  10. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 12:26

    Ich denke, wir drehen uns hier im Kreis. Mehr oder weniger jeder (mich eingeschlossen) wiederholt die eigenen Argumente in abgewandelter Form wieder und wieder, ohne dass dabei etwas herauskommt.
    Um mal auf irgendein Ergebnis zu kommen, könnten wird Folgendes ja mal genauer, ohne abzuweichen diskutieren:
    Wie viel sollte ein in Vollzeit arbeitender Mensch haben, bzw. sich leisten können?
    Danach könnte man in etwa schätzen, wie viel das kostet und wie hoch die dementsprechenden Stundensätze wären.

  11. Re: Erbärmlich!

    Autor: Steffo 10.08.14 - 12:34

    1400 netto. Könnten auch weniger sein, wenn die Politik z. B. hier und da Steuern senkt. - Z. B. 7% Steuern auf Babynahrung und Windeln (momentan 19%).
    - Mehr öffentliche Verkehrsmittel.
    - Steuersatz für Menschen im Niedriglohnsektor senken und Reichensteuer wieder einführen (dadurch Ausgleich schaffen).
    - GEZ abschaffen
    - etc.
    Weitere Vorschläge?

  12. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 12:43

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1400 netto. Könnten auch weniger sein, wenn die Politik z. B. hier und da
    > Steuern senkt. - Z. B. 7% Steuern auf Babynahrung und Windeln (momentan
    > 19%).
    > - Mehr öffentliche Verkehrsmittel.
    > - Steuersatz für Menschen im Niedriglohnsektor senken und Reichensteuer
    > wieder einführen (dadurch Ausgleich schaffen).
    > - GEZ abschaffen
    > - etc.
    > Weitere Vorschläge?

    1400 netto für wie viele Personen?
    das reicht vllt. für 2, aber doch nicht für eine Familie mit 4 Personen

  13. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 12:44

    Abgesehen davon meinte ich auch erst einmal, was jeder abgesehen von Strom, Essen, etc. haben sollte, ein geschätzter Geldbetrag kann später kommen

  14. Re: Erbärmlich!

    Autor: Steffo 10.08.14 - 12:46

    Butterkeks schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1400 netto für wie viele Personen?
    > das reicht vllt. für 2, aber doch nicht für eine Familie mit 4 Personen

    Pro Person.

  15. Re: Erbärmlich!

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 12:47

    Steffo schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Butterkeks schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 1400 netto für wie viele Personen?
    > > das reicht vllt. für 2, aber doch nicht für eine Familie mit 4 Personen
    >
    > Pro Person.

    achsoooo. ja dann schon eher. Ich dachte zuerst, du meinst für 4 Personen XD

  16. Re: Erbärmlich!

    Autor: plutoniumsulfat 10.08.14 - 12:56

    Wohnung, Essen, irgendwas, um zur Arbeit zu kommen und auch mal für Freizeitgestaltung.

  17. Re: Kurz mal überlegt wie sich das Publikum zusammensetzen könnte

    Autor: Klerrar 10.08.14 - 13:08

    Ich arbeite auf dem Bau für 10 Euro die Stunde, Steine schleppen, heißes Wetter, Sonnenbrand, schwere Sachen tragen, Hände gehen kaputt, Gelenke tun weh, ständig dreckig.
    Dies 8 bis teilweise 11 Stunden.

    Ich kann nicht wirklich Mitleid mit denen haben, bei dieser Arbeit.
    > Ist aber sicher auch schwer

    Ich bin mir zu 100% sicher die würden sich diese Arbeit zurück wünschen wenn die so arbeiten würden wie ich.
    Würde gerne da arbeiten, nur gibt es hier kein Amazon.

  18. Re: Kurz mal überlegt wie sich das Publikum zusammensetzen könnte

    Autor: Butterkeks 10.08.14 - 13:14

    Bloß kann sich Amazon definitv bessere Gehälter leisten.
    Dass es schlechtere Arbeitsbedingungen gibt, war von Anfang an klar, die Frage war doch, was angemessen ist und was nicht.

  19. Re: Kurz mal überlegt wie sich das Publikum zusammensetzen könnte

    Autor: Ach 10.08.14 - 14:33

    Das wäre halt mal ein interessanter Vergleich. Beide Arbeiten, also die auf dem Bau und die bei Amazone sind Tätigkeiten bei denen man sich mehr verbraucht als in anderen Jobs, das kann man glaube ich eindeutig sagen. Es gibt da eine mit versteckter Kamera aufgenommene Reportage aus einem Englischen Amazone Zentrum(werde ich glich mal nach schauen und verlinken), aus der gehen schon mal ein paar Details hervor.

    Danach beginnt man dort in der Regel als "Picker". Diese Leute müssen die Bestellungen aus dem Lager zusammensuchen. Das tun sie im Akkord, konkret läuft bei jedem einzelnen Gut ein auf einem Smartphone ähnlichem Gerät ein gut sichtbarer Countdown ab mit warnenden Pipstönen wenn es eng wird. Das vorgeschriebene Pensum ist äußerst hart und am Anfang kaum zu schaffen. Die Leute müssen auch sehr viel laufen, wenn ich mich recht entsinne bis zu 20 km und mehr pro Schicht. Das einige Paar Schuhe verbraucht sei deshalb ein typisches Merkmal für einen Amazone Job. Ein zweiter Countdown entsteht durch das Bewertungssystem. Bei drei Punkten ist Schluss, dann ist man gefeuert. Punkte erhält man nicht nur für unbegründetes Zuspätkommen oder Fernbleiben, auch das Fehlen wegen Erkrankung erhöht das Konto um einen halben Punkt. Keine Ahnung wann, wie und in welchen Abständen die Punkte wieder zurückgesetzt werden, muss ich nochmal nachschauen, aber in dem Laden hat jedenfalls ein ziemlich bedrückendes Arbeitsklima geherrscht, der Job ist unter Anwärtern verrufen und die Wenigsten können dem durch das System entstehenden Druck über einen längeren Zeitraum als ein bis zwei Jahre widerstehen.

    Also würde mich das auch interessieren wie sich so ein Job gegenüber der Tätigkeit im Bau oder auch gegenüber der eines Kochs(ein anderer extrem verschleißende Tätigkeit) aufrechnet.

    Also würde dir das besser gefallen? Keine Abwechslung, nicht mal eine Zigarette oder ein Bier unter Freunden und statt dessen täglich und monoton durch die Gänge rennen gegen den Countdown?

    Davon abgesehen frage ich mich inwiefern Amazone die verrufene Praxis mit den Praktikanten aufrecht erhält oder inzwischen aufgegeben hat und ob Amazon Leiharbeiter beschäftigt, zwei Arbeitnehmergruppen über die sich der Begriff "Ausbeutung" in Deutschland wohl schlecht hin definiert, und ich frage mich, ob diese in dem Forum gemachten Angaben über die bis zu 12¤ Lohn

    1. das Anfangsgehalt beziffern, also nicht das Gehalt das man als ungelernter Arbeiter nach einer gewissen Karriere schließlich erreichen kann, und

    2. Ob das Grundlohn ist oder Akkordlohn, also der Betrag denn man erst in Verbindung mit einem gewissen Stückzahlbonus erreicht?

    Hier der Link: Amazon's Truth Behind the Click BBC Documentary 2013

  20. Re: Kurz mal überlegt wie sich das Publikum zusammensetzen könnte

    Autor: contentmafia 10.08.14 - 16:18

    Zu Ende sein wird diese Diskussion erst dann, wenn jede(r) Norm-Deutsche ein eigenes Norm-Reihenhaus besitzt, mit 1,5 Norm-Automobilen vor der Tür (davon 0,94 elektrisch angetrieben nach Umweltnorm), mit Norm-Kinderzimmern für die Norm-Kinder auf der Norm-Schule, die keine Trennung nach Talenten oder Qualifikation macht; wenn die Mama 12,5 Norm-Stunden arbeitet und der Papa 33 Norm-Stunden; beide nach bundesweitem Norm-Gehalt; wer am Ende seiner Arbeitszeit noch nicht erschöpft ist, hat die übrig gebliebene Energie in ein gemeinnütziges Projekt zu investieren, um nicht einen persönlichen Vorteil z.B. durch private Gartenverschönerung oder vorzeitiges Renovieren der Normwohnung zu haben. Erbmasse darf nicht gebildet werden; für Bestandsfälle gilt eine Ausnahme bis zu deren Todesfall; sodann wird die Erbmasse automatisch verstaatlicht und nach Normschlüssel umverteilt. Urlaub wird grundsätzlich auf Mallorca gemacht, mit Hin- und Rückflug in einem Norm-Fliegen mit 102 Passagieren und 52 Minuten Flugdauer. Außerdem hat jeder exakt 48 Norm-Arbeitstage und 4,4 Norm-Krankheitstage pro Jahr zu absolvieren.

    Herzlich willkommen bei DDR 2.0.

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