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Und wo kommt de Strom dann her?
Autor: snoxx 11.07.22 - 13:10
In den meisten Fällen betreibt die Industrie Kraft-Wärme Kopplung. Mit der Umstellung braucht man jetzt nicht nur Strom für die benötigte Wärme sondern Musacchio noch den bisher erzeugten Strom ersetzen.
Nur sieht es bei der Stromerzeugung eben eher Mau aus und die Politik verrechnet hier jede neu erzeugte kWh erneuerbare Energie gerne Mehrfach. Da wird mit der gleichen Energie die EMobilität vorangetrieben, die Industrie umgestellt und auch die Wohnung geheizt. Nur leider funktioniert das nicht, da man sich Strom nicht wie fehlende Steuereinnahmen einfach leihen kann. Der Strom muss wirklich erzeugt worden sein damit man ihn verbrauchen kann. -
In nicht wenigen Anwendungsfällen reichen auch 500 °C nicht
Autor: M.P. 11.07.22 - 13:28
Glas schmilzt da sicherlich noch nicht.
Man kann aber sicherlich die Zulaufmaterialien in den Schmelzofen vorwärmen. Das sollte den Energieeinsatz für das Erhitzen auf die Schmelztemperatur im eigentlichen Ofen verringern... -
Re: In nicht wenigen Anwendungsfällen reichen auch 500 °C nicht
Autor: MarcusK 11.07.22 - 13:57
M.P. schrieb:
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> Glas schmilzt da sicherlich noch nicht.
> Man kann aber sicherlich die Zulaufmaterialien in den Schmelzofen
> vorwärmen. Das sollte den Energieeinsatz für das Erhitzen auf die
> Schmelztemperatur im eigentlichen Ofen verringern...
ich frage mich mehr, ob die Wärme wirklich "verbraucht" wird. Wird ein teil der Wärmeenergie wirklich zu Stoffumwandlung genutzt, oder geht die Wärme durch die Abkühlung einfach wieder verloren.
Ich vermute, das die meiste Wärme also Verlust verloren geht. Damit müsste es doch möglich sein, durch Wärmetauscher und Isolation die Effizienz deutlich zu erhöhen. Man müsste also die Fabrik gut Isolieren. - ob das geht oder ob es da ein Denkfehler gibt, wird bestimmt jemand gleich sagen. -
Re: In nicht wenigen Anwendungsfällen reichen auch 500 °C nicht
Autor: Vollstrecker 11.07.22 - 15:13
Ich finde es leider nicht wieder, aber ich habe letztens ein Bericht über Photovoltaikzellen gelesen die speziell Infrarot Wellen in Strom umwandeln. Gedacht um mit einem erhitzen Wolframblock Energie zu speichern.
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Re: In nicht wenigen Anwendungsfällen reichen auch 500 °C nicht
Autor: MarcusK 11.07.22 - 15:19
Vollstrecker schrieb:
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> Ich finde es leider nicht wieder, aber ich habe letztens ein Bericht über
> Photovoltaikzellen gelesen die speziell Infrarot Wellen in Strom umwandeln.
> Gedacht um mit einem erhitzen Wolframblock Energie zu speichern.
ja, hatte ich auch gelesen. Der Wirkungsgrad war aber extrem schlecht. -
Re: In nicht wenigen Anwendungsfällen reichen auch 500 °C nicht
Autor: Lars J. 11.07.22 - 15:41
MarcusK schrieb:
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> M.P. schrieb:
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> > Glas schmilzt da sicherlich noch nicht.
> > Man kann aber sicherlich die Zulaufmaterialien in den Schmelzofen
> > vorwärmen. Das sollte den Energieeinsatz für das Erhitzen auf die
> > Schmelztemperatur im eigentlichen Ofen verringern...
>
> ich frage mich mehr, ob die Wärme wirklich "verbraucht" wird. Wird ein teil
> der Wärmeenergie wirklich zu Stoffumwandlung genutzt, oder geht die Wärme
> durch die Abkühlung einfach wieder verloren.
>
> Ich vermute, das die meiste Wärme also Verlust verloren geht. Damit müsste
> es doch möglich sein, durch Wärmetauscher und Isolation die Effizienz
> deutlich zu erhöhen. Man müsste also die Fabrik gut Isolieren. - ob das
> geht oder ob es da ein Denkfehler gibt, wird bestimmt jemand gleich sagen.
Das wird auch gemacht und zwar schon ziemlich lange. Sonst wäre der enorme Energiebedarf der Industrie gar nicht zu stemmen. Wärmeübertrager sind aber auch nicht Verlustfrei und es geht immer Wärme verloren. Wärmeübertrager lohnen sich schlicht für niedrige Energieniveaus und kleine Ströme oft nicht. Sie verdrecken mit der Zeit, was den Wirkungsgrad verringert usw. Dennoch wird die meiste Wärme in Prozessen intern zur Verfügung gestellt. Hatte in einem Fachmagazin dazu gelesen, dass etwa 2 % Energie weltweit eingespart werden würde wenn die Wärmeübertrager öfter gereinigt werden würden.
Zur Fabrikisolierung: ... da arbeiten Menschen. Die Wärme ist weg sobald sie in die Umgebung (ergo den Raum) abgegeben wird, mit Wärme selbst kann man nichts anfangen, man braucht Wärmedifferenzen. Nachdem die Wärme an den Raum abgegeben wurde, liegt sie auf niedrigem Temperaturniveau vor in Form warmer Luft. Wenn du diese Wärme nutzen willst brauchste eine Wärmepumpe. Also muss der Prozess selbst isoliert werden, was er aus wirtschaftlichen Gründen üblicherweise ist. -
Re: Und wo kommt de Strom dann her?
Autor: Lasse Bierstrom 11.07.22 - 23:05
Klar ist es einfacher, direkt mit Gas zu heizen.
War auch billig genug, dass oft trotzdem recht verschwenderisch damit umgegangen wurde.
Jetzt lohnt es sich, ist aber zu wenig Zeit, um zu reagieren.
Man könnte oft die niedrigere Temperatur quasi wieder einsammeln und fürs heizen "hochpumpen".
Ist aber aufwendig - wird nicht gemacht. Ein Firmengelände, das eine Gebäude heizt Abwärme vom Spritzguss aus dem. Fenster, das andere Gebäude wird geheizt.



