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Henne-Ei-Problem

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  1. Henne-Ei-Problem

    Autor: Astorek 01.10.15 - 12:23

    Ich verstehe nicht ganz, was die Studie aussagen soll, wenn es selbst das Henne-Ei-Problem einräumt. Es ist hinglänglich bekannt, dass eine Sucht (übrigens völlig egal, um welche Art von Sucht es sich handelt; Alkohol-, Spiel-, Ess-, und "Was es sonst alles gibt"-Sucht) den Betreffenden in irgendeiner Weise abhängig macht, was es nicht tun würde, wenn der/die Betroffene(r) die Fähigkeit hätte, aktiv dagegen anzukämpfen. Dass ein Süchtiger nach und nach Probleme mit seinen Gefühlshaushalt bekommt (ein Teil des Gefühlsspektrums ist praktisch "taub" und nicht mehr ansprechbar, der andere fast schon aggressiv) kann einem jeder erzählen, der irgendwie schonmal mit Süchtigen - und insbesondere mit rehabilitierten Süchtigen - zu tun hatte.

    Und um das Vorurteil auch gleich auszuräumen: Solange nicht z.B. sowas wie eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung vorliegt, ist auch die Empathiefähigkeit eines Menschen nach der Geburt nicht in Stein gemeißelt, sondern ändert sich ein Leben lang. Das gilt auch gerade für Süchtige... Wollte ich nurmal gesagt haben, bevor jemand das Gegenteil behauptet^^...

  2. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: D43 01.10.15 - 12:27

    Astorek schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nicht ganz, was die Studie aussagen soll, wenn es selbst das
    > Henne-Ei-Problem einräumt. Es ist hinglänglich bekannt, dass eine Sucht
    > (übrigens völlig egal, um welche Art von Sucht es sich handelt; Alkohol-,
    > Spiel-, Ess-, und "Was es sonst alles gibt"-Sucht) den Betreffenden in
    > irgendeiner Weise abhängig macht, was es nicht tun würde, wenn der/die
    > Betroffene(r) die Fähigkeit hätte, aktiv dagegen anzukämpfen. Dass ein
    > Süchtiger nach und nach Probleme mit seinen Gefühlshaushalt bekommt (ein
    > Teil des Gefühlsspektrums ist praktisch "taub" und nicht mehr ansprechbar,
    > der andere fast schon aggressiv) kann einem jeder erzählen, der irgendwie
    > schonmal mit Süchtigen - und insbesondere mit rehabilitierten Süchtigen -
    > zu tun hatte.
    >
    > Und um das Vorurteil auch gleich auszuräumen: Solange nicht z.B. sowas wie
    > eine schwerwiegende Persönlichkeitsstörung vorliegt, ist auch die
    > Empathiefähigkeit eines Menschen nach der Geburt nicht in Stein gemeißelt,
    > sondern ändert sich ein Leben lang. Das gilt auch gerade für Süchtige...
    > Wollte ich nurmal gesagt haben, bevor jemand das Gegenteil behauptet^^...

    Da geb ich dir recht.
    Halte eh wenig von Studien...
    Studien haben ergeben das Autofahrer häufiger in Autounfälle verwickelt sind als Reisende mit der Bahn...

  3. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: Hotohori 01.10.15 - 12:39

    Naja, manche Studien sind interessant, manche merkwürdig und manche schlicht völlig überflüssig, wie dein Beispiel. ;)

    Manchmal hab ich aber auch den Eindruck, dass bei solchen Leuten, die solche Studien durchführen, etwas Betriebsblindheit mit rein spielt. Da stellen sie dann für sie verblüffende Dinge fest, was der normal Sterbliche schon ewig weiß. Manchmal schon zu komisch. Die Studie hier geht schon deutlich in die Richtung.

  4. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: theonlyone 01.10.15 - 15:11

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, manche Studien sind interessant, manche merkwürdig und manche
    > schlicht völlig überflüssig, wie dein Beispiel. ;)
    >
    > Manchmal hab ich aber auch den Eindruck, dass bei solchen Leuten, die
    > solche Studien durchführen, etwas Betriebsblindheit mit rein spielt. Da
    > stellen sie dann für sie verblüffende Dinge fest, was der normal Sterbliche
    > schon ewig weiß. Manchmal schon zu komisch. Die Studie hier geht schon
    > deutlich in die Richtung.

    Nunja, GERADE die Dinge die man als so "offensichtlich" darstellt sind es meist wert mal zu hinterfragen, den das kann durchaus falsch sein, oder erlaubt falsche Schlüße.

    Das "Problem" des "normal Sterblichen" ist eben die Subjektivität, solche Tests und Studien versuchen zumindest objektiv zu sein ; das Thema per se ist dabei nie überflüssig, den alles was man mit einer Studie nachweisen kann hat einfach mehr Wert als jemand der das einfach behauptet weil er/sie das einfach so wahrgenommen hat.

    Den letztlich macht so eine Studie ja auch nichts anderes als eine größere Gruppe Menschen zu befragen, anstatt nur 1 "normal sterblichen" zu nehmen und das ist dann sofort die finale Antwort.


    Viel eher hat man das Problem bei schlechten Studien, das die Auswahl der Befragten einfach zu eingeschränkt ist , und/oder diverse Extras auf die Ergebnisse angewandt werden, die dann doch wieder die Ergebnisse verfälschen.

    Per se ist jede Studie mit jedem noch so scheinbar blöden Thema ein mehrwert, da man das was die Menschen als so offensichtlich empfinden auch wirklich mit Daten nachweisen kann.

  5. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: Invictis 01.10.15 - 15:43

    Hotohori schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, manche Studien sind interessant, manche merkwürdig und manche
    > schlicht völlig überflüssig, wie dein Beispiel. ;)
    >
    > Manchmal hab ich aber auch den Eindruck, dass bei solchen Leuten, die
    > solche Studien durchführen, etwas Betriebsblindheit mit rein spielt. Da
    > stellen sie dann für sie verblüffende Dinge fest, was der normal Sterbliche
    > schon ewig weiß. Manchmal schon zu komisch. Die Studie hier geht schon
    > deutlich in die Richtung.

    Das stimmt manchmal hat man einfach das Gefühl es wird nach zufälligen Gemeinsamkeiten gesucht und sagt das sind Auswirkung für Problem xy oder anders rum.
    Alle Terroristen haben Brot gegessen lass uns Brot verbieten.

  6. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: Invictis 01.10.15 - 15:44

    Das stimmt manchmal hat man einfach das Gefühl es wird nach zufälligen Gemeinsamkeiten gesucht und gesagt das sind Ursachen für Problem xy oder anders rum.
    Alle Terroristen haben Brot gegessen lass uns Brot verbieten.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 01.10.15 15:50 durch Invictis.

  7. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: Astorek 01.10.15 - 15:52

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Per se ist jede Studie mit jedem noch so scheinbar blöden Thema ein mehrwert, da man das was die Menschen als so offensichtlich empfinden auch wirklich mit Daten nachweisen kann.
    Es kann halt auch nach Hinten losgehen, wenn man die Relevanz der Daten falsch einschätzt. Das kommt leider auch zu oft vor, dass vermeintlich unwichtige Daten nicht berücksichtigt werden, was eine im Grunde sinnvolle Studie komplett ins Gegenteilige kehren kann.

    Manche Studien finden auch unter Bedingungen statt, die realitätsfern sind, aber trotzdem für weitere z.B. Langzeitbeobachtungen eingesetzt werden. Ich erinnere da nur zu gerne an die reißerischen "Killerspiele"-Studien:
    > Moderator: Woher haben Sie denn überhaupt diese Erkenntnisse [dass Killerspiele aggressiv machen, Anm.] gewonnen? Wie konnten Sie das messen?
    >
    > Spitzer: Nun, Beispiel: Man lässt Leute ein gewalttätiges Computerspiel spielen [...] und hinterher guckt man, wie gewalttätig sind die. Und auch das kann man experimentell messen. Man lässt sie zum Beispiel einen Drink mixen aus Tabasco und Wasser. Und wenn die vorher ein Gewaltspiel gespielt haben, dann tun sie mehr Tabasco rein. Sie können das in Gramm Tabasco messen, dass die Leute vierfach - die tun da wirklich viermal mehr da rein -, vierfach aggressiver werden.
    Quelle: http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/566948/
    Bei solchen "Studien" fällt es mir schwer, einen allgemeingültigen Nutzen aller Studien anzuerkennen...

  8. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: MINTiKi 01.10.15 - 18:15

    das ist richtig, aber der Punkt ist im Fall der Aggerssion gibt es jede Menge Studien, welche Zusammenhänge zwischen Aggressionsbereitschaft und digitale Medien ziehen und die beziehen sich da auch auf viele verschiedene Vorgehen - abegesehen davon, dass es neurobiologische Zusammenhäng8e gibt, aus welchen man logisch schließen kann, dass gewisse Inhalte schlecht sind - da Problem was viele haben ist das Aggression nicht immer gleich ein Ammoklauf ist, auch lautstarkes Streiten/ Türenknallen, etc. sind Formen von Aggressionen und die Hemmschwelle bzw. Impulsunterdrückung sinkt eben durch zuviel Fernsehen, PC-Spielen, etc. . Verantwortlich dafür ist erstens der Stress bei diesen Aktionen, zweitens die Konzentration die der Körper für diese Tätigkeiten braucht und drittens der Inhalt.

    Ich habe dazu auch hier etwas verfasst und ein Video eingebunden, wo ganz normale Kinder bei harmlosen Fernsehsendungen gefilmt werden http://mintiki.de/blog-2015-3#Fernsehen

    und bei dieser Sache mit dem Henne-Ei Problem - ich denke es ist von jedem ein bisschen und ein sich selbst verstärkender Prozess

    ----------------

    MINTiKi - Mathematik + Informatik + Naturwissenschaft + Technik für Kinder

    "Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch" (Erich Kästner)
    mintiki.de

  9. Re: Henne-Ei-Problem

    Autor: jungundsorglos 02.10.15 - 05:31

    > Dass ein
    > Süchtiger nach und nach Probleme mit seinen Gefühlshaushalt bekommt (ein
    > Teil des Gefühlsspektrums ist praktisch "taub" und nicht mehr ansprechbar,
    > der andere fast schon aggressiv) kann einem jeder erzählen, der irgendwie
    > schonmal mit Süchtigen - und insbesondere mit rehabilitierten Süchtigen -
    > zu tun hatte.
    Genau. Allerdings gibt es auch viele andere Gründe für die Veränderung des "Gefühlshaushalts". Daher ist es gar nicht so leicht zu definieren ob es eine Folge der Sucht ist, oder ob Sucht nicht nur eine Kompensationshandlung für das ursprüngliche Leiden ist, oder ob es überhaupt Sucht ist, oder derjenige sich einfach schlecht/apahtisch/aggressiv fühlt und *zusätzlich* einige Sachen immer wieder tut.

    Ob diese Wiederholungshandlung eine Sucht ist oder ob er sie auch ohne Gefühlsprobleme tun würde ist dann auch nicht geklärt.

    Was relativ klar ist sind Kompensationshandlung die schädlich sind, das sind Süchte. Wenn man allerdings eine "Sucht" nach Creme hat, weil man z.b. eine Hautkrankheit hat, so ist das keine wirkliche Sucht, und dieses Verhalten abzustellen wäre dann auch falsch.

    Was Sucht ist und nicht kann man nicht sagen, nur dass einige Handlungen sich erstaunlich häufig wiederholen. Das kann ein Indiz für ein Problem sein, dass man an der Wurzel packen muss. Ist das nicht möglich, wie z.B. eine bisher nicht heilbare Hautkrankheit, dann wäre diese Wiederholungshandlung aber sinnvoll.

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