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Intensive Nutzung des Internets ist KEINE INTERNETSUCHT! Studie trotzdem interessant!

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  1. Intensive Nutzung des Internets ist KEINE INTERNETSUCHT! Studie trotzdem interessant!

    Autor: motzerator 01.10.15 - 17:56

    Für das Vorhandensein einer Internetsucht ist zwingend ein Kontrollverlust erforderlich. Erst wenn man nicht mehr in der Lage ist, sein Internet Verhalten bewusst zu kontrollieren und obendrein darunter leidet, liegt eine Sucht vor.

    Die im Artikel genannten Extremfälle bis hin zum Todesfall sind natürlich unter Internetsucht zu verbuchen. Aber längst nicht jeder Fall von intensiver Nutzung fällt darunter. Solange man das Handy oder den Computer jederzeit ausmachen kann, wenn man Verpflichtungen im Real Life hat, ist man eben nicht Internet Süchtig.

    Trotzdem ist die Studie interessant

    Ich akzeptiere aber durchaus einen Zusammenhang zwischen geringen empathischen Fähigkeiten und der Intensität der Internetnutzung. Nur kann man eine intensive Nutzung nicht immer gleich als Sucht abstempeln.

    Es ist auch keine Sucht, wenn man lieber im Netz als im Real Life unterwegs ist und den digitalen Kontakt bevorzugt. Es ist eine ganz bewusste Entscheidung für eine komfortablere und bessere Kommunikation für Menschen, die eben nicht so gut in Empathie sind.

    Leider hat die Studie es dabei belassen und nicht weiter geforscht, warum das so ist.

    Meine bescheidene Vermutung: Im Internet wird anders kommuniziert. Während im Real Life ein gewisser Teil der Kommunikation auf der Ebene von Gestik und Mimik abläuft, sind auch die emotionalsten Teilnehmer im Internet gezwungen, sich auf den Inhalt der Texte zu konzentrieren.

    Das macht die Kommunikation über das Internet für Menschen mit geringer Empathie deutlich angenehmer. Das wiederum sorgt dafür, das man das Internet intensiver nutzt, als sich mit den Leuten im Real Life zu treffen.

    Das kann man auch umgekehrt sehen, die besonders empathischen Menschen vermissen vermutlich die zusätzlichen Ebenen der Kommunikation wie Mimik und Gestik besonders stark, weil hier ihre Fähigkeiten liegen.

    Wahrscheinlich ist denen das Internet genauso unangenehm, wie mir eine Gruppe quasselnder Menschen um mich herum.

    Fazit: Man sollte die Internetnutzung nicht immer so negativ sehen. Es ist eine andere Form der Kommunikation, aber diese ist keineswegs schlechter. :D

  2. Re: Intensive Nutzung des Internets ist KEINE INTERNETSUCHT! Studie trotzdem interessant!

    Autor: jungundsorglos 02.10.15 - 05:22

    > Es ist auch keine Sucht, wenn man lieber im Netz als im Real Life unterwegs
    > ist und den digitalen Kontakt bevorzugt. Es ist eine ganz bewusste
    > Entscheidung für eine komfortablere und bessere Kommunikation für Menschen,
    > die eben nicht so gut in Empathie sind.
    Empathie und soziale Kompatibilität sind zwei paar Schuhe. Man kann auch sehr empathisch sein, aber vom Mangel an Empathie anderer abgeschreckt werden. Das Internet erlaubt dann zum gewissen Teil bessere Wahl der Kommunikationspartner. Ob das die Kommunikation ideal macht ist eine andere Sache, aber aufgrund von Distanz oder anderen Einschränkungen manchmal dann eben häufiger im Internet als in echt.

    Andererseits ist der Ton im Netz teilweise deutlich rauer als im echten Leben. Man kann aber die Leute mit denen mal spricht auswählen.

    > Das macht die Kommunikation über das Internet für Menschen mit geringer
    > Empathie deutlich angenehmer. Das wiederum sorgt dafür, das man das
    > Internet intensiver nutzt, als sich mit den Leuten im Real Life zu
    > treffen.
    Wie gesagt. Es gibt auch die Möglichkeit dem Ausnutzen leichter auszuweichen. Daher wäre zu starke Empathie genauso ein Kriterium.

    > Das kann man auch umgekehrt sehen, die besonders empathischen Menschen
    > vermissen vermutlich die zusätzlichen Ebenen der Kommunikation wie Mimik
    > und Gestik besonders stark, weil hier ihre Fähigkeiten liegen.
    Siehe oben. Empfindlichkeit ist ein zweischneidiges Schwert. Überbelastung ist im Internet leichter steuerbar. Die Kommunikation kann trotzdem sehr frustrierend sein. Aber Vieles ist eben nicht so einfach und es gibt mehr als ein Kriterium.

    > Wahrscheinlich ist denen das Internet genauso unangenehm, wie mir eine
    > Gruppe quasselnder Menschen um mich herum.
    Empathie hat nichts mit extrovertiert sein zu tun. Empathie ist die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen. Wenn alle zu Dir sprechen auch wenn du es gar nicht "hören"/sehen willst, ist das sehr störend.
    Die sehr "sozialen" (eher kontaktbesessenen) Menschen die immer Stimulus brauchen, auch im echten Leben, sind wahrscheinlich eher die die süchtig nach Bestätigung sind.

    Aber es gibt auch Gründe warum man mit Empathie Sucht entwickelt. Sucht entsteht entweder als Mangel an Reizen oder Unfähigkeit sich von einem attraktiven Reiz zu befreien, oder als Kompensationshandlung: unangenehmer Reiz/Erfahrungen durch hoffentlich bessere kompensieren. Der Leidensdruck der durch stark ausgeprägte Empathie entsteht, kann z.B. Kompensationshandlungen hervorrufen. Die können dann auch einen Suchtcharakter annehmen.

    Vereinsamung ist ein weiterer Grund für Suchtverhalten, auch überhaupt kein Zeichen mangelnder Empathie.

    Wie gesagt, die Gründe können vielfältig sein. Die Studie ist schon sehr unprofessionell gemacht. Mir drängt sich auch der Verdacht auf dass Empathie völlig falsch verstanden wird.

    > Fazit: Man sollte die Internetnutzung nicht immer so negativ sehen. Es ist
    > eine andere Form der Kommunikation, aber diese ist keineswegs schlechter.
    > :D
    Stimmt, wer jeden Tag in die Bar geht um sich mit Leuten zu treffen kann durchaus süchtig sein. Ob er die Erfahrung genießt oder aus Zwang hingeht um eine Leere zu füllen und eigentlich jeder aneinander vorbeiredet ist alleine aus dem Besuch der Bar nicht abzuleiten.

    Die Frage ist auch ob wenn derjenige sich wohlfühlt immer das gleiche zu tun und sonst zurecht kommt aber einige Sachen vernachlässigt oder nicht so ernst nimmt wie andere ob er dann süchtig ist oder schlicht andere Interessen hat.

    Das ist auch wieder Auslegungssache.

    Einige würden es auch als Suchtverhalten bezeichnen immer dem Alltagstrott nachzugehen, was andere wieder als "gesund" bezeichnen, weil es die Norm ist.

    Ein wirkliches Kriterium für Sucht ist gar nicht so einfach zu definieren.

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