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Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

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  1. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: lottikarotti 26.11.14 - 16:19

    > Natürlich kann er sich das aneignen. Ich habe ja auch nie gesagt, dass sich
    > das kein nicht studierter nicht aneignen kann. Wie viele tun dies aber?
    > Wenn man sich die breite Masse an reinen Entwicklern ansieht, dann die
    > Menge derer, die so etwas weiß, jedoch echt echt gering.
    Das mag sein. Aber wie heißt es so schön: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied :-)

    > Ausschließen möchte ich so etwas aber nicht. Du scheinst offenbar dich
    > entsprechend ausreichend weiterzubilden und auch tiefer in die Materie zu
    > schauen und fühlst dich nun wohl offenbar direkt angegriffen. Galt aber
    > nicht dir sondern dem Großteil um dich herum ;)
    Ne, ne. Mir *persönlich* ist das Wurscht. Alles gut. Ich finde es nur wichtig aufzuzeigen, dass es nicht nur den einen konservativen, definierten Weg zum guten Job, Erfolg, whatever gibt - sondern tausende. Und davon sind die meisten meiner Meinung nach deutlich effizienter.

    R.I.P. Fisch :-(

  2. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: Schattenwerk 26.11.14 - 16:41

    Ob der effizienter ist hängt letztendlich vom Weg ab. Wenn es nur ums Code hacken geht, ja. Dann vermutlich - dafür ist eine Uni aber auch nicht da. Wenn es nun jedoch um anspruchsvollere Themen wie Wissensverarbeitung, Computergrafik, Theoretische Informatik, etc. geht, dann würde ich das nicht mehr sofort so sehen.

  3. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: BRDiger 26.11.14 - 16:48

    Schön, dass es endlich mal eine Diskussion hier zu diesem Thema gibt.
    Ich habe schon lange darüber nachgedacht.
    Ich studiere Informatik und bin auch bald damit durch. Ich kann durchaus gut programmieren aber ich möchte das nicht unbedingt beruflich machen - die meisten gucken mich dann an als ob ich verrückt wäre mit dem Satz: "Was willst du denn sonst machen???".

    Als ob es keine anderen Bereiche der Informatik gäbe.
    Ich bin beruflich leider absolut unerfahren und informiere mich schon seit einer ganzen Weile aber es ist schwer, wenn man nicht im Berufsleben steckt.

    Kann mir jemand Berufszweige in der IT empfehlen, die sich nicht hauptsächlich mit Software befassen? Ich würde lieber etwas "planendes" machen oder irgendwas "erdenken" als jetzt direkt etwas zu implementieren.
    Habt ihr da Vorschläge zu denen ich mich informieren könnte? (Schlagworte reichen schon)

    ps: Projektmanagement finde ich nicht sehr spannend. Gibts noch was anderes?^^

    Ich finde technische oder theoretische Informatik sehr schön aber ich weiß eben überhaupt nicht, ob das als Beruf "verwertbar" ist - man kann ja nicht alles als Beruf machen ;)

    Wäre echt nett, wenn mir da mal jemand helfen könnte.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.14 16:52 durch BRDiger.

  4. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: lottikarotti 26.11.14 - 17:08

    > Kann mir jemand Berufszweige in der IT empfehlen, die sich nicht
    > hauptsächlich mit Software befassen? Ich würde lieber etwas "planendes"
    > machen oder irgendwas "erdenken" als jetzt direkt etwas zu implementieren.
    > Habt ihr da Vorschläge zu denen ich mich informieren könnte? (Schlagworte
    > reichen schon)
    IT ist auch nur ein Werkzeug und man kann unheimlich viel damit anstellen. Wenn du im Berufsleben glücklich und erfolgreich sein willst, dann gehe den Dingen nach, die dir am meisten Spaß machen.

    R.I.P. Fisch :-(

  5. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: BRDiger 26.11.14 - 17:14

    lottikarotti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Kann mir jemand Berufszweige in der IT empfehlen, die sich nicht
    > > hauptsächlich mit Software befassen? Ich würde lieber etwas "planendes"
    > > machen oder irgendwas "erdenken" als jetzt direkt etwas zu
    > implementieren.
    > > Habt ihr da Vorschläge zu denen ich mich informieren könnte?
    > (Schlagworte
    > > reichen schon)
    > IT ist auch nur ein Werkzeug und man kann unheimlich viel damit anstellen.
    > Wenn du im Berufsleben glücklich und erfolgreich sein willst, dann gehe den
    > Dingen nach, die dir am meisten Spaß machen.

    Ja, das werde ich - ich muss mich einfach mal umsehen, wenn ich mit der Uni fertig bin.

  6. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: Schattenwerk 26.11.14 - 17:44

    Das du so etwas am Ende deines Studiums fragst find ich fast beängstigend. Du hast doch sicherlich inzwischen schon genug in diverse Bereiche schnuppern dürfen.

    Pauschal ist meine Antwort eigentlich fast immer: Master machen. Wieso? Der Bachelor vermittelt nur elementare Grundlagen. Der Master macht ein Studium erst vollwertig durch seine Spezialisierung.

    Wenn man eine Uni hat, welche eine interessante Spezialisierung anbietet dann los. Oder sich eine Uni suchen, welche so etwas anbietet.

    Dabei sollten sich dann diverse Bereiche auftun, wodurch sich auch später die Sache mit dem Job vereinfachen sollte.

    Ansonsten mal eine ganz doofe Frage: Was glaubst du wohl was ein Software Architect so macht? Meinst du der programmiert den Kram runter? Seltenst. Das sind meist die Leute die den ganzen Kram planen und sich ausdenken, umsetzen darf dies dann jmd. anderes.

    Nur mal so als Beispiel.

  7. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: 13HipHop37 26.11.14 - 18:33

    Projektmanager ist ein sehr sehr sehr langweiliger Job.
    Jedenfalls ist das meine Erfahrung, die ich bei RWE gesammelt habe und mir auch die Projektleiter selbst beim Mittagessen bestaetigt haben.

    Du sammelst/bündelst Informationen und packst sie in eine PowerPoint, um den Stakeholdern (Steering Com, ...) zu praesentieren...

    Das Problem mit Projektarbeit ist auch, dass es kaum Aufstiegschancen gibt...

    Das ist das, was ich als Praktikant dort gelernt habe.
    Ich glaube die theorie an der uni wichtig, aber praktika sollte man auf jedenfall machene, um sicher zu sein, wo man spaeter nach dem studium arbeiten moechte.

  8. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: BRDiger 26.11.14 - 23:23

    13HipHop37 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Projektmanager ist ein sehr sehr sehr langweiliger Job.
    > Jedenfalls ist das meine Erfahrung, die ich bei RWE gesammelt habe und mir
    > auch die Projektleiter selbst beim Mittagessen bestaetigt haben.
    >
    > Du sammelst/bündelst Informationen und packst sie in eine PowerPoint, um
    > den Stakeholdern (Steering Com, ...) zu praesentieren...
    >
    > Das Problem mit Projektarbeit ist auch, dass es kaum Aufstiegschancen
    > gibt...
    >
    > Das ist das, was ich als Praktikant dort gelernt habe.
    > Ich glaube die theorie an der uni wichtig, aber praktika sollte man auf
    > jedenfall machene, um sicher zu sein, wo man spaeter nach dem studium
    > arbeiten moechte.

    Dass Projektarbeit ungefähr das ist, was du beschreibst habe ich an der Uni bereits ziemlich gut gelernt. Wir hatten hier schon 2 Fächer zu diesem Zeug. Software Engineering und IT-Projektmanagement - ja, das sind echte Fächer hier.
    Das sind die langweiligsten und dümmsten Fächer, die ich bis jetzt hatte und das lag nicht an schlechter Lehre sondern am Inhalt - zumindest empfinde ich es so für _mich_. Das ist nur meine persönliche Meinung.
    Dass das viel mit Präsentation und "Organisation" zu tun ist mir sogar ohne Arbeitsleben klar und weiß schon, dass ich _das_ nicht will.

  9. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: BRDiger 26.11.14 - 23:29

    Schattenwerk schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das du so etwas am Ende deines Studiums fragst find ich fast beängstigend.
    > Du hast doch sicherlich inzwischen schon genug in diverse Bereiche
    > schnuppern dürfen.

    Ach ja? Ich habe bald ein Pflichtpraktikum und Praktika nebenbei ist zeitlich auch nicht so einfach - in den Semesterferien höchstens: ja aber ich investiere meines Erachtens schon genug Zeit in Arbeit und "Zukunft".
    Da muss ich nicht noch meine Ferien zerstören - da erledige ich gerne private Projekte.
    Jede Woche zig Übungen + Seminar ist zeitlich auch durchaus fordernd.

    Ich schnuppere hier zwar gut in praktische Informatik (Programmieren, Softwareentwicklung), Theoretische Informatik und Technische Informatik aber ich kenne doch nicht alle Berufe in denen sowas _so_ Verwendung findet, dass es mir gefällt?

    Das meinte ich vorhin mit "Man kann nicht jedes Interesse in einen Beruf verwandeln". Ich kenne dafür einfach nicht genug Berufe.

    >
    > Pauschal ist meine Antwort eigentlich fast immer: Master machen. Wieso? Der
    > Bachelor vermittelt nur elementare Grundlagen. Der Master macht ein Studium
    > erst vollwertig durch seine Spezialisierung.

    Ich hatte sowieso vor einen Master zu machen. Verzeihung, falls das anders rüberkam - hatte ich nicht richtig geschrieben.

    >
    > Wenn man eine Uni hat, welche eine interessante Spezialisierung anbietet
    > dann los. Oder sich eine Uni suchen, welche so etwas anbietet.
    >
    > Dabei sollten sich dann diverse Bereiche auftun, wodurch sich auch später
    > die Sache mit dem Job vereinfachen sollte.

    Das klingt schon mal ganz gut. Ich muss natürlich überlegen ob ich von hier weg möchte - wohnungstechnisch und so ist es hier momentan sehr sehr günstig.
    Ich möchte behaupten, fast "unaufggebbar"^^

    >
    > Ansonsten mal eine ganz doofe Frage: Was glaubst du wohl was ein Software
    > Architect so macht? Meinst du der programmiert den Kram runter? Seltenst.
    > Das sind meist die Leute die den ganzen Kram planen und sich ausdenken,
    > umsetzen darf dies dann jmd. anderes.
    >
    > Nur mal so als Beispiel.

    Ja diesen Beruf kannte ich schon aber wenn ich ehrlich bin, finde ich das auch nicht soo spannend. Ich habe ja auch noch ein bisschen Zeit und werde meine speziellen Interessen schon finden bzw. bin dabei.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.14 23:33 durch BRDiger.

  10. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: tonictrinker 27.11.14 - 08:15

    lottikarotti schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Aber in der freien Wirtschaft lernt man mehr. Man braucht halt den
    > tollen
    > > Wisch um nen ordentlichen Job zu kriegen.
    > Das ist Blödsinn. Wer etwas auf dem Kasten hat, sich zu präsentieren weiß
    > und einen Arsch in der Hose hat, kommt ohne Probleme an gute Jobs in der
    > IT-Branche. Ich habe "nur" eine Ausbildung zum Anwendungsentwickler gemacht
    > und bin mit meinem eigenen Unternehmen sehr erfolgreich. Gute Jobs /
    > Positionen würde ich an allen möglichen Ecken jederzeit bekommen, wenn ich
    > das wollte.

    Das ist Blödsinn. Es hat eben nicht immer nur vom Willen selbst abhängig. Du als Selbstständiger bist doch offenbar raus aus der Tretmühle und hast für die Probleme anderer kein Gehör mehr. Das ist Dir doch grundsätzlich egal.

  11. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: 13HipHop37 27.11.14 - 10:04

    BRDiger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schattenwerk schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das du so etwas am Ende deines Studiums fragst find ich fast
    > beängstigend.
    > > Du hast doch sicherlich inzwischen schon genug in diverse Bereiche
    > > schnuppern dürfen.
    >
    > Ach ja? Ich habe bald ein Pflichtpraktikum und Praktika nebenbei ist
    > zeitlich auch nicht so einfach - in den Semesterferien höchstens: ja aber
    > ich investiere meines Erachtens schon genug Zeit in Arbeit und "Zukunft".
    > Da muss ich nicht noch meine Ferien zerstören - da erledige ich gerne
    > private Projekte.
    > Jede Woche zig Übungen + Seminar ist zeitlich auch durchaus fordernd.

    Private Projekten sind schön und gut, aber das kann evtl. bis nach dem Studium warten?

    Ich mach einen Master und habe bisher 1,5 Jahre als Werkstudent als Entwickler gearbeitet, dann 6Monate bei RWE diese Projektscheisse gemacht und nun bei ALDI IT.
    Naechstes Jahr gehts dann Südkorea ins Auslandssemseter, wo ich meine Masterarbeit schreiben werde.

    Denke man hat als Student trotzdem genug Zeit, um nebenbei Praktika/Werkstudententätigkeiten zu machen. Man sollte sich nur von diesem Gedanken verabschieden, dass es als erwachsener Mensch, vor allem an der Uni wo der Grundstein für die berufliche Zukunft gelegt wird, Ferien gibt. Sorry, aber das hoert sich so kindlich an.

  12. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: BRDiger 27.11.14 - 10:25

    13HipHop37 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > BRDiger schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Schattenwerk schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Das du so etwas am Ende deines Studiums fragst find ich fast
    > > beängstigend.
    > > > Du hast doch sicherlich inzwischen schon genug in diverse Bereiche
    > > > schnuppern dürfen.
    > >
    > > Ach ja? Ich habe bald ein Pflichtpraktikum und Praktika nebenbei ist
    > > zeitlich auch nicht so einfach - in den Semesterferien höchstens: ja
    > aber
    > > ich investiere meines Erachtens schon genug Zeit in Arbeit und
    > "Zukunft".
    > > Da muss ich nicht noch meine Ferien zerstören - da erledige ich gerne
    > > private Projekte.
    > > Jede Woche zig Übungen + Seminar ist zeitlich auch durchaus fordernd.
    >
    > Private Projekten sind schön und gut, aber das kann evtl. bis nach dem
    > Studium warten?
    >
    > Ich mach einen Master und habe bisher 1,5 Jahre als Werkstudent als
    > Entwickler gearbeitet, dann 6Monate bei RWE diese Projektscheisse gemacht
    > und nun bei ALDI IT.
    > Naechstes Jahr gehts dann Südkorea ins Auslandssemseter, wo ich meine
    > Masterarbeit schreiben werde.
    >
    > Denke man hat als Student trotzdem genug Zeit, um nebenbei
    > Praktika/Werkstudententätigkeiten zu machen. Man sollte sich nur von diesem
    > Gedanken verabschieden, dass es als erwachsener Mensch, vor allem an der
    > Uni wo der Grundstein für die berufliche Zukunft gelegt wird, Ferien gibt.
    > Sorry, aber das hoert sich so kindlich an.

    Naja "kindlich" oder "frei"?
    Private Projekte und persönliches Selbstudium in den Ferien machen mich glücklich und bilden mich also finde ich daran nichts verkehrt.

    Ich habe nichts gegen deinen Lebensentwurf - er hört sich durchaus erfolgreich an (ernsthaft) aber deswegen muss er ja nicht für _mich_ perfekt sein.

    Man verbringt später schließlich 8 Stunden am Tag (1/3 des Tages!) mit seiner Arbeit (in der Regel) und da sollte man schon was finden, was einem gefällt - das suche ich.
    Vielleicht bleibe ich ja auch an der Uni was Karriere angeht - vielleicht auch nicht. Eher nicht würd ich sagen aber soo unattraktiv ist das auch nicht.
    Gib mir was, was ich mag und ich werde mehr Zeit damit verbringen als ich _muss_.

    Außerdem: Jenachdem wie das hier zeitlich fällt, hat man einen Dreck von seinen Semesterferien, da dort _alle_ Prüfungen hintereinander geschrieben werden. Teilweise bis zum letzten Ferientag. Da soll ich arbeiten gehen?
    In der Zeit bin ich über jeden freien Tag froh.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.14 10:26 durch BRDiger.

  13. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: Schattenwerk 27.11.14 - 10:35

    Dafür kann ich ja nix. Sobald sich eine staatliche Universität in ihren Lehrplänen an der Wirtschaft ausrichtet ist es eh zu spät, mMn.

  14. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: Fettoni 27.11.14 - 10:36

    Ich habe ein Abitur, eine Ausbildung zum Fachinformatiker ein angebrochenes Informatikstudium (2 Semester FH) und arbeite derzeit als Programmierer.

    Hier wurde gesagt, dass Programmierer eben nur programmieren und drüber sitzt ein Softwarearchitekt, der sich das alles ausdenkt. Ich kann das zumindest für mein Unternehmen nicht bestätigen. Ich kriege von meinem PO eine fachliche Vorgabe und setzte diese Anforderung gemäß den Regeln um, die wir uns als SCRUM Team ausgedacht haben. Wenn ich jetzt eine implementierung für große Datenmengen mache, sitzt kein Architekt oder Performancespezialist hinter mir und sagt mir, dass das mit einer direkten SQL implementierung 32,4 Mal schneller ist als mit dem Entity Framework. Das kann ich mir alles selbst ausdenken und ich für meinen Teil finde es dann auch schön zu verstehen, warum ich etwas so umsetze wie ich es mache.

    Zusätzlich sitzt man nicht stumpf da und schreibt Code rauf und runter, sondern man kann sich auch noch mit der fachlichen Seite auseinandersetzen (in meinem Fall Kreditmanagement) und ganz nebenbei soll man noch Unittests und Integrationtests schreiben (also sich mit gutem Testing befassen), die (studierten) Projektleute fachlich unterstützen, Tickets analysieren und ist einfach für so ziemlich alles der Ansprechpartner.

    Warum ich vom Studium nicht sehr viel halte/gehalten habe:
    Mir geht dieser "Elite"-Geist gehörig auf den Wecker. Das trieft aus allen Ecken und Enden, ob man sich nun mit den "Kommilitonen" (warum eigentlich nicht Kollegen?) unterhält, der Herr Dr. Dr. Professor mal wieder ganz von oben herab die schlechteren Leute aussieben möchte, oder die Germanistik (!)-Professorin im Nebenfach in einem Satz so viele Fremdwörter verwendet, dass man sich denkt man ist im Französischunterricht gelandet. Hier im Forum bestätigen einige wieder diese Arroganz die ich einfach nicht leiden kann. Einer schreibt, dass er einfach ein breiteres Grundwissen hat, das ihm keiner mehr nehmen kann und dass der normale Ausgebildete zwar seinen Code runterschrubbt, aber natürlich keine Ahnung davon hat wie ein Compiler funktioniert. Das weiß man nämlich nur, wenn man das ganze mal 3 Tage vor der Prüfung gelernt hat und dann seinen Elitewisch bekommen hat :)
    Meiner Meinung nach ein Beleg dafür, wie viel man wirklich im Kopf hat. Sind wir mal ehlich: Durchs Studium kommt jeder der bereit ist, ein paar Stunden am Tag Dinge auswendig zu lernen um sie dann nach einer Stunde Prüfung sofort wieder zu vergessen.
    Mag ja sein, dass man ein breiteres GRUNDwissen hat, mir braucht aber niemand erzählen, dass er in sämtlichen Bereichen nach dem Studium ein solcher Spezialist ist, dass er als Einstiegsgehalt mehr verdient hat, als jemand der die 4-5 Jahre den Job in dieser Sparte gemacht hat.

    Der Typ im Anfangspost hat genau das geschrieben, was ich in 2 Semestern Studium auch gesehen habe. Viele Unfähige Leute, die sich an die 3-4 dranhängen, die verstehen was sie tun. Ein Viertsemester, der meine Hilfe bei seiner Assemblerarbeit braucht. Professoren, denen es scheiß egal ist, ob jemand seinen Code von einem Kollegen kopiert und leicht abgewandelt hat usw. usw.
    Und diese Leute sitzen dann am Ende als Manager da und haben keine fachliche Ahnung davon, was die Leute unter ihnen eigentlich machen, weil sie eben nicht mitbekommen, wenn sich alle 2-3 Jahre mal etwas beträchtlich an den technischen Gegebenheiten ändert.
    Die guten Führungskräfte, denen ich bisher begegnet bin, haben allesamt das Studium abgebrochen.
    Ich sage nicht, dass es für mich nur schwarz und weiß gibt. Mit Sicherheit gibt es auch studierte Leute, die ihr Geld wert sind und die tatsächlich sehr viel Ahnung haben. Die gibt es aber auch ohne Studium.

    Das einzige, was mir dabei gewaltig gegen den Zeiger geht ist, dass man bei Studierten automatisch annimmt, dass sie gut sind und bei Ausgebildeten automatisch, dass sie nicht gut genug fürs Studium waren.
    Jeder soll doch machen, worauf er Lust hat und dann doch auch bitteschön nach Leistung bezahlt werden und nicht nach der Anzahl der Titel.

  15. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: plutoniumsulfat 27.11.14 - 10:43

    +1

  16. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: tunnelblick 27.11.14 - 11:07

    Fettoni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind wir mal ehlich: Durchs Studium kommt jeder der bereit ist, ein paar
    > Stunden am Tag Dinge auswendig zu lernen um sie dann nach einer Stunde
    > Prüfung sofort wieder zu vergessen.
    > Mag ja sein, dass man ein breiteres GRUNDwissen hat, mir braucht aber
    > niemand erzählen, dass er in sämtlichen Bereichen nach dem Studium ein
    > solcher Spezialist ist, dass er als Einstiegsgehalt mehr verdient hat, als
    > jemand der die 4-5 Jahre den Job in dieser Sparte gemacht hat.

    du hast es noch nicht verstanden, warum sich manche für ein (universitäres) studium entscheiden.
    es bildet dich in der breite und vor allem der theorie aus. darauf aufbauend kann man auch neue technologien recht schnell klein kauen, um so schnell zu begreifen, was es damit auf sich hat. und natürlich weiss man nicht mehr alles, aber man hat es mal gewusst und weiss, wo man schnell nachschauen kann, um es noch mal zu vergegenwärtigen.

    und das mit dem auswendig lernen mag auch eine kleine anzahl zutreffen, aber meine prüfungen, insbesondere die mündlichen, zielten genau darauf ab, dass du _verstanden_ hast, worum es ging. da konnte man mit bullshitbingo nicht mal bestehen. hat der prof gesehen, dass du wirklich weisst, wovon du redest, anstatt nur nachzuplappern, gab es gute noten. jedoch scheint sich dies nach der verbachelerung der studiengänge gehörig geändert zu haben...
    bei uns gab es damals noch scheine und diese befähigten dich, eine mündliche prüfung (meist thematisch über mehrere vorlesungen hinweg) abzulegen und dann ging es wirklich ans eingemachte.

  17. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: Fettoni 27.11.14 - 11:19

    tunnelblick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > du hast es noch nicht verstanden, warum sich manche für ein (universitäres)
    > studium entscheiden.

    Doch. Was ich nicht verstanden habe ist, warum sich diese Leute nach Abschluss des Studiums (achtung, Pauschalisierung!) für etwas besseres halten und Arbeitgeber ihnen nur aufgrund eines Titels mehr bezahlen, als einem ausgebildeten, der sich vielleicht aufgrund seines Interesses auch dieses theoretische Wissen angeeignet hat und versteht, was er da tut, bzw. der seinen Job schon seit 5 Jahren macht und sich dementsprechend in SEINER Materie VIEL besser auskennt, als der studierte.

    Ich zitiere mich nochmal selsbt:

    Fettoni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das einzige, was mir dabei gewaltig gegen den Zeiger geht ist, dass man bei
    > Studierten automatisch annimmt, dass sie gut sind und bei Ausgebildeten
    > automatisch, dass sie nicht gut genug fürs Studium waren.
    > Jeder soll doch machen, worauf er Lust hat und dann doch auch bitteschön
    > nach Leistung bezahlt werden und nicht nach der Anzahl der Titel.

  18. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: lottikarotti 27.11.14 - 11:26

    > Das ist Blödsinn. Es hat eben nicht immer nur vom Willen selbst abhängig.
    Habe ich auch nicht gesagt. Es braucht eine gute Mischung aus Persönlichkeit, Kompetenz und dem Arsch in der Hose.

    > Du als Selbstständiger bist doch offenbar raus aus der Tretmühle und hast
    > für die Probleme anderer kein Gehör mehr. Das ist Dir doch grundsätzlich
    > egal.
    Schön, dass du mich so gut zu kennen scheinst.

    R.I.P. Fisch :-(

  19. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: tunnelblick 27.11.14 - 11:37

    Fettoni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tunnelblick schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > du hast es noch nicht verstanden, warum sich manche für ein
    > (universitäres)
    > > studium entscheiden.
    >
    > Doch. Was ich nicht verstanden habe ist, warum sich diese Leute nach
    > Abschluss des Studiums (achtung, Pauschalisierung!) für etwas besseres
    > halten und Arbeitgeber ihnen nur aufgrund eines Titels mehr bezahlen, als
    > einem ausgebildeten, der sich vielleicht aufgrund seines Interesses auch
    > dieses theoretische Wissen angeeignet hat und versteht, was er da tut, bzw.
    > der seinen Job schon seit 5 Jahren macht und sich dementsprechend in SEINER
    > Materie VIEL besser auskennt, als der studierte.

    hast du das denn? kannst du eine asymptotische abschätzung über die laufzeit und den speicherverbrauch deines algorithmus abgeben? und nein, das muss man häufig im job nicht, da vieles top-down runter geht. aber ein studierter sollte es können.
    ganz ehrlich: welcher ausgebildete kauft sich denn hinterher noch ein buch zu theoretischen grundlagen zur informatik?
    dass er sein handwerk als solches besser versteht als der studierte, der frisch von der uni kommt, steht außer frage. der horizont und das einschätzungsvermögen dürfte beim studierten jedoch weitaus größer sein, vor allem, wenn andere it-bereiche mit anderen anforderungen kommen, insbesondere wird aber auch eine gewisse arbeits- und denkweise im studium gelernt. das systematische vorgehen bei der lösung von problemen ist etwas, was oftmals vergessen wird. ein methodisches, geordnetes vorgehen bei schier unlösbaren problemen. dieses erlernten wir noch arg mühsam in den mathematikvorlesungen, wo wir uns woche für woche fragten, was denn die übungsaufgaben mit dem stoff der vorlesung zu tun hatten. aber je länger man an dem problem "knobelte", je näher kam man der lösung. darauf zielt eine ausbildung einfach überhaupt nicht ab (was nicht automatisch bedeutet, dass ein ausgebildeter nicht kann, wohlgemerkt).

    > Ich zitiere mich nochmal selsbt:
    >
    > Fettoni schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das einzige, was mir dabei gewaltig gegen den Zeiger geht ist, dass man
    > bei
    > > Studierten automatisch annimmt, dass sie gut sind und bei Ausgebildeten
    > > automatisch, dass sie nicht gut genug fürs Studium waren.
    > > Jeder soll doch machen, worauf er Lust hat und dann doch auch bitteschön
    > > nach Leistung bezahlt werden und nicht nach der Anzahl der Titel.

  20. Re: Informatikstudium war ... irgendwie befriedigend

    Autor: plutoniumsulfat 27.11.14 - 11:53

    natürlich zielt auch eine Ausbildung darauf ab.

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    Noch sind es erst drei, aber es gibt viele Interessenten: Ein eigener Lieferdienst soll Würde, Arbeiterrechte und Geld für Fahrer bringen, anders als bei Deliveroo. Dort wurde ein Fahrer nach einem Unfall im Krankenhaus angerufen und nach dem Verbleib der Burger gefragt.

  3. Germany Next: Telefónica schließt Internet-of-Things-Tochter
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    Telefónica schließt Germany Next, sein Tochterunternehmen für Advanced Data Analytics und Internet of Things. Beschäftigte befürchten einen weiteren Stellenabbau.


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