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Programmieren ist Nebensache?

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  1. Programmieren ist Nebensache?

    Autor: Anonymer Nutzer 27.11.14 - 12:28

    Das Programmieren scheint hier im Forum keinen großen Stellenwert einzunehmen, wie mir scheint.

    Dabei wird unterschätzt, dass jede Programmiersprache nicht nur eine eigene Syntax mitbringt, sondern gleich eine eigene Philosophie gleich mit. Bis man diese nicht verstanden hat, wird man auch keine vernünftigen Anwendungen in dieser Sprache zustande bringen. Wenn Programmieren so leicht wäre, wir hier oft angedeutet, dann könnte es ja wirklich jeder auf der Welt. Dem ist aber definitiv nicht so.

    Auch wird verkannt, dass im Berufsleben der Kunde keine Algorithmen haben will, sondern ein lauffähiges Produkt. Dem Kunden ist es schlicht egal, wie viel theoretisches Fachwissen ein Entwickler mitbringt, wenn dieser in der Praxis nichts zum Laufen bekommt, wird halt der nächste gesucht.

  2. Re: Programmieren ist Nebensache?

    Autor: Anonymer Nutzer 27.11.14 - 12:44

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Programmieren scheint hier im Forum keinen großen Stellenwert
    > einzunehmen, wie mir scheint.

    Ob das so wirklich ist, möchte ich bezweifeln. Es kommt vielleicht durch die Ausdrucksweise nur so rüber.

    > Dabei wird unterschätzt, dass jede Programmiersprache nicht nur eine eigene
    > Syntax mitbringt, sondern gleich eine eigene Philosophie gleich mit.

    Java-Programme mit Benachrichtigungen im Windows-Infotray. Alles schon gesehen. Die "Philosophie" einer Sprache ist das letzte, was den Durchschnittskunden interessiert.

    > Bis
    > man diese nicht verstanden hat, wird man auch keine vernünftigen
    > Anwendungen in dieser Sprache zustande bringen.

    Definiere vernünftig. Funktionieren muss es, ob es "vernünftig" funktioniert, ist naja...

    > Wenn Programmieren so
    > leicht wäre, wir hier oft angedeutet, dann könnte es ja wirklich jeder auf
    > der Welt. Dem ist aber definitiv nicht so.

    Sag das den Indern.

    > Auch wird verkannt, dass im Berufsleben der Kunde keine Algorithmen haben
    > will, sondern ein lauffähiges Produkt.
    > Dem Kunden ist es schlicht egal, wie
    > viel theoretisches Fachwissen ein Entwickler mitbringt, wenn dieser in der
    > Praxis nichts zum Laufen bekommt, wird halt der nächste gesucht.

    Grad eben schriebst Du noch was über "Philosophie" und "vernünftige Anwendungen", jetzt will der Kunde, dass es läuft, sonst holt er den Nächsten. Was denn nun?

  3. Re: Programmieren ist Nebensache?

    Autor: Anonymer Nutzer 27.11.14 - 12:56

    david_rieger schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > azeu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Programmieren scheint hier im Forum keinen großen Stellenwert
    > > einzunehmen, wie mir scheint.
    >
    > Ob das so wirklich ist, möchte ich bezweifeln. Es kommt vielleicht durch
    > die Ausdrucksweise nur so rüber.
    >
    > > Dabei wird unterschätzt, dass jede Programmiersprache nicht nur eine
    > eigene
    > > Syntax mitbringt, sondern gleich eine eigene Philosophie gleich mit.
    >
    > Java-Programme mit Benachrichtigungen im Windows-Infotray. Alles schon
    > gesehen. Die "Philosophie" einer Sprache ist das letzte, was den
    > Durchschnittskunden interessiert.
    >
    > > Bis
    > > man diese nicht verstanden hat, wird man auch keine vernünftigen
    > > Anwendungen in dieser Sprache zustande bringen.
    >
    > Definiere vernünftig. Funktionieren muss es, ob es "vernünftig"
    > funktioniert, ist naja...

    > > Wenn Programmieren so
    > > leicht wäre, wir hier oft angedeutet, dann könnte es ja wirklich jeder
    > auf
    > > der Welt. Dem ist aber definitiv nicht so.
    >
    > Sag das den Indern.

    Sind alle Inder Programmierer?

    Außerdem sollen die Inder gar nicht mal so gut sein, was das angeht. Gibt genug Geschichten von Reklamationen beim Thema Outsourcing. Die können zwar gut Code abtippen, und das auch noch recht schnell. Aber "guten" Code produzieren können die auch nicht so gut.

    > > Auch wird verkannt, dass im Berufsleben der Kunde keine Algorithmen
    > haben
    > > will, sondern ein lauffähiges Produkt.
    > > Dem Kunden ist es schlicht egal, wie
    > > viel theoretisches Fachwissen ein Entwickler mitbringt, wenn dieser in
    > der
    > > Praxis nichts zum Laufen bekommt, wird halt der nächste gesucht.
    >
    > Grad eben schriebst Du noch was über "Philosophie" und "vernünftige
    > Anwendungen", jetzt will der Kunde, dass es läuft, sonst holt er den
    > Nächsten. Was denn nun?

    Das mag etwas verwirrend formuliert sein, hast Recht.

  4. Re: Programmieren ist Nebensache?

    Autor: tunnelblick 28.11.14 - 09:32

    azeu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Programmieren scheint hier im Forum keinen großen Stellenwert
    > einzunehmen, wie mir scheint.

    meinst du zu dem thema? verständlich. hier geht es um informatik und nicht programmieren.

    > Dabei wird unterschätzt, dass jede Programmiersprache nicht nur eine eigene
    > Syntax mitbringt, sondern gleich eine eigene Philosophie gleich mit.

    naja, zu teilen schon, allerdings gibt es vielerseits auch gemeinsamkeiten. aber ja, es gibt verschiedene werkzeuge für verschiedene anwendungsfälle. mit nem hammer kann ich keine schraube reindrehen.

    > Bis
    > man diese nicht verstanden hat, wird man auch keine vernünftigen
    > Anwendungen in dieser Sprache zustande bringen.

    "vernünftigen"... kommt halt darauf an und kann man so pauschal nicht stehen lassen.

    > Wenn Programmieren so
    > leicht wäre, wir hier oft angedeutet, dann könnte es ja wirklich jeder auf
    > der Welt. Dem ist aber definitiv nicht so.

    programmieren ist handwerk und kunst, sicherlich. aber was meinst du mit können? es gibt unglaublich genialen code auf der welt und es ist mit sicherheit nicht leicht, insbesondere bei all den sprachspezifika. aber es ist eben immer auch nur mittel zum zweck, dein werkzeug. das spannende ist, was man damit erreicht.

    > Auch wird verkannt, dass im Berufsleben der Kunde keine Algorithmen haben
    > will, sondern ein lauffähiges Produkt.

    auch wird verkannt, dass wenn du dem kunden eine datenbank ablieferst, die aufgrund nicht vorhandener normalisierung und grauenhafter entity-relations für jede abfrage 5 sekunden braucht, häufig der fehler bei dem liegt, der das ganze aufgesetzt hat. klar ist auch, dass wenn du irgendwas berechnen musst, du lieber o(n) braucht als o(n^2). "läuft doch" ist bei weitem nicht ausreichend und alles andere als ein qualitätsmaß.

    > Dem Kunden ist es schlicht egal, wie
    > viel theoretisches Fachwissen ein Entwickler mitbringt, wenn dieser in der
    > Praxis nichts zum Laufen bekommt, wird halt der nächste gesucht.

    das bestimmt ganz der kunde. natürlich sollte man immer ein lauffähiges produkt abliefern, keine frage.

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