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Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

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  1. Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: Thamsite 26.11.14 - 22:38

    Hallo,

    ich war mein Leben lang eher mittelmäßig in Mathematik, Physik etc. bis auf Sport und Politik ;-) .Meine Eltern mussten mich sogar durch die Realschule boxen und haben bestimmt mehrere tausend Euros an Nachhilfe ausgegeben. Dann eine IT Ausbildung gemacht, studiert und Praktika bei Siemens, Intel, Vodafone gemacht und das Wirtschaftsinformatik Studium an der Fh mit 1.0 Diplom bei Intel beendet.

    Heute leite ich das Marketing / Produktmangement Zentraleuropa im IT Bereich von einem DAX Konzern und fahre Dienstwagen seit ich 25 bin. Noch ein paar Jahre und kann mich auf einem Studenten Niveau fast zur Ruhe setzen. Habe jeden Euro den ich hatte gut angelegt.

    Jedes Jahr erhalte ich ein sehr konkretes Angebot, was meist nochmal plus 25% von dem ist was ich jetzt habe. Mein Job ist es Probleme im Bezug auf alle Prozesse zwischen Vertrieb und R&D zu lösen. Ich gebe strategische Einschätzungen ab und gehe jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit.

    Wer mal die Dinge ernsthaft reflektiert wird feststellen, dass es für tatsächliche Kompetenzen nicht darauf ankommt, Physik, Mathematik etc. aus dem FF zu beherrschen. Das System ob Hochschule oder Schule zieht vor allem angepasste Auswendig Lerner voran. Wissen wird vermittelt und stumpf bis zum nächsten Schein wie ein Schaf gebüffelt, äh ja. Viel wichtiger sind Kompetenzen, die es mir erlauben, meinen Gegenüber besser zu verstehen. Missverständnisse kosten heute mehr als eine Division an Programmierern. Erfolgreich sein heißt eben nicht nur Wissen aneignen.

    Ich mache mir nicht viel aus Erfolg, da mein Elternhaus mir schon früh viel mitgegeben hat. Ich identifiziere mich auch nicht sonderlich mit meinem Job, wie manch andere es machen. Ab und zu sag ich im Büro, wenn es jemand besser, schneller kann, dann gehe ich freiwillig.

    Mal ehrlich, es gibt genug andere Dinge, die wichtiger sein könnten. Ich nehme mich nicht zu ernst, ich nehme die Arbeit nicht zu ernst. Ich glaube deshalb habe ich mit dieser "wieso eigentlich nicht" Einstellung alles in einer positiven Gelassenheit nehmen können.

    Ich denke, die Einstellung macht es und vor allem eine Tätigkeit die man nicht outsourcen kann so leicht.

    Vielleicht irre ich mich auch, dann ist das eben so.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 26.11.14 22:47 durch Thamsite.

  2. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: M. 26.11.14 - 23:17

    > Mal ehrlich, es gibt genug andere Dinge, die wichtiger sein könnten. Ich
    > nehme mich nicht zu ernst, ich nehme die Arbeit nicht zu ernst.
    Das klingt doch mal sehr vernünftig, das mache ich genauso. Mein Physikstudium würde ich aber nicht eintauschen wollen, weil mich die Themen und die aktuelle Forschung (Physik und Computing) interessieren. Was ich damit später wo für Berufschancen habe war für mich aber nie ein Thema, ich finde immer, das sieht man dann schon wenns soweit ist.
    Erst mal will ich ein PhD manchen (nicht wegen dem Titel, der ist mir egal, aber weil man so weiter an aktuellen Themen der Forschung arbeiten kann), dann seh ich weiter. Karriere, Gehalt, Dienstwagen und sowas interessiert mich nicht, solange ich etwas machen kann, was mich interessiert und mir Spass macht.

    There's no sense crying over every mistake,
    you just keep on trying 'till you run out of cake.

  3. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: Anonymer Nutzer 27.11.14 - 02:08

    Du bist gelassen ... das ist gut.
    Dann läufts.

    Dein Lied?
    https://www.youtube.com/watch?v=2afVzVvJVmU
    (falls du es nicht kennst, nicht vom Titel beleidigen lassen)

    Versuche vielleicht nur nicht zu sehr in die "mir alles egal" Richtung abzudriften ... da wird man dann zum Zyniker, dem auch egal ist, ob andere Menschen dann durch eine "mirEgal" Entscheidung wirklich leiden ...

  4. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: tunnelblick 27.11.14 - 09:35

    naja, aber wir brauchen auch leute, die die it an sich voranbringen. das tust du in deinem job jedoch nicht. daran ist natürlich nichts verkehrt, nicht jeder muss kernelhacker sein oder ein betriebssystem schreiben können, aber diese leute brauchen wir trotzdem und ohne eine fundierte ausbildung, die auch auf breite und theorie ausgelegt ist, wird sowas eher schwierig.

  5. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: theonlyone 27.11.14 - 10:14

    Der typische "Wirtschafts"-Informatiker ist für mich eher BWler als Informatiker, viele viele SAP Laien dabei die sich mehr damit rumschlagen irgendwelche Prozesse und Probleme zu lösen sind durch Produkte realisiert werden müssen.

    Für das "echte" Coden gibts dann doch andere, für die grundlegende Forschung und Entwicklung gibts eben die Cracks die das auch drauf haben, die erlernen ihr Handwerk entweder durch ein Studium, oder weißen es durch ein erfolgreiches Studium nur noch nach.

    Aber durchaus, ein Studium gerade mit dem Anspruch auf Forschung hat eben den Vorteil das man Beziehungen und Kontakte in die Forschung pflegen kann und dafür auch Zeit hat (was in einem Vollzeit Job mit nichten der Fall ist).


    Wenn ich mir anschaue wie viele "Planner" und "Berater" in dem üblichen Unternehmen herumlaufen, da wird einem schwumrig, gegenüber der Zahl an "Entwicklern" die das Ganze dann umsetzen sollen.

    Von wirklich guten Entwicklern hingegen braucht man nur wenige, der Großteil setzt dann eben Anwendungen um die an sich nur Code runterschreiben bedeutet, dafür braucht es kein Studium, das kann praktisch jeder der sich eine Zeitlang mit einer Programmiersprache beschäftigt.

  6. Fast so ähnlich wie bei mir

    Autor: Spitfire777 27.11.14 - 10:19

    Auch Realschule, auch WI, auch FH. Nur, dass ich noch studiere.

    War früher sogar auf der Hauptschule und dort nur schlechter Durchschnitt. Realschule durch den Druck meiner Eltern. Hab in meiner Schulzeit vielleicht 5% der Hausaufgaben gemacht. Trotzdem Fachabi in WI dann mit 1,6 gemacht.

    Studium läuft 1A, hab bereits ein sehr erfolgreiches Praktikum im Silicon Valley bei einem bekannten internationalen IT Konzern hinter mir. Arbeite neben meinem Vollzeitstudium 50% bei einem bekannten deutschen IT-Riesen als Software Engineer und bekomme es trotzdem gut hin.

    Hab mir mein Wissen auch ausserhalb des Studiums stark angeeignet. Man mag ueber Wirtschaftsinformatiker Witze ueber ihre oberflaechlichen IT-Kenntnisse machen, dennoch habe ich mir viele tiefergehende Kenntnisse und Skills neben dem Studium selbst angeeignet.

    Will nicht prahlen, will nur zeigen: Das Schulsystem ist ein Scheiss. Uns als Hauptschuelern wurde damals gesagt: "Ihr seid nicht duemmer, als andere. Ihr seid nur anders begabt.". Die groesste Luege. Die Hauptschule ist nichts als ein Dummhaltungsbetrieb.

    In der sechsten Klasse hiess es dann: "Wir malen Bilder aus, haengen Sie in der Schule an die Wand und schreiben drueber: Hauptschueler koennen auch ETWAS". Das war damals mein Stichwort zum Aussteigen, Gott sei Dank zum rechten Zeitpunkt.

    Ich kenne viele, denen es so geht wie mir. Das Schulsystem is pure Planwirtschaft und wer nicht so lernt, wie der perfekte Bildungsplan es gerne haette, der wird halt Muellmann.



    5 mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.14 10:32 durch Spitfire777.

  7. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: plutoniumsulfat 27.11.14 - 10:23

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn ich mir anschaue wie viele "Planner" und "Berater" in dem üblichen
    > Unternehmen herumlaufen, da wird einem schwumrig, gegenüber der Zahl an
    > "Entwicklern" die das Ganze dann umsetzen sollen.

    Erinnert mich an eine Karikatur, die ich gerade nicht finden kann.

    Zu sehen war ein gigantisches Verwaltungsgebäude und daneben ein "Gartenhäuschen", wo die Produktion stattfand. Der Mann, der andere herumgeführt hat, sprach dann nur: "Und hier kommen wir zu unserer Produktion...".

  8. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: tunnelblick 27.11.14 - 10:29

    obendrein sollte man vllt. erwähnen, dass ein universitäres studium nicht bedeutet, dass man später unheimlich gut programmieren kann. man hat aber einen weitaus größeren horizont und programmierer ist auch nur ein bereich, den man sich aussuchen kann :)

  9. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: unknown75 27.11.14 - 11:40

    Sehr löblich was hier einige leisten und sicherlich nicht verkehrt.
    Allerdings Geld ist nicht alles, klar ist es ganz nett wenn man viel verdient und sich das ein oder andere Leisten kann. Aber woran es meiner Meinung nach fehlt sind intelligente Leute die in die Forschung gehen und damit etwas verändern. Leider ist für viele Geld häufig wichtiger, dabei ist Geld verdienen doch bedeutend einfacher als etwas zu verändern und damit die Welt ein Stück besser zu machen.

  10. Re: Wirtschaftsinformatik studiert und mir geht's bestens

    Autor: lottikarotti 27.11.14 - 11:40

    > Ich mache mir nicht viel aus Erfolg, da mein Elternhaus mir schon früh viel
    > mitgegeben hat. Ich identifiziere mich auch nicht sonderlich mit meinem
    > Job, wie manch andere es machen. Ab und zu sag ich im Büro, wenn es jemand
    > besser, schneller kann, dann gehe ich freiwillig.
    Ich denke wir sind uns alle in dem Punkt einig, dass unsere Lebenszeit unser kostbarstes Gut ist. Jeder Moment der vergeht, zehrt ein Stück daran und man kann sie sich für kein Geld der Welt erkaufen. Aus diesem Grund ist es mir persönlich sehr wichtig, dass ich glücklich mit meinem Job bin, meine Persönlichkeit frei entfalten darf und dort meinen Interessen nachgehen kann. Nach der Arbeit heißt für mich bereits meinem Hobby nachgegangen zu sein. Dann ist der Kopf frei für Freunde, Freundin und die Kinder.

    R.I.P. Fisch :-(

  11. wow

    Autor: azeu 27.11.14 - 12:21

    was für ein Egoist :)

    ... OVER ...

  12. Re: Fast so ähnlich wie bei mir

    Autor: wynillo 27.11.14 - 13:32

    Hatte meinen Realschulabschluss ziemlich schlecht abgeliefert, danach in der Berufsschule Informatik was für mich gefunden und auch gut (1,6) abgeschlossen, danach in der Ausbildung wieder schlecht abgeliefert und bin in nem Laden der mich seit Jahren nur noch mittelmäßig tangiert.
    Hffe das ich den Mumm habe hier bald auszusteigen. Ahmen!

    /mystory

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