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Arbeitsamt

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  1. Arbeitsamt

    Autor: Bradolan 31.07.20 - 12:09

    Bei uns wurden alle von der Schule aus einmal in der siebten Klasse zum Arbeitsamt geschickt für eine Bewertung der Lage. Alle wurden dort einmal schlecht gemacht und das ohnehin so geringe Selbstvertrauen wurde zerstört.

    Mir sagte der Mitarbeiter (im übrigen war das ein Freund des Deutschlehrers), ich wäre unbrauchbar und könne nicht in der IT arbeiten, weil ich nicht kommunikativ genug wäre. Aus meiner Sicht wäre das aber nur geschwätzig gewesen. Im Nachhinein stellte sich heraus, der Typ hatte wohl einfach Spaß dran die Kinder zu zerstören, denn er hat es bei einigen genauso gemacht, selbst bei den härtesten Arbeitstieren. Bei Erwachsenen war er auch nicht beliebt und hat die meisten runter gebuttert.

    So gemein es auch klingt, als er weg war haben alle Ortschaften um das Arbeitsamt drumrum innerlich gefeiert.

  2. Re: Arbeitsamt

    Autor: miguele 31.07.20 - 12:52

    Lieber arbeitslos sein, als beim Arbeitsamt zu arbeiten :)

  3. Re: Arbeitsamt

    Autor: MikeMan 31.07.20 - 13:08

    miguele schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lieber arbeitslos sein, als beim Arbeitsamt zu arbeiten :)

    Wieso? Bist Du auch so ein Sadist? Engagierte Menschen täten dem Arbeitsamt ja durchaus gut.

  4. Re: Arbeitsamt

    Autor: miguele 31.07.20 - 13:14

    MikeMan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > miguele schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Lieber arbeitslos sein, als beim Arbeitsamt zu arbeiten :)
    >
    > Wieso? Bist Du auch so ein Sadist? Engagierte Menschen täten dem Arbeitsamt
    > ja durchaus gut.


    Weil das oben beschriebene dem Bild entspricht, was ich von Leuten, die in solchen Ämtern dahinraffen, habe.

    Und damit will ich niemandem / nicht jedem dort zu nahe treten.
    Aber deren einzige Aufgabe ist es auf Teufel komm raus Leute in IRGENDWELCHE Jobs zu werfen. Hauptsache raus aus der Statistik.
    Und einige scheinen es geil zu finden, ihre "Macht" auszuüben.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 31.07.20 13:15 durch miguele.

  5. Re: Arbeitsamt

    Autor: divStar 31.07.20 - 15:23

    Also beim Arbeitsamt war ich nie - im IT-Systemhaus der Bundesagentur jedoch sehr wohl. Dort gibt es haufenweise kompetente Leute bei denen ich mich lange gefragt habe was sie dort machen, denn die Bezahlung ist unterirdisch und ohne Führungspositionen zu übernehmen und studiert zu haben ist der Aufstieg nahezu unmöglich. Auf die eigenen Fähigkeiten kommt es leider kaum bis gar nicht an und die Servicebereichsleiter kommen meist irgendeo aus der Fläche und haben von der Institution Ahnung - aber kaum von der IT.

    Ich hatte lange erklärt, dass ich technisch gut was kann, ich mich aber durch das "Einsperren" im Frameworkkäfig sehr unterfordert fühle. Bekommen habe ich als Antwort ich müsste auch Fachwissen haben. Wie sich nun beim neuen Arbeitgeber herausgestellt hat, ist das Fachwissen quasi unnötig und ich hätte es nicht gebrauchen können. Das Technikwissen ist jedoch universell. Kein Wunder also... aber man hat sich ja externe Dienstleister für teuer eingekauft und somit kriegen die die technisch interessanten Aufgaben.

    Ich bereue keinen Tag, dass ich dort weg bin. 25-35% mehr Gehalt für technisch interessantere und anspruchsvollere Themen - was will ich mehr? Wobei mehr Gehalt geht immer.

  6. Re: Arbeitsamt

    Autor: Spekulant 31.07.20 - 16:30

    Bradolan schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns wurden alle von der Schule aus einmal in der siebten Klasse zum
    > Arbeitsamt geschickt für eine Bewertung der Lage. Alle wurden dort einmal
    > schlecht gemacht und das ohnehin so geringe Selbstvertrauen wurde
    > zerstört.
    >
    > Mir sagte der Mitarbeiter (im übrigen war das ein Freund des
    > Deutschlehrers), ich wäre unbrauchbar und könne nicht in der IT arbeiten,
    > weil ich nicht kommunikativ genug wäre. Aus meiner Sicht wäre das aber nur
    > geschwätzig gewesen. Im Nachhinein stellte sich heraus, der Typ hatte wohl
    > einfach Spaß dran die Kinder zu zerstören, denn er hat es bei einigen
    > genauso gemacht, selbst bei den härtesten Arbeitstieren. Bei Erwachsenen
    > war er auch nicht beliebt und hat die meisten runter gebuttert.
    >
    > So gemein es auch klingt, als er weg war haben alle Ortschaften um das
    > Arbeitsamt drumrum innerlich gefeiert.

    Diese Erfahrung kann ich so 1:1 bestätigen. Lustig ist auch, wie viele Schul-"Versager" ich jetzt kenne, die zu den besten Entwicklern geworden sind.

    Glaub die Lehrer würden sich bei Anblick der Einkommen vor Neid im Grabe umdrehen, wenn die nicht noch immer Kinder quälen um in ihrer Nutzlosigkeit wenigstens noch das Gefühl zu haben, Macht ausüben zu können.

  7. Re: Arbeitsamt

    Autor: Kleba 31.07.20 - 19:00

    So etwas ähnliches hab ich in dem Alter auch erlebt. "Logisches denken? Pah, das kriegst du nicht hin. Mach lieber einen einfachen Handwerksberuf".

    Heute bin ich als Software Architekt unterwegs und plane Systeme für (verhältnismäßig) große Unternehmen und bin für Dutzende Kollegen der erste Ansprechpartner bei komplizierten technischen Fragestellungen.
    Über solche Sesselpupser, die selbst nichts auf dem Kasten haben, könnte ich mich heute noch aufregen.

  8. Re: Arbeitsamt

    Autor: 43rtgfj5 31.07.20 - 19:24

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So etwas ähnliches hab ich in dem Alter auch erlebt. "Logisches denken?
    > Pah, das kriegst du nicht hin. Mach lieber einen einfachen
    > Handwerksberuf".

    Nicht auf dich bezogen, eher auf deinen Lehrer: Auch Handwerksberufe brauchen oft logisches Denken ;)

    Wir hatten in der Schule (Auch Hauptschule) auch einen „Berufsorientierungstag“, allerdings kamen die vom Arbeitsamt zu uns. Dann wurden ca 4h Tests gemacht und es wurden Fragen gestellt was man gerne macht, was nicht usw, und am Ende gab es dann Vorschläge mit Berufen, die anhand dieser Tests zu einem passen könnten.
    Nervig war nur, dass die einem nochmal unbedingt einen Beratungstermin andrehen wollten, wozu man zu denen hätte gehen müssen. Natürlich in der Woche, oft Vormittags. Klappt als Schüler super...

  9. Re: Arbeitsamt

    Autor: amagol 31.07.20 - 21:57

    miguele schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber deren einzige Aufgabe ist es auf Teufel komm raus Leute in
    > IRGENDWELCHE Jobs zu werfen. Hauptsache raus aus der Statistik.

    Kann ich unterschreiben. Hab mich mal arbeitssuchend gemeldet (oder so, irgendwas formales um Insolvenzgeld zu bekommen) und die haben mir dann Jobs als C++ Programmierer (nein steht nicht in meinem CV) in Muenchen (d.h. am anderen Ende der Republik) fuer ein Traumgehalt von 35k (jaehrlich natuerlich) angeboten.

  10. Re: Arbeitsamt

    Autor: Sharra 31.07.20 - 23:51

    Das mit dem Gang zur Berufsberatung ist glaube ich heute noch so. Bei uns war es jedenfalls so, dass nicht einer von uns dort gelandet ist, was die "Beratung" damals ergeben hat. Und auch in den anderen Klassen waren es insgesamt vielleicht eine Hand voll, die irgendwie halbwegs in die Richtung gegangen wäre.
    Sorry, aber den Kram kann man sich komplett schenken. Einzig die Möglichkeit mal zu schauen, was es denn so für Berufe im Interessengebiet überhaupt gibt, war damals noch halbwegs sinnvoll.
    Heute, wo jeder das Internet in der Hosentasche hat, ist auch das obsolet.
    Und weiter werden Horden an Halbwüchsigen in das BIZ gekarrt, wo man ihnen Schwachsinn auftischt, und Berufe anträgt, die seit 10 Jahren faktisch tot sind.

  11. Re: Arbeitsamt

    Autor: Trockenobst 01.08.20 - 03:39

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hatte lange erklärt, dass ich technisch gut was kann, ich mich aber
    > durch das "Einsperren" im Frameworkkäfig sehr unterfordert fühle.

    Hier war einer Forum, der hat sich erst beschwert das keiner ihm eine Chance gibt und dann bei der Bundeswehr angefangen hat. Wo er zum ersten Mal in Ruhe fortgeschrittene Sachen ausprobieren konnte, mit dem Buch neben dem Keyboard. Nice.

    Schon nach sechs Monaten kam er hier ins Forum und hatte schon keine Lust mehr :^)
    Weil sie nur Long Term Versionen von eher alten Frameworks nutzen, nichts durfte verändert werden und die Planung der Updates war zäh. Das war eben die Kehrseite der ruhigen Kugel.

    Das hat mich (und sehr viele andere) davon abgehalten beim Staat anzufangen. Man hat ja so die große Idee man hilft dann beim Programmieren von Schulmanagement-Lösungen oder was anderes was "Sinn" macht (für das wenige Geld). Am Ende ist man nur der politische Reportklopper, auf den alle runterschauen weil man nicht drei sinnfreie Bachelors-Gestapelt hat.

  12. Re: Arbeitsamt

    Autor: Komischer_Phreak 01.08.20 - 06:07

    Kleba schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So etwas ähnliches hab ich in dem Alter auch erlebt. "Logisches denken?
    > Pah, das kriegst du nicht hin. Mach lieber einen einfachen
    > Handwerksberuf".
    >
    > Heute bin ich als Software Architekt unterwegs und plane Systeme für
    > (verhältnismäßig) große Unternehmen und bin für Dutzende Kollegen der erste
    > Ansprechpartner bei komplizierten technischen Fragestellungen.
    > Über solche Sesselpupser, die selbst nichts auf dem Kasten haben, könnte
    > ich mich heute noch aufregen.

    Faszinierend... so ähnlich war das bei mir auch. Die haben gelacht, als ich gesagt habe, ich möchte in die IT. Ein wirklich unfassbar inkompetenter Haufen.

  13. Re: Arbeitsamt

    Autor: Sharra 01.08.20 - 07:18

    Komischer_Phreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kleba schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > So etwas ähnliches hab ich in dem Alter auch erlebt. "Logisches denken?
    > > Pah, das kriegst du nicht hin. Mach lieber einen einfachen
    > > Handwerksberuf".
    > >
    > > Heute bin ich als Software Architekt unterwegs und plane Systeme für
    > > (verhältnismäßig) große Unternehmen und bin für Dutzende Kollegen der
    > erste
    > > Ansprechpartner bei komplizierten technischen Fragestellungen.
    > > Über solche Sesselpupser, die selbst nichts auf dem Kasten haben, könnte
    > > ich mich heute noch aufregen.
    >
    > Faszinierend... so ähnlich war das bei mir auch. Die haben gelacht, als ich
    > gesagt habe, ich möchte in die IT. Ein wirklich unfassbar inkompetenter
    > Haufen.

    IT war für die wohl irgendwas mit Bandloser Schreibmaschine. Sorry, aber bei der Berufsberatung können sie nicht mal ihr eigenes Equipment bedienen. Und so jemand will Jugendlichen sagen können, ob sie für die IT tauglich wären oder nicht?
    Gleiches gilt auch für handwerkliche Tätigkeiten. Was anderes als Büros haben die meist nie gesehen. Aber dann entscheiden wollen, ob Elektroinstallateur oder Maurer was für die Kids wäre. Können aber einen Hammer nicht von einem Schraubendreher unterscheiden.

  14. Re: Arbeitsamt

    Autor: JörnSchönyan 01.08.20 - 08:24

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und weiter werden Horden an Halbwüchsigen in das BIZ gekarrt, wo man ihnen
    > Schwachsinn auftischt, und Berufe anträgt, die seit 10 Jahren faktisch tot
    > sind.

    Noch schlimmer finde ich es mit den "Trendberufen". Da wird den Kids gesagt, hmm sagen wir beispielsweise mal, Elektriker werden händeringend gesucht, werd Elektriker. Das stimmt dann zwar in der Theorie, es werden 10000 Elektriker gesucht, aber drei Jahre später sind da 40000 frische Elektriker auf dem Arbeitsmarkt. Hinterher sind da also 30000 arbeitlose Elektriker bzw ein Teil kommt irgendwo anders unter, außerdem werden die Löhne wieder gedrückt, weil es so viel Konkurrenz gibt.

  15. Erfahrung aus 33 Jahren Arbeitsamt/-agentur...

    Autor: RobZ 01.08.20 - 12:38

    Die Erfahrungen mit dem Arbeitsamt kann ich nur bestätigen. Leider auch das niedermachen der Schüler.
    Ich habe in den letzten 33 Jahren (!) nicht ein einziges mal erlebt, dass jemand durch das Arschamt eine Stelle bekommen hätte. Eher das genaue Gegenteil.
    Entweder wurden die Stellen im Keller (wo die Firmenkunden die Angebote aufgaben) unter der Hand vergeben.
    Oder die Angebote waren schon etliche Wochen veraltet; Kommentar des AA-Mitarbeiters dazu: Ich habe erst gestern mit der Firma telefoniert...
    Oder die fünfte Kopie davon via Zeitarbeit.
    Oder es war gleich gefaked.
    Oder die "Vorschläge" der ABM-Mitarbeiter waren dermassen *daneben* (e.g. komplett falsche Branche), dass sich sogar die Personaler der Zeitarbeitsfirmen bei mir (als Arbeitssuchenden) darüber beschwerten.
    Und dann die Umschulungen: Koch zu Metallern, Metaller zu Koch. Keep the aspidistra flying, die Suppe immer schön umrühren damit sie nicht ankocht, oder was?
    Fazit: Wer sich aufs AA verlässt, der endet in Dauerarbeitslosigkeit...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 01.08.20 12:41 durch RobZ.

  16. Re: Arbeitsamt

    Autor: peer_g 01.08.20 - 12:39

    War immer Gym 4er Kandidat, Fachabi, 1er IT Fisi Ausbildung, 2er FH Studium und dann mal beim Amt nach Fördergeld gefragt. "Herr X. Selbständigkeit ist KEINE Option!" Bin sofort wieder raus, hab mir jede scheiß Zange selber gekauft und bin nun seit 2007 Selbstständig. Der traurige Wicht kann sich seine "Kunden" im Gegensatz zu mir wohl nicht aussuchen. Möge er mit seinem Gehalt mir ewig hinterher rennen und auf 16:30 Uhr warten, während ich mim Laptop auf Kreta am Strand sitze. Schlimm!

  17. Re: Arbeitsamt

    Autor: Miracoolix 01.08.20 - 14:04

    Spekulant schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bradolan schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei uns wurden alle von der Schule aus einmal in der siebten Klasse zum
    > > Arbeitsamt geschickt für eine Bewertung der Lage. Alle wurden dort
    > einmal
    > > schlecht gemacht und das ohnehin so geringe Selbstvertrauen wurde
    > > zerstört.
    > >
    > > Mir sagte der Mitarbeiter (im übrigen war das ein Freund des
    > > Deutschlehrers), ich wäre unbrauchbar und könne nicht in der IT
    > arbeiten,
    > > weil ich nicht kommunikativ genug wäre. Aus meiner Sicht wäre das aber
    > nur
    > > geschwätzig gewesen. Im Nachhinein stellte sich heraus, der Typ hatte
    > wohl
    > > einfach Spaß dran die Kinder zu zerstören, denn er hat es bei einigen
    > > genauso gemacht, selbst bei den härtesten Arbeitstieren. Bei Erwachsenen
    > > war er auch nicht beliebt und hat die meisten runter gebuttert.
    > >
    > > So gemein es auch klingt, als er weg war haben alle Ortschaften um das
    > > Arbeitsamt drumrum innerlich gefeiert.
    >
    > Diese Erfahrung kann ich so 1:1 bestätigen. Lustig ist auch, wie viele
    > Schul-"Versager" ich jetzt kenne, die zu den besten Entwicklern geworden
    > sind.
    >
    > Glaub die Lehrer würden sich bei Anblick der Einkommen vor Neid im Grabe
    > umdrehen, wenn die nicht noch immer Kinder quälen um in ihrer Nutzlosigkeit
    > wenigstens noch das Gefühl zu haben, Macht ausüben zu können.

    Hmm, die Lehrer würden dir heute erzählen dass genau diese Quälerei für deinen Erfolg verantwortlich ist. Man kann durchaus Pubertierende motivieren indem man ihnen unterstellt nichts zu können. In der Rebellenphase versuch die doch immer das Gegenteil von dem zu beweisen, was ihnen die Altvorderen sagen. ;)

    Vorbeugen ist besser als im Stehen kotzen.

  18. Re: Arbeitsamt

    Autor: Trockenobst 01.08.20 - 15:08

    peer_g schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der traurige Wicht

    Hier in der Stadt gibt es so zwei Ämter, die sind so scheiße geführt und so scheiße mit Mitarbeitern, dass da keiner Arbeiten will. Sie haben dann eine "Untersuchung" machen lassen wie das sein kann. Am Ende wurde die Untersuchung von den Leuten weggedrückt, die in den Papieren extrem schlecht da standen. Die wurden dann zu Kommunikationstrainings geschickt und solche Sachen, da wurde es wohl etwas besser.

    Das Problem ist, dass man verbeamtete Menschen nicht einfach kündigen oder versetzen kann.
    Es fehlt die gesetzliche Möglichkeit jemanden sozusagen in Frührente zu schicken, d.h. notfalls geht die Person einfach nach Hause, bekommt das volle Gehalt und die volle Rente, hat aber keinen Job mehr. Die paar 100 wirren Leute könnte man schon durchfüttern, aber vieles würde weitaus besser für den Bürger laufen.

  19. Re: Arbeitsamt

    Autor: Bradolan 01.08.20 - 21:26

    Miracoolix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Spekulant schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bradolan schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Bei uns wurden alle von der Schule aus einmal in der siebten Klasse
    > zum
    > > > Arbeitsamt geschickt für eine Bewertung der Lage. Alle wurden dort
    > > einmal
    > > > schlecht gemacht und das ohnehin so geringe Selbstvertrauen wurde
    > > > zerstört.
    > > >
    > > > Mir sagte der Mitarbeiter (im übrigen war das ein Freund des
    > > > Deutschlehrers), ich wäre unbrauchbar und könne nicht in der IT
    > > arbeiten,
    > > > weil ich nicht kommunikativ genug wäre. Aus meiner Sicht wäre das aber
    > > nur
    > > > geschwätzig gewesen. Im Nachhinein stellte sich heraus, der Typ hatte
    > > wohl
    > > > einfach Spaß dran die Kinder zu zerstören, denn er hat es bei einigen
    > > > genauso gemacht, selbst bei den härtesten Arbeitstieren. Bei
    > Erwachsenen
    > > > war er auch nicht beliebt und hat die meisten runter gebuttert.
    > > >
    > > > So gemein es auch klingt, als er weg war haben alle Ortschaften um das
    > > > Arbeitsamt drumrum innerlich gefeiert.
    > >
    > > Diese Erfahrung kann ich so 1:1 bestätigen. Lustig ist auch, wie viele
    > > Schul-"Versager" ich jetzt kenne, die zu den besten Entwicklern geworden
    > > sind.
    > >
    > > Glaub die Lehrer würden sich bei Anblick der Einkommen vor Neid im Grabe
    > > umdrehen, wenn die nicht noch immer Kinder quälen um in ihrer
    > Nutzlosigkeit
    > > wenigstens noch das Gefühl zu haben, Macht ausüben zu können.
    >
    > Hmm, die Lehrer würden dir heute erzählen dass genau diese Quälerei für
    > deinen Erfolg verantwortlich ist. Man kann durchaus Pubertierende
    > motivieren indem man ihnen unterstellt nichts zu können. In der
    > Rebellenphase versuch die doch immer das Gegenteil von dem zu beweisen, was
    > ihnen die Altvorderen sagen. ;)

    Das habe ich mir auch gedacht, aber das wäre zu generalisiert, zumal in der Schule auch gepredigt wird, dass jeder auf unterschiedliche Weise lernt. Ich war ein Sensibelchen, da ist das das dann eher zuviel des Guten.

  20. Re: Arbeitsamt

    Autor: nirgendwer 02.08.20 - 11:40

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Problem ist, dass man verbeamtete Menschen nicht einfach kündigen oder
    > versetzen kann.

    Beim Versetzen ist das Gegenteil der Fall. _Gerade_ Beamte kann man sehr gut versetzen.

    Als Angestellter bewirbt man sich auf einen Arbeitsplatz. Der ist da, wo er ist (bzw. vertraglich festgehalten, das ermöglicht durchaus zur Einstellung schon eine zukünftige Versetzung festzulegen, aber das ändert nichts daran, dass schon zur Einstellung feststeht, wo der oder die Orte sind). Die Arbeitsplatzbeschreibung muss der Ausbildung entsprechen (Der Offizielle Name ist mir gerade entfallen, aber es gibt so etwas). Diese wird vorher festgelegt und kann nur mit Zustimmung und Unterschrift des Angestellten verändert werden. Und man muss die Dinge tun, die da drin stehen. Weder höhere Tätigkeiten genauso wenig wie niedere müssen getätigt werden.

    Beamte müssen dagegen machen, was man ihnen sagt. Zur Not in einer anderen Stadt (auch wenn davon heute kaum noch Gebrauch gemacht wird). Es gibt keine des Angestellten gleichwertige Verpflichtung zu einer Arbeitsplatzbeschreibung. Die Bezahlung ist auch mehr von der Wertigkeit des Ausbildungsabschlusses abhängig als von dem, was man real tut oder leistet.

    > Es fehlt die gesetzliche Möglichkeit jemanden sozusagen in Frührente zu
    > schicken, d.h. notfalls geht die Person einfach nach Hause, bekommt das
    > volle Gehalt und die volle Rente, hat aber keinen Job mehr. Die paar 100
    > wirren Leute könnte man schon durchfüttern, aber vieles würde weitaus
    > besser für den Bürger laufen.

    Das gibt es doch. Ich hab schon Leute gesehen, für die wurde extra eine Stelle geschaffen, um sich selber zu verwalten. Der Haushalt muss das natürlich hergeben. :-P

    Bei Untauglichkeit gibt es angeblich sogar die Herabstufung, sprich: weniger Gehalt. Das habe ich in der Praxis aber noch nicht gesehen!? (Naja, vielleicht hört man da auch einfach nichts von, weil die Leute das ja bestimmt nicht an die große Glocke hängen und es sonst auch keiner sagen darf - wg. Datenschutz.)

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