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Wenn man etwas in den Sand setzen will

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  1. Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Sharra 02.02.18 - 09:39

    ruft man bei T-Systems an, holt vielleicht noch Siemens dazu ins Boot, und lässt sie einfach mal loslegen.
    Hinten kommt dann irgendwas bei raus, was keiner wollte, sowieso nicht funktioniert, und jede 2-Mann-Klitsche besser gekonnt hätte.

    Schöne Beispiele sind z.B. die Mautsysteme, oder auch die Software der Jobcenter.
    Währen die Österreichter z.B. ein simples Aufklebersystem benutzen, oder die freien Städte ihre eigene, funktionierende Software genutzt haben, hat es wer doch gleich wieder in den Sand gesetzt?

  2. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Cok3.Zer0 03.02.18 - 02:08

    Deloitte oder IBM sind auch nicht besser, siehe Dualkonfiguration und schwedische Zeugenschutzdatenbank...

  3. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Sharra 03.02.18 - 07:09

    Cok3.Zer0 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deloitte oder IBM sind auch nicht besser, siehe Dualkonfiguration und
    > schwedische Zeugenschutzdatenbank...


    Das Problem haben so ziemlich alle Firmen, wenn sie eine bestimmte Größe überschritten haben. Dann fließt mehr Energie in die Eigenverwaltung etc., als in die Arbeit an sich. Das lässt sich bei fast jeder Firma beobachten, die über eine gewisse Grenze hinaus wächst. Von einem Jahr aufs nächste, wird aus Qualität nur noch Schrott.

  4. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: ranzassel 03.02.18 - 11:37

    Naja, aber T-Systems toppt wirklich alles. Ich durfte auch auch ein paar Jahre hautnah erleben was die abliefern.

    Meine Firma durfte damals ein Projekt von denen übernehmen, dass sie grandios gegen die Wand gefahren hatten. Allein technisch war das schon geil: Eine Webanwendung die 24x7 weltweit mit insgesamt rund 180.000 Usern genutzt werden sollte. In der Datenbank gab es fast keine PKs oder FKs, keine Indexe dafür aber kommeseparierte Listen, Spalten mit Byte-Längen (die dann drei Byte lang waren aber 3 Unicodezeichen aufnehmen sollten) und eine Klickhistory die jeden Klick in der Oberfläche ohne jegliche Caches direkt in die kommaseparierten Listen der Datenbank updaten sollte. Das ganze Geraffel ließ sich mit 10 gleichzeitigen Anwender schon töten... und die wollten tausende damit bedienten. Und zu dem Zeitpunkt als ich dort aufgeschlagen bin war die Anwendung offiziell schon seit Monaten im Regelbetrieb!

    Und die Zusammenarbeit dieser Menschen war genauso. Keine Abstimmung mit den eigenen Kollegen, keine Reviews, keine Pläne. Und die eigentlichen "Projektmanager" tauchten alle ein bis zwei Wochen mal für ein einstündiges Meeting auf. Aber ein Ego hatten die T-System'ler alle... "wir sind die größten". Die haben dir im Brustton höchster Überheblichkeit den größten fachlichen und technischen Schwachsinn einreden wollen. Dunning-Kruger-Effekt in Reinkultur. :)

    Der Laden ist ein komplette Lachnummer. Ich finds eher traurig, dass die immernoch haufenweise "Projekte" machen dürfen die von unseren Steuergeldern finanziert werden.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.02.18 11:41 durch ranzassel.

  5. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Anonymer Nutzer 03.02.18 - 12:27

    hmm das ist schon sehr schwer zu glauben, sorry. vor allem, weil heutzutage simple datenbank anwendungen (auch solche mit webinterface) kaum mehr direkt mit sql gemacht werden sondern mit einem persistenzframework.


    darf ich aber trotzdem fragen, welche programmiersprache und welche datenbanksoftware zum einsatz kam?

  6. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: derdiedas 03.02.18 - 12:29

    Das kannst Du auch gerne auf alle anderen Buden wie IBM, HP/ATOS usw... erweitern.

    Die Sache ist so, das diese Lose Lose Geschäfte (Firma verliert Know How, Outsourcing Firma scheitert) nur zwei Gewinner kennen. Und zwar die Verantwortlichen Manager bei dem outsourcendem Unternehmen, und dem Vertriebler des Dienstleisters.

    Der Manager kann sagen das er (in diesem Fall) ein 700 Millionen Projekt abgeschlossen hat. Der Vertriebler der T-Systems bekommt bei 700 Millionen Euro Commisions in einem hohen 6 Stelligen Betrag (wenn nicht gar 7Digit). Und der Witz ist das Beide Personen wenn die Sache den Firmen um die Ohren fliegt schon lange bei den nächsten Firmen sind wo sie (nicht selten wieder zusammen) den gleichen Mist abziehen.

    Und aus diesem Grund - funktionierende Beziehung zwischen Kunden und Verkäufern (Das sind oft die besten Kumpel) werden die Firmen abgezockt, die Mitarbeiter verarscht und das alles komplett ohne Risiko.

    Das läuft alles bereits mit geringeren Deals im mittlerem Management so ab, und ist im Top Management sogar eher die Regel als denn Ausnahme.

    Volker Pispers hat das bereits teilweise erkannt (Aber auch er hat den vollen Umfang des Betruges nicht erkannt): https://www.youtube.com/watch?v=1ZFXkv6Poqk
    Denn die Beratungsunternehmen werden als Erfüllungsgehilfen benutzt, damit diese Deals "abgesegnet" sind.

    Gruß H.

  7. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Sharra 03.02.18 - 13:36

    Schwer zu glauben ist bei T-Systems überhaupt nichts. Die arbeiten dort wirklich noch mit Technik aus der Steinzeit, haben von Neuerungen der letzten 10 Jahre in etwa den genauso viel gehört oder gesehen wie von Einhörnern oder Drachen.

    Ich möchte es mal so ausdrücken:
    Wenn mir heute jemand erzählen würde, T-Systems Leute würden noch auf Win95 arbeiten und alles auf Netscape optimieren, es würde mich in keinem Fall wundern.

  8. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: taifun850 03.02.18 - 16:21

    Aus meiner Sicht kannst du so ein Projekt nicht als Festpreisprojekt umsetzen. Viel zu viele Unwägbarkeiten und bei gewachsenen Systemen viel zu wenig Wissen über die Systeme. Die pure Zahl an Systemen sagt nix aus.

    Wer so ein Projekt in der Form vergibt kann auch gleich das Scheitern eingestehen.

  9. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Anonymer Nutzer 03.02.18 - 17:15

    würde t-systems alle projekte in den sand setzen, gäbe es die firma nicht mehr. keine firma kann sich 100% ausfall leisten. ein teil muss also doch erfolgreich abgeschlossen worden sein. ein großer teil sogar. irgendwoher muss ja auch das geld für 20000 oder 45000 mitarbeiter kommen. außerdem haben sie anscheinend einen umsatz laut wikipedia von 6.3 bzw 8.5 mrd euro. das ist nicht wenig. das sind über 300000 euro pro mitarbeiter.

  10. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Sharra 04.02.18 - 08:38

    bjs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > würde t-systems alle projekte in den sand setzen, gäbe es die firma nicht
    > mehr. keine firma kann sich 100% ausfall leisten. ein teil muss also doch
    > erfolgreich abgeschlossen worden sein. ein großer teil sogar. irgendwoher
    > muss ja auch das geld für 20000 oder 45000 mitarbeiter kommen. außerdem
    > haben sie anscheinend einen umsatz laut wikipedia von 6.3 bzw 8.5 mrd euro.
    > das ist nicht wenig. das sind über 300000 euro pro mitarbeiter.

    Tja, dann unterhalte dich mal mit deren Rechtsabteilung. Das einzige, was, neben der Marketing und Verkaufsabteilung, bei denen wirklich funktioniert. Deswegen kommst du gegen die Verträge auch kaum an. Ich weiss nicht, wie viele Firmen da draussen, zähneknirschend entweder nur für T-Systems zahlen, oder sogar das Müllsystem im Produktivbetrieb irgendwie benutzen. Aber es sind eindeutig zu viele, die lieber was ordentliches hätten, aber aus den Verträgen nicht raus kommen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.02.18 08:39 durch Sharra.

  11. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Anonymer Nutzer 04.02.18 - 10:41

    Zu T Systems kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen. Aber ich kann sagen, dass die Dominanz der Betriebswirte ein flächendeckendes Problem geworden ist. Bis in die 90er wurde die Deutschland AG von Fachleuten, die in das Management reingewachsen sind und ihre Fachkenntnisse mitbrachten, sowie Juristen geführt. Die Fachleute entwarfen die Strategie, die zusammen mit den Juristen zu fertigen Verträgen verhandelt wurde und die Betriebswirte hatten das dann hinten raus abzurechnen, als funktionale Einheit im dunklen Stübchen.

    Dann kam die angelsächsische Kultur, mit Begriffen wie "Controller" und Unternehmen werden nicht mehr fachlich und juristisch durchdacht geführt, sondern von den Zahlen her. Fachleute und Juristen müssen dann immer hinter den BWLern aufräumen, was aber nicht immer so einfach, bis unmöglich, ist.

    Dieser Auftrag hätte so offenbar nie angenommen werden dürfen. Aber der BWLer sieht den möglichen Umsatz und sagt den Fachleuten und Juristen "jetzt macht daraus irgendwie einen Vertrag und setzt das um". Und da wir noch gleich den ganzen Krampf mit Motivation und positive thinking aus den USA übernommen haben wird derjenige ausgebootet, der Bedenken erhebt, man will keine deutschen "Bedenkenträger" sondern amerikanische "can do" Mentalität. Und so steuern die BWLer fröhlich auf den Eisberg zu und verlassen den Dampfer auf halber Strecke mit golden handshakes, auf zur nächsten Havarie.

    So läuft's doch in unserer Wirtschaft inzwischen. Wie gesagt, zu T Systems kann ich nichts sagen, aber in anderen Unternehmen habe ich dieses Schema mehrfach erlebt.

  12. Re: Wenn man etwas in den Sand setzen will

    Autor: Anonymer Nutzer 04.02.18 - 16:42

    sie hätten aber zumindest keine neukunden mehr. und irgendwann laufen die verträge aus.
    wer als kunde einen vertrag unterschreibt, der besagt, dass imer zu zahlen ist, selbst wenn dem keine leistung gegenübersteht, ist aber auch selbst schuld.

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