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Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

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  1. Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: Karlheinz11 22.10.20 - 20:02

    Wer tieferen Einblick in die Chipherstellung hat, der weiß, dass eine Annektion Taiwans relativ sinnfrei wäre. EUV Maschinen benötigen für den Betrieb kontinuierliche Wartung und hochkomplexe Verschleißteile von ASML (und ihren europäischen Zulieferen). China könnte nach spätestens einem halben Jahr nichts mehr produzieren.

  2. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: ConstantinPrime 23.10.20 - 08:34

    Und das ist dann natürlich im Sinne der EU? Deswegen werden Sie China nicht mit Ersatzteilen beliefern?

    Ich glaube nicht.

  3. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: Karlheinz11 23.10.20 - 11:08

    Es gibt heute schon ein holländisches Exportverbot für EUV nach China.

    Nach einer Anntektion würde mit Sicherheit auch ein DUV-service Exportverbot kommen. Bedeutet: selbst die (höherwertigen sub-20 nm) FABs im mainland würden nach kurzer Zeit stehen. China hat bisher nicht einmal die einfachste ASML DUV Maschine nachbauen können.

    Die technologische Komponente wird in der Diskussion imo völlig unterschätzt. Wenn Chipherstellung einfach wäre, wären ASML/Zeiss nicht seit gut 10 Jahren Monopolist.

  4. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: ConstantinPrime 23.10.20 - 12:34

    Ja das ist hochkomplex, ich meinte ja nur, wenn man wirklich China so hart sanktioniert das die Fabs stehen, dann schneidet man sich ja ins eigene Fleisch.

    Wie war das noch mit der Hand die einen füttert? :)

  5. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: Karlheinz11 24.10.20 - 15:42

    ConstantinPrime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja das ist hochkomplex, ich meinte ja nur, wenn man wirklich China so hart
    > sanktioniert das die Fabs stehen, dann schneidet man sich ja ins eigene
    > Fleisch.
    >
    > Wie war das noch mit der Hand die einen füttert? :)
    Im Prinzip genau das Gegenteil, weil: als Monopolist ist es ASML/Zeiss egal, wer am Ende die Chips herstellt. So muss eben ein Hersteller in den USA oder Europa neue ASML Maschinen kaufen, während China auf unbrauchbarem Metallschrott sitzt.

  6. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: bla 24.10.20 - 19:05

    Das Knowhow würde dann aber erstmal in China festsitzen.
    Es anderswo aufzubauen würde ziemlich lange dauern und dann nicht nur TSMC/China schaden, sondern auch allen ehemaligen Kunden.
    Das wurde ja im Artikel auch angedeutet.

  7. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: Karlheinz11 25.10.20 - 00:48

    bla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das Knowhow würde dann aber erstmal in China festsitzen.
    > Es anderswo aufzubauen würde ziemlich lange dauern und dann nicht nur
    > TSMC/China schaden, sondern auch allen ehemaligen Kunden.
    > Das wurde ja im Artikel auch angedeutet.

    Viele taiwanesische Ingenieure würden wohl in den Westen fliehen. Ausserdem
    verfügen Samsung und Intel auch über EUV-Technologie. Das wäre schon machbar. TSMC ist ersetzbar, ASML nur schwer.

    Das das EUV Exportverbot nach einer Annektion aufgehoben werden könnte, ist wohl sehr unwahrscheinlich.

  8. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: conker 29.10.20 - 12:04

    Hmm, wenigstens ein Lichtblick.

    Trotzdem zeigt das, wir brauchen diese kritischen Industrien auch hier VOR ORT,
    aber das muss dann staatlich gefördert werden, sonst wird sich diese Industrie niemals hier ansiedeln.

  9. Re: Ohne Verschleißteile und Service sind die Maschinen unbrauchbar

    Autor: Asterisk 30.10.20 - 18:26

    Karlheinz11 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bla schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Knowhow würde dann aber erstmal in China festsitzen.
    > > Es anderswo aufzubauen würde ziemlich lange dauern und dann nicht nur
    > > TSMC/China schaden, sondern auch allen ehemaligen Kunden.
    > > Das wurde ja im Artikel auch angedeutet.
    >
    > Viele taiwanesische Ingenieure würden wohl in den Westen fliehen. Ausserdem
    >
    > verfügen Samsung und Intel auch über EUV-Technologie. Das wäre schon
    > machbar. TSMC ist ersetzbar, ASML nur schwer.
    >
    > Das das EUV Exportverbot nach einer Annektion aufgehoben werden könnte, ist
    > wohl sehr unwahrscheinlich

    Ganz sicher. Allerdings kommt hier wohl keiner auf die Idee, dass auch Entwickler von Taiwan nach China wechseln (lese: areamobile.de).

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