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6% Lohnforderung ... ich wäre für 8-10 %

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  1. 6% Lohnforderung ... ich wäre für 8-10 %

    Autor: holyfetzer 28.04.22 - 21:33

    6% als Einstieg in die Verhandlung finde ich verheerend. Man darf nicht vergessen, dass die Beschäftigten auch schon in 2 Jahren Corona zurückgesteckt haben. Das zusammen mit Inflation und guten Gewinnen im Jahr 2021 sollten eigentlich dafür langen selbstbewusst 8-10% zu fordern.

  2. Nicht gleich alles auf einmal

    Autor: Mingfu 28.04.22 - 22:15

    Das Problem daran ist: Man weckt mit solchen Forderungen auch eine Erwartungshaltung bei den Beschäftigten. Am Ende landet man dann bei 5 oder 6 Prozent für zwei Jahre und hat ein Problem das zu verkaufen. 6 Prozent dagegen ist nach Gewerkschaftslogik wahrscheinlich zu erreichen: 3,5 % dieses Jahr, 2,5 % nächstes Jahr - sind dann 6 %. "Wir haben uns auf ganzer Linie durchgesetzt."

    Zumal Verdi auch nicht viel Geld für Streiks ausgeben will, weil der Mitgliedsbeitrag vor allem einen ziemlich umfangreichen Gewerkschaftsapparat finanziert. Streiks sind primär für das tradierte Gemeinschaftserlebnis da - überall mal ein Tag, damit jeder beim "großen Tarifkampf" mitmachen konnte. Den Arbeitgeber trifft man so natürlich nicht. Aber das will man auch gar nicht, denn im besten Fall verzichtet der bei solch handzahmen Aktionen auf Lohnkürzungen, so dass auch kein Streikgeld durch die Gewerkschaft gezahlt werden muss. Verdi konnte sich mal wieder kostenlos bei den Beschäftigten in Erinnerung rufen, Arbeitgeber hat keinen großen Schaden - Win-Win-Situation. OK, die Beschäftigten bekommen keine sonderlich große Lohnerhöhung. Aber alles auf einmal geht eben auch nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.04.22 22:23 durch Mingfu.

  3. Re: 6% Lohnforderung ... ich wäre für 8-10 %

    Autor: snoxx 28.04.22 - 22:55

    Angesichts der Inflation sind 10% bei 6 Monaten Laufzeit wohl eher das Minimum. Für den Vorstand dagegen gerne eine deutliche Minusrunde. Das Russland Desaster muss ja gegenfinaziert werden.

  4. Re: 6% Lohnforderung ... ich wäre für 8-10 %

    Autor: MCCornholio 28.04.22 - 23:41

    6% als oberer Verhandlungsanker ist tatsächlich verheerend.
    Wir haben in 2022 vorr. irgendwas bei 6,5 Inflations aufs Jahr.
    Die private Bankenwirtschaft hat neulich so richtig tief ins Klo gegriffen.
    3% 2022 und lächerliche 2% in2023.
    Nicht das das lächerlich ist es ist auch noch viel schlimmer das man bereits heute sich ausgedacht hat was wohl im Jahr 2023 reichen wird.

    In den letzten Jahren wurde man bereits mit 2+x abgespeist bei 3-6 Leermonaten bevor die Erhöhung dann in Kraft trat. In Wahrheit sind die %te also noch viel niedriger.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.04.22 23:43 durch MCCornholio.

  5. Re: Nicht gleich alles auf einmal

    Autor: Eheran 29.04.22 - 06:51

    >Zumal Verdi auch nicht viel Geld für Streiks ausgeben will
    Außer natürlich bei Amazon, da streikt man gerne mit unsinnigen Argumenten. Oder sind die paar Streikenden kostentechnisch egal? Viele sollen es nicht sein, die da streiken, dann erübrigt sich das von den Kosten her im Vergleich zu der Unmenge an Nachrichten (und damit neue Mitglieder).

  6. Re: 6% Lohnforderung ... ich wäre für 8-10 %

    Autor: MaGru 29.04.22 - 07:12

    Selten so viel falsche Mutmaßungen aus der Glaskugel gelesen, wie in den Beiträgen dieses Threads. Gewerkschaftlich bewandert, oder gar Mitglied in der Tarifkommission der Telekom ist hier jedenfalls keiner.

  7. Re: 6% Lohnforderung ... ich wäre für 8-10 %

    Autor: \pub\bash0r 29.04.22 - 08:54

    MaGru schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selten so viel falsche Mutmaßungen aus der Glaskugel gelesen, wie in den
    > Beiträgen dieses Threads. Gewerkschaftlich bewandert, oder gar Mitglied in
    > der Tarifkommission der Telekom ist hier jedenfalls keiner.

    Dann steuer doch wenigstens ein paar Korrekturen bei, anstatt einfach nur zu meckern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 29.04.22 09:07 durch \pub\bash0r.

  8. Re: Nicht gleich alles auf einmal

    Autor: Mingfu 29.04.22 - 11:42

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder sind die paar Streikenden kostentechnisch egal? Viele sollen es nicht
    > sein, die da streiken, dann erübrigt sich das von den Kosten her im
    > Vergleich zu der Unmenge an Nachrichten (und damit neue Mitglieder).

    Man hat bei Amazon kaum Organisationsgrad: Es gibt viele Befristungen, so dass die Leute in der Hoffnung auf eine unbefristete Übernahme nicht unangenehm auffallen wollen, es gibt viele ausländische Arbeitnehmer, die froh sind, überhaupt etwas gefunden zu haben, die auch die Strukturen nicht komplett verstehen und natürlich ist man dort allgemein im Niedriglohnbereich, bei dem die Leute jeden Euro zweimal umdrehen und somit der Gewerkschaftsbeitrag schon ein Ausschlusskriterium ist (was natürlich dann wiederum an den niedrigen Löhnen auch weniger Änderungsmacht bedeutet).

    Deshalb streikt nur eine sehr kleine Minderheit. Das kostet praktisch nichts im Gegenzug für die Publicity, die es dann doch jedes Mal wieder erzeugt.

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