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  5. › Taxi-Konkurrent: Verbot von Uber…

Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

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  1. Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: elegon 03.09.14 - 14:32

    Uber macht den Rebell und versteht sich als Robin Hood zur Befreiung von den bösen Taxi-Regulierungs-Schergen.

    Wieviele Leute hab ich in den verschiedenen Foren Uber zujubeln hören.

    Ist euch eigentlich klar, daß das genau die Art von pösem Raubtierkapitalisum (doppelt gemoppelt, ich weiss) ist, die wir in der EU nicht wollen, wenn wir das pöse TTIP zu verhindern suchen?

    Denn genau so Arschlöcher wie Uber, die sich einen Scheiss für irgendwas ausser Gewinnmaximum - koste es was es wolle, nur halt nicht das eigene Geld - interessieren, werden durch TTIP solche aktionen nicht nur durchziehen, sondern im Geheimen (geheime Schiedsgerichte) Deutschland (also uns Steuerzahler) dann auch noch auf entgangenen Gewinn verklagen.

    Denkt mal drüber nach.

  2. Re: Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: bernd71 03.09.14 - 14:37

    elegon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Denkt mal drüber nach.

    Verlange nicht über langfristige Folgen des eigenen Handelns nachzudenken. Wo kommen wir denn da hin...

  3. +1 (k. T.)

    Autor: Replay 03.09.14 - 14:39

    .

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  4. Re: Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: Replay 03.09.14 - 14:39

    Leider die ungeschminkte Wahrheit. Wenn's nicht so traurig wäre, könnte man darüber lachen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  5. Re: Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: Sequeezer 03.09.14 - 14:52

    aber auch falsch, um klagen zu können muss sich die Gesetzeslage geändert haben. Ein von vornherein illegales (nach Landesgesetzen) Geschäft kann nicht auf entgangenen Gewinn klagen.
    Aber genau dafür sind solche Gerichte da, eine Firma kommt z.B. nach Dtl. und im nachhinein werden Gesetze erlassen die deren Geschäftsmodell verbietet, dann kann die Firma auf entgangenen Gewinn klagen, so zumindest die Theorie.
    Will das nicht verteidigen oder sagen wir brauchen diese Gerichte, finde ich ebenso den kritischsten Punkt bei TTIP, aber Falschaussagen sollte man vllt doch korrigieren ;)

  6. Für Taxis aber gegen Springer -> denkt mal drüber nach!

    Autor: DrWatson 03.09.14 - 14:54

    Die Taxiverbände machen den Rebell und verstehen sich als Robin Hood zur Befreiung von den bösen Raubtierkapitalisum(sic)-Schergen.

    Wieviele Leute hab ich in den verschiedenen Foren den Taxiverbänden zujubeln hören.

    Ist euch eigentlich klar, daß das genau die Art von pösem Monopolkartellen (doppelt gemoppelt, ich weiss) ist, die wir in der EU nicht wollen, wenn wir das pöse Leistungsschutzrecht zu verhindern suchen?

    Denn genau so Arschlöcher wie Taxiverbände und VG Media Verlage, die sich einen Scheiss für irgendwas ausser Gewinnmaximum - koste es was es wolle, nur halt nicht das eigene Geld - interessieren, werden durch LSR, Rückkehrpflicht und Konzessionspflicht solche aktionen nicht nur durchziehen, sondern im Geheimen (geheime Kabinettsitzungen) Internetnutzer und Kunden dann auch noch auf entgangenen Gewinn verklagen.

    Denkt mal drüber nach.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.14 14:54 durch DrWatson.

  7. +-1 = 0

    Autor: AllDayPiano 03.09.14 - 14:57

    Es ist eine sehr schmale Gradwanderung. Ich stimme Dir uneingeschränkt zu. Aber ich verstehe durchaus auch die Sympathie für das Verhalten von Uber.

    Wenn Uber jetzt Siemens wäre, wären wir dann alle glücklich? Mit TTIP würde das Verbot in jedem Falle vor einem geheimen Schiedsgericht landen. Und nein, darüber kann niemand glücklich sein.

    Also +1 + -1 = 0 :)

  8. das ist doch das Erstaunliche an der Justiziererei... Brainfuck

    Autor: elegon 03.09.14 - 15:02

    Sicher hast du wie ich schon einige Gerichtsurteile gelesen, bei denen dir 'die Ohren geschlackert haben' - wie kann man Worte nur so verdrehen, daß aus einem eigentlich logischem Gesetz plötzlich etwas völlig anderes herausgelesen werden kann.

    Und jetzt füg noch hinzu, daß das ganze ohne 'die vierte Gewalt' stattfindet - ok unsere Medien sind so lächerlich, daß ich alleine darüber den ganzen Tag flennen könnte, aber ab und an musste wegen diesen 'Journalisten' in einige Entscheidungen immer mal wieder zurückgerudert werden.

    Also. 'Volksvertreter' vs Uber im Geheimen. Was meinst du was da rauskommt?

    Ich denke im Steuerschwarzbuch wird dann jährlich so eine riesen-fette Zahl unter 'sonstige Ausgaben durch kompensationszahlungen' auftauchen, wo dann jeder mal drüber meditieren darf, welche Top-Ten-Millionäre wir diesjahr wieder ne Bonuszahlung verpasst haben.

    Wirklich. Ich glaube nicht an die Macht der Gesetze. Menschen machen Gesetze. Menschen nutzen Worte. Menschen verdrehen worte, und wenn niemand widerspricht, ist es letzlich völlig egal, ob das Gesetz vorher schon da war oder nicht.

    Wer will das schon kontrollieren?

    Ich glaube das ist der eigentlich Clou an dem Wirkung-Ursache Prinzip. In Wirklichkeit ist die Wirkung das, was fesgesetzt wird (Geld Richtung Uber als Beispiel) und dann wird die Ursache hingefummelt....

  9. Re: Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: spies 03.09.14 - 16:16

    Wo Licht ist, ist auch Schatten. Das Taxigewerbe sieht den Untergang und anstatt darauf mit guten Ideen zu antworten oder wirklich einmal über das eigenen System nachzudenken, wird geklagt das die Heide brennt. Das erinnert mich irgendwie an die Musikindustrie vor Jahren. Jetzt kann sich jeder Musik zu fairen Preisen downloaden und alle sind glücklich.
    Ich habe hier schon zu guten Ideen für das Taxigewerbe beigetragen: https://forum.golem.de/kommentare/wirtschaft/taxi-konkurrent-uber-macht-trotz-verbot-in-deutschland-weiter/wie-sollen-taxifahrer-konkurrieren/85891,3862942,3862942,read.html#msg-3862942

    Andere können halt nur meckern.

    Was hat Uber mit TTIP am Hut? TTIP gilt noch nicht und Uber ist trotzdem schon auf dem deutschen Markt. Was alles sein könnte wenn und dann doch oder aber. Fakt ist wie die Situation gerade aussieht. Es gibt Gesetze und Uber versucht diese zu umgehen, ein Gericht verbietet das und daraufhin melden sich Massen bei Uber an. Der Zustrom zeigt doch das Die Bürger die gütigen Regelungen und Gesetze in unserem Land diesbezüglich nicht gut finden.
    Wenn unsere Obrigkeit das Modell des schlechtbezahlten Subunternehmers bei Paketdiensten oder sonstwo zulässt, dann sollte das auch für Uber gelten. Wenn wir als Gesellschaft das schlecht finden sollten wir bitte bei der nächsten Wahl halt nicht das Kreuz bei Mutti machen. So einfach ist das. Aber nein sie schaffte ja viele (schlecht bezahlte) Arbeitsplätze und nachdem der Armutsbericht gefälscht wurde gibt es ja auch keine Armut mehr in diesem Land. Also wurde wieder Frau Merkel bei der letzten Wahl gewählt.

    Fakt ist über kurz oder Lang wird sich das Taxigewerbe der Situation stellen müssen und da wäre ein wenig Innovation und eine Steigerung der Effizienz schonmal der erste Schritt. Kein Arbeitnehmer und erst recht kein Berufskraftfahrer kann sich soviel rumsitzen und Zeitung lesen erlauben. Dafür kann ja der Taxifahrer persönlich nichts, aber die Unternehmen schon, die den Markt überschwemmen und dann nach höheren Tarifen schreien. So können sich noch Weniger eine Taxifahrt leisten und die Tarife müssen nochmehr steigen. Einfach mal innovativ sein, Ideen entwickeln und der Konkurrenz ins Auge blicken.

  10. Re: Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: crmsnrzl 03.09.14 - 16:49

    Du kannst noch so innovativ sein, wenn für dich Vorschriften gelten die deine Konkurrenz ignorieren darf und du verpflichtet bist alle Aufträge anzunehmen deine Konkurrenz aber unlukrative/unrentable Fahrten einfach auf dich abwälzen kann. (Ja, das gehört zu den Geschäftsmethoden von Uber, deswegen haben die bereits im Ausland einen so ausgezeichneten Ruf)

    Dass im Taxigewerbe Reformen notwendig sind, will ich gar nicht abstreiten.

  11. unrentable Fahrten

    Autor: elegon 03.09.14 - 17:05

    was wäre denn eine unrentable fahrt?
    ich kann mir schwerlich vorstellen, daß ein Taxiunternehmen aus Köln gezwungen werden kann, in die Eifel zu kommen, dort jemanden 5 km zu fahren und dafür keinen 'kostenausgleich' verlangen darf...

    zugegeben, ich weiss es aber nicht.

  12. Re: Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: burzum 03.09.14 - 19:03

    elegon schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist euch eigentlich klar, daß das genau die Art von pösem
    > Raubtierkapitalisum (doppelt gemoppelt, ich weiss) ist, die wir in der EU
    > nicht wollen, wenn wir das pöse TTIP zu verhindern suchen?

    Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun.

    > Denn genau so Arschlöcher wie Uber, die sich einen Scheiss für irgendwas
    > ausser Gewinnmaximum - koste es was es wolle, nur halt nicht das eigene
    > Geld - interessieren, werden durch TTIP solche aktionen nicht nur
    > durchziehen, sondern im Geheimen (geheime Schiedsgerichte) Deutschland
    > (also uns Steuerzahler) dann auch noch auf entgangenen Gewinn verklagen.

    Wenn hier auch nur annährend TTIP ähnliche Verhältnissse herrschen würden, dann hätte Uber schon lange die Regierung oder das Land verknackt wegen Geschäftsbehinderung oder ähnlichem. Uber will einfach nur ein Geschäft betreiben wie andere Firmen auch.

    Ich halte die Gesetze die den Taximarkt zementieren für überholt. Hier klammert sich nur eine Branche an die ihr davonlaufenden Kunden und weint ihren (IMHO) überzogenen Preisen nach die sie dann - danke phöse billiger Konkurenz! - nicht mehr halten können.

    Es gibt hier in Dummschland einen ganzen Sack solcher abge*fkter Gesetze. Dazu zähle ich mal spontan sämtliche Kammergesetze (Stichwort IHK Zwangsbeitrag) und Gesetze die die Vergütung von Anwälten und Steuerberatern regeln wie auch das Steuergesetz selbst. Ich bin der festen Überzeugung diese Gesetze sind allesamt nur erlassen worden um den jeweiligen Branchen Wohlstand und ein sicheres Einkommen auf einem gewissen Niveau per Gesetz zu zementieren. Würde man z.B. die Steuergesetze vereinfachen, eine komplette Branche würde überflüssig werden. Aber daran hat die Politik ja auch aus mehreren Gründen gar kein Interesse.

    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul, ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 03.09.14 19:05 durch burzum.

  13. Hintergründe zu Geldgebern von UBER

    Autor: miauwww 03.09.14 - 20:40

    zB. Goldman Sachs:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs#Unternehmenskritik

    Da kommt Freude auf... Wem das nicht genug ist, der darf mal die engl. Fassung lesen, ungefähr 3 mal so lang:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Goldman_Sachs#Controversies

  14. Re: unrentable Fahrten

    Autor: crmsnrzl 04.09.14 - 11:00

    Das Beispiel ist schon mal Quatsch, so ein Auftrag würde von den Zentralen an einen Taxifahrer in der Eifel übergeben.

    Aber ein Taxifahrer muss erst zum Kunden hinfahren, ihn dann ans Ziel bringen und fährt anschließend meist auch an eine Taxihaltestelle zurück, wenn sie nicht sofort einen neuen Auftrag haben.
    Ist die eigentliche Fahrt für den Fahrgast sehr kurz, sind die einnahmen gering, aber der Sprit und Zeitaufwand Hinweg fällt trotzdem an. Auch kann z.B. ein Fahrt sehr lange dauern, aber die gefahrene Strecke ist vergleichsweise kurz. In der gleichen Zeit hätte der Fahrer vielleicht 2-3 andere Fahrten erledigen und damit die 2-3-fache Strecke abrechnen können.
    Das kann dazu führen, dass der Erlös aus diesen Fahrten sehr gering ausfällt oder es gar ein Verlustgeschäft ist.

    Taxifahrer dürfen solche Aufträge nicht ablehnen, zumindest nicht aus diesen Gründen (zahlungsunfähige, bewaffnete, aggressive oder stark verschmutze Fahrgäste können sie natürlich trotzdem ablehnen). Uber nutz genau das aus.

  15. Re: unrentable Fahrten

    Autor: elegon 04.09.14 - 11:03

    und der Taxifahrer darf dafür keinen Ausgleich verlangen? Also z.B. für eine lange Anreise zum Fahrgast....

  16. Re: unrentable Fahrten

    Autor: crmsnrzl 04.09.14 - 11:59

    Innerhalb des Tarifgebietes gibt es eine Pauschale für Anfahrtskosten oder sie entfällt ganz, hängt vom Ort/Gegend/Gebiet ab. Die Rückfahrt des Taxis nach dem Absetzen des Fahrgastes wird generell nicht berechnet (das wäre auch etwas dreist^^).

    Bei Anfahrten außerhalb des Tarifgebietes gibt es Regelungen wann und wie die Anfahrten angerechnet werden. Für die Details müsste ich erst meinen Onkel befragen, denn ich hier gerade nicht zu Hand habe, aber die abgerechneten Anfahrtskosten sorgen nicht wirklich für Gewinn.

  17. Re: Für Uber aber gegen TTIP -> denkt mal drüber nach!

    Autor: Amüsierter Leser 04.09.14 - 12:39

    Guter Aspekt. Ich bin gegen TTIP und gegen Uber, aber das in Zusammenhang zu bringen und damit die Doppelmoral vieler aufzuzeigen, ist mir noch auch noch nicht aufgefallen.

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