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"Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

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  1. "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: schap23 16.04.19 - 09:20

    Daß Japan noch keine Dampfschiffe, Eisenbahnen oder Telegraphen kannte, die er von Perry mitgebracht wurden, heißt nicht, daß Japan nicht in anderen Dingen dem Westen überlegen war. Die Schnelligkeit, mit der die Japaner all diese technischen Entwicklungen des Westens sich aneignen konnten, ist in den überragenden handwerklichen Fähigkeiten und der Art, wie diese immer weiter verfeinert wurden begründet. Auch die komplexe Schrift hilft, komplexe Dinge schneller erfassen zu können.

  2. [gelöscht]

    Autor: [gelöscht] 16.04.19 - 10:13

    [gelöscht]



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.04.19 10:14 durch burzum.

  3. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: XYoukaiX 16.04.19 - 10:26

    Naja Belege könnt ich jetzt auch nicht liefern aber die Schriftzeichen machen das verstehen von Texten schon "leichter" bzw. es geht schneller wenn man es denn lesen kann.

    wenn ich mir bedenke 人 (1Zeichen) = Mensch (6Zeichen)
    oder 入口 (2Zeichen) = Eingang (7Zeichen)
    空 (1Zeichen) = Himmel (6Zeichen) .....

    Das ist halt alles viel schneller zu lesen dadurch auch schneller zu verstehen usw.

  4. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: Tigtor 16.04.19 - 10:34

    XYoukaiX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja Belege könnt ich jetzt auch nicht liefern aber die Schriftzeichen
    > machen das verstehen von Texten schon "leichter" bzw. es geht schneller
    > wenn man es denn lesen kann.
    >
    > wenn ich mir bedenke 人 (1Zeichen) = Mensch (6Zeichen)
    > oder 入口 (2Zeichen) = Eingang (7Zeichen)
    > 空 (1Zeichen) = Himmel (6Zeichen) .....
    >
    > Das ist halt alles viel schneller zu lesen dadurch auch schneller zu
    > verstehen usw.

    Das funtioniert aber 1. genau so anders herum und 2. ist es imho auch einfacher sich 26 Zeichen zu merken und diese entsprechend zu kombinieren als wenn man jedes mal überlegen muss, welches Wort denn hinter Zeichen X aus ~ 10.000 Möglichkeiten denn nun steckt.
    Nicht umsonst wird bei den weniger bekannten Zeichen deren Bedeutung in Hiragana mit angegeben.
    Runtergebrochen auf Hiragana oder Katakana sind wir auch wieder bei jeweils etwa 50 Zeichen. Ob das dann noch effizienter ist?

    So dawn goes down to day.
    Nothing gold can stay.

  5. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: dbettac 16.04.19 - 10:52

    Das funktioniert genau genommen exakt umgekehrt: Lautschrift ist deutlich einfacher zu erlernen und vielseitiger in der Anwendung.
    Englisch: 26 Zeichen und man kann jedes Wort lesen/schreiben. Im Zweifelsfall kann man sogar Worte, die man gar nicht kennt, aufschreiben und später jemanden fragen, was sie bedeuten.
    Japanisch: Hunderte Zeichen zu kennen nützt gar nichts, weil es tausende gibt.

  6. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: Eheran 16.04.19 - 11:24

    >Das ist halt alles viel schneller zu lesen dadurch auch schneller zu verstehen usw.
    Nach der Argumentation wären die römischen Zahlen auch die besseren.
    1000 ist einfach nur M.... 4 Zeichen vs. 1 Zeichen.

  7. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: TrollNo1 16.04.19 - 11:50

    Ich erinnere mich noch an die Schulzeit: MCMICVIII, viel leichter zu lesen als 1998

    Menschen, die mich im Internet siezen, sind mir suspekt.

  8. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: Umaru 16.04.19 - 12:05

    Und man hält sich mit den Kanjis alle Baka-Gaijins vom Hals (z. B. mich).
    Japan wäre schon überflutet von Minderleistern, müsste man nur die Hiragana und Katakana lernen.

  9. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: neocron 16.04.19 - 12:25

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Auch die komplexe Schrift hilft,
    > komplexe Dinge schneller erfassen zu können.
    dafuer mal bitte einen Beleg liefern, Studien zeigen, dass zB. Mandarin genau so schnell gelesen wird, wie Englisch.
    Aehnliches wurde auch fuer sprache benannt. Hat eine Sprache mehr silben, wird sie schneller gesprochen, hat jedoch auch weniger Information pro Silbe, weshalb man im Endeffekt auf eine aehnliche Geschwindigkeit kommt!

  10. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: wlorenz65 16.04.19 - 15:12

    https://www.mathepower.com/roemisch.php sagt hierzu:

    Deine Aufgabe: MCMICVIII soll in eine unserer Zahlen umgewandelt werden.

    Ergebnis: Die römische Zahl MCMICVIII lautet als Dezimalzahl 2007

  11. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: Aki-San 16.04.19 - 15:30

    Zu der Schrift:

    Es gibt mehr oder weniger 3 Schriftvarienten.
    1. Das direkte Alphabet (Hiragana, Katakana, Furigana u.a.) ca. 50-80 Zeichen
    2. Die analoge Kombination der Vokale
    3. Die Zusammenschrift der Vokalwörter (Kanji). Wobei es hier auch zwei Varianten gibt.
    3a. Chinesische Herkunft
    3b. Japanische Herkunft

    Kanji sind an sich nicht so schwer wie man denkt, es gibt etwa 240 "Grundkanjis" von denen aus viele weitere erzeugt werden. Gruppe+3xBaum=Wald, Mann+Frau+"Fluss"=Familie, Meerwasser+"Kugel" (Tropfen) = Träne usw.

    Auch wird gesagt, man braucht nur etwa 8000 Zeichen für einen kompletten Alltag zu lernen, 12k-16k für Fachbegriffe / Berufsspezifisches und alles weitere braucht man im Regelfall nie. Auch die meisten Japaner selbst, kommen nicht unbedingt in den Fachbereich, was die Anzahl an zeichen angeht, u.a. deshalb haben viele Zeichen die "Aussprache" in kleineren Zeichen drüber oder drunter. :)

    Verglichen dazu, ist die Kombinationsmöglichkeit von 26 Zeichen, mit nur einigen Kombinationsregelungen wesentlich schwieriger. Man kann sich den Sinn vieler Kanjis ableiten, wenn man nur einen Handvoll von den Grundkanjis kennt, hingegen musst du in europäischen Sprachen hoffen, dass du die richtige Kombination kennst.. ;)

    Hinzu kommen dann noch sehr merkwürdige Sprachvarienten im europäischen Raum. Siehe Französisch, wo gesprochenen und geschrieben kaum miteinander zu tun haben, das Deutsche in dem quasi keine maximale Wortlänge existiert. oder Slavische Sprachen im Allgemeinen...


    Bei Zahlen gibt es bessere Sprachen.. also besser als Japanisch, Persisch oder Lateinisch. Meist Sprachen, die sowohl die Kombinatorik unseres Zahlensystems nutzen, als auch zusätzliche Zahlen für Faktorisierung haben. :)

  12. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: PatrickK 16.04.19 - 16:59

    wlorenz65 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > www.mathepower.com sagt hierzu:
    >
    > Deine Aufgabe: MCMICVIII soll in eine unserer Zahlen umgewandelt werden.
    >
    > Ergebnis: Die römische Zahl MCMICVIII lautet als Dezimalzahl 2007

    Das liegt daran, dass die Zahl MCMICVIII falsch ist...
    2007 wäre MMVII
    1998 wäre MCMXCVIII

    MCMIC (1999, theoretisch, aber falsch) und VIII (8) sind falsch...

  13. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: wlorenz65 17.04.19 - 06:27

    > Man kann sich den Sinn vieler Kanjis ableiten, wenn man nur einen Handvoll von den Grundkanjis kennt

    Damit hätten die Japaner das Generalisierungsproblem gelöst, das Grundproblem der künstlichen Intelligenz. Ansonsten reichte auch ein flacher Videorekorder, der kann sich viel mehr merken, auch die Details. Aber dann sitzt man auf einem Berg nutzloser Aufnahmen und findet die aktuelle Situation nicht wieder, weil man ja niemals exakt zweimal dieselbe Situation erlebt.

  14. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: wlorenz65 17.04.19 - 06:32

    Kürzer ist also falsch:

    Deine Aufgabe: IMIM soll in eine unserer Zahlen umgewandelt werden.

    Ergebnis: Die römische Zahl IMIM lautet als Dezimalzahl 1998

  15. Re: "Rückständigkeit" von Japan in der Edo-Periode

    Autor: FreiGeistler 17.04.19 - 12:45

    schap23 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Daß Japan noch keine Dampfschiffe, Eisenbahnen oder Telegraphen kannte, die
    > er von Perry mitgebracht wurden, heißt nicht, daß Japan nicht in anderen
    > Dingen dem Westen überlegen war. Die Schnelligkeit, mit der die Japaner all
    > diese technischen Entwicklungen des Westens sich aneignen konnten, ist in
    > den überragenden handwerklichen Fähigkeiten und der Art, wie diese immer
    > weiter verfeinert wurden begründet. Auch die komplexe Schrift hilft,
    > komplexe Dinge schneller erfassen zu können.

    Und der Himmel ist wunderbar und wunderbar ist er, weil er blau ist....
    Nee scherz.
    Solltest aber dein Bauchgefühl mal auf Fakten prüfen.
    Besondere Handwerkliche Fähigkeiten sind für ein technologisches aufholen nicht vonnöten, Japaner sind ja auch keine Elfen.

    Technisch sind sie gut unterwegs, Gesellschaftlich (unabhängig von der schönen Kultur) aber noch vor den 50ern. Soll auch daran die Zeichenschrift Schuld sein?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.04.19 12:49 durch FreiGeistler.

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